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Erster Theil. A - Be.
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«edia auf. Graf Carolus grenze als fteywrllrger mrt ermgermannschaffl, welche er aus dem ftungen bezahlte, nach Cat-taro, und als dieser ort von denen Turcken hart belagert wur-de , ward ihme von dem kroveäiwre Zenergle das Guberna-ment dieser vestung aufgetragen. Er beschützte den ort mit un-qemeiner standhafftigkeit, und empfienge eme wunde an demHaupt. Die Republic Venedig belohnte seine tapferkeit mit demtitul eines Ritters von St. Marco. Graf Bonifacius wardErtz-Bischoff von Spalatro und Primas von Dalmatien, allwoer seine stelle mit rühm versähe, und auf seine eigene Unkostenden Ertz-Bischofflichen pallast von gründ aus erbauen liesse.Graf Johannes wäre sehr angesehen in feinem vatterland,und vertrat auch die stelle eines Oberst - Wachtmeisters der lan-des-volckern der Republic Venedig. Die stadt Bergamo erwehl-te ihne, um ihre gratulation bey dem Doge Nicolo Sagredowegen seiner erwehlung zu dieser hohen würde abzulegen; wel-cher ihne dann mit bewilligung des Raths zum Ritter vonSt. Marco machte. Er Ware auch Cammer - Iuncker beydem Papst Elemente XI. Graf Johannes hatte zween söh-ne, Grafen Franciscum, und Grafen Joh. Dominicum.Der erstere ward wegen denen Verdiensten feiner Voreltern vondenen Päpsten Elemente XI. und Benedicto XIII. zu ihremCammer-Juncker ernennet. Und als die Kayftrlichen volckerin das Mayländische zogen, ward er von der Republic Vene-dig zu einem Commissario erwchlet. Er versähe auch die stel-le eines Ober - Hofmeisters in dem gantzen gebieth von Berga-mo, bey der Durchlauchtigsten Printzeßm Elisabetha Christin«von Wolfenbütel, damaliger verwittibter Römischer Kayserin,welche er die ehre hatte in seinem schloß Rocca äi Urgnano zubeherbergen. Die Republic Venedig Hat ihme auch den ansehn-lichen titul eines Hauptmanns ihrer 6ens ä'Armes beygelegt.Graf Johannes Domintcus aber ward auch Cammer-Jun-cker der Päpsten Benedicti XIII. und Jnnocentii XIII. DieRepublic Venedig hat ihne gleichfalls zu einem Hauptmann ih-rer OeN8 ä'Lrine8 ernennet. , libr. III. äel-

Is fsmiglis illuttri äTtalia, e äelle loro oriZini LLp. 24.i?ro. in ckronico cls rneinorLbi1ibu8 UinbriL.

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tom. II. bibliotbecL. IVlemorie NIs.

(8.1 )llbani, Urbinifcher linie. Johannes Francifcus Alba-ni, hernach Papst Clemens XI. ein söhn Grafens Caroli Albaniund Helenä Mosca von Pesaro, starb den iy. wart. 1721. Sie-he den artickul Clemens XI. Horatius Albani, ein bruderPapsts Clementis XI. war gebohren den 4. oct. 166;. undhatte zur gemahlin Mariam Bernhardinam Ondedei, ei-ne tochter Octaviani Ondedei, Grafens von Vezelai in Niver-nois, aus welcher ehe erzeuget worden: 1.) Hannibal Albani,gebohren den 1;. aug. an. 1682. nicht aber, wie in der erstenedit. des Lextcons stehet, an. 1687. Cardinal Tit. St. Demen-tis , Bischofs zu Sabina, der Römischen kirchen LamerlsnAo,und der Polnischen und Schweitzerischen nation IVotsLor. 2.)Hieronymus, starb in der kindheit. ;.) Carolus, Fürst vonSoriano, gebohren den 24. febr. 1687. ward Fürst des Heil.Röm. Reichs, wie auch Fürst vom Päpstlichen thron. 4.) Oc-tavianus, starb in der kindheit. ?.) Alexander, gebohren den 19.oct. 1692. Cardinal Tit. St. Mariä in Cosmedin, und kioreÄorvon Sardinien und Savoyen. 6.) Helena, starb in der kindheit.7.) Olympia, gebohren den 9. aug. 1684. Carmeliter - Nonne indem Barberiner-kloster zu Rom unter dem nahmen Mris 6ra-ris äe 8. Llemsms, starb den I. aug. 17)2. 8.) Theresia, starbin der kindheit. Carolo Albani, Fürsten von Soriano, welcheran. 1724. in der operativ« am stein mit tobe abgieng, wurdenvon seiner gemahlin Theresia Borromäa nachfolgende lindergebohren: i.) Helena Catharina Clementia, geb. den 1. aug.i7iä. vermählt den 24. jun. 17;i. mit Michaele Angelo Gaeta-ui, Fürsten von Caferta, starb nach der geburt eines todten kindsden 29. apr. i?;2. 2.) Horatius Francifcus, Fürst von Soria-uo, geb. den 21. sept. 1717. ;.) Julia Augusta, geb. den 5. jan.

1719. vermahlt mit dem Printzen Augustino Chigi, den 27. febr.17;;. 4.) Johannes Francifcus Cajetanus, geb. den 26. febr.

1720. 5.) Anna Maria Josephina, geb. den jul. 1721.e.) Clemens Francifcus Cajetanus, geb. den 9. jun. 172z. starbden 2. jan. 1724. 7.) Carolus Petrus Lucas Bernhardinus,geb. nach des vatters tode, den 18. oct. 1724. a«

Albani, (Joh. Hieronymus) ein Cardinal, war von Berga-mo , ein söhn des Grafen Francisci Albani, welcher ihn zu er-lernung der Rechtsgelahrtheit anhielt, darinnm er auch einengrossen rühm erlangte. Er wollte sich aber gleichfalls im kriegeversuchen, und diente den Venetianern, welche, zu belohnungArier d^riste, ihm die oberste obrigkeitliche stelle zu Berga-D? gaben, woselbst er sich verheurathete. Der Cardinal von-Ucyandria, Inguiütor in dem Venetianischen, hatte daraus«-n Gelehrsamkeit und seinen eifer vor die religion erkennen ler-Albani einen feiner nächsten ««verwandten der ketze-verklagte; da er nun an. i z öö.nut dem namen Piiverstorben wav"' er den Albani, dem bereits ferne frauRom kommen, und machte rhn an.s-a er kam in solches ansehen, daß man rhnnach dem tode Gregor« xm. an. i<?8c auf den Päpstlichen stuhl

Äinder^aebabt^Er^ ^'esä daran verhindert hätte, daßerkmder gehabt. Erstarb an. 1,91. und hinterließ einen tractat

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cle ImmunitÄta Loclestarum, welchen er an. Julio 81 - zlVgeschrieben; ingleichen äe kotelisre kaxse <L Lonciiü; cls Dona-tlone Lonstantini; cke Laräinalmu, öle. rle ftrixt. l»c-

XVI. , bist. cls8 Laräi«. L?«/r-r scens cisgli Lriltori Le»

gamasci, k. I.

Albani«, mit diesem nahmen wurde vor diesem gantzSchottland belegt, nachmals aber besonders eine SchotttMprovintz, welche den titul eines Hertzogthums führt, und EBraid-Albins heist. Am meisten ist sie bekannt, weil die erst-gebohrnen söhne der Könige ehemals Hertzoge von Albanien «-tulirt worden.

Albani«, eine alte provintz in Asten an dem Caspischen weergegen abend. Sie ist wegen des flusses Cyri, der sich dasewnrn das gedachte meer ergeust, berühmt. Heutiges tages wird 1"Zuirie genennet, und stehet unter Türckischer botmäßlgkeit.lib. VI. c. 10. üb. I.

* Albanie, ist der nähme eines korrs, welches die Franzosenin America auf der insul Terra novs hatten, und das die Emgeländer an. 169;. unter dem commando des Ritters Whell-rsprengen liessen. A/eM. re»,,.

Albanien,eine Griechische provintz,welche Epirus nebst einemtheil von Macedonien in sich begreift, und wo das AdriatlMmeer an das Ionische flösset, gleich unter Dalmatien gelegen M'Sie ist sehr volckreich, und meistentheils von Christen beivohm <auch wegen ihrer vortreflichen reutcrey sehr berühmt.met II. nahm Albanien den kindern des tapfern Scanderbegs /der seine residentz zu Croja hatte, weg. Nach der zeit haben zwo-die Venetianer die provintz unter sich zu bringen gesuchtsind bisher die besten städte und vestungen in Turcklschen hangengeblieben. Zu Äntivari war vor diesem ein Ertz-Bißthum, -y-die Mahvmetifche religion daselbst eingeführt wurde. Aus d;ejewlande kommen die Arnauten, welche sehr kriegerische voiM-sind, und stets im lande herum streifen. Die Albanische fowTten pflegen Capelletti genannt zu werden, lib. vm-

geogr. in Nakum. II. .

Albano, eine freund gebürge in Campagna cii Roma,sen Strabo, Martialis liv. IV. und Propertius lib. II. elefl-aedencken. Von dem fee meldet Plutarchus als etwas fon?Lbares, daß dessen Wasser in einer nacht so anwachse, daß es Edas gebürge steige. Heutiges tages wird er L Laüel v» .äolkc, genannt. Zwischen dem berge und dem see ist die sto-Albs langn gewesen, welche von den Römern zerstöret worv^Nicht wert davon hat man eine andre kleine stadt erbauet, w-'UAlbano heist. Sie gehört mit dem titul eines FürstentlM^dem Hause Savelli, und hat ein Bißthum, davon einer re-chten Cardinäle seinen titul führet. §

Albano, oder Albana, eine stadt in der NeapolitanW^provintz Basilicata, mit dem titul eines Furstenthums. S'- xwegen der fruchtbarkeit ihres bodens, und wegen unterschied-'vornehmer geschlechter, so daselbst wohnen, berühmt.

Albano, (Francifcus) ein berühmter mahler von BolwE^woselbst sein vatter eine seiden-handlung hatte, war ein E^rdes vortreflichen Caraccio in Rom , und machte sich durch' ^kunstreiche wercke einen grossen nahmen in Italien. Er wo.^Vorstellung poetischer fachen sinnreich und voll geschickter -r> ydüngen; in abbildung nackender Nymphen, kleiner knabeulandschafften sehr geschickt, wie auch in ausarbeitung klew-v «ycke, und in colorirung seiner gemählde fürtreflich. Er st0;.Bononien an. 1660. in dem 82. jähr seines alters. Ernen bruder, Dominicum Albano, der sich durch seine Rech'lahrtheit in ansehen gebracht. l-e/rH», vies äss LeuSandrarts Teutsche Academie. ,

Albanopslts, eine stadt in Macedonien, wovon die MAlbanien ihre benennung haben soll.

* Albans, eine stadt in Engeland, siehe St. Albalw) ^

* Albanus, genannt Landal, ein Engeländer,end des XVI. sTLuli gelebet, wäre ein voeior von Cariund ÄrLbiäiLL0lM8 von Chichester. Er hatte aus essed I, gt-Römische religion sehr oft wider die Protestanten zu stA^r ^habt, schriebe auch sogar unterschiedliche tractaten w»

um das jähr I? 84. tVr/er», äs scrixt. Angl. ^schle^

* St. Albanus, stammte aus einem vornehmen g 1 Eher, und war ein burger zu Verulamio , in Engel«'

war anfänglich dem Heydenthum ergeben, wurde av Me'Amphibalum, welcher wahrend seiner reift bcy lh»n vzum Christenthum gebracht, verfluchte darauf alle ve^ VM?rer götzen-bilder, worüber er auch an.den 22. zun.^tet, und fein leichnam von einem soldaten, der v»-^ rich,rung seines Hauptes soll gesund worden seyn, 1»^

platze begraben worden. Es follen unterschiedene, bchAzum gerichts-platz begleitet und in dem gedrängt von -ins Wasser gestürtzt sind, von ihm wiedrumleben« s^ge>worden seyn. Zu fernem tode ist er fo unerschrocken L^vig.^daß durch feine standhafftigkeit viele bekehret , K«, auä>AcYden märtyrer-tod gegangen seyn sollen, Es Me>dieses bey seinem grabe noch viele wunder gefcheyen / ''.h,

diesen Heiligen auch nach dem tode noch todte am- s^,reden ftyn. Zur zeit des Königs Offä soll ein enge'' ^ristatte offenbaret haben, wohin sogleich ihm zu eyre' jun-Akgebauet, und zu dem ende seinem gebächtnisse «er ^