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ein 8ociu« dieses LolleZis ward; zu gleicher zeit ohngefchr warder pro Mniiterio examiniret und empsienge die oilliirsrion.Er predigte nachmals sehr oft und mit grossem eifer bey derUniversität, sonderlich in der nahe bey dem LoIleZio der Köni-gin stehenden St. Peters-kirch. Indem jähr 1594. ward erLsccslsurerrs .^beologiL , und Vier jähr hernach krsexoliwsseines Lollegu. An. 1620. nähme er den ßradum OoAorisHieologis- an , und gelangte sechs jähr hernach zu der stelle einesVice-Cantzlars der Universität. In diesem amt bezeigte er sichals einen eifrigen Verfechtern der Meynungen Johannis Calvini,welche dazumal m der Englischen kirch durchgehends die ober-hand hatten. Er war von jederman hochgeachtet. Dahero kämees auch, daß ohnerachret er sehr geneigt wäre fein leben in derstille zuzubringen,er dennoch wegen feiner redlichkeit, grossen wis-senschafft und mwerdroßnen stetß in feinen geistlichen Verrich-tungen nicht konnte in dem verborgenen bleiben, sondern widerseinen willen zu denen wichtigsten «untern der Universität gezo-gen wurde; wie er dann in der that in verwaltung seines Lolis-xü durch seine sorgfalt sehr grossen nutzen geschaffet, und un-ter seiner obsicht viele grosse Männer sowol für die kirche alsfür den Staat formirec hat. Er starbe in dem Oollegio derKonigin den io. oct. i6is. seines alters jähr. Man hatzu seiner gedachtnis zwey verschiedene mormmems mit aufschrif-len aufgerichtet. Seine hinterlassene und durch ChristophorumPotterum, 8ocium des Oollsgü der Königin, in den druck ge-gebene schriften sind folgende : Uedtures uxon clls vbols Lxiltls
ok8t. ksul to rke kNilipxiLQS. soiräon 1618. 4to. Hie juüsnci neceiksrz-' Lxologj- toucliing bis kuit in 1s->v kor tbe Ketto-r^ okLllsrlton on Otmore In Oxlorclshiro. soriclon 1621. 8vo.L Trestike sgsirlik bovvirrg st rveblsme ok^ekus. N.ttienN
Oxon. vol. 1 . col. 408. 409. 2. echt. 1721. Englischer
* Airay, (Christophorus) gebürtig von Clifcon in Westmor-land, ward als lwcüolus in das OollsZium der Königin zu Ox-ford aufgenommen, in dem herbst 1621. Nachdeme er den Ma-ll um lVlrrZiüerü ürtium angenommen, erhielte er eine stelle eines8ocü in besagtem Lollsgio. In dem jähr 1642. ward er zumvLLLklsureo chheologise gemacht, und erlangte die Pfarrey zuMilford in Hampshire. Er starb den 18. oct. 1670. in dem 69.jähr seines alters. Er hat unter anderm geschrieben: k-cklcu-lum ktLCLptorum sogicsliurn in Mtiam ^uventuris Losste-inicT. Das ihme in der kirche zu Milford aufgerichtete exim-pkumn verdienet allhier beygefüget zu werden, und lautet also:NemoriL kscrum 6 l 1 stI 8 'IOkklOIlI Llli/IV, 8. 1 '. ösc. ollmLolleg. Keg. Oxon. 8ocii, L Huju8 LcclekiX Vicsrii vigilsn-tiikimi, virl kummL mtegritntis, juäiLÜ acerrimi, <8: inge-nü literarum omnium csxscis; gui äLcillimo kseculo inrerLÜusntes rerum siuctus clavum reüum teuuir. Mortslit-itemtsnäem exuit > 8- ockovr. snnc>8 liatub 69. sco. , sttüen.Oxon. Englischer ÜUI/-.
Aire, eine Französische stadt in Gasconien an dem flußAdour. Bey den Alten wird sie llciurium, Lwrenkium oderLrursnüuin. civitsb, Vicojullum, Nsrtismrnr <Lc. genannt.Die West - Gothischen Könige haben vor reiten daselbst Hof ge,halten, wie denn annoch die ruinen von dem pallast des KömgsAlarich allda zu sehen. Sie ist öfters durch die Saracenenund Normänner zerstört worden, hat auch in kriegen des XVI.steculi viel erlitten. Sie hat einen Bischofs,der nach Aux gehöret,und findet man,daß an. ;os. ein Priester von dem Bischofs dieserstadt aufdas Lcmciliuin Lgschenke verschicket worden. 8-uon.
11b. II. ex. i. in not. rrcl 8Iclon.
ch leü. Lukon. üb. II. cax. 7. ^ 5 ch/s». cleker. üum. Orde-«a»-c. notit. Vskcon. Oe bist. cke Learn. O« autig.
cle8 vill. 6s.11.
Aire, oder Arien, eine gute vestung an dem fluße Lis in Ar-tois an der Flandrischen grentze, liegt z. meilen von St. Omer,dahin ein canal gehet, und ist mit morast umgeben. An. 1641.haben solche die Franzosen eingenommen, doch ist sie bald daraufwegen Mangel des Proviants, an die Spanier Übergängen. An.1677. aber haben sie die Franzosen wieder erobert, und im Rim-wegischen fneden behalten. An. 1710. den 9. nov. ist sie vonden Kayserl. Mitten nach einer ziemlich harten belagerung ein-genommen, und m dem Utrechtischen frieden wieder an Frank-reich abgetreten worden.
Aire, Ayre oder Airth, eine stadt in dem mittägichten theilvon Schottland, in der provintz Kile, der insul Arren gegenüber, an dem fluß Air. Sie ist wegen der Handlung berühmt,hat einen weiten und sichern Hafen, welchen eine citadelle be-schützet, auch sitz und stimme im Parlament.
Airi, Liriacum, ein schloß in Auxerre, in Burgundien, all-wo an. ioro. ein Lcmcilium gehalten worden, welchem derKonig Robert von Franckreich beygewohnt.
* Airon, ein fluß in der landschafft Nivernois in Franckreich,MAer sich durch die grüben der stadt Decise, nachdeme er ver-
^ ^ genommen, in die Loire ergeußt.
^ ^ Schottland, welcher in der provintz Marr
L KU BLLAN-''»"»«>»
eine Abtey in Franckreich, inPottougelegen, zehen meüen von Poitiers gegen abend entfernet.
air ais
* Airy, (St.) oder Agri, zu Latein Lgeiiu8, würd geboh»ren um das jähr 517. in dem Bißthum Verbun, indem sech-sten jähr der regierung Theodvrici Königs von Metz oder Austra-lien , eines svhns Clodovai. In seinem z o. jähr empfienge er dletonkursm cleriLsIem von Desiderio, Bischoff von Verdun; undals er zu den geistlichen orden befördert worden, wurde er urndas jähr 5 ?<>. zum Nachfolger Desiderii erwehlet. Er wird vollGregorio von Tours und Fortunato fehr gelobet; der ersteserzehlet, es habe sich zu zerten dieses Bischoffs ein besessen^weibs-bild zu Verdun befunden, so sich für eine Wahrsagersausgegeben, auch durch dieses mitte! sehr vieles geld erworbenhabe. Solche habe Airy beschworen, und als er den teuf»nicht austreiben konnte, habe er sie aus dem Königreich Austra-lien verjagt, worauf sie zu der Königin Fredegonda ihre zufluchkgenommen habe. Es stunde St. Airy bey dem König Childf-berto in sehr hohen gnaden, erhielte auch gnade von ihme fmGontram Bosonem. Er schlüge ihme Berlheftedum auszulie-fern ab, welcher in feine kirchen geflohen wäre, und aüdortenumgebracht wurde. St Airy gierige dieses fo fehr zu hertzen, daßer den ersten tag des christmonats im jähr 588. verstarb, aawelchem tag man sein gedächtnis feyerlich begehet. ^
üb. III. c. zz. lib. VII. L. 44. lib. IX. L. 12. A iz.
11b. 111. csrm. 29. L zo. Lntigu. äes 6sule8 Lelg.
Ne , vle8 cies 8sint8.
* Alfa, eine von den Parcen; ihren nahmen soll sie vott
«ii und her haben, und folglich fo viel heissen, als eine rso stäts gewesen, wiewol auch solches so viel bedeutensoll, als die unbekannte Ursache desjenigen, so uns widerfah-ret. äs X. 6. L. ij.
* Dlifance, ein kleiner fluß in Normandie, welcher Eunterhalb Autrain mit dem fluß Coefnon vereiniget.
^0« Zekcrixt. üum. 6sll.
Aischa, ein fluß in Francken, welcher oberhalb WinsheilNentspringt, und nicht wert von Forchheim in die Rednitz fallt-
* Aischah oder Ayeoha, eine tochter des Abubeker, wattMahvmets drittes eheweib, und die einige die er als eine juEfrau gehcurathet hat. Sie überlebte ihne um ein merckliches/indeme sie erst in dem ? 8 . jähre der Hegira gestorben. Ihr an-sehen wäre fehr groß bey denen Mahometanern, so gar daß >Ein glaubens-puncten sehr oft zuflucht zu ihr nähme, um die nä-here meynung Mahvmets über dieselben aus ihrem mund zu vor-nehmen. Sie wird oft mit dem nahmen Nabiiah, d. i. dvProphetin geehret. In ansthung des politischen regiments,17unterstünde sie sich den Calif Othman als einen gottlosen mau"zu verdammen, und nichts destoweniger wollte sie hernach u'nen tod nicht gut heissen, führte deswegen krieg wider UAli, und wollte das blut Othmans rächen. Sie stunde Msan die spitzen einer armee von zoooo. mann und lieferte
Ali eine schlackst, welche sie aber verlohre und darinnen selbst.^fangen genommen ward. Ali vergnügte sich aber seiner grssssgenen ihr unrecht vorzuhalten, und sie hernach wiedrum avfreyen fuß zu stellen. Sie gienge gen Medina, allwo sie heEÄstarb, und bey Mahomet ihrem mann begraben ward.meynung des berühmten Prideaux hatte Mahomet niemals Aander weib, nebst der Lhadiga, welche ihme fein glückchet hatte, geheurathet; aber nach ihrem tod legte er MAischah und die Sewda bey. Aischah wäre nur sechs jähe ^als Mahomet sie heurathete, dahero er sie erst sechs jähenach beschließe. Übrigens wäre sie unter denen weibern Mssßemets diejenige, welche er am meisten liebte, und obwo» Vfrisch und fast immer in einigen liebes-handeln verwickelt >va .so konnte Mahomet sich doch niemals entschliessen, sich vP^Wzu scheiden. Ja er schriebe das 24. capitel des Alcorans,biß sein weib zu rechtfertigen, und sich zu entschuldigen,sie nicht entlasse. Er trüge auch sorg, daß sie in allen bey A vArabern bekannten wiffenschafften, in der Zierlichkeit derund in der erkenntnis der alterthümmer unterrichtet wurde- Mmachte sich dieses auch wohl zu nutz, indeme sie sehr lnan"L^,und gelehrt ward. Weilen Ali ihr ausgelassenes leben demhomet geoffenbaret hatte, ward er von chro in dem höchstenaehasset. Diejenigen rrsäirions8, so in der Sunnah entv-sind, kommen nach aussag der Arabern mehrentheils vo«^-Aischah, oder von einem der zehen ersten anhangern des Jashomets her. Wann über etwas das zeugnis der AssclM po"angeführet werden, so ist solches bey denen Musulmanner»einem überaus grossen gewicht. ,
Orient. ,. Al-
* )lischah al Gcheika Ben Joseph al DemeE^,c-schah, wäre eine tochler Josephs, und von Damascus
tig. Sie wird unter denen Mahometanern für eine ^ ^gehalten, und hat ein buch geschrieben, welches vw'
Lsksk ss mensn sl siusll heisset, und von der forchl / pellche über denen vielen von GOtt empfangenen S .^.bey dem menschen entstehen solle, handelt. ^
* Aise, ein kleiner fluß in der Normandie, in derBayeux in Franckreich, welcher in die Orne fallt, orevunterhalb Caen.
* Atsey is Duc, ein ort in Franckreich in dem HEst W-Burgund nahe bey dem Ursprung der Seine, welE' § poney le Duc, so nicht weit davon hart an dem urim»
Seine liegt, nicht muß confundirt werden. MM ^
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