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mit Ludovico zu gelangen trachtete, begehrte er bey dem PapstAlexandro VI. die schcidung von seiner gemahlin, und erhielte dieselbige auch in der that. Also ward Beatrix von Ladislao VI.mit unverantwortlichem undanck belohnet. Englischer
* Aragonien, (Franciscus Toraldus von) Fürst von Mast
sa, und Neapolitanischer General; er war aus dem Fürstlichenhause von Sorrento, und hatte sich von jugend an in dem kriegeversucht, auch in solcher wissensthafft, sonderlich was die 5orci-üLLuoii anlangt, es sehr weit gebracht. In Catalonien defen-dirte er die stadt Tarragona mit sonderbarm rühm, war auchin verschiedenen actionen wider den Grafen von Harcourt glück-lich , ward aber nachgehends in einem treffen mit dem Marschall6s la Mothe gefangen. Nach erhaltener freyheit kehrte er insNeapolitanische zurück, und erwarb sich durch feine leuthseligkeitund aufrichtige lebens-art grosse liebe beym volcke. Als nun inder an. 1647. entstandenen empörung die aufrührer ihr Ober-haupt , Masaniello, verlohren, nöthigten sie diesen Franciscum,das Generalat über sich zu nehmen, welches er nicht füglich ab-schlagen konnte , auch nicht wollte, weil er solcher gestalt zur all-gemeinen beruhigung das meiste beyzutragen glaubte. Als er aberein und andre anstalten gegen die Königliche trouppen machte,verderbte er es mit der partey des Hofs, fetzte sich hingegen beydem volcke in verdacht, weil er denen Königlichen nicht so vielabbruch that, als er zu thun gelegenhett hatte. Endlich ent-deckten die in der stadt einen unterirdischen gang unter der maurbey dein kloster von St. Clara, und kamen dardurch hinter dieeigentliche anschlüge ihres Generals, welcher sich eben mit derflucht zu retten suchte. Dahero nahmen sie ihn in arrest, schlep-ten ihn unter allerhand beschimpfungen als einen verräther durchunterschiedene straffen, und verdammten ihn ohne weitere um-stände zum tod, liessen ihm auch kaum so viel zeit, daß er beich-ten konnte, woraufihm den 21. oct. obgedachten jahres an demorte, kierra äsl pslls genannt, das Haupt abgeschlagen ward.Seine, letzten Worte sollen gewesen seyn: daß er nicht als ein«belthater, sondern in dem dienste GOttes, seines Königs, undseines vatterlandes stürbe. mein. rom. X.
* Araharius, ein Quadischer Fürst und Heerführer derer
PrLnsiuZiesnen, Quaden und einiger (^armenischer völcker, wel-che letztem einen, nahmens Usafer, zum besondern Heerführerhatten, schloß im; ?8. jähre Christi mit Kayser Constantino frie-den , und unterwarf sich nach Zizais beyspiel dem Römischengehorsam, wobey die zugleich unter dem Usafer stehende Sar-matier der bisher erkannten Oberherrschafft des Araharii durchden Kayser wiederum entzogen, und vor Römische bunds-genosisen erkläret wurden. XVII. 12.
Arakil-vanc, ein dorfund kloster am fuß des gebürges Ara-rat, in Armenien, ist so viel gesagt, als das convent der Apostel.Die Armenier bezeugen grosse andacht an diesem ort, inmey-nung, daß Noah sich daselbst wohnhafft niedergelassen, undsein opfler nach der sünd-fluth verrichtet habe; sie geben auch für,daß man allda die gebeine des heiligen Andrea und Matthäi ge-funden. reise in Persien.
Aralius, siehe Analius.
Aram, ein söhn Sems, und brnder des Arphaxad, lebteUm das jähr der welk isgo. Man glaubt , daß von ihm dieAramäer oder Syrer herkommen. Er hatte 4. söhne, nemlichU;, welcher, nach einiger vorgeben, die gegend Trachonitis be-wohnet , und die stadt Damascus erbauet; Hul, welcher Ar-menien ; Gethur, der Bactrianen eingenommen, und Masoder Miseas, der über die Mezanier geherrschet. x.2;. ffo/ez-ö. lib. I. anr. 0. 6. in kll:äs§. litz. V. L VI.
Aram, ein söhn Esrons und vatter des Aminadab, wird mitunter die vorfahren Christi gerechnet. K«r/>.iv.
* Aram, dieser nähme wird einer landschafft beygelegt, undin der H. Schrift von mehr als einem Aram geredt; als: Aram-Naharaim, oder Syrien, mit zwey flüssen, d. i. Me-sopotamien ; Aram-Damas; Aram-Soba; Aram-Beth-Rahab; Aram-Maacha: weil die städte, Damas, Soba,Bethrahab und Maacha in Syrien lagen. 2. X. 6. s--
kkaleg. II. 6. In Lutheri Übersetzung I. II. 22. 2z.wird Aram als ein ort gesetzet, wenn es heißt: Jair hatte dreyund zwanzig städte im lande Gilead, und er kriegte aus den-selben Gesur und Aram, d. i. die Gesunter und Äramäer oderSyrer, die flecken eingenommen, welche dem Jair gehöreten,so, daß an diesem orte nicht der nähme einer stadt, sondern ei-nes volcks und geschlechts verstanden werde.
* Aram, ist nach einiger meynung eine stadt Syriens in Me-sopotamien , und deswegen berühmt, weilen sie das geburts-ortdes falschen Propheten Hileams ist, woher er auch von Balak,König der Moaditern, das volck GOttes zu verfluchen , ist be-ruffen worden. Allein Aram beschreibet in dem Mosaischentext die stadt, aus deren Bileam gebürtig wäre, nicht, sondernnur das land: Daher auch v. Luther dieses wort in seiner Über-setzung durch Syrien gegeben hat. Es scheinet auch aus Te«»,.Xxii. 5. als ob dieser falsche Prophet von Pethor, an demEuphrat gelegen, gebürtig gewesen wäre. Siehe uberdißXXIII. 4. XXIII. 7.
* Aramah, (Isaac) ein Rabbine, florirte ums jähr 1490.und schrieb ein buch über Ls. XXI. 2. Lbalus, oder LbarmliX'-ilLNL genennet, ungleichen einen Lommemsrium übern ken-Mtsucnum und in V. xsrva volumins unterm rittst: ülräatü
ara
stitlsbalc. L in bibl. Kabb. ^
2lramayona, eine Grafschafft in BiscaysiArament, (Gabriel) ein Edelmann aus GaM.von demKonigeHenrico II. als Abgesandter nach er -geschickt. Er brachte den Kaystr Solyman daym' ^ pichW,xdem Könige in Franckreich einen fchluß machte, eu . ,n>i V.wider den Römischen Kayser zu unternehmen ,Türckischen flotte gegen Italien zu gehen, damitstenkhum Piacenza dem Kayser wieder aus den v ^ M' „könnte; welchen anschlag auch der Papsthaben gefallen lassen. Er bemühete sich auf Edes Großmeisters von Maltha, die Türcken zudelagerung vonTripolizu bewegen, worinnenendzweck nicht erhalten konnte, ja er ist gar in den Ekommen, als wenn er zu eroberung dieses orte/ emtragen. Es hat ihm aber der Großmeister selbst E^Unschuld gegeben. bist. äs '
l'tlinb-istäch lib. II. Iscr. z. öa-7/e. ^ ^cl>ck'
* 2lramschah , ein söhn Jbek, welcher, ein fsav "
eddin, eines Sultan der Gauriden ober Guriden Ä'«s)folgte seinem vatter in dem Königreich Delli MEr wurde aber bald darauf wegen seiner unM ^es dA,Reichs beraubet. Hetnlisch, ein andrer freygelMMhab eddin, nähme die beherrschung des KönigreltY^yl,. v ^und machte sich endlich zum unbeschränckten Herr" ,^„ 11 »,stadt Dehelli oder Delli, wie man sie gemeimgim^,auch Gehan Abad, wurde für den Königlichen ^ilHaupt-stadt des Kayserthums, so der Mogol ^
nachdem die stadt Agra verlassen worden, bestiN"
, bibl. Orient. Ml-gelA,
Aran, Arantia, ist ein überaus fruchtbaresan dem Pyrenäischen gebürge, hart an den AchS" s.ar-tzen gelegen. Vieilla ist die haupt-siadt darinnendigem geburg entspringet die Garonne. Es gehE^jgdem König in Spanien, Massen der damalige ^aes ^e,sus in Aragonien solches von der Grafschafft Cv"' xc>schrentzet, als er seine baas, die Gräsin Beatrix vo> jg tan den Grafen von Bigorre vermählet hat. ^
Xouv. llslsr. äs Is krsnse, tom. IV. p. Z 57-
Aran, sind a.insuln in Jrrland an dem Golfs vobin der provintz Connaught. zs
* Arana, (Antonius) ein Spanischer Iesustem^ ll"gebohren, und Lsökor in verschiedenen LoUegi". j^i,Villafranca an. r 6 ; 6 . und hat vimm k. tinär. ,,M .ckirrskL LrbioxiT, in Spanischer spräche geschrien
Aranda, mit dem zunahmen äs Duero, e>»e^^kitch^üe:,und feine stadt in Alt- Castilien, an dem jetzt, d ^Ker> ^ 7 ?--gelegen, von dessen ergiessungen sie öfters grostess^, M Mund über welchen daselbst zwey schöne brücken geh^hat der Ertz-Bischoff von Toledo, Alphonsus Cm ^ gevincial, LonLilium daselbst gehalten. ^
lib. XXIII. c. 20 . Oo/MkA-ir, äs 1'Llp. p. r87- H>-Mreiev ^le*
Aranda, eine stadt und Marggrafschafft im A Korigonien, an den grentzen von Alt-Castilien Mgen, dem Haus Urrea zuständig. * . war
* Aranda, (Antonius cie) ein Spanien ^Mel' F
ein Franciscaner-Mönch, hernach Provinaal m g,
General seines ordens, hat lange zeit zu Jerusalemhsschaff^ I»von dem gelobten lande, wie solches an. ^,'soo/K jE ,Wesen, eine beschreibung heraus gegeben,
Virgsn Lenora, und äel Liigsr clel monts
chen XelMionem äs vilL krsnL. Ximsns?. » -fta
* Arandore, oder Arandaan , isteinbevch^^^rnsul Ceylan,in demKonigreich Candyssunfmen
gelegen. Er wurde von den Holländern auM pefleselbige der König von Candy überfallen, hat c ,i>
stert. ^/av>, viök. Oeogr. »on
* Araneo, (Clemens) ein Dominicane / EaY^MDalmatien gebürtig, lebte im XVI. Lculo. u prediS'pje E^In dem jähr 1547 . machte er zu Vened>g srm^ ^
den druck bekannt., Er schriebe auch erklaru^^st^ ^
6el Pauli an die Romer, in welchen er ^0
sätz der lehre Lutheri bestreitet. .-nsiü. 1 )°^-
Domin. 1K. cie §1i kuom.
äs Icript. Lc. XVI. Iesi-'Z
* Aranha, (Franciscus)einDorEren ohnweit Portalegre an. 1602 . lehrte emlosophleund Theologie, war metlichen^
starb um das jähr 167?. Man hat von rym^^^^VirZilium; 8eriem Hiüoricsm ltegnmcionem pro Islici liiccessu exerc-
schulte iAac>2,
* Aranha äs kMone, (Didacus) em ^^,4. zu tEst.
ordens aus Braga in Portugals; lrehe 7' ^
kriMLÜsi Oemmne opulculs , m kd'
und eben so vielen Orseionibus IN M ri <l
lüm, bestehend, auflegen, und fugte oem