Band 
Erster Theil. A - Be.
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Samtes und an andern orten unterschiedenen Loncilüs oderLvnoäis beygewohnct, oder auch denenselben prasidiret hat.Ot- , IM. ds Lssrn lib. IV. smisl.

VII. in exiü- 6idl. tom. I. L 111 ,^

)lmatus von Portugal!, ein berühmter Mdic«8, lebteum das jähr 1550. sein rechter nähme war Johann Rodriguczde Castelblanco, weil er zu Castelblanco zu Hause gehörte. Erstudirte zu Salamanca, besuchte Franckreich, die Niederlandeund Italien , und lehrte zu Ferrara. Der König in Polenund die Republic Ragusa wollten ihn in ihre dienste haben;er schlug aber solches aus, und gieng nach Thessalonich , wo-selbst er ein Iüde wurde, und sich von der zeit an Amatum Lu-sitanum nennete. Er hat unterschiedene schriften hinterlassen,als LommeMLriv8 über den violLoriäem ; LnrMionum Medi-ci nslium csnturi»8 VII; Lommentarios in üvicsunsm; <^c.in cbron. Medic. in vic. Med. der Li-r-

, de script. Medic. bibl.

* Amatus, war der Priester und Abt zu Remiremont, wel-cher um das jähr 620. zu Grenoble aus vornehmem Römischen,aber Christlichen geschlechte gebohren war. Sein vatter hatteein gelübde gethan, daß, wenn ihm GOtt einen söhn gebe, erselbigen sogleich dem kloster-leben wiedmen wolle, weswegener auch gleich in seiner kindheit in ein kloster gebracht wurde,darinnen er bis. in das zo. jähr seines alters verharrete. Weiler aber mehr begierde und liebe einsam zn leben bey sich ver-spürte , so verfügte er sich nachgehends aufeinen berg, welchernahe an dem kloster lag, allwo er seine übrige lebens-zeit zu-brachte, und aus dem kloster nur alle z. tage mit wasser undbrodt versehen wurde. Auf gedachtem berg soll ihm einsmalsder satan in gestalt eines rabens das brodt weggenommen ha-ben , um ihn zur ungedult zu bringen , welches er aber nichterhalten können ; wie er denn auch über dieses vielen Versuchun-gen unterworffen war. Einsmals wurde er zwar von einemLcbislnarico Lzreitino verführet, wurde aber auch nach vorher-gegangener busse von Columbano wiederum auf den rechtenweg gebracht. Ein jähr hernach, als ihn der satan so ange-fochten , that sich vor ihm ein brunnquell aus dem felsen hervor.Sein todes-tag war ihm vorher» wissend, und als er nun durchvieles fasten und durch die rauhe kutte feinen leib dergestalt cnt-kräfftet hatte, daß zuletzt nichts als blosse deine ohne haut undfleisch an ihm zu sehen war, hat er seinen geist endlich aufge-geben , und ist an den ort, wo er selbst verlanget, begraben,ein jähr darauf aber in die Haupt-kirche St. Amaria gebrachtworden. Sem andencken geschieht den »z.sept.

* Amatus, welcher um das jähr 1200. zu Baldezo, einemorte in Italien ohnweit Rimini gelegen, gebohren wurde,muste sich seiner mntter frühzeitig beraubet sehen. Bey erwach-senen jähren wollte ihn sein vatter verheurathen , weil ihn abersein sinn keines Weges zum ehestande trug , ergriffet die flucht,führte ein hartes , elendes und mühseliges leben ; bediente sichrauher speisen und kleidung, und muste sich wegen seiner fröm-migkcit fast von jedermann vor einen narren halten lassen. Alser aber einsmals sein gebät verrichtete, wurde man mitten un-ter denselben ein Göttliches licht und englischen gesang gewahr,wodurch also sein heiliges leben deutlich offenbaret wurde. Nach-gehends muste er sich obwol verläumderischer weise, mit seinerfchwester in verdacht der hurerey bringen lassen. Meine auchhierinnen kam seine Unschuld bald empor, weil er einsmals sei-nen mantel an die fonnen-strahlen, gleich als an einen nagel,aufhieng. Ja, als einstens ein fluß starck überschwemmet ge-wesen , soll er eben diesen mantel auf denselben gebreitet haben,und trockenes fusses über den fluß weggegangen seyn. Bey demgrab St. Jacobi in Spanien liesse er sich öfters finden, undstiftete letztlich noch ein spital. Endlich beschlösse er sein lebenim 66. jähr seines alrers, und sollen durch feine reliquien diefeinde von der stadt abgehalten; die pestilentz vertrieben; einkrancker, dem ein pfeil durch den köpf geschossen, geheilet, undnoch viel andre wunder mehr ausgeübet worden seyn. Zu sti-mm gedachtnis ist der 8. may geordnet.

* Amatus, (Antonius) war ein berühmter Advocat undvocloi- ftiiis von Palermo. Er erlangte durch feine sonderbareaelehrsamkeit und beredtsamkeit ein solches ansehen, daß er inwichtigen fachen einen Richter in dem Königlichen gerichte zumöftern abgeben muste. Er starb an. 165;. den zi. julii, undhinterließ V-cris kbrenlis AprLÄiLLbiles furis resolutiones 1 ib.II.

bibl. 8iculci.

* Amatus, (Johannes Maria) stammte aus einem vor-nehmen geschlecht her; sintemal sein vatter Hertzog von Caccabiund die obengedachte Antonia Felix Amata seine fchwester war.Er erblickte diese welt zu Palermo an. 1662. woselbst er auchden gründ zu seinen liudÜ8 in dem LolleZio Loeiet-Ms selulegte, nahm auch an. 1677. selbigen orden an, als er von sei-nem vatter zum Abt dieses orts kurtz zuvor war gemacht wor-den. Er legte sich besonders auf die erkanntnis der althummervon Sicilien, schrieb deswegen Siciliaiu numilmiNicaln ; ilp.penäiLsm LLL. rmmiiln-Uuin nd 8icilmm ?bil. farutce; de lle-xi8 biciliL titulis; ds Loneilio kanormitLno pwvineisli an.iz88. ließ auch noch andre gelehrte wercke in den druck gehen.

kibl. 8iLulA.

* Amatus, (Vincentiusj Liminnensis, war gebohren denF. jan. 1629. ljl tm Lümimuio zu Palermo erzogen, und nach-

ama

dem er die lwdia absolviret, 8. Ibeol. Voüoi, und an. Ean der Dom-kirche daselbst Capeü-Meister worden, hat v ^Vene musicalische wercke heraus gegeben, und ist an.

42. jähr sttnes alters gestorben, und in der St. Nychpvader Llericorum Ke^ilarmm rniniiirLnrimn inürmis vevworden. Vicl. bibl. 8icul. tom. II. x. 274-

* Amatus, ein Mönch von Monte Caßino undItalien; man weiß aber nicht bey welcher kirchen; ^ A.vier bücher in versen geschrieben, über die thaten der AMcPetri und St. Pauli, welche Gregorio VII. sind zugel»M 1 ,xMden, und acht bücher von der Historie der Normänner -

sich in der bibliotheck zu Monte Caßino in manustftpt ^S,,eksollen. Er hatte auch verse gemacht zu lob Gregoril >cu> Dr-über die zwölf kostbaren steine des brust-schildleins des v -pPriesters, und über das himmlische Jerusalem. , ^ ^bliotbeque dos sutbeur8 eeclellMi^ue8 du XI. siecle- .jx-

* Amautas, sind gewisse Weltweist in Peru unter dttrung der Incas gewesen. Man haltet dafür, derseye der erste gewesen, welcher die schulen zu Cuzcoauf daß die Amautas, die Printzen Ancas, die so aus ou»«glichen geblüt sind, und die Edelleuth des lands rn t»senschafftcn unterrichten könnten. Dieser Königmeynung, man müsse niemand als die Edelleuth in denunterwerfen, nicht aber die kinder geringer leuthen, a»v ^!>sie möchten von so hohen gedancken hochmüthig werte»das Reich dadurch einigen schaden empfangen, es seye

daß ein jeder für feine arbeit seines vatters handwera eDie Amautas waren nicht dazu bestellet die wissenschE .M-eschreiben, welches ihnen unbekannt, zu lehren: (es sthewe'M)als ob Garcilasso lib. II. c. 27. das gegentheil behaupten' Wsondern durch die stäte Übung und practic, bie sic aneden konnten. Die Pflicht dieser Weltweisen wäre, Meden cercmonien und. gebotten ihres gottesdiensts

nutzen /

zu geben; sie A M

.. . aterwersen;

auszuzieren; ihnen die Historie und Chronologie di«^der knöpfen, deren sie sich bedienet, die anzahl der lah,?e^Mzehlen, beyzubringen; sie zierlich reden zu lehren, ch"nichts zu unterlassen, was ihnen mit der zeit notMmilie zu regieren. Diese Amautas, welche wegen iheftl, Mschafft sehr Hoch beehret wurden, gaben sich auch lckden jungen leuthen das wenige zu zeigen, welches sie.Poesie, Philosophie, der Muste und Sternfeher-ku»» ^

Sie waren sehr geschickt comödien und tragödien, vA,Königen und Hof-Herren an den öffentlichen ^

stellten, zu componiren. Die, welche in diesen cow» § Estelle unterschiedlicher Personen vertraten, waren p»

Hohem stand. Zu den tragödien sahen sie sich ausVerrichtungen, triumphe ihrer Königen, oder andererchen leuthen, damit sie darinnen deren grosse, und''Svorstellen möchten. In den comödien handelten siebau, von Haus-fachen, und von verschiedenen beges'^De>>menschlichen lebens. Es wäre da nichts niedriges / § Wger unflätiges, sondern alles gantz ehrlich , anstandiv HM'',reich. Diejenige, so sich am besten darinnen gehanfMes,empfiengen zur belohnung kleinodien, oder andreschencke. Die ticht-kunst der Amautas bestünde cnn^^ v^kurtzen oder langen versen, da sie ein gewisses sE/ürtrss /§bachteten. Ihre getichte giengcn über die liebe, aucr^ ^thaten ihrer Königen, oder andrer Fürsten. /ly. -billoire de8 Vncs§ lib. II. c. 2». <L 27. lib. I'' Ec,

Amaria, eine alte stadt in Troade, allwo der teuw^i, orllinis berühmt war , in welchem Chryses und Agast» cpferten. lib. XI.

varFL.

)lmaxia, eine stadt in Cilicien, in deren geAU.barr KPder sind, welche einen Überfluß von holtz zum siv'll,«. I»'Cleopatra bekam diese stadt von M. Antonio. ^ ^

c. Y. §c zo. lib. XIV. . j,i

* /IiVIäX 0 ?,Il, sind alte völcker aus SarrnEL ^land der Xoxolauoruin, allwo heutigs tags Mojsa"

big

ten; ihnen die Ursachen und gründ ihrer gesehenter auslegung derselben, zu erkennen zu gebe!der staats-klugheit als kriegs-wesen zu unterweisen

Ämaza, oder Amasa, ein söhn Jcthars und ^commandirte des Absaloms kricgs-volcker als Gnach dessen Hinrichtung trug ihm David völlige»seiner vorigen bedienung wieder an; welches dm». ^mann Joab dermasscn verdroß, daß er diesen Am»' petznahen verwandten, unter dem schein ihn zu kune'' ,.^ß,

durch den icw( ,dl»^

(oll?

harte ergriff, .undchm sein schwerdt durchdeiw^, p.

erstarb. 2. 8^»,. XVII. LXX. 1.^. II.lib. VII. c. 9. L 12. i'oE/. ü. N. zvo;. As., ^

. Amazia, der II. König in Juda, gebohrenH. L. 86z. folgte seinem vatter Joas ss. AI- ss.ptzlthat gleichwie derselbe anfangs , wgsEr schlug die Edomiter, verfiel aber )N^ die d'sts stssvölcker, und verehrte ihre götzen, welches ihm^ „M, L.Propheten verweisen ließ. Er kehrte sich aber Yk X jSdern fieng mit dem König Joas von Israel82;. krieg an, von dem er überwunden,

Jerusalem im triumphe eingeführet ward.