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Erster Theil. A - Be.
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als Mntimir, Spanien, da Clemens XI. ihneden I?. map1706. zum Cardinal ernennete. Er erhielte hernach den titul8.2-tMolomLi inliMs, verliesse aber denselben wiederum,und nähme den von St. Cäcilia an. In dem april 171;. warder zum krot-Nors der Cron Spanien ernennet, und ihme zu-gleich eine pension von 2000. thalern auf das Ertz-BißthumLima in Peru angewiesen. Den 17. julii 1714. erhielt er zuRom den beseht von dem Spanischen Konig Philippo V. sichgen Parma zu begeben, und allda die feyerliche Werbung umElisabetham Farnese, Printzeßin von Parma, für den Königzu verrichten. Den 16. tag des folgenden monats septembr.wohnete er der trauungs-ceremonie bey, und begleitete her-nach die hohe braut bis naher Genua. In dem julio 1716.trüge ihme der König in Spanien die besorgung der Spani-schen angelegenheiten an dem Römischen Hof auf, und ernen-nete ihne zugleich zu dem Bißthum von Cordua. Den 26.junii 1724. ward er in die classe der Cardinal-Priestern verse-het , und erwehlte sich das Bißthum von Sabina. Er starbezu Rom in dem Spanischen pallast den 19. jenner 1725. an ei-nem aufgestiegenen podagram, seines alters 59. jähr, 2. mo-nat und 2;. tag, und ward in der kloster-kirche St. Caciltäin Irsüevers, allwo er sich bey lebzeiten eine gruft hatte be-reiten lassen, begraben. äs ksris.

* Aguaviva, (Anna ä'Aragon) hatte sowol väterlicher alsmütterlicher seits vornehme eitern, die aber, weil sie sich gegenPie Franzosen allzu geneigt erwiesen, von denen Spaniern ausdem Königreich Neapolis waren vertrieben wordm. Ihr vat-ter war Johannes Franciscus, Hertzog von Atri, und ihre mut-ier Susann«, oder Camilla Caraccioli, Fürstin von Melphi.In ihrer jugend befand sie sich unter der Catharina von Me-dices Hof-frauenzimmer, und satztc sich bey derselben durch ih-ren lustigen und muntern geist in grosse gnade. Ungeachtetman aber schon damalen ihrer keuschheit nicht viel zutrauete,so verliebte sich nichts destoweniger ein alter HugenottischerEdelmann,nahmens ä'Ussac, der Gouverneur von la Reole war,so starck in sie, daß er, ob sie gleich seiner spottete, dennoch ihrzu gefallen die Religion änderte, und seine vestung an die Ca-tholicken übergab. Sie verheurathete sich hernach an FrantzLudwig äl Giaceti, (Adiacet, Ajacett) einen FlorentinischenEdelmann, welcher durch Pachtung derer Königlichen einkünf-te, und durch das ansehen, darinnen er bey der Königin Sa-charin« stund, grossen reichthum erworben, und davon prächti-ge gebäude aufgeführet, die stelle eines kremier-iVlsicre ä'lio-tel erkauft, und an. i;78. die Grafschafft Chateauvillain vor400000. pfund an sich gebracht hat. Seine gemahlin retteteihm einst, als er eines Meuchelmords wegen sterben sollte,Lurch ihren vorspruch bey der Königin das leben, und als ersolches an. 1^9;. durch einen Ossicier von der besatzung zu Cha-teauvillain eingebüßet, begab sie sich nach Langres, wollte sichauch, ob sie gleich viel geld erbte, nicht wieder verheurathen.Einige schrieben dieses ihrem verstände und lügend zu, undversichern, daß sie nicht, allein viel Witz und klugheit, sondernauch eine grosse keuschheit besessen, und ihren Wittwen - standmit sorgfältiger erziehung ihrer kinder zugebracht habe; ande-re hingegen ziehen solches in zweifel, und gründen sich theilsauf ihre schlechte erziehung unter Hof-frauenzimmer; theils aufdie üble aufführung in ihrer jugend, und auf die Üppigkeit,die in ihres Mannes Hause im schwang gieng. Sie gebahrihrem gemahl einen söhn Scipio äl Giaceti ä'Aguaviva, ä'A-ragon , Grafen von Chateauvillain, der den titul eines Hertzogsvon Atri und Melphi geführet, mit Genevieva Dony, einertochter Octaviani, Herrn von Attichy und Valence, einen söhn,welcher Graf von Chateauvillain geheißen, und an. 164;. imkriege geblieben ist, ingleichen r. töchter, so den geistlichenstand erwehlt, gezeuget, nach seiner frauen tod in den geistli-chen stand getreten, Abt von St. Arnulph zu Metz worden,auch, wann er nicht an. 1648. gestorben, den Cardmals - Huterlanget haben wurde. Dieses Scipionis schwester Angelicaäi Giacetl, so an. 1676. gestorben, ward an Claudium ä'An-alure Baron von Bourlaunont verheurathet, und solle dieserden titul als Hertzoge von Atri geführet haben.

tom. II. liv. IV. komm. illullr. etmnF. tom. II. L/.

Ösme8 galantes tom. I. xour l'Iuttoirs äs krause

tom. I. /a so«W»s» äe 7.

* Aguaviva, (Horatius) ein sohnJohannisHieronymi,

des Hertzogs von AM, und Margarethä Pia, hatte die beydenCardinäle, Julium und Octavium zu brudern. Er folgte an-fangs dem kriege, und wohnte dem, mit denen Türcken in dergegend Curzolari gehaltenen see-treffen bey, begab sich aber her-nach , als er darinnen aus augenscheinlicher gefahr der gefan-genschafft errettet worden, zu Florentz an. 1576. in den Cister-cienser-orden, und legte sich insonderheit auf die Theologie. Au.1592. brachte es sein bruder, der Cardinal Octavius, bey Ele-mente VIII. so weit, daß er ihn zunr Bischofs von Cajazzo er-uennete, worzu ihn der Ertz-Bischoff von Neapoli den 19.M einweyhete. Er hat seiner kirche 2;. jähr lang sehr rühm-M vorgestanden, soll aber dabey gegen die Clerisey zu vielMarse gebrauchet haben. Er starb an. 1617. in seinem 65.AUr er.unterwegens, als er von Neapoli nach sei-

nem BWhum zurück reuten wollte, vom Pferde gestürtzet. Ltz.-e/Är, Itiil. Lcr.wm. VI. x. 4;;. ^ ^

* Aguaviva, (Jacvbus Antonius) ein söhn Belisarii, Her-

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tzogs von Nardo, war in Humanioribus und der dhN^zl,wohl erfahren. Leo X. machte ihn den 2?. ftbr-zum Bischoff zu Nardo. Er stiftete darauf daselbst oen ^8. lVlaris; ak Ln§slo nunciat-L , und bauete vor eem r jB»ne prächtige kirche, welche heutiges tages die Carmemhaben. Er hat solchem Bißthum 10. jähr vorgestanvesich sehr verdient darum gemacht, indem er deiM^KEandern jährlich ein gewisses zur erneuerung der Cattz^ ^,1«'»vermachet. Als er aber darauf zur ehe schreiten wou^,,i;K'er zu ausgang des 15,1. jahrs ab. Er starb den zi-dee-zu Neapolis. r/Z-e/?«,, Iral. 8. tom. I. x>. io;2. HAffils

*Aguaviva, (Thomas ä'Aragon) war ansb^Pi'^derer Hertzoge von Nardo, wehlte aber den gelst^Ach Uund trat in den Dominicaner-orden, bekam ein an"' .„fUandern, lehrte auch bereits die Theologie, als er e» ^ M14. may an. 1668. Bischoff zu Bitonto wurde. ^eifrig über der freyheit der Geistlichkeit, und that btonto deswegen in bann, als sie von selbiger die n»" ^ Min steuren und gaben verlangte. Gegen die armen ^ Efreygebig, predigte oft, stellte auch einen 8ynoäum^kEweyhte die, unter seinem vorfahren, Crescentio, ^ 1 >

St. Crucifixi ein. Zn seiner zeit ward auch vor M 'fegfeuer die kirche St. Mariä, insgemein -

aufgerichtet. Er starb den 2;. aug. an. 1672. M njähre, ktzi-e//. iml. läsr. tom. VII. p. 692. sg. - -y» M -7

* Aguaviva, (Octavius) ein söhn Tosiä, HerWve

gebohren den 2z. Herbstmonat des jahrs 1609. ^

mertzen 1652. von dem Papst Jnnocentio X. zuMJ- A W.nannt, da er damals Gubernator zu Viterbo ware-.^x,

zu Rom den 20. septembr. 1674. seines alters 6?- ^liegt in der kirchen St. Cäciliä begraben, JA

* Zlguaviva, (Rudolphus) ein Jesuit, wäre M xHieronymi Aguaviva, Hertzogs von Atri, uno n^

dii Aguaviva des Generals über den Jesüiter-oroem ^,,ch aseiner jugend den geistlichen stand an, unternE'- . 5 ^reise nach Indien, allwo er sehr grossen nutzen mAchvE ^gäbe sich auch in des grossen Mogols Reich , nk H so ^alldortige^Kayser Akebar NMünarlos verlanget

in dem OollsZio feines ordens zu vertreten, M*

nachdeme er samt vier andern Jesuiten denls-v^jahrs i;8z. mit pfeilen durchschossen worden' ^

seines alters verstürbe. claios Varoi

e-e , Kilt. 8ooiet. . CölbMtlt

Aquelunda, ein grosser see im östlichen theil be^EiCongo und Angola in Africa, 600. weilen.vom jM'meer, in welchen sich aus selbigem see viel stroimJ Mchäv

* Aquensis, (Matthias) von feiner vatter-st^, E §0dirte zu Cöln , promovirre daselbst in kigentlstv

de darauf krolsssor ssstsoloLiLL am Oimnssio i ygev jeh«schrieb, als Churftirst Hermann von Cöln Bucem st Mterüste, und mit einer Reformation umgieng, jnc>0'

re, und vertheidigte die Catholische^ p Ufv'

* Aquensis, (Tilmannus) ein Carmeliter , ^ Loiv^seines ordens , Wie auch krokellor Ideolog^ >v xioS-rirte ums jähr 1Z70. und schrieb: Lommem» ^esxelium NsttliXi; In kombsräi lententiss ; ^

6omnrent3r. in Liblia; (^nMiones . orä-

NS8. 8. äs script. ecol. äs tot? ,,

lit. 8. ,«üinE^

Aqui, oder Aquita, ein stadt und provM 0demselben theil, welches Niphon genennet wn^^ ^feiten von Chancuque gegen der meer-engeAqui, von den Alten ^ üsllar-e , oder ^dre Haupt-stadt in dem Italiänischen EArat, As'Ä

finß Bormida, in dem Hertzogthum Mowfte E

Bißthum, nach Mayland gehörig. Sie hat Appell "Anmes bad, welches die Römer mit marmor f

zur bequemlichkeit der badenden auszieren lapen stgdl ^ Esept. werden diese bäder noch häuffig heE'durch die letzter» kriege fast gantz rumwetS- 5 . Är-aLs, üb. V. p^/arei^.Iib-lV. V. >0

Itsl Aeäiol. . ...-sten

- ' eine stadt in Neapolis, im lens^ s jst, ds-^^

ernem Blschoffthum unter Chieti gehörig- ^ gebaut BÄssnen sage nach, von dem Kaystr Wericolss vgrossert worden, wiewol andere solches K °' Agel> d^ficsf^polts zuschreiben. Sie liegt aufemem a M Z.dem flusse Pescara, und hat ihr aufnehmen von >der stadte Amiterno und Forcono bekommen ^rleg^.sisitch.,^lern auch Alexander IV. das Bißthum hlch ^ ^utz rii st sc> ^170;. wurde diese stadt durch ein erdbeben ineE^.dem viel Häuser versuncken, und rn sie > ^ vlN-ums leben gekommen seyn. 6'-//»-^. uo.

äelsr. Itsl. EUVOP. k'aMa, k. IV- ApgNlev Al»AquilaFueute, eine Marggrassoham