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in der regierung auf seinen ohm Lindorm. Die SchwedischenEdelleuthe hatten ihne zum Konig erwehlet, ohne dre einwilli-auna der Gothen abzuwarten. Da nun diese sich dadurch ver-achtet und beschimpfet.glaubten, nahmen sie sich vor, sich andenen Schweden zu rächen, hielten aber zugleich für rathsam,eine rechte gelegenheit dazu zu erwarten. Mittlerweile bemü-hete sich Alaricus bestens feine Unterthanen ,zu überzeugen, daßer alle seine krafften anwende, um ihre gluckseiigkeit zu beför-dern. Er wandte feine waffen gegen Norwegen, und nachdemeer sich eines theils diefes landes, bemeistert hatte, machte erGauthonem seinen söhn zum Konig darüber. Dieser sandtenun Gubernatores in die verschiedenen vornehmsten ort seinesneuen Reichs, und befähle ihnen mit gröstem ernst, daß sie sichder gerechtigkeit und billigkeit best-möglichst in allem befieiffensollten, damit diese neue Unterthanen ja keinen anlas habenmochten sich zu empören. Er befähle ihnen ferners, mehr auflugend und Verdienste, als auf reichthum und gewinn zu sehen,und also jedermann zu überzeugen, daß er ein vatter feiner Un-terthanen seye. Hernach bemühete er sich auch die gemüther derGothen zu besänftigen, und die alte Vertraulichkeit zwischen ihnenund den Schweden herzustellen. Allein der haß der ersten widerdie letzten wäre so emgewurtzelt, daß es fehr schwer wäre den-selben auszutilgen. Die Gothen,welchen mehr an ihrer eigenenehr, als an dem, was die Schweden gern sahen, gelegen wäre,hatten sich einen eignen König erwehlet, dessen nähme wäreGestill oder Gestiblind, und der von ihren alten Königenherstammete. Diese wähl erweckte in Norden eine so grosse be-wegung, daß sie mit derjenigen,so zu gleicher zeit zu Rom durchden tob Julii Cäfaris verursachet worden, konnte verglichenwerden. Dann da Alaricus sahe, daß König Gestill von de-nen Gothen wider ihne aufgehetzet wurde, setzte er seine ehe-malige mildigkeit beyseits, und ward einsmals ein so grausa-mer tyrann, daß er als ein feind seiner Staaten konnte ange-sehen werden; dann indeme er sich in Verfassung wider seinefeinde stellen wollte, überlüde er seine Unterthanen mit so uner-träglichen auflagen , daß ihre zuvor ihme so getreue hertzenaäntzlich von ihme entfernet wurden. Bey so bewandten um-standen wußte Alaricus nicht, ob er sich mehr vor seinen Unter-thanen oder vor der macht der Gothen zu förchten hätte. Dieseletztem waren insonderheit fürchterlich worden, theils durch ihreeigne stärcke, theils auch durch das mit Roller dem König inNorwegen getroffene bündnis. Alaricus wäre zwar ein unver-wandter König Rollers, und Hoffete einen nachdrücklichen bey-stand von ihme; allein er fände sich in seiner Hoffnung betrogen,dann obwolen Roller nicht thunlich erachtete, denen Gothen ineigner person beyzustehen, weilen er selbsten noch nicht wohl aufseinem thron bevestiget wäre, so sandte er dem Gestill nichts de-stoweniger eine armee unter dem commando seines bruders Eri-ei; dieser wäre um so viel williger wider Alaricum zu ziehen, wei-len Gaucho versöhn Alarici ungerechterweise zum König des-jenigen theils Norwegens wäre gemachet worden , dessen Alari-cus sich bemeistert und grossentheils verheeret hatte. Ericuswandte also erstlich seine Waffen wider Gauthonem, und da erdenselben in einer schlacht erschlagen hatte, Hoffete er den vatterselbst mit so viel weniger mühe zu überwinden. Obwolen Ala-ricus den tod seines sohns sehr betraurete, liesse er dennoch denmuth nicht sincken, sondern brachte eine grosse armee zusam-men , mit welcher er ohne zweifel feinem femd wurde überlegengewesen seyn, wann er eine schlacht gewaget hatte. Allein erhatte einen zweykampfmit Erico angenommen, in welchem erseinen gegner zwar hart verwundete, doch aber zuletzt das le-ben lassen muffe. Ericus ward von seinen wunden geheilet, undnach dem tod Geftills zum König der Schweden und Gothenerwehlet. /o«». bist. Lord. A 8ueon. lib. IV. cap. 14.Englischer Lauste.
* Alaricus, oder Alver, ein söhn Dagers, wäre nach sei-nes vatters tod aufden thron gelanget, theils wegen denen herr-lichen thaten, die er allbereit gethan, theils wegen der grossenHoffnung, so das gantze Reich von ihme geschöpfet hatte. Erschickte etliche Gesandte an die von ihme sthon vor seiner an-kunst zu der Cron überwundene Russen, um den von ihnen de-nen Schweden zu entrichten schuldigen tribut einzufordern.Als aber die Russen die Gesandten verrätherischer weise ermor-det hatten, liesse ihnen Alaricus den krieg ankünden, und stel-lte eine mächtige armee in das feld, um ihre treulostgkeit zustrafen. Als es nun an dem wäre, daß eine Wacht sollte ge-liefert werden, käme Hildigernus, einer der vornehmsten Of-ficrern der Schwedischen armee, und bäte Alaricum, daß er ih-me erlauben möchte, den tapfersten mann aus der Rußischen ar-mee zu einem zweykampfauszufordern. Hildigernus ward sei -ner bitte gewähret, und die Russen schickten wider ihne seineneignen bruder Haldan. Hildigernus, welcher seinen bruderalsbald erkannte, ohne von ihme erkennet zu seyn , that alleswas in seinen kräfften wäre, um den kämpf abzulehnen, undsagte, es wäre Haldan viel zu jung für ihne, und wurde er voneinem solchen sieg keine ehre haben. Haldan gäbe hieraufeini-se probm seiner tapferkeit und seiner fertigkeit in dem fechten,mit ihme sich in den kämpf einlassen mu-"^„s^lU^nge eine tödtliche wunde, und starb, nachdemen^dan emdecket hatte, daß sie brüder waren. Ohn-erachtet nun daß Hildigernus geschlagen worden, lieferte Ala-r-cus dennoch d.e schlacht wide? die Men, und ersttzte durchemen vollkommenen sieg den m der person Hildigerm erlittenen
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Verlust. Die Russen musten sich also von neuem bequemen de-nen Schweden den tribut zu zahlen, und Alaricus kehrete trr-umphirend wiedrum in fein Reich zurück, aüwo er den rest Wnes lebens in dem frieden, in gebung herrlicher gesetzen, undin Unterhaltung der ruhe seiner Unterthanen zubrachte, undendlich in gutem alter starbe. Ingo oder Ingemar sewältester söhn folgete ihme in der regierung nach. Aus diesererzehlung Ioannis Magni erhellet, daß Ericus von UMgeirret habe, wann er sagt, daß Alaricus von seinem regier-süchtigen bruder Erico seye mit dem gebiß eines zaums, ausMangel andrer Waffen, erschlagen worden. Siehe auch drun-ten den artickul Drotha. imroä. ä sibiü. wm.lll-
LAP. 22. biK. 6otk. A 8ueon. lib. VII. cax. 26-
Englischer
* Alaro, lat. 8agr», ein fluß in Calabria olrra, in Neapo-lis / welcher im Apenninischen gebürge entspringet, und in dasIonische meer fällt.
Alarzon, (Ferdinand ck) ein Spanier, und einer von denvornehmsten Generalen Kaysers Caroli V. in dessen Italiäni-schen kriegen er die Spanische infanterie commandirte, und da-bey viel merckwürdige thaten verrichtete, gestalt er denn vonvon einer so hitzigen tapferkeit gewesen, daß er mit eigner HEwohl zweyhundert feinde erlegt, dabey er zugleich eine so groll?liebe bey den seinigen hatte, daß sie mit sonderbarer standhatt-tigkeit unter ihm fochten. Ihm ward der gefangene Kon>sFranciscus anvertrauet, den er auch die gantze zeit, da er mSpanien gewesen, verwahret , und hernach an die grentze fei-nes Reichs begleitet hat. Eben dergleichen obsicht hat er naEgehends auch über den Papst Clemens VII. gehabt, als Mderselbe in die Hände der Kayserlichen 1527. ergeben. DAKayser hatte ihm vor seine getreuen dienstezwey Herrschafften mdem Neapolitanischen, nemlich Valle Siciliana und SiEgeschenckt, daraus er ein Majorat gemacht. Weil er aber nureine rochter, Jsabellam, hinterlassen, welche an Petrum Gon-zalez cle Mendoza verheurathet worden , ist der MarquMvon Valle Siciliana an dieses Haus gekommen. IedsiAhaben die nachgehenden besttzer bis auf diese stunde zu st>-nem andencken allezeit den nahmen Ferdinand geführt,den Raffers Caroli V. /»,!>»/ Zenssl. XX. ksmil. Rilsn»'
PLA. 2OZ. .
Alashchir , eine stadt in Phrygien, Upsu heut zü tage, nnbey den Alten Hipsius genannt, hatte einen Bischofs, der v»ter Sinada gehörte.
* Alaftor , des Nelei und der Chloridis söhn. Seine d-,mahlin war die Harpalyce, des Clymeni tochter, die z»E.zdie ursach seines todes ward. Denn als er mit derselben rbeylager gehalten, und wieder nach Haus reisen wollte, stEClymenus, sein schwieger-vatter, nach, indem ersichinsemf^gene tochter verliebet, und als er ihn eingeholet, schlug er>Atodt, und kehrte mit der Harpalyce wieder nach Argos M-
Lrot. c. i;. lib. I.
Alaftores, wurden vor die geister des neids bey denPoeten ausgegeben, welche nichts als der menschensuchten. Die Telchines, von welchen man Lichtet, daß Wpiter in felsen verwandelt, hatten auch diesen nahmen. ^
Alatof, oder Elotief, ein langes gebürge, so in den >>eu ,land-charten in die Tartarey gesetzet wird, und sich von dem ^sprunge des flusses Jaick längst des östlichen ufers bis zustMjc-einflusse in das Caspssche meer erstrecket. Es nimmt unteriAdene nahmen an, und soll reich von eisen, alabaster, erv>und dergleichen steinen seyn. Biß-
Alatri, eine Italiänische stadt in Campanien, mit eineAAesthum , so dem Papst imnieclmw unterworffen, liegt ftm'LjesckMeilen von Palestrina. Plinius und Strabo reden von vstadt, welche sehr alt. Livius gedencket auch ihrer lib. IX- 'his-und 4j> L. cielcr. Imi. nor. epil?'Luös
Aus dieser stadt sind zwey Cardinäle gewesen. Der erste vvon Alatri , welchen Paschalis II. creiret, wurde in wichuA, pe»fairen gebraucht , und starb unter Calixw II. zu anM-^,XII. Lcu1i. Der andere, Gottfried von Alatri, dem an- perUrbanus IV. den Cardinals-Hut gegeben, ist an. ir 87 -A». sts«pest hingerafft worden. er««-»«. vu-
L-iräin. tLc. yotz
Alava, oder Alaba, eine kleine landschafft in Span'ch^c Amals zu Navarra und hernach zu Biscaya gehörig, sttzo ^>,sisie mit Castiiien vereiniget. Sie erstrecket sich langstEbro, und ist sehr fruchtbar. Ihre Haupt-stadt mdie andern örter sind Salvatierra und Trivigno. ^lib. II. c. I. vo"
Alava, (Esquivel Diego) Bischoff zu Cordua, wVictoria in Spanien gebürtig. Er studirte zu c
und legte sich insonderheit auf das Kirchen - Reckst, " Eauch endlich Präsident bey der Regierung zu Grana^ , t>rde. Weil er aber grosse beliebung zur Theologie M ^kam er das Bißthum Astorga, mit welchem cE ^ vf'auch dem Tridentinischen Loncilio beygewohnet. ab.
bannen zurück kam, wurde er Bischoff M Avrla, e .zu Cordua, und starb den 14. mart. ^62. , , jvE,..
werck hinterlassen unter dem titel : vs LonLil"« " ^0^
bus, ac äe bis , sä rekormacionein instiruena
Lla cke reser. n. 104.