Band 
Erster Theil. A - Be.
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und Crantorem. Er stiftete selbst eine Academie, die Mittleregenannt, und behauprete, daß man in keinem dinge eine rech-te gewißheit habe, das wahrhaffte von dem falschen zu unter-scheiden ; jedoch war? er in seinen lehren scharfsinnig und ein gu-ter Redner. Homerum liebte er sehr, und last alle morgenund abend ein stück daraus. Zum Hof-leben trug er gar keinbelieben, ohngeachtet er bey vielen grossen Fürsten in sonder-licher betrachtung war. Er war sehr freygebig, wie er danneinem armen mann, nahmens Ctesibius , oder nach Plutar-cho , Apelles von Chios, der seine noth an den tag zu gebenscheu trug, heimlich unter sein Haupt-küssen einen beutel volläoldes legte. Einem andern lehnest er aufsein ansprechen also-fort seinen gantzen vorrath an güldenen und silbernen gelas-sen zu einem gastmahl, wollte aber solchen hernach nicht wie-der zurück fordern. Auch wüste er sich der eifersucht und Miß-gunst gegen andere zu seiner zeit florirende kkiloloxkos wohlzu enthalten; welche lügend unter denen alten Herren kkilo-lopkls so wenig gemein wäre, als sie unter denen neuen ge-mein ist. Als er gefraget ward/ warum die meisten kkilolbpkivon ihrer stete zu den Epicurern übergiengen / hingegen aberdie Epicurer nicht leichtlich ihre stete verliessen ? antwortete er:Es könne ein vollständiger mann sich leichtlich zu einem ver-schnittenen machen / aber aus einem entmanneten könne nim-mermehr ein vollkommener mann werden; damit anzuzeigen/daß man bald von der Weisheit in Wollüste und laster verfallenkönne; hingegen eine fast unmögliche fache sey/ von den schnö-den Wollüsten zur lügend wieder umzukehren. Diogenes Laer-tius gedencket noch;. anderer dieses nahmens / davon der einecomödien, der andere elegien geschrieben/ der dritte aber ein bild-hauer gewesen. Als einer seiner schüler ihm die lehr-art einesKeriMetiLi priest/ nahm er ihn mit zu dem kkllolopko, undrecommendirte ihn auf das beste. Ein anderer unter seinen schü-lern hatte den Manches/ den Nachfolger seines argen feindes desZenon / mit einem verfe beleidiget/ den jagte Arcesilas aus sei-ner schule / und nahm ihn nicht eher wieder aus bis er Man-ch! alle satisfaction gegeben hatte. Da andere Philosophen al-les vor sich erfunden haben wolle»/ gab er dagegen vor/ daß eralles aus büchern genommen habe. Als ihn einer seiner feindecritisirte / daß durch Arcesilas lehre von der Ungewißheit dergründ aller moral über den Haussen gestoßen würde, vertheidigteihn Cleanthes, und sagte, ob er gleich mit den Worten alle pflich-ten der menschen aufhübe, setze er sie doch durch seine wercke be-ste. Und als Arcesilas sagte, daß er dergleichen schmeicheleyennicht verlange, fragte ihn Cleanthes, ob das geschmeichelt heisst,wenn er sage, er rede ein anders und thue ein anders. Indessenwar er doch der hurerey und knabenschändcrey im höchsten gradergeben gewesen, vielleicht weil man es zu denselben zeiten vorkeine schände oder fünde hielte. Der tod, sagte er, ist das einigeunter allen Übeln, das uns auch abwesend beunruhiget. Ertraf ihn im vierten jähr der LXXXIV. Ol Mp. im Wahnwitz, zudem er durch allzuvieles trincken gekommen war. Herodotuserwehrst auch einiger Könige dieses nahmens. lib.iv.

DroZ> juLreelll. 11b. II. äs benek. c.io.

Ilb. III. Inst. älv. L.leg. *

* Arcesilaus. Es ist diß der nähme von vier verschiedenenKönigen, so zu Cyrene in Lybien regieret haben. Der erste warein söhn Batti des stifters dieses Königreichs, welcher es dannnach einer vierzigjährigen regierung diesem seinem söhn Arce-silao hinterlassen hat, der es fechzehen jähr lang genösse, wieHerodotus 11b. IV. csp. i;y. berichtet. Arcesilaus II. folgestin der regierung auf Battum II. und hatte zu seinem nach-fahren Battum III. zugenannt lortunmum, deme sein söhnArcesilaus III. in der regierung folgest. Dieser aber ward ein-sten, da er artzney eingenommen hatte, und sich zu bethe haltenmusst, von seinem bruder Aliarcho darinn erwürget. Erixoaber das weib Arcesilai III. tödtete Aliarchum alsbald hernach,und bestiege alsdann den thron Battus IV. , Arcesilai III. hin-terlassener söhn, welcher aber an seinen füssen lahm war. Danun die Cyrenier unter seiner regierung einige Unfälle hatten,fragten sie das Omculum zu Delphos, wie sie sich in besserereinrichtung ihres standes verhalten sollten. Es ward ihnen ge-antwortet , sie sollten naher Mantinea senden, und von dar ei-ne tüchtige Person begehren, um nach derselben Machten alleseinzurichten. Man sandte ihnen von Mantinea hierauf einenunter seinen Mitbürgern sehr geachten mann, mit nahmen De-monax. Dieser beraubte nun, unter andern einrichtungen,den König der Priesterlichen wurde und des genusses der zudieser würde gehörigen einkünften und guthern, und theilestsolche dem volck zu. Diese Verfassung ward unter der regierungBatti IV. zwar beobachtet, Arcesilaus IV. aber, sein söhn undNachfolger, erklärte sich alsbald, daß er sich denen einrichtungendes Demonacis nicht unterwerffen, sondern kurtzum alle diejeni-gen Vorrechten und ehren, welche seine vorfahren genossen hat-ten, auch gemessen wollte. Hierüber entstünde ein so gefährlicherausstand des volcks , daß Arcesilaus gen Samos, seine mutieraber gen Salamis in Cypern zu fliehen sich gezwungen sahe.Lro lange Arcesilaus zu Samos wäre, trachtete er von allenEM her sich hülff zu wiedereinnehmung seines KönigreichsEnichastm, und verspräche solche leistende hülff mit einrau-MM? Ausser landen zu belohnen. Als er nun durch dieses5? armee zusammen gebracht hatte, segelte

xr naher Delphos, um allda das Oraculum zu befragen. Die

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erhaltene antwort wäre in ansehung des vergangenen EMMlieh, betreffend aber das zukünftige, so wäre es ein „Mches ratzel, welches Arcesilaus nicht ehender verstünde,'deme er schon darwider gehandelt hatte. Die gaM ^ Udes Or-isub lautete also: Apollo vergönnet/st M

schlechter lang zu Cyrene zu regieren, bis v- . Aund vrer Arcesilai werden Röntge gewesen Mse dir aber nicht zu sinne kommen, dieses anEschreiten, wann du einen osen vollerfen wirst, so hüte dich selbige zu verbrennen ? ^lasse sie in die freye luft gehen. Oder wann § Dosen angezündet hast, so gehe nicht m das 'Eumgredet, sanften wirft du und der stier? derartarbeitet, umkommen. Mit dieser dunckelnme Arcesilaus gen Cyrene, und nähme sein KErum ein. Er nähme sich aber alsbald vor, siA Ärächen, welche durch ihren aufstand ihne zurßuw^M«^hatten. Einige derselben verliessen ihr vatterstno'weise, und zogen in das elend; andere aber, dere>' ^worden, sandte er nach Cypern, in der absieht, da«? ^ sie > ^leben einbussen sollten; als aber das schiff, am wem)ren, an der insul Cnidus angeländet, erlosttenl^dieser insul die gefangenen, und brachten wThera. Noch andere aber hatten sich in aneneingeschlossen, welchen er samt denen dahin , he« ^den und verbrennen liesse. Dazumalen sienge ^stand des erhaltenen Or-muli einzusehen und >,Mi«durch den osen dieser thurn, durch die flaschen d>e Mstst Cyrenier, und durch das was den osen r>E.

Cyrene selbst habe verstanden werden, und er D- ij,

den sollen. Er flöhe hieraus zu Alazir, dem Eycher

ten, seinem schwäher, allein er wäre allda nicht

da ihn einige einwohner der stadt Barce und eu m W

ge von Cyrene auf öffentlichem marckt-platz anu

gen sie ihne, und also endigte sich mit ihme das ^ K0"A,i>-

mgreich welches er zuvor schon an CambylW?, sdite- ^

Persien, übergeben, und demselben zinsbar erklär

darus rühmet diesen Arcesilaum in seiner 4. um hisE ji«-

sagt, er habe in dem dritten jähr der

preis in denen Griechischen spielen gewonnen. ^

IV. L!ip. i;y. 160 -164.

Arch, siehe Arco.

)lrchadia, siehe Arcadia. . .

* Archäopolis, war zu Iustiniani zeiten die v

rer Lazier, und lag gegen die grentzen von Iser ^PE, bell. 6otk.IV. rz.fegg.

Archagatus , ein söhn Agathoclis, des Tv^ sichA,ken, war zwar tapfer, aber dabey unertraglM.soldaten zu Utica in Africa, wohin ihn ftw LM. -- Aßch Lder ihn empörten, und ihn endlich Olymp. 6^ü. öl. ;677. ü. 6. W7- erwürgest«, ohnerExließt'At g>rle muhe anwandte, ihn zu erretten. Er ymss^le«'gleiches nahmens, der seinen groß-vatter Agao ^ ^

hinrichtete. Kc«/. lib. X. . - avstWÄßchvArchagatus, ein IVlellieus, und soNdw ^Mloponnesus. Man sagt, daß er der erste Artzt ci-

Rom nieder gelassen, um das jähr«ncy M

Olymp. 6X6. 2. L.Ä1. ;76?.ü. 6. 2IY. gE

* Archaimbaud, (Benedictus) war zu LV^M , ^ Mn. jul. 164z. und studirte anfangs bey den I B

der ?. la Chaise dessen lehrmelster E E ^nachgehends, da er Konigl. Beicht-vatter wor^, »e Mse liebe zu ihm trug. Archaimbaud glenge pMiss U

ln die OonmeßLtionem Ormmn , legte sich hst^

auf die Philosophie, und zu Saumur am ^

26 . may 1668 . wurde er zum Priester gewcm an wV/hiedie Philosophie zu Toulon, und M Names, jhn e« ^lern ort er vier jähr verblieben. Man E' bis 1Riom in Auvergne, allwo er von nn» EMGottsgelehrtheit lehrete. Weil er der ^rthe-d § BLge, und solche auf öffentlichem tathedtt 0^ am ')j«zwey Barfusser-voÄorss von Pans seme fnmteten vor dem König, sie hielten die bekarin^nen in sich. Obwolen nun ArchalMbauo ^ ^

seinen sähen würcklich verworssen hat st, w Mhöret; sondern empfienge einen Komgn 0 verw>'das Haus von Montmorenci, nahe bey verb^ -e L-ch'n das lehren in dem gantzen Komg^^.^

Nachdem aber der Konig der fahäMst Mkworden, erhielte Archaimdaud stme ^

wie vorher zu lehren. Er wu^s Mwm d« Kda er sich bey dem Herrn von Vtiars, n>E schiltBischoffware, in gunst setzte. .An. ^8; kr-">

berühmten mißionen gebrauchet,.. MeMdie vlcLLss von Montpellier thun l ß'^beit auEx a«^zwange ihn nach einem monat, ch. zb'

zwischen begab er sich nach Lyon, da ^ Man drSa titw z stlauch den 25. äugst. 1688. gestorben ist. iE d mscLfolgende jähr daselbst ein werck vonlym^^ ges r z«rege IWorigus c!u Oroit Lünon > ..gxioM'

Is Leeret äs Orstisn, svsc äs» Mss