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gedacht wird, den zunahmen Alemannieus angenommen, alser sich schon lange zuvor Germanicum hatte nennen lassen ; esist aber dieser umstand vielmehr aus der Römischen Kayser eitel-keit in unnöthiger Häufung der beynahmen zu erklären. Ste-vhanus Byzantinus bezeugt zwar auch, daß die Alemanniernicht eigentliche Teutsche gewesen, sondern an die Teutschen an-gegrentzet hätten. Allem ausser dem, daß auf dieses fremdezeugnis nicht viel zu bauen, so kan er auch Wohlsein absehen aufdiejenigen Alemannier gerichtet haben, welche sich nach verlohr-ner Macht gegen die Francken bey Tolbiach unter Ost - Gothi-schen schütz begeben. Sonst ist unstreitig, daß sie zwischen demRhein, der Donau und dem Mayn, und also in Deutschlandvor alters ihren sitz gehabt, und vermeynen diejenigen, so demAsinio Quadrats bey dem Agathia nachgefolgt, daß ihr nähmedaher rühre,. weil sie aus einem zusammen gelauffenen volck vonallerley mannern entstanden. Einige aber zrehen den nah-men von ihrer tapferkeit her, weil sie alle behertzte männerund kriegs-leuthe gewesen. Andere haben noch andere Meynun-gen hiervon, welche Mich. Beutherus anführt. Von k. Dia-cono , Walafrido , Rhenano und andern werden dieSchwa-ben insonderheit darunter verstanden. So viel ist gewiß , daßsie zu einem sehr mächtigen und grossen volck durch ihre tapfer-keit erwachsen, und daß von ihnen die gantze Teutsche nationAlemannen, auch deren gesamte länder zusammen vism-mm»genennet worden. Denn nachdem sie sich durch so viel kriegehervor gethan, sind sie nicht allein über den Mayn gegangen,und haben ei« gut theil von der Mattiacorum und Catten landean der Lahn bis an den Vogelsberg eingenommen, sondern ha-ben auch über den Rhein gesetzt, und durch Überziehung derRauracer und Helvetier, (so die heutigen Schweitzer) sowolals anderer noch weiter hinunter an der lincken feiten des Rheinsliegender völckern ihre sieghaffte Waffen sehr ausgebreitet, so,daß sich durch den glantz ihrer thaten der nähme der übrigenvielfältigen Teutschen nationen gleichsam hat müssen unter-drücken lassen. Mit den Römern und Galliern haben sieunterschiedene kriege geführt , sind aber samt ihren KönigenChnodomario und Vestralpo , wie auch ihren schutz-aenossenan. z;7- oder ;6o. bey der stadt Straßburg von Julianshart geschlagen worden; nach welcher Niederlage sie sich aberbald wieder erholet, Gallien durchstreiffet, und den Römernnicht geringen schaden zugefügt. Diese aber haben sie etlichemal erleget , und ein theil von ihnen hat des Kaysers Va-lentiniani General Theodosius in Italien geschicket, allwo manihnen ein stück land um den Po, unter jährlichem tribut zubewohnen, eingegeben. Als, sie endlich mit ihren Königen,Allreichen und Adelgir, bey Cöln über den Rhein giengen, allestädte bis an das Alpen - gebürge eroberten, und die Franckengar aus Gallien vertreiben wollten, sind sie von Clodovao,Könige in Franckreich, an. 496. in einer Macht nicht weit vonCöln bey Tolbiach, in der Ubier lande, (heutiges tags Zülchgenannt) aufs Haupt geschlagen , und guten theils dienstbargemacht worden; da dann ein theil derselben zu der Ost - Bo-then Könige, Theodorico, in Italien entflohen , andre in ih-rem alten sitz jenseit des Rheins verblieben, und einen gewissentribut erlegen müssen; die meisten aber sind von denen Fran-cken in dienstbarkeit gehalten worden, haben aber nichts destoweniger sowol den grösten theil ihrer alten Wohnungen inTeutschland , als die zur andern feiten des Rhein-stroms liegen-de länder, die sie vorhero überschwemmet hatten, besessen, wiees dann scheinet, ob seye ihnen hauptsächlich zuzuschreiben, daßin der Schweiß, Elsaß, Pfalk , in Trierischen landen rc. anstatt der zuvor allda geübten Römischen oder hernach aus dieserund der Teutschen zusammen getragenen Französischen sprachannoch Teutsch geredt wird. Andre halten dafür, daß der Ale-mannier länder durch selbige grosse Niederlage, wovon des Kö-nigs Theodorici schreiben bey Caßiodoro lib. II. var. ep. zu lesen,dergestalt verödet worden, daß ste wieder mit Französischen oderFranckischen colonien haben angebauet werden müssen, V/a/-
eeK«. ?a«/. Oraco«. in Neuritis.
vita 8.6sIIi. Spangenbergs Mansf. thron. 6Ä/chr
Xbsetis. animsä. kiltor. c. n. äs orißins Oerm. A
Klein. IV. Nr/» rer. krancic. lib. VI. L VIII. xröär.
^sr. llllar. 6erm. meäis clilllkNel/z,o/. not.
b- H. I- liö. I. c. 2. 2»/». itlnsr. 6errn. s. Ls. *'
* Alemannus, der erste Graf zu Elsaß, unter denen, diediesen nahmen gefuhret, und Graf Sigfridi zu Elsaß söhn , erlebte im VIII. lsecnlo, und wurde von feinem vatter im eilftenjähr Königs Pipini regierung mit einigen land-güthern beschen-cket, welches aus einem brief, den Sigfridus verfertiget, zuersehen, welcher in einem coäice des Gregorianischen klosterseingerückt und beybehalten worden. snnsl. ffe-
ueä. XXXIII.
, . Mmannu^
ham un lahr Chrcstk 97 >f . urann gewesen, den GOtt werthrühmet, daß er em mannn ^bisheit wohl erfah-
ÄBlücher und m l herrliche wercke sei-
ner gvttesfurcht an den tag geleget. cstron. 970.
sx. VreU. x.7i. .
* Alemannus, (Matthäus) war bey PMpo U. Komgin Spanien, 8e«stNw3, daher er auch von einigen rMsWusgenennet wird. Er lebte zu ansang des XVII. llecull, trlev vl»
KumÄniom, und zog ein stilles privat-leben aus liebe zu den livZiis allen andern öedienungen vor. Er übersetzte den Horanwin die Spanische spräche, edirte das leben Antonii von Pas»»/schrieb LommenMrios linZuce LülIellsnL, und andere seyr >ten. bibl. Hiffsnica. äs illull. fllewaw'
^ ^Alemannus , ein Mönch in der Abtey H-mt-villers AChampagne, lebte, zu Hilduini zeiten , und machte sichdamaligen abergläubischen zeiten durch seine luxeiltm"nicht wenig berühmt. Denn als Tetgisus, kresb^ter 0selbst, nach Rom gereiset, und von bar die reliqmen 0Kayserin Helenä mit sich zurück in das kloster Haue - 7^1gebracht, viele aber an der gewißheit, ob es Helena renguten, zweifeln wollten , wurden drey kloster - brüder NURom, die Wahrheit dieser reliquien zu untersuchen, gesE/welche bey ihrer zurückkunfk nicht nur die gewißheit dembm vollkommen versichert , sondern auch des heiligencarpi und Sebastiani lrsZmsmL mit sich zurück gebraa?'weiches hernach Alemannus, der damals in diesemlebte, als eine höchst - merckwürdige fache aufgezeichnet,sich in selbigem wercke über die nachlaßigkeit der Pfaffe^'Rom nicht wenig gewundert , daß sie sich einen so kostf»ren schätz entwenden lassen; denenjenigen aber, so ihn f'Vführet, eine weit grössere geschwmdigkeit als demDädalovPegaso beygeleget, weil sie so glücklich denen ihnen nachE'den entrunnen wären. Als zu seiner zeit die Normänner -Franciam eingefallen, hat er nach dem exempel Jerenua^Verwüstung dieses landes, und besonders seines klosters dEret. Ausser feinem buche, äs IrLnsIsrione Helena, hat er Y >terlassen , Viwm Xivaräi ärchiexiks. R.ems-.ckl8; VitLM 8mv .xbi VremitR ; VrruisiL äslolationsm; VIwm 8. Lmmü;üolam aä Vkeuäonium , kiLpollcum LstAulonsnlsm , wes
in Uabillonii LnLlsekis stehen. äs 8. L. '
äs cl-eris Vienmiin.
* Alemannus , mit dem vornahmen Conrad, lebte am mdes XIV. Lculi, studirte zu Erfurt und Paris, wurde kseder Academie zu Wien, und endlich Priester zu Regenspu KEr war ein söhn Conradi O-monisl an der kirche St. Paust,machte sich sonderlich durch seinen religions-eifer, und burnl ^mit denenCalvinisten gewechselten streit-schriften berühmt.
zu ihm der von Kayser Rudolpho wegen der obschwebenden^Vcken-noth ausgeschriebene Land-tag , an. i; 94. gelegenheuDenn auf selbigem wollten die Reformirten behaupten, ^Churfürst zu Pfaltz wäre von dem religions - frieden aUA§,schliessen, gaben auch in ihrer Mutter - spräche ein buchdarinnen sie zu erhärten suchten: Der Heidelberger ihrewäre dem Wort GOttes, der Augspurgifchen LonkellM,logis, und kormulre Loncoräi-e zuwider, sie selbst waren si-chrem eatechismo abgegangen rc. Wider diese setzten die V^delberger ein anderes auf, darinnen sie das gegenthell Ab-weisen , und die ungegründeten beschuldigungen von sich ab-lehnen suchten. Wider dieses von denen Reformirten avgu^
tes buch getrauete sich anfänglich niemand zu schreibestendlich an. 1596. dieser Conradus auftrat, die von denenmisch-Catholischen verfertigte schriften vertheidigte, dermieten antwort hingegen mit vielen gründen vor unburw>A..^ungültig zu erklären suchte. Über dieses hat man von ihmLrkLräi, Lxileox. K-Nisbon. welches man in den uclls ^rum findet; ingleichem Vitam vominisi. Es stehet E ftz.ihm unter dem nahmen Lonraäi äs monte pusll-iruin emZMLMUM in der Llbllotliesri äs sl-lris flial"
äs 8. L. pB
* Alemannus , mit dem vornahmen Jacob , waran. ,160;. bis i6;o. Präsident, oder Burggraf lst .MSchoppen - stuhle zu Magdeburg , des Hertzogs zuschweig und Bischoffs zu Halberstadt Rath und CEL^Machte sich sonderlich durch seine ausnehmende RfZ ßjslehrtheit um gantz Teutschland verdient, welches "vvBt,dato seine kLl^ürLin, und discours über das recht der i^sckbelehnung mit gröstem nutzen brauchet. Er hat übernoch unterschiedene Lonlulr-niones geschrieben, unter wvor allen andern diejenige den platz behält , welcheThomä Frantzii, äLri zu Wittenberg und Ost -
fchen Cantzlers, Johannis Martini Alemanni, undchen Magdeburgisthen Raths ansuchen äs Ms Kooecs-gröstem fleiß ausgearbeitet, und welche von Burckhmj" hMhelss Struvio in seiner Libliorstesa ämis vor dre nunter allen comnienmtioiükus, die heraus gekommen,ten wird. Ja es sind seine übrigen von ihm verfertign'1u1cLtioiie8 so hoch gehalten worden, daß sie KE^.thias mit einem besondern xrivüeZio begnadiget.clLri8 Llsm.Lnni8. . ^»„athUss
* Alemb, Ahlen, oder Alm, ein borf im HerM^üLuneburg, welches ein Chur - Hannoverisches MT/»erdM.Haus hat, und sieben weilen von Hannover lieget. Essolches deswegen angemercket zu werden,weil die gewen'.furstin zu Hannover, nachdem sie erheblicher ursaüM a»an. 1694. von ihrem gemahl völlig geschieden worden,
ihr ende an. 1726. sich allda aufgehalten hat. ,
* Alemdar,wird an dem Türckischen Hofe derjenige A ,welcher die grüne sahne oder standarte des MahouM ^sch^wenn der Groß - Sultan bey einer öffentlichen solemmm
Net. Dieses Wort ist zusammen gesetzt aus Alem, das e»