Z 92
and
die gottheit des feuers dadurch zu beweisen; Abraham aber seyedurch die Göttliche beschützung sehr herrlich aus dieser prob er-rettet worden. Was auch zu dieser fabel anlas gegeben, ist,weilen in dem i. buch Mosis gesagt wird, Abraham seye vonIlr in Chaldaa ausgegangen, und aber nach unterschiedlicherRabbinern meynung, das wort Ur an diesem ort das feuer,und nicht, wie solches alle ausleger erkläret haben, den nah-men einer stadt bedeutet. , bibüotü. Orient.
* Andevallo, ( Lsmvo cs ) lat. ünäevLllsnIis oger, einekleine provintz in Andalusien in Spanien, an der grentze Por-rugalls.
Andiatoroque, ein see in Canada oder Neu-Franckreich imnördlichen America, auf der seile von Neu-Engelland.
Andlau, ein kleiner fluß im Elsaß, fließt durch das gebürgedurch Andlau, Ittenweiler, rc. und fällt bey Fegersheim in dieIII. Bey den Alten wird er Andelaha genennet.
Heryogs Elsass. chron. Üb. III. c. x. 7.
Andlau, ein städtlein und Herrschafft in Unter-Elsaß, andem wasser dieses nahmens, gehörte den Rittern von Andlau.Es ist daselbst ein kloster, welches ein Kayserliches freyes welt-liches Stift und gefürstcte Abtey ist. Kayfers Caroli Lmlü ge-mahlin, Richardis, eine Königliche Printzeßin aus Schottland,hat dieses kloster ungefehr an. 88». für rr. jungfrauen und soviel Stifts - Herren erbauet, noch ehe sie sich wegen fälschlicheranklage des ehebruchs mit Luitwardo, Bischofs zu Verceii, vonihrem gemahl hatte scheiden lassen, nach weicher begebenheitsie ihre übrige lebenszeit allhier zugebracht. Dieses Stift sollvor andern diese sonderbare freyheit haben, daß es in keinemReichs-matriculLr-anschlage stehet, und zu den gemeinen Reichs-anlagen nichts beytragen darf, ohngeacht ihm alle Lomltisl-rechte auf Reichs- und Kreis-tägen gelassen worden, da es sei-nen sitz aufder Rheinischen Prälaten - banck hat, und sonst zumOber-Rheinischen kreis gerechnet wird. , äs Imp. üom.üb. I. c. 1;. ckronog. monsli.p. 24. Hertzogs El-
sass. chron. üb.III. c.8. topogr. lib.1II.L.2y.p.ic>.
Andlau, oder Andlo, ein sehr altes adeliches geschlecht imElsaß, und eines von den 4. Rittern des Römischen Reichs,wenn anders die Ottoni III. zugeschriebene eintheilung Teutsch-landes in lauter 4. und 4. stücke einigen gründ hat. Seinen Ur-sprung hat es aus Rom, und von dar habe» sich einige, als dieinnerlichen unruhen in Italien überhanb genommen, mit denTeutschen Kaysern in Deutschland begeben, und das obgedachteschloß Andlau erbauet. Von deren nachkommen wurde Gün-ther von Andlau an. 1141. Abt zu St. Blas«. Rudolph vonAndlau war Vitzdom des Bißthums Straßburg, und unter-nahm sich der regierung, als BischofsBerchtold an. i;; 8 . ge-fangen wurde. Schwach Rudolph von Andlau war an. izyz.des Straßburgischen Bischoffs, Friedrichs von Blanckenheim,Rath und Hofmeister. Matthäus von Andlau war an. 1448.Abt zu Murbach. George von Andlau, Dom - Probst zu Ba-sel , Probst zu Lauterbach, der geistlichen Rechte vocwr, vondeme der folgende artickul zu sehen. Hartmann von Andlauwäre Bürgermeister zu Basel an. 149°. Johann von Andlaubrachte sich im kriege ein grosses ansehen, und durch seine kiug-heit und gerechtigkeit die gnade des Kayfers Ferdinandi I. zuwe-ge , welcher ihn zu seinem Rath in den Nieder-Oesterreichischenlanden zu Ensisheim annahm. Er war der älteste seines ge-fchlechts, und starb an. izz 8 . zu Ensisheim im 6 a. jähre seinesalters. Das dorfund Herrschafft Bellickhen gehöret denen vonAndlau. Es ist noch eine linie in Italien geblieben, daraussonderlich Pantaleon ä'Andlo, ein bürger zu Bonomen, be-rühmt ist, welcher Rathsherr in Rom gewesen, bey dessen re-gierung die stadt-mauren zu Rom grossen theils sind über» Haus-sen geworffcn worden, welches Johannes Andreas diesem Pan-taleon ä'Andlo zuschreibet in gloll. sur. Lsn. in c. kunä-im. üb.VI. äe eledk. üer»«, , üb. I. c. i;.
Andlo, oder Andlau , (Georgius ob) aus vorgemeldteradelichen familie ensprossen, übetc sich nach beschaffenheit derzeiten in allerhand Kuäüs, und besuchte deshalben viel Acade-mien. Weil er nun nicht nur in geschicklichkeit, sondern auchfromkeit, klugheit und andern tugenden ercellirte, ward ihmedadurch der weg zu geistlichen wurden gebahnet. Noch in sei-nen jungen jähren an. 1416. ward er L-momcus und hernachDom - Probst zu Basel, wie auch Probst zu Lauterbach im El-saß. In dem Costnitzer- und hernach Baßler-Lonciüo galt feinansehen sehr viel. Nachdeme der Papst Pius II. zuvor AeneasSylvius, des Baßler - Lmiciüi Mmrius, aus danckbarkeit zuBasel eine Universität mit vortreflichen Privilegien versehen,nach der form der Bonomensischen, anlegen wollte, und des-halben von allen orten her gelehrte leuth beruffen worden, wur-de er in gegenwart des Bischoffs von Basel, Iohannis äs Ven-ningen als Cantzlers, der gantzen Clerisey, des Bürgermei-sters Werneri äs Flachsland, und fast des gantzen Raths, wieauch aller Facultaten vodkoien, zum ersten LsSore der Uni-versitar an St. Ambrosii-tag an. 146°. erwehlet: worauf der"üljchvff und Bürgermeister dem üeckori die academische xrivi-/ und zu deren erhaltung für sich und seine succes-^^stch verbunden haben; der neue üsckor aber zusamtkroksüores bestellt, Lonüfforü Msllo-rs8 erwehlt,Academie publicirt, rc. Als auf diefeBayerischen Academie gelegt waren,^ ab Andlo sein Uedkor - amt an St.
nieder, und übergab das seepter dem'folgenden 8.6-
and
dlori, Caspar Zerein, nach der Hand gewesenem -Basel. Georgius sb Audlo starb in hohem alter den ? M!"an. 1466. und ward mit allen ehren in der Dom-nrE z 7 Wbegraben, allwo sein grabmahl und Lxiraxbium amiow^ ^
jst. xroloxograxü. LI. Oernleri orat.
* Andler, ein altes aus Pommern Herstammendes,nachwerts Freyherrliches und nunmehro Rschlecht. Nachdem diese familie sich in der. ,
ben sie Hoyerswerda nebst Dippolswalda an sichFrantz Niclas von Andlern, auf der HerrschULM.,werda in der Ober-Lausitz, und Dippolswalda,
Sächsifcher Rath, gebohren 1416. starb allda Ä
er hatte einen fohn (II.) Frantz Claus von AnvuFHoyerswerda und Dippolswalda, weicher miterzeuget hat (III.) Frantz Claus von Andlern' -Sächsifchen Oberschenck und Hofmeister zu Weymar, W
1455. starb i;i6. indem 61. jähr seines alters. ^das erste mal verheurathet mit Anna von Padeww^ytelÄHause Cöllnitz, welche ohne kinder gestorben. DsiSBaber verehlichte er sich mit Margaretha von Lcho"), FxMdem Hause Porschenstein, und zeugte mit ihro (nE,Friedrich von Andlern, gebohren 1515. dieserentstandenen reliqions-troublen im Reich seine gmv, lMv »Vund ward von Kayser Carolo V. in den Reichs - goissseinen descendenten erhoben. Er wäre ein frommer ^sörchtiger Herr; wie er dann kurtz vor seinem todesten schmertzen seiner kranckheit, eine bey ihm gell" ^ -son also anredete : üeLoiäor ^uiäem, re recrabeo ^
pius -ib »lüäun sscrorum übrorum leclione boc ^üun, omnino legsnäum v-üsnti, oüore enim " . g.
legere miriime üceret, iä uuns temxug miiu ^ 0^0, zsi.äeor tLw.en, cum lecka sme üoc in memori-lM r . ^
riari xsr üort 08 Lmosnitümos äeübsre summ» ^res, guos oüm cum cum plsntsvi. Er starb ^
jähr seines alters, und hinterliesse zween mit se»teAnna von Taubenheim, einer tochter bü von TFw uü,,Bedra, erzeugte söhne. (V.) Frantz Joharm-Mu ^lern, gebohren i; 22. und K. Frantz Jacob von - ^in welchen also dieses geschlecht sich in zwey sor>d^.Mtheilet hat. (V.) ». Frantz Johann von ' ^
mählte sich mit Carolina von Kötzau, und erzeuv 1-6;-^»(VI.) Friedrich Frantz von Andlern, gebolM' ,hro ^ yvermahlte sich mit Maria von Langen, undsöhne. (VII.) Frantz Friedrich. B. Frantz'^
>. Frantz Rudolph. Frantz Friedrich / fichHerr von Andlern, ward gebohren 1617. bekem'l -Catholischen religion, und ward IohannisHaus Schönborn ersten Churfürsten zu Maynh e^
Rath, an welchem Churfürstlichen Hof er nvtlüuÄlou angesehen wegen seinen in allem vor^' sxeäitionibus, daß er von dort an den Kaystrü Url.cket, den 2;. nov. 1661. zu einem würcklichm M^ii,Hof-Rath erkläret ward,und in solchem clmmSesS. gung vieler ihme allergnädigst aufgetragenensolche ersprießliche treue dienste geleistet, daß er sstzen familie i6gr. die höchste gnade hatte von v" /A'
in den Reichs-Freyherm-stand gesetzet zu werden, > ^jährigen geleisteten gehorsamsten Kayserl. dieE^,, E170;. alt 86 . jähr, und einige monat. Sein abger ^ ^
grossen Potentaten und Fürsten sehr bedaurer,aber ttenneten seinen tod , cluäem L jLÄursm
xleuum keücilümi ingenü luckum.
ehelichet. Seine)0ld, Iohannis
rnMuu iuctum. Er hatteerste gemahlin wäreAlbert! von Leupold, Hochfu, und
pold , Iohannis Alberti von Leupold, , lw"'
burgifchen Hof-Marschalls und geheimen Rauw »ch
Susanna von Münster tochter,söhn (VIII.) 1. Frantz Vollmar FneDnchffAth«gAndlern,gebohren 1672. Chur-BayensshenH^^ach^Ä
die
dingen, und Unter-Oesterreich!,chen Regierung ^ eM'Lscll ^,.
der in seinem ;y. jähr 1711. gestorben, und e^ ymteE lA
Mariam Francrscam, Freym von Andttw ^bohre^e2 . Maria Eleonora, Freym von And'eri , ^ ^
so an Brunonem von Scherern vermayier»
Leopoldina, Freyin von Andlern, aeo....
Freyherrn von Gruber, zu Bischelsdorf, , .
sten, sich vermahlet hat. 4. Maria Fissn gesto^^chl^Andlern, welche als Ursulinerin zu MR^yjane zweyte gemahlin wäre Nana «op^FLil>^.„Acestein, adeiiche Patritzin aus Coln, von E^lW
Freyln von Andlern, so an N. Uchberr» gell^F^K^mahlet worden, erzeuget hat. Seines. ^ lll
..erzeuget hat. Md F
Maria Anna Schrötzin von Bernsau z'Axst Ar
auch adeliche Patritzin aus Cöln, 'Utt w
lügend wiederum verstorbene söhne zeug ^, w
mahlin wäre Antonia, Freyin
einzigen, bald in der jugend wwdrum
mutter ward. Seine fünfte gemahn" - in R, iiud/ffb
lippina , Philippi Ernesti CsauftusiKer
Setterich, Herrn zu Fmnenberg und o niü ff^ Lyc^ ,7.
riä Elconorä, Freyin von Closen tochter^ st)ltss^p d^rit
gende fünf söhne erzeuget hat. ^g,Meru /
des H. Rom. Reichs Freyherr von AN