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prediq-amt ein gantzes ichr lang versehen. Er wäre zweymal verheurathet , und zeugete m der ersten ehe achtzehn;linder , darunter zehen söhne waren. Man bewundert vor-nemlich an ihm seine beredsamkeit und gaabe, auch ex rem-pore auf das zierlichste, und mit grosser freyheit vor Königenund Fürsten zu reden. Es wird von ihm ferner gemeldet, daßer neun Länder und ftädte theils reformiren, theils sonst die da-selbst befindliche kirchen und schulen änderst einrichten helffen:Als, die Grafschafft Oetingen, an. i; z;. Helffenstetn an. i; z 6.die Marggrafschasst Baden an. iz;6. das Hertzogthum Braun-schweig an. izü8. diestädte Lauingen, Hagenau, Mömpelgardund Aelen an. izüz. i;7i. iz7z. endlich auch drey Säch-sische Universitäten, Leipzig, Jena und Wittenberg. Ausser ei-nigen absonderlichen gesprochen, welche er in religions - fachenmit einzelen Personen gehalten, darunter der Jesuit Andr. Fa-bricius, Cyriacus Spangenberg, und Matthäus Gribaldus,ein Lntttrliümriu8 gewesen, wohnte er eilf öffentlichen Lollo-guii8 bey. Darunter sind, ausser denen, welche schon obenangeführet worden, eines zu Phedersheim bey Worms mit denWiedertäufern den r;.aug. an. izz8. ein anders zu Elsaßzabernmit dem Cardinal von Guift, denis. febr. 1562. ferner zuMaulbrunn mit Casp. Oleviano, und Zach. Ursino, in gegen-wart des Pfältzischen Churfürstens Friedrich III. und des Wur-tembcrgischen Hertzogs Christophori an. 1564. Nachgehendshatte er auch mit gedachtem Churfürsten an. 1569. eine besonde-re Unterredung von dem heiligen Abendmahl an seinem Hof.Er wurde auch auf verschiedene Convent von Fürsten und ihrenIdeologls beruffen; zum exempel, nach Regenspurg , wieauch Fränckfurt an. 1^7. nach Augspurg an. allwo er ingegenwart der Evangelischen Fürsten zwey predigten von derrechtsertigung und dem heiligen Abendmahl gehalten; nach Er-furt an. 1561. nach Wolfenbüttel und Zerbst an. 1^7°. undendlich nach Torgau an. 1576. Ferner schlichtete er viele theo-logische streitigkeiten, und that dieser und anderer fachen wegenviele beschwerliche reisen. Der bekannte Gottfried Arnold be-zeiget sich diesem manne sehr widrig: (b) Es haben ihn aberAndreas Caroli (c) und dessen söhn Andreas David (ä) da-gegen vertheidiget. Was ihm von andern etwan vorgcworffenworden, hat sein enckel Joh. Valentin Andrea, und der berühm-te Rostockische Tksolo^ Joh. Fecht abzulehnen getrachtet.Seiner schriften sind sehr viel, darunter auch ein ttlerkoäu8conLionariäi, welchen Polyc. Lyserus an. i;yz. herausgege-ben , auch viele orativnen und briefe, welche hin und wiedergedruckt worden. (H Mtcnrsae.h. conlll. ic>. äLLLä. IV.
specimen Tkeol. xrLÄlL.p.84. (b) O. AtNOldS kirchen-und ketzer - Historie, (s) Lc/e/.' com. II. k. II. (cl)
würtembergische Unschuld, Lare. III. c-lp. 4. :ur. 1. Manfindet auch fernern bericht von diesem mann in M memor.Tkeolog. ^UrremberZ. karr. I. L Desgleichen
bibliork. Isriproium äs red. 8usvic. welche sich am endedes Teutschen Crusii befindet, endlich auch in allen denjenigen,welche von der I'ormM-a soiisoräiL geschrieben.
Andreä, (Joh. Valentinus) ein söhn Johannis Andreä,Abts zu Königsbrunn, und enckel des vorhergedachten Ja-cobi Andreä, war an. i?86. gebohren. Er wurde anfäng-lich vissorms zu Vayhingen; bald darauf aber Superinten-dent zu Calwe, und hernach des Hertzogs zu Würtenberg,Eberhardi III. Hof - Prediger; hierauf Abt zu Bebenhausen,und endlich zu Adelberg. Der jetztgedachte Hertzog hielt sehrviel auf ihn, also daß er auch die ürchen-verfassung in seinemgantzen lande auf eine solche art einrichten ließ, wie er selbigem seiner läLL äilsivlins- Lbrilki-mse beschrieben. Gewiß ist,daß er sich die Verbesserung der kirchen - mängeln sehr hat lassenangelegen seyn, und darüber gar gute und Christliche etnsichtengehabt; aber auch dessentwegen von blinden eiferern nicht we-nig ist geneidet und verlästert worden. Er starb den 27. jun.an. i6;4. Die vornehmsten unter seinen schriften sind kosms-m, welche er auf Augustum , Hertzog von Wolfenbüttel ge-macht ,, und in dem buche, welches den titul 8sIsmLna L^u-ftiäm führt, enthalten; N^rkoloZm LkrMana, I. virtutom L
vitiorum vitN kumsnke iinsZo; äs Lurioliwtis pernisis ftma-xma ; Opulculs äs relkiturione XsipudlisK Lkrikislise <L licera-ftT; Tkeopki1u8 I. cls religions LkrikiruM solenäL ; Nsnip-vu8 vrior <L poüerior; keregrinu8 in xMris ; Isma Lnärsz-
reilorescen8, darinnen er von seinem geschlecht, sonderlichaber von seinem groß - vatter, Jacobs Andrea, handelt. Vie-le halten ihn vor den Urheber der errichteten Societät der Ro-sencreutzer, siehe Rosencreutzer. eensLlog.re, äiar. biogr. L^s/r, in meiner. ecclet.lsec.XVII. tom.I. P.Y86.
L tom. II. p. 89. Arnolds ketzer-hist. tom. I. k. II.
Üb. XVII. c.l8. * .
st Andreä; (Joh. Valentin) dessen geburts - ort war Her-renberg , da fein vatter damals Special-Superintendent gewe-sen , nicht aber Tübingen, wie Serpilius vorgiebt. Den gründrüden studien legte er zu Königsbrunn, wohin er an. -zyi.mit seinem vatter gekommen. Von bannen zöge er nach feinesvatters tod an. 1601. mit seiner mutier nach Tübingen, allwoer jeme studien weiter fortgesetzt, und au. 160;. den 12. sept.
, zwey jähr hernach aber MZister wurde. An.trat er eine reise an , und besichtigte die Universitätenbraßdurg und Heydelberg , wie auch die stadt Francksurtwurde er zu Lauingen Informator beyjungen Herren, mit welchen er in die Schweitz und Kranckreich
reisete, auch in seiner rückkehr nach Basel kam. AI-übernahm er die Hofmeister - stelle bey einem jungest ^
Gemmingen, mit welchem er eine reise in Oesterreichten und Italien thäte. Als er zurück kam, wurde > ^
Fürstliche ftipencimm zu Tübingen aufgenommen,," ^ he-sich in der Mathematic, welche er nebst der Theolog^ eol-sonderm fleiß triebe, daher er auch schon um an. M-IsÄanea Alatlrematisa gesthrieben , und dem geno ^Match. Haffenreffer einige optische, zeichnungenla'^cht.geographischen tabell in dessen lempl. LrecinMis ^Hierauf kam er in das Prebig-amt, und war v om 24m. g, b>»bis 1Ü20. 0 iaLonu 8 zu Vayhingen; vom 2z. fedhlüzo. Special-Superintendent zu Calv; und vom i 4 - 'i 6 ;y. nach Hertzogs Eberhardi III. Wiedereinsetzung / «MLonMorial-Rach und Hos-Prediger, bey welcher stet^ ,an. 1641. den 27. herbstm. zu Tübingen vo-ltor 1 "°den. An. 1650, wurde er Abt zu Bebenhausen,gendem jähr die Superintendentz gekommen, und v1654. Abt zu Adelberg, wo er auch in eben dem Mden. Während diesen seinen ämtern wurde er m d»> ^4^.stenangelegenheitenausserlandsverschickt. Indcmm^,gB'den 6. nov. wurde er durch recommendation HeE-.A Evon Braunschweig in die frucht - bringende GeMmfflVyEdem nahmen krasiäi, des Mürben , ausgenommen- .ssstinm'dachter Hertzog hatte ihn auch schon vorher an. 1642-Kirchen-Rath erwehlt, und innerhalb 12. jahrM "rftLbriefe mit eigener Hand an ihn geschrieben. Sam« s, s'hat der damalige kloster - Lnssexwr zu Druckende > Allenachherige Abt des klosters Anhäufen , Andr. Chch./ W Aden entschluß gefaßt, alle sowol schon vorhin gedr!m^^„ tmim manuscript liegende schriften dieses manns zu!""cken zu lassen, und diß fein vorhaben in einem rbrief der gelehrten Welt geoffenbaret. Diesest>mzwar bisher noch zurück geblieben, doch hat manbingischen gelehrten Neuigkeiten an. 1718. wiederunnung gemacht. Die von ihm selbst sehr wohl beU jnbens - beschreibung ist auch noch ungedruckt. 1^
tapii. Ikeol. 8usv. La?»«« biiil. Ei>/r»r wewVckürtsmb.
Andreä, (Valerius) von Dessel, einem stecken „gebohren den 2z. nov. an. 1588. ,Er trieb^semv, E -
theils in seinem vatterlande unter ValerioAntwerpen unter Andrea Schotts, das Hebrmjcm ^er von Joh. Hago, einem Schottischen Jem^s'most All,ward er im jähr 1612. nach Löwen zu der ^LnÄL beruffen, er applicirte sich aber vaselbst ^
in denen er an. 1621. die Voclvr - würde eryieU'ward ihm die IVokeilio Inliimtionom aufgetraE AM- jcii6;8. ward er zum LibliotliesLrio der Acadenue vseinen Juristischen schriften sind seine Lroremma I" heVnicht unbekannt. Seine LibliorKeeAm öelgmsw ^4;-foripü8gue sli>ri8 hat er an. 162;. und hernach ' -A,
vermehrter heraus gegeben, ^ -.„cchec vvße,
* 7 lndreanus, (Joh. Baptist«) ein Jt^Ä PhilUlehrte zu Rom die Rhetoric, und zu Wtllna ^woraus er im Proseß-Hause zu Warschau krEjxonen Konigen Uiadiölao IV. und JohanneItaliänischer Prediger, wie auch Xeclkor dererSpoleto und Fermo, und in dem letzten krore> „ 71- 'wurde. Er ftarb-den;. angst. an. 1675. M G« §-zö-und hat Dilcuft'um äs LsKone Öomini ; pgvperOrLtionem äs I.suäilni8 jo. LLptillL; äs IvoNvocato Ls. geschrieben.
Andreas, ein Apostel Christi, und bruder sie ^gebürtig von Bethsaida, einer stadt rn Gmumm ^
auch seinen bruder, Simon Petrum, m -av ^>1
der zu seiner fischerey , und ward erst nach ^ Eer am see Tiberias fischte, von Christo ZU seme^hlch^Mfen, und nicht lange darnach zum ApE ^iew 5Christi auffahrt hat er durch Cappadocim, das
Bithynien, bis in die Scythische einoden, m b>
, das Evangelium gepredigt auo/,M,d Soadianis, naäk Naüanzent mey
vB
sche meer
Sacis und Sogdianis, nach Nazianzent
in Griechenland gekehret, und
von dem kw- LMfch Aege'as gccrmtz:gcl ^lahre, wenn solches geschehen, stnoek man „nd^ ^richt r wrewol , das es das 1.
richt; wrewol einige meynen , dascv^.^^.nach Christi geburt gewesen, 1 v - ^ ^--a- 5,^^.
üom. äs ftxott. äs käs c-;8- " ;9-
kill. lib. III. c. l. ilb- U- ^
äfta pMon. sp. 8urium aä ä. ZO-nov. ^ »o ,
kkot. eoä. 269. annsl. A ^ Llt^. ^
Andreas I. der vierte König in Ungar»^ gesEbyff^c-dislai Calvi, Fürsten in Ungarn, aus j vaEckel Michaelis, der des H. Konlgs bM) ^„schen ^
wesen, kam zur Crone, nachdem er pe« M^ chM^
tvum an. r«44. hatte gefangen nehnre'