?i8
s r c
aufgesprungen, und nach Hause eilende unterwegs ausgeruffen:Ich hab es erfunden. Durch seine künstliche Maschinen soll er dieRömischen schiffe, die unter Marcello die stadt Syracusa aufder see-feite beschlossen hielten, in die luft aus dem Wasser erha-ben , und durch seine brenn-gläser die flotte in brand gebrachthaben, welches letztere jedoch gewiß falsch ist. Als aber diestadt indessendennoch von Marcello gewonnen, und Archimedes,als er eben mit der zeichnung einiger figuren beschäfftiget war,von einem soldaten wegen seines nahmens und standes befragtwurde, gab ihm derselbe, weil er auf nichts anders als aufvollführung seiner mathematischen Unternehmungen bedachtwar, keine antwort, sondern bat ihn nur, er möchte ihm dieordnung seiner abgezeichneten linien nicht verstören, worüberdieser soldat ergrimmete, und Archimedem auf der stelle nieder-machte , welches ü. Ä. Z772. II. L. 542. Ohinx. LXI.II. L. L.212. geschehen. Marcellus, der scharfe ordre gegeben hatte,demArchimedi kein leid zu thun, war hierüber ungemein beküm-mert, so, daß er gesagt, er achte den Verlust dieses manns höher,als die eroberung der gantzen stadt Syracusa. Man schreibtauch von Archimede, er habe seiner kunst dergestalt getrauet,odervielmehr auf ein gewisses heut genug bekanntes, aber damalnoch ziemlich verborgenes prineiximn ü-nisum also vest ge-bauet, daß er zum Könige Hiero, der sein befreundter war, ge-sagt : wann er ihm könnte einen stand ausserhalb dieser erd - ku-gel geben, wo er nemlich sich dene auslesen wurde, so wollte erdieselbe von ihrem orte bewegen. Von ihm sind unterschiedlichewercke, als seine lVIecliÄniss, Lirsuli äimsniis, äs liineis Ixirs-libus, äs i^uaärMura xarLbols8 , äs Lonoiäibus <L 8pliLroiäi-bus; und äs Xuinsio srense, Ls. vorhanden, welche unterschie-dene mal edirt sind. in vitL ÄlcncLlli. Lrv. lib. XXV.
«. ; I. n/a». lib. VIII. c. 7. ex. 14. IV,». lib. VII. c. 47.
lib. XVI. äs lubtil.
Krva/ür«. Lc. *
Archimelus, ein Griechischer Poet, lebte zu den zeiten desKönigs Hieronis, d. i. ungefehr ü. v. 520. L. AI. 1750. Ermachte em epiZramm» auf ein grosses schiff, das Hieron hatteerbauen lassen, welches diesem Könige so wohl gefiel, daß erihm tausend matter körn dafür schenckte. lib. V.
* Archin, vder Arsin, ist ein Königreich Africä an den gold-küsten. Es hat das kleine Jncassan gegen abend, und Iguragegen Mitternacht. Das meer und einige felsen dienen ihme ge-gen mittag für die grentzen; es liegen barinn drey dörfer an demgestad. Das dorf Achombene liegt vier meilen von dem (Äpoäas tres pums8 gegen abend. In diefem Königreich ist ein fluß,den die Schwachen Monca nennen. Er fleußt durch die mitteder provintz Jgwira, und wird durch die grosse anzahl felsen,so dessen lauff unterbrechen, schiffe zu tragen verhindert. DieSchwachen ziehen daraus sehr viel gold, welches sie zu unterstan dem felsen unter dem wasser, allwo sich dieser fluß hinunterstächt, suchen. Sie fangen sowol die erden, stein, fand, alsalles so sie antreffen, auf, und unterscheiden nachgehends dieseMaterien auf dem gestad mit guter weile. Oe cv»n, relationäs l'älchus tom. IV. Diät. Lso^r.
Archinto, ein berühmtes gefchlecht in dem HertzogthumeMayland , dessen Ursprung etliche von Archito, so aus demstamme der Longobardischen Könige entsprossen, herleiten wol-len. Dieses ist gewiß, daß in dem XII. Lsulo Anselmus undManfredus Archinti floriret, und das kloster Clareval fundirthaben. Sonst hat dieses gefchlecht unterschiedene berühmteleuthe hervor gebracht, Iosephus Archinto, ein söhn Beltra-moli, war Rathsherr zu Mayland, als diese stadt nach der re-aterung derer Visconti ihre freyheit erlanget, und half die stadtComo unter die herrschafft der Mayländer bringen, war auchbey dem Francifco Sfortia, als derselbe die herrschafft der stadtMayland erlangte, und bey dessen söhne Galeatio Maria ingrossem ansehen. Hieronymus Archinto , ein söhn JohannisAmbrosii, wurde von Carolo V. zum Rathsherrn in Maylandgemacht, auch wegen seiner gelehrsamkeit von dem berühmtenZLw Alciato so hoch geschätzt, daß ihm dieser seinen tractat äskonäeribub L 1 Vlenluri 8 zuschrieb. Franciscus Archinto, einsöhn Bartholomäi, wurde von Francifco II. Hertzoge vonMayland , in den Ritter-orden aufgenommen, und zu ei-nem Gouverneur der provintz Chiavenna, auch einiger benach-barten örter, verordnet, und war auch hernach bey Ca-rolo V. wohl angesehen. Johann Baptist« Archinto, ein söhnChristophori, wurde von den Mayländern an. 15; 8. an Caro-lnm V. nach Marseille geschickt, daß er sich wegen des üblenVerhaltens der Spanischen soldaten in dem Mayländischen be-klagen sollte, wie Jovius berichtet. Sein bruder Alexandererhielt von Carolo V. gar wichtige ehren-stellen, und unter an-dern den titul eines Reichs - Grafen und Freyherr», nebst derstadt und Grafschafft Blandrata , mit der obersten herrschafftdaselbst. Dessen söhn, Horatius, zeugte Octavium, welchervon Philippo III. in Spanien den titul eines Grafen von Baratebekam, welchen auch seine Nachkömmlinge behalten, gleichwievon Carolo Archinto, einem andern söhne des Alexandri, dieGrafen von Tenate und Erbherren von Herba herstammen.Dieses Caroli st>h„ war Philippus, der wider Carolum gezeu-get hat, beyde Rathsherrn zu Mayland. Den letztem hatCarolas u. König in Spanien an. 1700. in den Ritter - ordendes güldenen Vlresses aufgenommen; dem vatter aber hat er
a r e
den titul eines Fürsten gegeben. Es sind auch einigtgeschlechte im geistlichen stände berühmt gewesen , " yciM,pus, der nach andern geistlichen würden und wlchns. ^ br^tungen das Bißthum Saluzzo erhielt , solches aber'eders söhne, Christophoro, abtrat, als er zum Cry MhMzu Mayland erwehlt wurde; allein er selbst und LMstürben, ehe ein jeder seine Ertz - und Bischöffllchekonnte. Christophorus hatte vier.bruder, welchein den geistlichen stand begaben: Romulmn,
schoff zu Novara wurde; Pompiluim, der ^,
üollLU8 und Lommenäator gbbLri-s kertsmLtenb vin der ersten blüthe feines alters starb; Philippum,
Como; und Aurelium, LLnonicum XsßulLremkirche äells ScalL zu Mayland, welcher auchLxoiioliLU8 gewesen, und die Abtey St. Maria be , Dl>in Bononien verwaltet. Alle diese haben noch e« eiAHoratium, gehabt, dessen söhn Aurelius, nE^s vEj!»her stefersnäLNus utrmigue tignLturse gewesen, N iß Ebruder, Philippo, im Bißthume Como gesoIget,er^P°darauf gestorben. Sonderlich ist noch merckwurv's ^ MArchinto, ein söhn Caroli, Grafen von Tenatevon grosser geschtcklichkeit, welcher kiotonowriuszu Rom gewesen, und nachdem er gar wichtige d^iilio ^glücklich verrichtet, im jan. an. 1699. von ,4. >zum Ertz-Bischoff von Mayland gemacht, und 0^ N ^desselben jahrs zum Cardinal aufgenommenan. 1712. gestorben. Dessen bruder Ludovicus, g»!eser in den kriegen wider Franckreich und denste gethan; ist aber als General - Wachtmeister AeE„-Belgrad geblieben. Seine gemahlin war BeavnFrancisci Ernesti Grafen vonSlick tochter, mit A
get hat Hieronymum, welcher den 1. sept. an. seichesiu8 in Polen verstorben , nachdeme er vorher S' sia?) KFlorentz, Cöln und Brüssel versehen, ^
I<oin,mo. /0DE, bist. lib. XXXVII. b
Hitz. p. 14°. leg. * , gilt
* Archintus, (Philippus) ein söhn Christophs, gf- Medalenä von Curre, gebohren zu Mayland denSein angenehmer Umgang, und die damit verr>>»^^l dwissenschafften bewegten den Magistrat allda,miliano Stampa, weil der Hertzog Francrscus ^ben war, an Kayser Carolum V. abzuschicken. ^Archintus so viel ehre an dem Kayserlichensich in so grosse gnade, daß, als gedachter K
Mayland zurück kehrte, er als ^ecremnu? beym ^der ihn darauf in wichtigen angelegenherten M ^abordnete, die er abermals nach wünschnige zeit hernach wieder nach Rom kam, und Meii ß^.Ins ihm nochmalen zuredete, daß er den Enicht^W'wehlen sollte, bequemte er sich dazu, und ward''xnach krotoriotarius Lxoliolicus und Gouverauch den 24. mart. an. 1519. Bischoff;u Borgovon dannen er an. 1546. nach Saluzzo versetztMdenen zu Rimini ihre llsmts verfertiget, «nF anb« ,beseht das Loncilwm zu Bologna veranstaltek /^lt, btz^eines Vicsrii unter vier Päpsten verwaltet, zliinso vieler klugheit, daß ihn Paulus V. an.schoff zu Mayland ernennte. Ob er irun050^.^-^hatte, so verfolgte ihn doch der Königliche O t>E
so starck, daß er endlich auf geheiß des dasiE vAerE ^
vatterland verlassen mustc, da er sich dannnaw§ sei»,den. Er starb hieselbst im dritten monatjul. an. 1558. als eben der Magistrat zu o-Ä
reüiwtion arbeitete. Sein leben hat Ioy. ^ ^oin. t-in zwey büchern befchrieben. Ims- ooncu- -
III. x. 199. IV. p. 274. leg. nu-
Ltken. liter. Neäiol. , ..x, als ^ hM h,
Archinus, ein bürger von Argos wam" i» aEObrigkeit beordert war , die neu-verferttgw ^ ^fchafft auszutheilen , und zu dem ende vo« Her beM^forderte, mit denselben eine menge landsir» 1
er darzu gedinget hatte, und sich mit sei, ^von der stadt Argos machte. V ' ^et,
oder das AegE ^en, ^0'' §§von dem Mittelländischen meere,, perAoEhM
nien und Griechenland, begreift m sia) n , hesie« die insuln Chio, Tenedo, Sanius,der Europaifchen feite, Lemnos,und die Cyclades. > j. v 0 ".ssi, M
>lloe,in Süd-America, ist ein theil Ata» ^
Chiloe<^uo-rimerrca, m em zv"' 7 .. A-»- .
dem Königreiche Chilve, voller kleinen mi« Nncus' - Eauch ärcliixslsZum üliLuäianum, oder theil d^,l t
luls81-atronum , zwischen Japan ,0und Neu - Guinea. ^^
Indianischen Oceans, auf der M.am
die Maldivische insuln, in welchem uv M
insuln gezehlet werden.
-stL"K-