Band 
Erster Theil. A - Be.
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Halberstadk, viele streitigkeiten gehabt hat. Sein söhn undNachfolger war Bernhardus III. welcher 8poümus, oder derberaubte genennet wurde, weil ihm sein vetter und die Cleriseyzu Halberstadt die Grafschafft Aschersleben, ohnerachtet dervom Kayser Ludovico vorhergegangenen belehnung, entzogen,worüber er viel verdrüßlichkeit gehabt, aber doch wenig ausrich-ten können. Es hatte dieser Bernhardus ;. söhne, Bernhar-dum, Henricum und Ottonem III. davon der erste ohne leibes-erben starb; die andern zeugten zwar kinder, als Henricus Ru-dolphum, Bischoff zu Halberstadt, und Bernhardum V. OttoIII. aber Bernhardum VI. und Ottonem IV. Doch diese allestürben ohne männliche erben, daher die nachfolge auf die alteZerbstifche und Cöthenische linie fiel, welche von Siegfried, demandern söhn Henrici dch feisten, und bruder des Bernhardt ih-ren Ursprung hat. Dieser Siegfried bekam in der vätterlichenerbschafft Zerbst, Dessau und Cöthen, und succedirte demsel-ben Albertus der ältere, welchem sein söhn Albertus II. oder derjüngere folgte, der fich nach absterben Waldemari einige Hoff-nung zu der Brandenburgifchen Chur machte, aber vergeb-lich , weil der Kayser Ludovicus IV. seinen söhn damit belehne-1e. Sein söhn Johannes hinterließ söhne, davon Albertusund Sigismundus sonderlich zu mercken sind ; sintemal Alber-tus cinm söhn Adolphum hinterlassen, von dem wiederum z.söhne entsprossen, nemlich Wilhelmus, Magnus und Adol-phus II. die alle drey den geistlichen stand erwehlet; der letztereaber, Adolphus H. ist Bischoff zu Merseburg worden. Da nunmit diesen dreyen diese linie ausgegangen, kam die succeßionauf die posterität Sigismundi, welcher, wie gedacht, derandere söhn Johannis war. Sigismundo folgte sein jünge-rer söhn Georgius der altere, welcher nach Bernhardt Vl.tobe auch das Bernburgische antheil ererbte. Dieser Geor-gius hatte ;. söhne, Waldemarum, Ernestum, Georgiumll. Sigismundum III. und Rudolphum. Waldemarus hin-terließ zwar einen söhn, Wolfgangum, der die Lutherischelehre annahm, und selbige zu beschützen sich sehr bemühete,weil er aber ohne erben starb, gicng mit ihm diese linieaus. Die drey jungen brüder des Waldemari stürben auchohne erben, worunter aber Rudolphus zu den zeiten des Kay-sers Maximiliani I. sich durch trefliche kriegs-thaten sehr be-rühmt gemacht. Ernestus, der andere söhn Georgii des äl-tern, hatte das glück, das geschlecht fortzupflantzen, und hin-terließ Johannem, Georgium und Joachimum. Georgiushat durch seine gelehrsamkcit und frömmigkeit sich sehr be-rühmt gemacht, sintemal er selbst gepredigt und viele schriftenhinterlassen. Er starb nebst seinem bruder Joachim ohne ge-mahljn. Johannes aber hinterließ einen söhn, JoachimErnst, welcher das gantze Fürstenthum Anhalt zusammen hatte,und ein stamm-vatter aller heutigen Innen im Hause Anhaltwurde, weil sein älterer bruder Carolus, und der jüngere Bern-hardus ohne erben stürben; denn er hinterließ sieben lohne, de-ren zwey unvermählt mit tode abgiengen, die übrigen fünf aberfich folgender weise theilten. Der älteste, Johann George, wardurheder der Dessauischen linie; denn ob er zwar bey 20. jährnach seines vatters tode das gantze Fürstenthum aüeine regieret,so wurde doch hernach eine theilung mit seinen brüdern belie-bet , da er denn das Dessauische erwehlet, und seinen sitz an.1606. zu Dessau genommen; dessen söhn, Johann Casimir, hatdie Dessauische linie fortgesetzet, Massen er ein vatter JohannGeorgens II. und groß-vatter Leopoldi gewesen. Christianus I.der andere söhn Joachim Ernsts, hat die Bernburgische liniegestiftet, er hinterließ unterschiedene kinder, davon ChristianusII. und Fridericus das geschlechte fortgepflantzet haben, undzwar, so ward Christian! söhn, Victor Amadeus, das Haupt derBernburgischen linie, Friderici söhn aber Wilhelmus nahm fei-nen sitz zu Hatzgerode, bewilligte die einführung des rechts derersten geburt, daß im fall er ohne männliche erben sterben wür-de , sem antheil land dem ältesten söhn Victoris Amadei zufal-len sollte, welches auch an. 1709. geschehen. Der dritte söhnJoachlnu Ernestt,nahmens Augustus, ward stjfter der Plötzgau-ischen nunmehro Cothenischen linie, war ein vatter Emanuelisund groß-vatter Emanuel Lebrechts, der an. 1704. mit Hinter-lassung zweyer Printzen todes verfahren. Rudolphus, der vier-te söhn Joachimi Ernesti, ist Urheber der Zerbstischen linie wor-den. Er war ein vatter Johannis, dessen söhn Carolus Wil-helmus zu Zerbst an. 1670. zu regieren anfieng , und an. 171z.starb. Mit seiner gemahlin Sophia, Hertzogs Augusti zuSachsen-Halle tochter, hat er einen einzigen Printz, JohannAugustum, gezeuget, dessen erste gemahlin Friderica, HertzogsFriderici zu Sachsen-Gotha tochter, an. 1709. im Carls - badegestorben. Worauf er sich den 8 . octobr. an. 1715. zum zwey-ten mal mit Hedwig Friderica, einer tochter Hertzogs Ferdinan-di Friderici zu Würtemberg-Weltingen, vermählet hat. End-lich war Ludovicus unter den söhnen Joachim Ernsts der letzte,und bekam Cöthen zu seinem antheil, welches aber, nachdem seinsöhn, Wilhelmus Ludovicus, an. r66z. ohne erben verstorben,Fürst Lebrecht, und nach ihm sein bruder Jmmanuel zu Plötz-gau erbte, und die Cöthenische linie fortpffantzte. psne^r.

äs Lnb-rlt. Brotufs geneal. und chron. des Hau-ffs Anhalt, bist. krinL. stribali:. Imt>os X. ?. üb. IV.

srJ V' LQtiguir. Lomir-U. LaUenstst. L üscan. Leer»,

bist. stnuast. *

Aas geschlecht der Fürsten von Anhalt, theiletsich heut zu tag IN vier Haupt-linien, die Dessauische, Lern-

burgische, Röthemsche und Zerbstifche.siehe die besondere Nachrichten an ihrem ort.

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Von ein- ^

Anhäufen, ein Würtembergifches kloster an ^ ,,-Mliegt nicht weit von der stadt Heydenheim, und -iM.andern im Brentzthal gelegenen WürtembergiMss.,, ZBsHerborchtingen und Königsbrunn. Es wäre ehedUi^dictiner-ordens, und unter das AugspurgischeAnfangs wurde es an. 1125. oder wie Crusius vor shält, an. n;z. dem Bischoff St. Martino zu ehren,gras Mangold von Tübingen, und dessen soMV A Enachmaligem Bischoff zu Augfpurg, wie auchbert und Ulrich, in dem Ulmischen flecken Langenn»mit dessen pfarr und zehenden auch die Mere den Udaselbst beschencktt haben. Es ist aber einige zahr ? UrentzEmehrerer bequemlichkeit willen, von bannen in das ^versetzt worden. Papst Eugenius III. hat an. 1tzung gut geheissen. (a) Um die mitte des XII- s^ lhelche^,,-Papst Cölestinus diesem kloster einen sreyheits-brief, w EBruschio zu lesen, und dessen innhalt Crusius fernen

8 uev. einverleibet. (K) An. 145«. hat Graftemberg dasselbe nebst der stadt und Herrschasst nd E-

den zwey andern vorgedachten klöstern, Königsbrum ^borchtingen, auch einigen schlössern, worunter Hen^^,,yersen, von Pfaltzgraf Ludwig von Bayern vor 6000°.kauft. (L) Im ansang des XVI. steculi liesseAvt Rösters Elchingen, diß Anhäufen, neW

Abt des klosters Elchingen, diß Anhäufen,andern klöstern seines ordens, als Ursingen,durch gewisse hrezu abgeordnete Mönche reforr . ,

Luthers zeiten hatte es zwar, gleich andern Wurst« ^ xcsklöstern, auch eine Fürstliche land-schule, welche ^-es ^may 1584. nach Königsbrunn transferirt, und amdern vereiniget worden, (e) Crusius zehletausBrui/^Mhen Papstische Aebte von an. 12; 1. bis auf die(k) auf welche seither bis auf 1740. ein und zwanstd tzie Vhsche gesolget. Unter diesen sind Andreas Eub/ st. 35 ^mulsm Loncoräjss unterschrieben, v. Georg VUUV' ^Hailbrunner,v.Melchior Nicolai, undandreberEVlogi gewesen. Es sind übrigens noch 2. Schwad!'dieses nahmens, von welchen folgende artickul Vssj,'b-

amral. 8uev. ksir. II. üb. IX. csp. ic>. (b) stcsp. 6. (o) llsrsüpom. c->p. 24. (cl) I^w

IX. c:m. 14. (e"> tte», kart. III. üb. VI. csx.kclrt. II. Üb. IX. csx. iv.

* Anhäufen, ein reiches Benedictiner-kloster am

in Schwaben, zwischen Dünckelspühl und -OetrE^ych-von dem städtlem Wassertrudingen, an dem W ^gehöret zu dem Eystädter Bißthum, und ist M," yird Wet9; 8. von Ernst, einem Grafen von AltentruduE'Mivschwager, Baron Hartinan von Lodenburg ausworden. Die gelegenheit zu dieser stiftung wäre tKönig Otto (versteheden Kayser Otto I.)

Ernst wegen seinem ungehorsam seine lande.der Baron Hartman von Lodenburg, welcherso unter den Hof-Damen wäre, zur gemahlcn ymihn bäte, so gelangte endlich Ernst wieder Mschafft, doch mit dieser bedingung, daß er Wandre benachbarte flecken zu der capelle zu AnhE^ch

damit man daselbst ein Benedictiner-kloster

Und als nachgehends einmal Hartman selbst

in Meß geschlagen wuroe, uno ucy rauu»retiriren konnte, gedachte er auf seinem tod-bew § arssi.,ch^that, und vermachte selbigem kloster seinen rew M üMeher dann in der Marien-kirch begraben wuro ^ AM ,,lireiner von seinen nachkommen, BischoffBaron von Lodenburg, erfahren , machte er es>^^ verVMthat noch mehr dazu. Dann als er an. 1 2-v ' ^ord»^jk Eer nicht nur seinen rechten arm dahin, forste»' ^,^gen. „»rr''baß man den Mönchen daselbst alle jähr r>ueubesten Francken-wein anschaffen muste. LWbff'^EProbste in diesem kloster, darnach wurden v Ddssalle vom Adel,deren Verzeichnis bey CrusioL^ssprMe« Awäre ehemals unter dem schütz der stssdten T>u>^ zssb^ss^.

asidesb .

lingen und Gemünd: in dem krieg aber/ ^

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uu-g^wrdens, s/hbchwabisches k/öster/em, an beruftstt, chei/g Edelleuthm an.

erst „gDrt worden. Se/de,ch sie emrgm Mdtm aM^F

genden^,L^ stadt-kri^^ Zwekfeit Emsins, ob ssstgchendjf 5^err schreibes^Ä^ er unter an. 1448«na/ den auW.M^en seye. Es wurde-bL «a-

1, "ov.m'Jbrsschendaurenangezündet.

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sÄAbU Und nach^.Aacob/ Graf zu ) war aus de/nA^

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