Band 
Erster Theil. A - Be.
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provintzen unter sich brachte. Carolus bil. erhub Aquitanienan. 778. zu einem Königreich, als er aus Spanien zurück kam,und machte seinen jüngsten söhn Ludovicum, hernach kiusgenannt, zum ersten Konig darinnen. Schon zu diesen zeitenbefanden sich in Aquitanien mächtige Herren, welche wohl dasHern haben durften, den Königen den köpf zu bieten. Caro-lus Lslvus, nachdem sein söhn Carl, den er zum Könige überAquitanien gesetzt hatte, mit tode abgegangen, hub die König-liche würde in selbigem lande auf, und fitzte unterschiedene Her-zoge daselbst als Statthalter ein, welche diese länder zeit ihresebens, oder so lang es dem König gefiel, regierten. Als aberunter Carl dem Einfältigen alles bunt unter einander gieng,verwandelten sie diese länder in erbliche lehn-guther, worausdenn die Grafschafften Poitiers , Auvergne, Limoges, dasHertzogthum Guienne und andere entstanden. Einige zeit her-nach hatten die Engelländer selbiges gantze land innen. Hen-ricus III. König in Engelland ward zum Hertzog in Aquitanienund Pair in Franckreich von Ludovico IX. gemacht. EduardI. verlohr es hernach, bekam es aber wieder, als er sich initPhilippo pulckrn verglichen. Eduardus III. besaß dieses landvöllig, schlug auch den König Johannem, und nahm ihngefangen. Carolus VII. brachte es an. i4;o. und wiederunter sich, da er sich der Englischen innerlichen unruhen undkriegen wider Schottland hierinnen meisterlich zu bedienen wü-ste, auch die ohne deme verfremden herrfchafft müde gewor-dene städte durch bequeme leuthe zur freywilligen übergab sehrklüglich anlockte. Bourdeaux empörte sich zwar bald wieder,mnd rufte die Engelländer zu hülffe. Als aber diese ihrentapfern Generalen Talbot im treffen verlohren, wäre die übrigegegenwehr schlecht, und muste sich diese stadt an. 145;. wider anCarolum ergeben, von welcher zeit an, Engelland nimmer vestenfuß in Aquitanien hat setzen mögen; da vorher» diese provintz inhie zoo. jähr unter selbigem Königreich gestanden. LudovicusXI. übergab es seinem bruder Carln, und nachdem erohne leibs-erben verstorben, fiel es wieder an die Crone.

I. IV.?ü», lib. IV. 0. 17. ^teLDih. II.

liilk. cls Learn. notit. Vll. (llre/

in vir.Laioli lVl.^»»«/.

t«>. sä an. 769.

cbronig. äs lämoges. *

Aguula, siehe Aquapendente.

Ar, eine stadt in der Moabiter lande, war an dem fluß Ar-non gelegen, der sich nicht weit davon ins Todte meer ergieffet.Xrnn XXI.

* Ara, ein fluß in Catalonien, welcher aufden Pyrenäischengebürgen seinen Ursprung hat, und sich bey der stadt Äinzamit der Segre vereiniget.

* Ara, ein Chaldäer oder Syrer, schrieb ein buch unterm

titul äe 8carak>Xi8 wider die NaM8 und Bardaisanem oderBardesanem: commentirte auch über das buch, welches Pha-cur verfertiget. in catal. libr. Lbalä.

.* Ara, oder Hara, ist eine stadt in Assyrien, wohin diestamme, so jenseit dem Jordan waren, als Rüben, Gad,undder halbe theil des stammens Manasse, von den Königen Phulund Thiglath Pilezar, zur strafder gottlosigkeit und der abgöt-lerey dieses volcks in dem jähr der weit ^264. 740. jähr vorChristi geburt, in die Zefangenschafft geführet wurden. St.Hieronymus haltet dafür, diese stadt seye eben diejenige, so indem ersten capitul des buchs Hiob Rages genannt wird.I. V. 26.

* Ara, ( Capo ä') Lr-e Laxut, vorhin Xeptuninm kromon-torium, ist das äusserste vorgebürg gegen mittag, in dem glück-lichen Arabien. Solches machet samt dem gestad der land-schafft Ajan in Africa, die berühmte meer-enge des Rothenmeers, so man die meer-enge von Babelmandel oder Meccanennnet.

* Araba, ist eine kleine stadt in Persien in dem Sitzistanoder Siglstan, zwischen der stadt dieses nahmens und der stadtCandahar gelegen. Wahrscheinlich ist, daß Araba die al-te stadt Ariaspe, die Haupt-stadt in Drangiana seye; worinnenauch alle Oeograxbi übereinstimmen; dennoch giebt es deren ,welche Ariaspe bey Gobiam, einer stadt gleicher provintz , derstadt Sitzistan gegen mittag setzen,

* Araba, ist eine von den Äntillischen insuln in America;sie liegt 8. meilen von Curassau, hat sonderlich viel ziegen, undist denen Holländern zuständig. k/»rE/ä/-Lencs«.

Arabella, siehe Arbelle.

* Arabet, oder Orbotec, eine nahe bey dem ?slu8 RXotK,in der Crimmischen Tartarey gelegene stadt. Sie ist ohnge-fehr drey meilen von Kirky entfernet, und mit zweyen stammschlössern bevestiget. Der Tartar Cham hält allda eine stutereyvon ohngefehr siebenzig taufend Pferden.

* Arabi, Kollo äe Zli Zrsbi, oder der Araber meer-busen,vorher» Glsis oder Zygis genannt, ist ein kleiner meer-busen inAm Barbarischen meer, zwischen der grentzen des Königreichs-?arca und Egypten. Er hat seinen nahmen von 1 a Torrs äsl-n ^ - so an seinem gestade ist, her.

7.. (la Torrs äeUi) ist ein thum UNd dvkf tN Egy-

^lernen meer-busen, so man il Kollo äelli firabides Königreichs Barca gelegen. Beydem thuen äslli befindet sich auch ein kleiner Hafen, an

ara

welchem vor zeiten die kleine städtlein Chimo undgestanden. ^

* Arabi , ( Mohieddin MohammedbenAlibm

war aus Spanien gebürtig, und wurde mit den ° ^Hathemi und Thau, um dadurch seinen stammen un^iil. Awaraus er entsprossen, unterscheiden zu können , Unaovi setzet ihn unter die anzahl der Obersten der P" ^0. iAKönigen, von welchen einer dem andern bis m 0»der Hegira nachgefolget. Er ist der smkorwercken, unter andern auch eines buchs von der i"^ca, welches er in dem 627. jähr der Heg. ^,geburt geschrieben; worinnen er sagt, es fiye Mmet , der ihm zu Damas erschienen, auferlegt wo-"bekannt zu machen. Er betitelte dieses buch Ä

die ringe, so die Richter und Gubernatorn "

den fingern tragen sollen. Es befindet sich ^ 0» »e

Französischen bibltotheck num. 62;. Er arbeitesatzungen und Unordnungen des lebens der MUM. M » ^Sofis-ordens; solches aber ist nichts anders alszug von des Kaschi werck , so dieser Wtbor W ° j,dem 615. jähr der Heg. geschrieben hatte. Och-in erst-gemeidter bibliotheck. Wir haben auch M

el-SsLäat, die glückliche Chemie, welches ern^;,^die glaubens-bekänntnis, dieeinigkeitGOlteschelm>^xye'einem andern buch, betitult Ll-Lbaäirb »1stach ^gen satzungen, oder diejenige, so dietreffen, welches Jerusalem und gantz Palastin« ^ der Äsnen andern tractat hat man von ihm, welcher»",. da'^,hasstigkeit eines solchen Lehrers nicht gemäßhat für seinen titul: Ollul »I LüraMd,, sst

d. i. : Von der heimlichen bedeutung der g ^wie auch der daraus entstehenden wemas^ „M,Lucfior starb in dem jähr 6;8. der Heg. ir-ll-ch/

Ai geburt. Amaßi eignet ihm auch noch andere. ^nemlich, Uerat ai Kasni, der heimliche IMU pMNecsm kä llllsri,; eine reise, so man umder gefangenen zu gelangen, gethan hat - V ^r der-jenigen, die GOtt durch die krasst und starrte ^gleichsam der freyheit beraubet. XrbLin lüstsom"zig satzungen, welche die klarsten und,

Man haltet ihn auch für den »urkorem emes Havivan 8sZtiir, und des M-lllokerst »1 coäiisr, ^Versammlungen, oder welche in dem gen?"halten werden. , bibl. Orient. E e

* Arabianus, ist ein Griechischer historicmsch'Al ÄÄfijsipitolinus, so ihn anführet, an einem andern

nennet, lebte unter Gordiano um das jähr ^

geburt.

, wurden gewisse ketzer genennet, d-eAbekd'' ^aufstunden, und lehrten, daß die fiele nut vch Daund mit denselben wieder würde aufgeweatmusten in dem 2. Loncilio in Arabien ihre > ^ M.ruffen. inlr-eret. c. 8;. Uv- yck.

lib. V. c. 2;. krsteol. Lc. »

Arabien ,,im Hebräischen Harab, Herck^, ^

den Morgenlandischen volckern Arablstan gesid" ^und weitläuftiges land in Asien, dessen langets,»^^an das kromontorium Loroäsmum oder - ach t»dem Rothen meer, und dem Golfo von OrE" M Emeilen erstrecket. Die breite von mitternam^Ml i M §Wischendem Persischen und Arabischen meer ^

mehr als ;oo. meilen. Arabien gleichet ' 5 ,

gegen morgen hat es den Persischen ^en Ä«, Äj,mittag das Arabische oder Indische mee^ S L,

Rothe oder Mechischemeer, gegen mittewEM

bec und den Euphrat. Man theilst es^nMw^M^ ^

sonst Barrab; in das wüste,

der Agar, in diesem lande niedergelassender von ihm herkommen,

Arabia kLTllLL, sonst das

steinigte

hasfiinen nahmen von der stadt Petra / ^ ^

felfin, darauf sie gebauet ist. D-efir A^ wE,je!'">mit dem Rothen meer und Egypten M^und OWe ^wüsten Arabien gegen morgen; mü Palaw ^ngeswarts, und gegen suden ist es durch em^^xdem glückseligen Arabien abgesondert, ^^nt,noch die stadte Bosira, anictzo Bufirech Z mee^

Moab und Tor auf der käste des ^ÄganesstelNss^e V

schnee-weissen alabaster, corallen und mag

nenhero vor zeiten die fihiff-fahrende ^ habey s^c ^

nägel bloß höltzerne in ihren schiffen gevrauA ^

hält dafür , daß durch denselben "t ^ w'Azug genommen , als sie sich "st^hr tEelEs ist dieses steinigte Arabien «n fiv ^ IAge!' ^fruchtbares land , rn welchem die rm ^ M ^lang zugebracht, und sind allda dw ? Den -berühmte berge Sinai und Höre? »