Band 
Erster Theil. A - Be.
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kirchen zu Domhan und Meßingen , wann derselben Pfarrereabgeben wurden, emverleibet, welche einverleibung hernachder Bischoff Eberhard von Costantz um das jähr 1272. auch dieLomnMkriides Mayntzischen stuhls den z.may 127;. bestätiget,(b) Wann aber der Papst BomfacmS VIII. hier zu verstehen,gleichwie auch in dem dreyzehendcn jahrhundert kein andererdieses nahmens anzutreffen; so kan dieses nicht richtig seyn,sondern es muß sich bey Crusio allerdings ein verstoß in demnahmen des Papsts finden. Sonst wäre vor zeiten in diesemkloster ein merkwürdiges altes gemähid zu sehen, wordurch derdamaligen Mönchen Unwissenheit und faulheit gar nachdrück-lich abgebildet worden. Matthäus Vogel, der dritte Evange-lische Abt allda, gedencket dessen in einem an Crufium geschrie-benen drief; auch hat Simon Studion eine auslegung in Ver-sen darüber gemacht, so auch ist gedruckt worden, (c) - Es istnunmehr» (an. 1740.) der zwanzigste Evangelische Abt allda;aus dessen vorfahren eben gebauter Matthäus Vogel, vorma-liger kwkellor IliLoloZiL zu Königsberg in Preussen; desglei-chen Ioh. Zeller, Dr. Ioh. Kraft, Dr. Georg Herman Hä-berlin, und andere berühmte leuthe gewesen. O) ,

unnsl. 8ucv. k. II. lib. VIII. c. 14. L lib. IX. c. I. (b)

?. III. lih. II. c. 22. L k. II. lib. VIII. c. 14. ( c ) Is-

Äion. memorLb. x>. ziz.

* Alpius, oder Alfius, (Flavus) ein Redner, hatte kaum

die kinder-fchuhe, (wie man zu reden Pflegt) ausgezogen, daer sich schon unter dem volck zu Rom durch seine wohlreden-heit einen so grossen nahmen machte, daß Cestius selbst die-selbe zum höchsten rühmte, und sich zugleich davor furchte.Er hatte allezeit einen so grossen zulauff von zuhörcrn, daßCestius sich scheuete, nach ihm sich hören zu lassen. In seinerkindheit führten seine discurscn eine solche lieblichkeit, und inseiner jugend einen solchen bescheidenen ernst mit sich, dardurchjederman in Verwunderung gesetzet wurde. Xbewr.

üb. I. cvMrvv. I.

* Alpnach, ein flecken an dem Lucerner»sie, im CantonUnterwalden.

* Alpteghin, von nation ein Türck, wäre ein sclav Ahmeds,eines sohns Jsmael II. Sultans der Samaniden. Er beflissse sich allerhand geschwinde streich zu machen, welches manfür schwartzkünstlerey ansähe. Nachdeme er aber von seinemHerrn frey gelassen worden, übte er sich in den Waffen, undkäme im krieg von einer staffel zu der andern, bis er endlichGubernator, unter der regierung Abdalmalec, des sohns Nouh,fünften Sultans aus eben diesem Hause der Samaniden, überdie provintz Chorasan wurde. Nachdeme dieser Fürst in demzo;. iahr der Heg. 917. jähr nach Christi geburt gestorben, zo-gen ihn die furnehmsten des Reichs über die ernennung einesNachfolgers zu rath. Dieser Gubernator war nicht der mey-nung, Manfur, des verstorbenen Königs söhn, auf den thron zu

erheben, weilen er noch sehr jung, und nicht im stand wardas Königreich für sich sechsten zu beherrschen; gäbe aber feinestimme dem oheim dieses jungen Printzen, den er für sehr wür-dig befände. Während dieser zeit rüsten die einwohner zuBokhara der Haupt-stadt dieses Reichs, ohne die antwort desAlpteghin zu erwarten, gedachtes kind für ihren König aus,weiches Alpteghin sehr hoch empfand ; und als er nach Hof kä-me , sich nicht enthalten konnte, seinen über diese erwehlunggefaßten Verdruß sehen zu lassen. Da aber seine partey aüzu-schwach war, ward er gezwungen sich wegzubegeben, und wur-de kurtz hernach für ein rebell des Reichs erkläret. Er salvir-te sich von Bokhara nur mit 700. reuter, und wurde von fünf-zehen taustnd, welche Manfur ihme nachschickte, verfolget.Weilen ihme aber sowol die kriegs-kunst, als das land, allwoer sich befand, sehr wohl bekannt war, faßte er in der treffe ei-nes thals, allwo man nicht änderst, als durch lange enge We-ge auf ihn kommen konnte, posto; und nachdem er sich an die-sem ort gelagert, legte er zweyhundert reuter in einen win-ckel des thals in Hinterhalt, und stiege mit den andern fünf-hundert auf den Hügel, allwo er sie alle in einer linien stellete,mithin dem feind glauben machete, er wäre viel stärcker, alser aber in der that wäre, und ihne unversehens und hitzig an-griffe. Hernach aber zöge er sich plötzlich zurück, und stritteauch indem er wiche; wodurch er den feind zu dem Hinterhalt,so er ihnen gestellt hatte, zöge. Nachdeme nun die trouppen desManfur sich in diese enge weg, allwo sie leuth antrafen, diesie von allen feiten her überfielen, vertieft hatten, sahen sie, daßdie grosse anzahl ihrer volckern ihnen mehr schädlich als nütz-lich wäre; dann da sie wegen ihrer grossen anzahl über einan-der fielen, schössen sie sechsten auf ihre eigene leuthe zu. Alp-teghin trug durch diese kriegs-list einen vollkommenen sieg überseine feinde davon, und machte alle, so nicht uin das leben ka-men , zu kriegs - gefangenen. Man sagt, daß dieser tapferekriegs-held, als er sich nur 700. reuter starck fände, und sichvon fünfzehen tausend verfolget sahe, zu den seinigen gesagt ha-ben solle , es scheine nicht, däß er mit so ungleicher macht demsemd widerstehen könne; rathe ihnen derowegen ihne zu Ver-lagen , und sich so gut möglich mit dem Sultan zu verglei-Scine soldaten aber, welche würdig waren unter einem

alp als

schlössen , mit ihm alle gefahr auszustehen, wohin kö>Ewir gehen, wann wir dich verlassen ? sagten sie U Mme mrt inbrünstiger liebe. Dieser großmüthige Vorsatz er» §nicht nur ihrem Oberhaupt einen so ansehenlichen sieg, ss"erhebte ihn auch noch zu so hohen ehren, daß er niew ^auch von dem allerglucklichsten schicksalsich etwas gleiches^sehen hätte. Dann als er das seid erhalten, nähme er ö ^seinen weg nach der stadt Gazna, allwo er als Oberherrgenommen wurde. Von eben dieser stadt und den nwwsysden orten zöge er sehr ansehenliche hülffe, und thäte auch s« ^vielmal wider Manfur und seine Hauptleuth ausfälle,.s". Ze-chen er sie öfters schlüge. In dieser seiner Haupt - sifvgierte er 16. jähr lang , und hinterliesse nach seinem Mi-cron Sebecteghin seinem tochtermann, der ein vattcr Bssv ^des stifters der grossen Monarchie der Gazneviden war?;?z. jähr der Hegira, 964. nach Christi geburt.

, bibliotb. Orienr. . »H,

Alpuxares, Alpujares, ein Spanisches gebürge iUH§.nigreiche Granada, zwischen der stadt Granada und AM'Vor zeiten war es von den Mohren bewohnt, nach deretz..^treibung diese berge zur cinöde geworden. Es wird ihrerin den geschichten von Granada gedacht.

* Alre, ein fluß in der Grafschafft Hantshire in Engen

welcher bey Southampton in die see fliestet. .-^§1

* Alrecus, ein König in Schweden, welcher nebst

bruder Erico nach des vatters Ägni tode das Reichschafftlich verwaltete. Beyde waren handvest, und m s Mauch andern disciplinen wohl erfahren. Als sie aber eu" ^mit einander ausrittcn, und von der übrigen gesellsch^ ^zu weit entferneten, hat man, weil sie nicht wieder zmjl Mmen, ihnen nachgeforschet, und nach vielem suchen end'Ms^Sbeyde, wicwol sie keine andere Waffen, als was das E („ge-erfordert, bey sich gehabt, mit zerflossenen köpfen toortroffen, daher man mit Thiodolfo biüich zu muthrnalim Mdaß sie einander selbst umgebracht. ^ 8c»r-

bill. KeZ. Isptentr. c. 2z. x. 24.

Alred, ein Abt, siehe Ethelred. .Dtz

Alresford, ein städtlein in der EngelländischenHampshtre, zy. Englische weilen von Londen, am flust"gelegen.

Mric, ein Sächsischer König, in der provintz Kem^ strdirte Alarico, dem letztem von des Königs Hengistl' "Vgckshielt sich in vielen begebnissen tapfer, und erwarb davuU,sen rühm; doch iraf ihn zuletzt das Unglück, daß er vKönige Kenulph in Mercien in einer schlacht gefangm^hcei>feine macht so beschnitten ward, daß alles ansehen vrgieng. . biltoir. ä'VnAlet. ^pjM

Alric, oderEIric, ein fluß in Schottland, in der rTwedale, vereiniget sich mit der Twede, und ivo dmflüsse zusammen fliessen, liegt das kleine städtlein Semesehr iz. bis 16. Englische meilen von Barwick. . ^

chen.

§^.^"^itam zu dienen, haben ihme einmuthiglich geant-bishero seines glücks theilhaftig gewesen,als daß sie auch das ungluck, so thmegedrohet wurde, nnt rhme theiieten; mithin seyen sie alle ent-

^ Alricus, gebohren und auferzogen in der provn'Lxh Äverland in Engelland, lebte in dem XI. üecnlo . chNd i^Eansang des Xli. an. 1107. Er brachte fein leben m Enahe bey Carlisle als ein Einsiedler zu; und da er stfU bckv,man des St. Goderick, welcher auch ein Einsiedlernem absterben gegenwärtig gewesen, aussag glauben" ^will, sahe er seine seele in gestalt einer entzündeten migen Himmel fahren. kv-V

Als, Eise, oder Alsitz, Vliiuntm, ein fluß ss ^heylanden, in dem Hertzogthum Luxemburg. Er FM yndL,stadt dieses nahmens vorbey, ergießt sich in diehet mit derselben in die Mofel. Ausonius gedencket vniIckvU. 10. tr,cN

Alsac, (Moses) ein Jüdischer Rabbiner dieser Mvhat unterschiedliche LvnimsntLrios unter unterjchwm V ^über die Bibel geschrieben, deren die meiste zu Vcned v ^ ^etliche aber zu Constantinopel gedruckt worden 'Ly

mon, der sie gelesen, sagt von diesem schöre , 0^°., ifsji:dieser buchern sich besser für Juden als Christen Min seinen commem-rriiz nur allein die unterschtevncvSchrift zu verstehen, sie seyen gleich buchstäblich / ,

mystisch oder cabalistisch, begriffen werden,

critiqus äu visux Keltam. lib. III. c. 6. ^

* Wsacus, hat äe äicenäi L äillLrenäi ratione. IsoV.

kbvÜLÄM «L Ltbicrun AoläiLgm L Lbriltianam, ri ^

Omtionsm VneoloMco-IIiitoriLvm äe religionis ? i>>

rekormstL oriZine ök proZrellu in HerniLmia, ^ 4 ^

reZnis Osniss XorveZis: plant-lrions, Halmdruck gegeben. , ksncl. Lranclenb. ^

* Alsarius, (Vincentius) ein ^äicns,gebohren, florirte im XVI. Iwculo, und schrreoss

Veluvio Lrckente 16. clec. 16zXom. i6;2- Low' ^quLlitoruni in nrre inocliLN, Venet. 1622. . -

äs lurcliwrs, ltoin. 1629. 4. äs IVloibis Vapi ^ gä'

ribn8 1 ibro 8 VII. Kom. 1617. äs Lxilepna, VeE pDkipbernsridurn 1 ibro 8 II. Lonon. 1600. 1641 - 4 - ^ -stj.

inirsnäo per nLre8 eZrsüo, ftsven. lüio- 4 - libcvleu LOiniciuli rnorbo ; bsclionum öonomen»

Venet. läoz. 4. Lilguilitionein xeoeialem «e