252
a l e
vielen guten geeichten nicht mäßigen, ward darüber kranck, undstarb.
f Aleander. (Hieronymus) Er war aus dem Friaul ge-bürtig, und studirtezuPaduadie Rechtsgelehrsamkeit. DenCardinal Barderim begleitete er nach Franckreich an. 1625. daer denn auch seine ohne dem sehr schwache gejündheit durchangestellte gasteeryen vollends verderbet. Indessen kam er dochwieder nach Rom zurück, und starb allda an.i6;i. Seinenschrislen ist noch beyzufügen; Xivis LLclsilam reksrentis tsiu-boluru, in vsteri Zemms Muulöri iulculptum, expliLLtioueiUuürkltum.^/L,rrr-l^es IlrliMT p.122. msln.r.XXIV.
* St.Aleaume, oderAlealmus, siehe Adelelmus, oderElesmes.
* Wece, ein kleiner fluß in Calabria oltia im KönigreicheNeapons, fallt bey Reggio ins Sicilianische meer. Vor altershieß er Alex, oder Haler, underzehlen Är-aLo VI. x. ^99. ?/,-«rr« XI. 27. dieses besondere, daß die Heuschrecken auf der ei-uen feite dieses flusses in der Locrenser gefilde einen thon vonsich gegeben ^hingegen auf der andern, in der Rheginer gebie-the, waren die stumm gewesen. Oro»chrn V. ;6z.
III.
Alecto, eine von den Furien, siehe Furien.
* Alector , des Epei söhn, war König in Elide. Er setz-
te sich aus forcht für dem Pelope noch den Phorbantem zumReichs-genossen an die feite, nahm auch, um des Phorban-tis freundschasst zu bevestigen, und desto sicherer zu seyn, desselbentochter, die Äiogeneam, zur gemahlin, mit der er den Amaryn-teum erzeugte. sästom. II. L. v. 61;.
Alectryon, ein junger soldat-, welchen Mars, wie die Poe-ten lichten , so werth gchalten, daß er ihn seiner liebe mit derVenus theilhafftig gemacht, und auf die schildwache geftellet,wenn er zu derselben gegangen. Weil er aber einsten aus derschildwache eingeschlafen, und Vulcanus hinter die fache ge-kommen, so hat ihn Mars aus zorn in einen Hahn verwandelt,der sich mit seiner stimme vor anbruch des tages hören läst.
Aledost, oder Alidost, (Franciscus) ein Cardinal, gebüh-ren zu Castel äel Rio in Romagna, woselbst Ludovicus Aledofl,sein groß-valler, die Herrschaffc von Imola erhalten hatte. Erist unter dem titul Cardinal von Pavia bekannt. Iovius ge-druckt seiner nicht zum besten. Er hielt es mit dem Cardinal äsis Rouere, welcher, nachdem er unter dem nahmen Julius II.Papst worden , ihn zum General-Schatzmeister und BischoffzuPavia, auch an. 150;. im dec. zum Cardinal machte. Hieraufbrauchte er ihn in den allcrwichtigsten angelegenheiten, schickteihn als Legaten nach Viterbo und Bononien, und vertraute ihmdie trouppen, welche wider die Venetianer, und bald hernach,als der Papst die parthey änderte, wider die Franzosen solltengebraucht werden. Allein es schlüge ihme zu grossem Unglückaus; dann an. i;n. revoltirte Bononien zum theil wegen ty-rannischer regierung dieses Cardinals, und nähme das Benti-voglische Haus unter Französischem schütz wieder zu Herrenan, als Julius II. eben nächst dabey zu Ravenna wäre. Ali-dosi, nachdeme er in der emporung der Bononier schlechtetapferkeit erzeigt, und sich zeitlich aus dem staub gemacht,klagte doch, als. er nach Ravenna kommen, Franciscum Ma-riam, Hertzogen von Urbin, und des Papstes General an,weicher mit der verbündeten armes bey Bononien gestandenwäre, daß er durch seine Unwissenheit in kriegs-sachen, undschlechte anstalten, die große ursach des entstandenen Un-glücks sollte gewesen seyn. Julius, der ohne deme seinen Le-gat sehr liebte, glaubte es ohne mehreres nachforschen, undempfienge den Hertzoge mit sehr harten Worten, wollte auch kei-ne entschuldigung von deme annehmen. Worauf dieser als einjunger Herr von 2;. jähren, und der auch schon vorher mit Ali-dosi in feindschafft gestanden wäre, seinen grimm zur stund wi-der ihne aussteife, und da er im Widerkehren vom Papst auf ih-ne geflossen, dene auf offener straffen mit vielen stichen entleibte.
Senräo. SrEacoiF. in e1o§. Kiü
cles Luräim Sräc'cEä. lib. IX. bist. bist. sssvenn Ist,
VIII-
Alefeld, siehe Ahlefeld.
Alegambe, (Philippus) ein Jesuit, war zu Brüssel den<22. jan. an. i;yr. gebohrem Da er den gründ in seinen lluäüsgelegt, gteng er nach Spamen , und kam zu dem Hertzog vonOssuna, welchen er auch begleitet, als er Vlssäis in Strittenwurde. Er begab sich zu Palermo in den Jesuiter-orden, undnachdem er allda, wie auch hernach zu Rom, seine liuäw weiterfortgesetzt, schickte man ihn nach Gratz in Steyermarck, daselbstdie Philosophie zu lehren; er wurde aber bald zur theologischenkrvkejssoli erhoben, und an. 1629. zum Oocsior creirt. DerFurst von Eggenberg ließ ihn hieraufseinem Printzen reisen,bey welcher gelegenhett er Deutschland, Franckreich, Spanien,Portugall und Italien besähe. Er kam zwar wieder nach Grätz,aber an. diesen Printzen nach Rom begleiten; daJesuiten ihn als einen 8ecrewrium, die Lateini-nach Deutschland zu verfertigen, bey sich behielt,
I endlich, wegen schwäche des gesichts,r berowegen ihm die oberste auf-^ Profeß-Hause, und das belcht-
amt aufgetragen wurde. Er starb zu Rom den 4. sept. an.
a l e
i6?r. und hat sich bey den Gelehrten durch seine NbliockHcrun seluiriLÄin, darinn er des Jesuiten Ribadcneiraweraum ein merckliches vermehret, bekannt gemacht. Es Istses buch zu Antwerpen an. 164z. gedruckt worden; Sotw»aber hat es an. 1675. mit den Lääniouibu«, welche Alegassvnoch bey seinem leben zusammen getragen hatte, aufs neue auplegen lassen. Ärive/. LaM
Alegranca, eine kleine insul bey den Canarien-insülnlegen, mit einem guten Hafen und castell.lib. IX. c.;. ^
* 2 llegre, eine stadt in Franckreich in Auvergne, mit dew.titul eines Marquisats, die an dem fuß eines bergs liegt, swdessen gipfel ein grosses und veftes schloß sich befindet, aus WAchem man die gantze stadt beschießen kam Oben auf dreje«berg ist ein grosser und unergründlicher Mund, und unten ssdem fuß entspringet ein kleiner fluß, welcher von dar in dk»fluß Borne lauft. allgem. Nieder!. Dick.
st Alegre, eine edle und alte familie in Auvergne, weDvon vorgemeldter stadt den Marggraflichen und Gräflichen nwführet, und sonderlich wegen der vortreflichen leuthe, die dmaus entsprossen, berühmt ist. Sie stammt her von MorE'Herrn von Tourzel, welcher bey dem König in Franckremnwie auch bey Johanne, Hertzogen von Berry, Rath und Cammer-Herr war. Diesem trat gedachter Hertzog von Berry »s»1;8;. alle sein recht, so er auf Alegre, Chaimelis, St- fsssund Auzelles hatte, ab. So brachte Morinot auch von IEfne, Grafen von Bologne und Auvergne, die Herrschafften AElaud, Vweros und Livrados an sich, und starb an. 1418. .ssxhatte sich an. i;8?. mit Smaragda von Vichy, einer tE.und essbin Wilhelmi äs Vichy, Herrns von Busset, PuysEund (2t. Priest, verheurathet, welche ihm, nebst einer tochu'zwey söhne gebahr: 1.) Der jüngste, Petrus von Tourzehsnannt von Alegre, Herr von Prscy, blieb am 141;- m ^schlacht bey Azincourt, und hinterließ von Jsabella äslass^mouille eine einzige tochter Claudiam, welche ClaudiusHerrn von Apcher,geheurathet. 2.) Der älteste, Wo von TEzel I. Baron von Alegre, machte an. 1442. den 4. jun. 2testament, als er sich zu der armee bey Tartas begeben wo»J'Er wurde auch auf diesem zuge zum Ritter geschlagen, stss.auf dem rückwege vor der stadt Acqs verwundet, worum .bald hernach starb. Er hinterließ von Margaretha^Apcher unterschiedliche kinder, von welchen Jacobns und-s ^trandus merckwürdig. 1.) Der jüngste,Bertrandus von T?"zel, genannt von Alegre, Baron von Bnsset, Puisegur äu ^ple, und St. Priest, war Königlicher Cammer - Herr1474. und zeugte mit seiner andern gemahlin, Jsabella ^Levis, drey töchter: Margaretham , Frau von Busset,'^kche sich erstlich mit Claudio von Lenoncourt, und hernacstlK-Petro vonBourbon, dem stamm-vatter der Grafen vostss' -
sei, vermählet; Catharinam, eine gemahlin Caroli vonbon, Grafens von K Marche und Herrns von Cavcncy, zj,nam, die sich in den geistliche»' stand begeben. -.1 Dsssv,teste, Jacobus von Tourzel, Baron von Alegre, Rittes'Mtäglicher Rath und Cammer-Herr, heurathete erstlichvon Lastic, hernach aber Jsabellam, eine tochterII. von Fvix, Herrns von Rabat. Die letztere gcbayrausser einer tochter, Francifca, einen fohn, Morinot von ^ ^gre, welcher ohne erben abgieng. Mit der erster» zeuss^sfünf kinder, von welchen folgende zwey zu merckem ./sss MII. Baron von Alegre, von dem hernach. 2.) Franajsss „ollAlegre, Graf von Joigny, Baron von Viteaux,
Prscy , Königlicher Rath und Cammer-Herr, welcherlum VIII. auf dem zuge nach Neapolis begleitete, umdemfelben am 1514. zum Groß-Meister über die flusse um ^der von Franckreich gemacht wurde. Nach seiner eruhM
NINMN. SM/rlot .
rweeue, und einer tochter Caroli von Chalon, Granss OfJoigny, rc. von welcher Heurath nachgehends das hsiMmssgre seine verwandtschafft mit dem Hause Chalon Mund deswegen fowol auf das Fürstenthum Oranien, HAdas Fürstenthum Neufchatel anjpruch machte. Es gch^fickss'diese Charlotte von Chalon ihrem gemahl keinen rua>' xoserben, sondern nur zwey töchter, welche waren, i.)
Alegre, Baronin von Viteaux, Frau von Prscy, ssss sserAlich Antonium äu Prat, von Nantoüillet, und hernaw^Hs'gium von Clermont ä'Amboise, Herrn von GalleraiMssscssthete. 2.) Avoye von Alegre, Johannis von I»fens von Montrevet, andere gemahlin. ObgedachsssLlss.Baron von Alegre, von welchem ein besonderer msget, verehelichte sich an. 1474. mit Johanna, am ^ ,,eGodofredt von Chabannes, Herrns von ls,^ Herr A,zeugte mit ihr vier söhne, von welchen Jacobus, -AbstViveros am 1512. in der schlacht bey Ravenna'nem vatter das leben eingebüsset, Gabriel undrus aber ihren stamm fortsetzten. I. Der altem, MvBaron von Alegre, Herr von St. Just, Millauv,vici XII. Rath und Cammer-Herr, war an.meister, und an. i;i2. Prsvot zu Paris. An. E'FraUBaiüy zu Caen, empsteng daselbst am i?;-. Konw ; v .cum I. und lebte noch an. r;;?. Er Hatte sich