2Z8
a l e
lo Valesio überlassen, bey dessen posterrtat sie auch brs auf Ca-rolum III. beständig vcrblieben. Als nun dieser an. oh-ne kinder starb,wollten sich ferne fchwestern des Hertzogthums,aiseines erbtheils, anmassen, so aber vom Hofe widersprochen, undendlich dahin verglichen ward, daß jrch des verstorbenen schwe-rern mit einigen andern landereyen abfinden liessen, Aleiiconaber der Crone anheim fiel, da es denn in folgenden zeiten aber-mals eine apanageFrancrscrValesti, Hertzogs von Alencon,ward. Nachdem aber auch derselbe keinen erben hinterließ, hates die Crone wieder zu fich genommen, und Hertzog Friedrichenvon Wurtemberg wegen gewisser anforderungen pfands-weiseauf eine Zeitlang übergeben. c'/tVFme, jM. äu kerclie L ä'/Usn-gori. bist. cie lz Mllifon äs Lraiice.v» Lirtigu.
cies ville 5 . Vlina«.
Alenqon, ein Cardinal, siehe Philippus ä'AIeNLON.
* Alencon, (Carolus von) ältester söhn Caroli II. von Va-lois, Grafens von Aleneon, und bruder des Cardinals Philippivon Alenqon, Ertz-Bischoffs zu Rouen. Nachdem er nach fei-nes vatters tobe die regierung eine zeitlang geführet, legte erdieselbe wegen des vielen ungemachs, so sich dabey äusserte,nieder, und trat in dem kloster St. Jacob zu Paris in den Do-minicaner-orden. Seine Mutter, Maria von Spanien, wi-dersetzte sich zwar dem vorhaben ihres sohns aus allen ihrenkrafften, und beklagte sich bey dem Papst sehr darüber, welcherdarauf den Marggrafen von Montferrat ernannte diese fachevon gründ aus zu untersuchen, als aber dieser die erklärungthat, daß der beruff des jungen ordens-manns rechtmäßig seye,so legte Carl von Alencon das kloster-gelübd ab, und führteeinen unsträflichen Wandel; er war sehr demüthig, und hieltes für seine gröste freude zu Paris mit dem bettel-sackaufdemrucken von Haufe zu Hause zu gehen, und für sein kloster allmo-sen zu beachten. Dieweil er auch hernach sich mit grossem fleißauf die studien legte, und ein geschickter TKsoloZus ward, sowurde er den iz.jul. an. i;6;. von dem König fernem vettern,zu einem Ertz-Bischoffen zu Lyon erhoben. Er starb an. i;?;.den;. jul. auf feinern Bischofflichen schloß Pierre Ancife. L--»-»E/0. Kali. Liir. roin. I. IM. Zeneal. rom. I.
Alendorff, siehe Allendorff.
Alenguer, Alenquer, oder Alanquer, ein ort in derPortugiesischen provintz Estremadura, von welchem ein ziemlich-grosser district seinen nahmen bekömmt. Er liegt nicht weit vondem auslauff des flusses Tajo, zwischen Lissabon und Santaren,und ist ordentlich den Königinnen von Portugall zu einem leibge-dinge gegeben worden, bis der Koma von Spanien Philippus111 . den Don Diego Ns Silva, Graf von Salinas, zum erstenMaggrafen davon gemacht hat. epir.
cie Iss Kilt. korwgiies. ?. III. c. 20. ?. IV. e. 2. 10.
*Alenius, (Julius) einJefuitevonBrefcia, florirteumsjähr l6zc>. und schrieb unter andern ein buch von mathema-tischen äenionitrmiouibuL in Sinefischer spräche. ,
hibl. ldrixt. 8.
* Alemus, (Nicolaus ) ein Edelmann aus Provence, hatsich dadurch einen rühm erworben, daß er durch seine klugeVorstellung bey dem Präsidenten im Parlement, BartholomaoCassanäo, die publicirung des wider die Waldenfer an. 1540.vom Könige Francisco I.gesprochenen harten Urtheils vor das malabgewandt. Er hielte nemlich jenem vor, daß einsmals imLolleZio zu Autun, da sie beyde zusammen studiret hatten,die Mäuse exercitii gratis waren angeklaget worden, daß sieselbiges jähr die stadt verderbet hatten. Da hätte nun gedachterCassanäus die mäuse defendiret, weil sie noch nicht dreymal ci-tiret wären, zu dem auch die straffen der katzen wegen so unsi-cher wären, daß sie sich nicht getrauen börsten zu erscheinen,dadurch denn auch Cassanäus dazumal den proceß gewonnenhätte. Eben so unbillig wäre es auch, daß man nun einegantze stadt, ohne sie gehöret zu haben, verdammen wollte.Und dadurch wurde es so weit gebracht, daß das edict beyCassanäi leb-zeiten nicht zum Vorscheine kam. /E.
Alentackien, ein district in der Liefländischen provintz Esth-land , zwischen dem see Peipus, und dem Finnischen Meer-busen, worinnen Teutsch-Narva die Haupt-stadt ist.
Almtejo, oder Entre Tajo y Guadiana, lat. krovin-cis. imra lagumL Lmun, oderTr:ms VaMnii ^ hje gchste pro-vintz in Portugall zwischen den beyden flusien Tajo und Guadia-Ua, ist ungefehr; 6. melken lang, und 44. breit. Die städte da-rinnen sind Evora, der sitz der alten Könige, Elvals, Portale-gre, Estremos, Beja, rc. Der boden rst sehr fruchtbar, und dieeimvohner von gutem verstände. KiK. Uiff,.
tor, Kill. kortug. granciera cie Lisb. Lc.
. * Alenwick, eine kleine stadt in der provintz Northumber-land in Nord-Engelland.
. *Alephante, ein sehr alter tempel, auf der küste von Bom-valm, m dem Königreich Decan, welcher, wie einige dafüryanen, von Alexandro dem Grossen erbauet worden. DieserMpS H in einen felfen an dem ufer eines stroms , dessenv^sya^-^ss^nden, sehr künstlich eingehalten. Man siehetr-Än ^'Aedene bilder, wie auch buchstaben, dle niemandNiederl ÜiÄ I. cd. iz. allgemein
»»ffder'Men^ch^^bP, oder Halab, wird von einigenvor der Alten .oerrhva, von andern vor Hierapolis gehalten.
a l e
Einige nennen sie auch Larissa und Chalybon. Sie ist eine ^rühmte, handels-stadt in Syrien an dem fluß Singa,schen Alexandretta und dem Euphrat gelegen. Sie sst am4. Hügel gcbauet, auf deren höchstem ein castell mitten m oestadt stehet, so mit starcken schwibbögen und gewolben 0^vestiget, damit die erde von dem berge nicht abweiche,ches schloß ohngefehr 2. Italiänische meilen im umkreisAusserhalb der stadt ist ein kleiner fluß, Coie, zu bewässern»»der gärten, die einen Überfluß von guten pistacien-nussen geve>'Die gebäude sind nur inwendig ausgezieret. Die geMEsind an den mauren alle mit marmel von unterschiedenen t«^den überzogen, das tafelwerck aber mit güldenen fckEssund laubwerck treflich gemahlet. Von den allhier befiEchen 26. mofqueen sind 7. sehr prächtig und mit bley bevea -Die groste war vor zeiten eine Christen-kirche, und wre m»sagt, von der heil. Helena erbauet. Es giebt auch zu Alepf;. Oollegis, in welchen man die Grammatic, Philosophund Mahometanische religion lehret. Man zehlt 40. (ÄrsEssrsz oder gemeine Herbergen vor die reisende und kaufflemUauch bey ;o. öffentliche badstuben. Die Vorstädte sind N»»und volckreich, und meistens von Christen bewohnt, dre Mkirchen allda besitzen. Die Griechen, deren bey 16000. amzu finden, haben einen Ertz-Bischoss. Die Armenier Br-auch einen Bischofs, und machen bey nahe 12000. seelena«'Der Jacobiten unter ihrem Bischoff sind nicht über 10°°)Der Maroniten anzahl ist nicht über 1200. Die CatholiM'haben ;. kirchen, und sind etwa» auch nur 12. bis 'Es wird allhier groß gewerb mit seiden-zeug, camelot vuziegen-haaren, feisten, gall-äpfeln und valanede (soschale von eicheln ist, ohne welche die leder - bereiter ihr nunicht wohl zubereiten können,) auch viel andern waaren,»trieben, daher finden fich kauffleuthe fast aus allen orten sweit, Araber, Indianer, Perser, Franzosen, JtallaE ,Engel-und Holländer, welche ihre Consuls zu beschützung'strer gerechtigkeiten halten. Diese Handlungen aber geWV-nicht, wie einige vorgeben, vermittelst der beyden flusse ^Euphrats und des Tygris : denn auf dem Euphrat ^het es nicht an wegen der vielen mühlen, dadurch das AU,fer zur befeuchtung des landes gezogen wird, und diefahrt verhindern, oder doch gefährlich machen. Der TU-
aber ist nicht sonderlich schiffbar, als von Bagdat naci,ra, und ein dämm, so unter Mosul oder Ninive stW-fluß abschneidet, verhindert vollends die schiff-fahrt vondat nach Aleppo. Diese stadt stehet unter einem Bassa / Ar-cher das Gouvernement über das gantze land von Alepanr ^ta bis an den Euphrat führt, und gemeiniglich zoo. mann » pleibwache hat. So ist auch ein Aga oder Obrister m 'ausser der stadt mit 400. Pferden, und noch ein andererso 700. Janitfcharen unter sich hat, und obristerster über die stadt-thore ist, deren schlüsselman ihm aUe»^bringet, so daß der Bassa selbst ohne seinen willen meistein kommen kan. Das schloß stehet unter einem Connstp,danten, der unmittelbar von Constantinopel gefchicketund über 200. musquetier, wie auch alles geschutze zu ben'st,4hat; ausser diesen ist noch ein Aga, oder Stadt-Hauptwmit zoo. mufquetierern^ samt einem Wachtmeister der 1wwachen, die alle nacht in den Vorstädten die ronde w ^Aleppo ist so volckreich, daß an. 1585. innerhalb z-illten 120000. mann an der pest daselbst gestorben. Es ^dieser stadt ein sehr grosser getreyd-handel, und das landtragt viel körn, oliven, maulbeer-bäume und seiden-wm. z.Der Hafen Scand^nna ill tage-reisen davon. Sie A.ge-
taner diese stadt den Christen ab. Mango, der Tartar - ^verstörte sie an. 1260. bis auf den gründ. Der Turcksscheser Selim eroberte sie an. 151;. und bekam daselbstglaublichen schätz. Sie wird nach Constantinopel uraltes'vor die reichste stadt im gantzen Türckifchen ReicheDie Caravanen nach Mecha und Medina kommen hssf"und der Dultan hat sich öfters in den Persischen krE'^vl.aufgehalten. reise-beschreib. lid.II.c.2.
Aleran, des Kaysers Ottonis I. schwester-fohn? Al Adurch ihn, wie einige vorgeben, zum ersten MarggA^A°Saluzzo gemacht; wiewol man in den glaubwurdtgm»richten weder von feiner mutter noch von ihm selbst etwa» ^
Aleria,, eine alte stadt auf der insul Corsica, .MffBißthum. Sie liegt jetzo zerstört, und hat derfernen sitz zu Cervion mitten in der insul. Bey des pBdieser stadt gehet ein fluß vorbey , gleichfalls AleE AS-Leandro aber Tavignano genannt, welcher Ptolemathanus zu seyn scheinet. ,
*Aleric>, oderAlerlo, (Johannes von) Genenssd ^p-
meliter, hat in dem XIV. Lculo gelebt. Er war vonse, und wurde an. i;2i. in einem zu Montpellier s"Capitul zum Generalen erwehlet. Nachdem er ^ Mneun jähre lang mit grosser klugheit vorgestanden,inständig an,daß man ihm erlauben möchte, die übrige» ,lebens als ein gemeiner Mönch zuzubringen. Dieses ''H
^ ^ . villraet, und nE -
wiewol mit grosser mühe bewilliget, und na^zEsein amt freywittig aufgegeben halle, begab er sicy l
de ihm,