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Erster Theil. A - Be.
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prächtige palläste verbrannt, und bey 10000. einwohner nie-dergemctzelt, oder ersäuffet. Die Conföderirten brachten siehierauf wieder empor, bis sie ihnen der Printz von Parma nacheiner jährlichen belagerung, wobey er die zufuhr der stadt zuhemmen ungläudliche muhe anwenden muste, den 17. aug. an.

wieder abgenommen. Die Franzosen hatten sie in demSpanischen succeßions-kriege besetzt, musten sie aber an. 1706.verlassen, worauf sie durch den Utrechtischen frieden dem Kay-ser zu theil worden. Die Bischoffe dieser stadt Franciscus Son-nius, und Johannes Miräus haben, jener an. 1576. dieser an.1610. ihre Geistlichen zusammen beruffen, und conlkitutione«tvnoclslLs publictret. Allhier ist auch an. 171?. der bekannteBarriere-tractat zwischen Kayser Carolo VI. und den General-Staaten der vereinigten Niederlanden geschlossen worden, ö--ea«. L in oiig. üntvverp. Lelg.

Op-rreei'. inebo-

rogr. Olve«,. äc. *

* Antwerpen , Burggrasschafft. Ehemals war ein jewei-liger Herr der stadt Diest in Brabant laut alter gerechtigkeitauch Burggraf zu Antwerpen oder Antorff. Von den Frey-herren von Diest gelangte diese Burggrasschafft samt Diest andie Grafen und Hertzogen von Jülich, und von diesen kraffteines tausches gegen der Grafschafft Heinsberg, an die Grafenvon Nassau und Fürsten von Oranien. Endlich ist sie an. 17; 2.in der Heilung der Oranischen verlassenschafft Königs Wilhel-mi III. in Engelland dem Fürsten von Nassau-Dietz und Ora-nien , Erb-Statthaltern in Frießland, rc. zugefallen. Heu-tiges tags bestehet sie nur noch in etlichen geringen gefallen, alsodaß mehr ehr als nutzen davon zu gemessen ist.

Lslg.

* Antwerpen , (Gerard von) ein Lleneus, gebürtig vonAntwerpen, lebte um das jähr 1270. hielt sich in Franckreichauf, und dedicirte Papst Gregorto X. Liblls tsbnlsts, so er,wie er in der vorrede berichtet, auf begehren eines Französi-schen Bischoffs, Guido lle lurre (1aTour) genannt, ver-fertiget hatte. Das alte manuscript dieses buchs ward nachdem zeugnis Valerii Andreä zu seiner zeit in der bibliotheckder St. Johannis - kirchen zu Utrecht bewahret.

hibliotb. Lelg.

* Anvari, oder Anvert, einer der vortreffichsten Persi-schen tichtern, wäre aus dem unter die stadt Abiurd in Chora-san gehörigen dorfBedeneh gebürtig. Es solle dieses dorf viergrosse männer hervor gebracht haben, Anvari aber unter ihnenden vorzug haben , dahero er auch wegen der ausbündigkeit sei-ner getichten b'oltbsn sl Lborslsn, d. i. der Bönig von Lho-rasan, geheißen wird. Es hatte dieser Poet seine ersten llucllsin dem in der stadt Thous befindlichen Lollsgio, Mansuriah ge-nannt , als ein armer schüler gemachet. Er solle dazumalenNavert, d. i. ein armer, der nichts hat und nichts brin-get , geheißen, auf begehren seines lehrmeisters aber, diesenfeinen nahmen durch die Versetzung eines einigen buchstabens,in Anveri, d. i. durchleuchtig und glanyend, veränderthaben. Der anlas, aus welchem Anvari sich auf die ticht-kunstgelegt, ist wegen/einer seltenheit merckwürdig. Als er auf ei-ne zeit an der thüre des Lollsgü fasse, und das gefolg, welchesden Selgiucidischen Sultan Sangiar auf seiner reise naher Ra-dekan begleitete, vorbey ziehen sahe, bemerckete er dabey in-sonderheit einen sehr kostbar bekleideten mann , und vernähmezugleich, daß dieser einer von des Sultans Poeten wäre. Erschloße hieraus, daß die ticht-kunst an dem Hof dieses Königsmüsse hoch geachtet und wohl belohnet werden, und er vielleichtsein glück dadurch auch machen könnte. Diese betrachtungsolle so kräfftig bey ihme gewurcket haben, daß er noch inselbiger nacht ein geticht zu ehren des Sangiar aufsetzte, undsolches den tag hernach diesem Monarchen Übergabe. DerSultan, welcher ein kenner guter verfen wäre, fände das ge-ticht bündig, und merckete, daß es die frucht eines ungemei-nen geistes wäre; er fragte also diesen neuen Poeten, ob er ge-sinnet wäre dem Hof zu folgen, oder ob er nur ein geschenck er-warte. Anvari gab in einer auf der stelle in verfen abgefaßtenantwort zu verstehen, daß er es für sein höchstes glück schätzenwurde , in die drenste eines so grossen Fürsten zu treten.Von selbiger stunde muste er bey dem Sultan verbleiben, undverwechselte also Anvari die schul mit dem Hof. Übrigens wä-re Anvari auch ein geübter stern - kundiger, und hat er überdiese wissenschafft verschiedene fchriften verfertiget. Es ist abermerckwürdig, daß er eben durch die Mronomism derjenigenehren und ruhms, den er sich durch seine verse erworben hatte,wiederum verlustig worden. Dann es geschahe, daß in dem581. jähr der Hegira, oder 1185. nach Christi geburt, welchesdas zehende jähr der regierung des Selgiucidischen SultansTogrul ben Arslan wqre, alle sieben Planeten durch eine beydenen stern-kündigern sogenannte grosse zusainmenkunft, in demdritten grad des Zeichens der Waage sich befanden. Die llsbu-tT LipdonlinT setzen diese grosse zusammenkunft der Planeten indas 582. jähr der Hegira, welches mit dem 4946. jähr der Ju-den , und dem 1186. nach Christi geburtÜbereinkommet. Diedamals lebende Mrononü, unter welchen sich auch Anvari be-

, verkündigten zum voraus, daß in selbigem jähr sichso entsetzliche stürm - winde erheben wurden, daß dadurchaus den wurtzeln gerissen, die vestesten ge-und die berge sechsten erschüttert werden.Dies« Weissagung, weiche auf den tag dieser zusammenkunft

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in dem Herbstmonat, dem vorgeben nach, sollte erfülletvcrursachete, daß viele sich unterirdische hölen zuberem zsssich auf den bestimmten tag dahin in sicherheit zu bE ^ sichlein diese forcht wäre so eitel als die Weissagungen, am ngründete. Es blieben so gar die lampen, welche mannen Moscheen angezündet hatte, unverloschen, umser theil der fruchten blieben bis in das folgende E " § ,v»Vsehen in den scheuren, weilen man sie wegen mangelsdes nicht säubern konnte. Die feinde unsers PaenM ^ vorgelten nicht sich dieser gelegenheit zu bedienen ,, )»>' Df z»aller weit lächerlich zu machen, und seinen credllschwächen. Der Sultan selbst rückte ihme dM« . ,iMfehler mit denen empfindlichsten Worten vor.ihme nichts anders zu antworten als dieses: Diemenkünsten der Planeten geschehen niemals ohne amliche wurckung, und seye die würckung dieser zujanss hM.gewesen, daß in diesem jähr gar kein wind gevM', EFerid Kateb, einer der grösten beneidern deschete bey diesem anlas Persische verse, deren inyauhätte zwar Anvari der Welt durch grosse sturm-wrmevorstehenden Untergang angedrohet, doch aber hao^MWeissagung kein wind sich mercken lassen. Dieses w / ^setzte er endlich hinzu, daß du allein, ü GDtt,der Anvari, denen winden zu gebieten ham.man dann mit gründ sagen mag, daß die Mronow-> ^ Mmalen in ansehung der winden betrogen hatten , Mwiß, daß in eben demselben jähr sich eine größere V-k- b

als alle winde jemals hätten erregen können, erzrw>-' ^ gMAfiele nemlich Gingiskan in die disseits dem siuß Os"ne Asiatische provintzien ein, und verheerete diejem ^ lv.eher wüth, daß das andencken davon nicht ehems-^c.s'der weit selbsten vergehen wird. Da nun AuvM-Mevorrückungen des Sultans, noch das höllischefeinden, länger ertragen konnte, verliesse er on ^ rSelgiucidische residentz- stadt Meru, und begäbe^ ir«Königliche Haupt - stadt Balkhe in Chorasan. Alle«'allda nicht viel vergnügter als zu Meru. Das m> ss' schEer solches niemals beleidiget hatte, zöge mit enlfttzUw b>Worten wider ihne los, und rückete ihm sowol >em) ^heit, als auch die falschheit seiner Weissagungen vor -ihne auch gar aus der stadt vertrieben haben, w»"^^

din, der Ober - Richter dieser stadt, ihne nicht m > ^genommen hätte. Dazumalen verfertigte Anvarim welchem er auf das feyrlichste versprach, si«) Ader in Astrologie, noch in Weissagungen zu mtM«' xendlich in besagter stadt Balkhe in dem 597«oder in dem jähr 1200. nach Christi geburt. AM» veck^jden ersten gehalten, der bie Persische Poesie gesäuve Wilv,und von allzufreyen ausdruckungen gereiniget ssMlegt ihme in diesem stück vieles lob zu, obwolen er ze,u „„sehr zuwider wäre. Diese zween Poeten waren.zweyen einander entgegen gesetzten parteyenAnvari fände sich in dem lager des Sultans Sang'ss^m U jaAtsiz den nachmaligen K'huarezmischen Sultan M nHezar-Esbon belagerte, Raschidi aber hatte st») ^ ^ sie

diese vestung begeben. Während dieser belagerndiese zween Poeten auch eine art krieg miteinanoe.ihre verse an pfeile anbunden, und einander WA MKhuarezmische Sultan Togusche oder Tagasch- t)» ^Mezvund den Zehir allen andern Persischen Poeten

bidliotk. Orient. , -, Wesels

Anubts, einer von den Egyptischen abgorrer ^ tzav p.einem hunds-kopfe vorgestellet, und hielt.Mrurn, in der andern aber einen mercuriallscyen' der o.j^cEinige geben den Anubis vor des Osiris ssh» Ä probe^^Asvatter allezeit im kriege gesolget, und stattUMtapftrkeit abgeleget; daher er von den EgYptA ^ ewL ,„ietode unter die götter gerechnet worden, und mliebhaber der Hunde gewesen, habe er selbrge > t ^ inu.^sahnen mahlen lassen ; dahero es gekommen ,

köpft von dergleichen thieren vorgestellt werde. ^ yaso den abgöttern der überwundenen volcker auw^^. as^^c,setzten gewisse Priester ein, zu dienste dieses elvKayser selbst , insonderheit Caligula, hieltebare ehre, in dem Habite desselben herfur zu. ^

Commodus ließ diesen götzen durch die strE f^ NÄn>!^pränge herum führen. Mundus, ein vornehme ^ m rbrauchte den nahmen dieses abgottes zu ^^tbra»"!tlgen begierde, wodurch er in Pauunam en^.^^ »

bestach die Pnester der göttin Jsis, daß Üe . sie Ä

ten, Anubis wollte sie persönlich besuchen' 'veM^cFvor eine nicht geringe ehre an , »nd wartere ^ ve Mcammer, worinnen die Götzen-PneM ^ «ber ° ,h >-'hatten, welcher also seinen zweck errcichte- ^ cceutz'^D Kssauskam, ließ Tiberius die Priester dertempel abbrechen, und ihre bild- faule s wm die Tiber werffen. Pd. I- bwnb- d ol. ^

ils Is. L 06 r. in äi^l- ,

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Ovral. lib. IX. mer. üb. XVlls

Odt. lib. III. prXp. Lvang. lib- ^ . ..

legst. lib. IV. äe bell. civ- A 4. a- § >

lib. II. e. 4. lle

cke imsL- äsvr. Sce.