Band 
Erster Theil. A - Be.
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Dieses letztere ließ sein söhn, Diego äs Avendanna zu Sala-MMica drucken. 2^. , bibl. fcript. II,fp.

* 2 lvendano, (Diego von) ein Spanischer Jesuit vonSegovia, wäre zu Lima in Peru, und schon Mgitter arcmmlibsralium , als er den Iesuiter-orden annahm. Er lehrete all-dorten lange zeit die kliilofoppiam und Hologlam, und stun-de dem LoUsZio von Chuqurto, wie auch zum zweyten mal demvon Lima, und zweymal der gantzen provintz vor. Man hatvon ihme einige theologische tractate, wie auch die auslegungdes 44. und 88 . Psalmen. Sein berühmtestes und nützlichsteswercke ist: Tbssaurus Iliäisus pro reimlos corilLismi-e inüs, griX aä Inäias lpeÄÄlw, II. tom. in lol. zu Antwerpenan. 1668. Är-we/, Icripc. 80c. )ef. iLc.

Avenelles, (Petrus) ein Advocat bey dem Parlement zuParis, entdeckte an. i; 6 o. die conspiration von Ambosse, in-dem stch der rädelsführer Renaudie bey ihm in der VorstadtSt. Germain aushielt. Er begab sich darauf nach Lothrin-gen , und bekam aufrecommendation des Hertzogs von Gui-se daselbst eine Richter-stelle. , üb. XXIV.

Avennav , lat. ävenNum und Lveniacnm, eine kleine stadt,nebst einem jungfer-kloster in Champagne, nicht weit von demAusse Marne, 4. oder;, meilen von Rheims.

Avenne, siehe Avesnes.

* Aoenport, (Franciscus von) sonsten gemeiniglich vonSt.Clara genannt, kroksllor VKsoIoglL zu Douay, nachge-hends Provincial der Recollecten und der Konigin Haus-Ca-plan, lebte in dem XVII. Lculo. Er gäbe ein vortreflichesbuch an den tag, welches er betitelte: Das 8^lksma desglaubens oder des allgemeinen Lonsilii, in welchem ervon der richtschnur der grundsatzen des glaubens, und von an-dern merckwürdigen Puncten handelt. Er machte auch über-diß in dem jähr 1640. eine LpoloZiam der Bischöffen, undin dem jähr 16^4. einen tractat von der kr-eäsliinarion,denen Verdiensten, wie auch von anruffung der Heili-gen und dem bilder-dienst bekannt. Alle diese wercke sindsehr loiiä und gründlich , und werden darinnen sowol die Lon-cilia, die alten vätter, und IffeoloZt, als auch die in derHistorie und der gewohnheit der Archen gegründete redenaller orten in grosser anzahl angezogen. Er mäßiget sich sehrdie religions-streitigkeiten betreffend, und schreibet mit vielerklug-und bescheidenheit; dennoch handelt er von denen Mate-rien nicht sonderlich weitläufig, und schreitet oft von einer zuder andern. Sein üylus ist limplex, klar und sehr leicht zuverstehen. Il/r. O« , bibl. äss am. LLslsf. äu XVII.lissle.

Avenson, siehe Avangon.

Aventia, war eine gvttin der alten Helvetier, deren in ei-ner annoch vorhandenen alten stein-schrift gedacht wird, undvon weicher auch die Haupt- stadt des landes Aventicum dennahmen hatte , wo wir nicht lieber wollen, daß Aventiavon Aventico sey genennet worden, wie dann ohne zweifeldurch diese gottheit der (Ismus der stadt verstanden wird.

pour la Lite ä'llveiielis«. *

Aventicum, siehe wifflisburg.

Aventinus Sylvius, der 12. König zu Alba, folgten.N. ;iyy. seinem vatter Proculo Remulo Sylvio, wie ihnAurelius Victor, oder Romulo, wie ihn Livius und MessalaCorvinus, oder Alladio, wie ihn Dionysius nennet, und ward,nachdem er jähr regiert hatte, im treffen erschlagen,und unter dem berge, der von ihm Aventinus heisset, zuRom begraben. äs orlg. genr. llom. s. ig.

Aventinus, ein langer berg in Rom , soll seinen nahmenvon dem König der Albaner, Aventino, haben, wiewolVarro noch viel andere meynungen anführet. Er hieß vor-mals auch Murcius, ingleichen collls viaim, jetzo aber mori-te äi St. Sabina. Er ist merckwürdig, weil die Königeder Sabiner, Renus und Tatius, darauf begraben wor-den , ingleichen weil Remus, Romuli bruder, aus demsel-ben den vogel-ffug beobachtet, da er wegen des Reichs mit sei-nem bruder streitig gewesen. Romulus heiligte diesen bergseinem bruder, ließ ihm ein gradmahl daselbst ausrichten,und wollte nicht, daß der ort bewohnt werden sollte, daherer auch erst unter dem Kayser Claudio zur stadt gezogenworden, wiewol andere aus Eutropw meynen, daß es be-reits unter Anco Marcio geschehen, welches jedoch nach de-nen sichersten Zeugnissen der alten also zu vergleichen, daßzwar schon von Anci Marcii zeiten, Häuser auf diesem bergegedauet worden, deren einwohnere mit denen einwohnern derstadt selbst gleiche Vortheile genossen, jedoch so, daß wegenermeldtem aberglauben alle solche Wohnungen vor den zeitenClaudii nicht zur stadt gerechnet, noch, wie die Römer zure-den pflegten, das pomosrmm oder die geheiligte mauer undschrancken der stadt bis dahin erweitert worden, als welchesmit absonderlichen opfern und ceremonien geschehen muste.Nachher zeit hat Papst Honorius IV. auf diesem berge gewöh-net , und anlas zu dessen anbauung gegeben. Lr». /)/»-

XeE'. äs l>rev. vit. L. 4. äs Zente POP.

XolN. IlseAä/cr, IIP. Aul. 6 e 11 . lib. XIII. e. 4. litz. I.

Draco». kill. mileell. in antlg. üb. I. c. 10.

Koma, lid- 1 - c.L iz. iff,. III. s. 1;. llb. IV. c. 8 . *

a v e

Avekttmus / (Johannes) ein bekanntersöhn Johann Thurmairs, vonAbensperg mund hat sich Avenrinum deshalben genennet,, sss'HW'halten, daß diese stadt bey den alten Aventinmm Bstudirte anfänglich zu Jngolstadt, und hernachzu Mtev Jacobo Fabro 8rapnlenll, und Jodoco (.luv..jharl,«kam er wieder zurück, und hielt sieh

Wien auf, woselbst er einige in der beredtsamkelt n>v ^terrichtete. An. 1507. gieng er nach Polen /

Griechische grammatick öffentlich zu Cracau, chwieder nach Teutschland, und nachdem er einegenspurg geblieben, begab er sich an. 1-109. naw.und erklärte einige bücher des Ciceronis. An.nach München beruffen, und zum Informator«

Printzen Ludovici und Ernesti, welche Albertl 'vv^ ^

bestellet, wie er denn auch mit Ernesto eine z».auf schrieb er die llnnales Lojorum , und unteriuevende die Archiven in Teutschland, so viel er

er

hat sich hierdurch einen unsterblichen nahmen eE^ftjt,sich gleich bey einigen, vielleicht durch sejne aufEdl- vhaßt gemacht. Ntcolaus Cisnerus, ein beruhen 0lehrter und Chur-Pfältzischer Rath, hat gar gE'^

wendet, daß diese llnnslss recht möchten heraus M ^den, wie solches die edition bezeuget, so man Url (^Basel in fol. gedruckt, da hingegen die andern UAn. 1529. wurde er mit gewalt aus seinerAbensperg genommen, und in ein gcfängms er ^^ " m können. Dochssvm ^

daß man die Ursache erfahrender los gelassen, weil sich der Hertzoq von BEmD ' ^nahm; wiewol er nach der zeit stets meianwund daher im 64. jähr seines alters heucatyc^-Hochzeit wandte er sich nach Regenspurg, '"Mj esizzz. nach Jngolstadt beruffen, um die Anderschen Raths zu insormiren. Als er nun wiederspurg gieng, seine ehefrau abzuholen, ftarw9. jan. an. i z Z4. im 6g. jähre seines alters. ^0

gedachte Lnnales noch einige andere schrifteir

Lkronicon. f. Zonales Zstiireufes, ffiltoriam

von Oetingen, einer stadt in Schwaben; ^ ^

ranäi per äi^icos numerosgue (grün etiam logueconftietuäiins /Zbasum , live explicstionem ^'

piÄoris <L imagiliibus; ferner Unticiiiitates Oot ttvrism Lccletiafficam ü conä. munäo rissus aäund viel andere, davon die meisten in IK 8 L.jetzt angeführten aber sind die z. erstem gedru^'/,F>/vits lkvemini, aimal. Lojorlcis prLmllfa. "^ ^ <

xogr. x. 2. äs Iliü. Var. lib. III- c- ^

St. )lventinus, Bischoff zu Chateaudun "er vloeces von Cbartres. Er war von

in der vloeces von Chartres. Er war von AjM, MVund wurde, weil sein bruder, St. Solennis,

Chartres nicht annehmen wollte, und deswegen ,gieng, zu selbigem befördert, muste es aber «am erkunft an ihn abtreten, und indessen das M ClM

' ' bekleiden.^/l'Bu„e"

lassen, muste er endlich Chateaudun dem ^znl>e^§cr^tres wieder einräumen, weil die L-mones nm-er dasselbige behalten konnte. Er starb bald 0febr. wird ihm gefeyret. (/»E/a/- ^ .

* )lventon, lat. Lvenwnium, ein flecken > .

Glocester in Engelland. (/«rr-ez/ä-'-L«/--»»- ,

* Aveiitwtus, (.Joh.) hat im

einen brief an den Konig in Spanien, darm»belli in Lelgio gelll gehandelt wird, mgmch-.ebessciviäaä äs Llteran en Klemsnis la baxs ö l sl-'ss.,, se.,an. 16;;. zu Toledo lebendig verbrannt woro Englisck.Mr'!^0 war eine «rt v°n

Französischen see-raubern, die sich von,pm»^pngAmerica erhielten. Sie hatten keine gewnff^en. . ^

terland war da, wo sie gute beute machen piä rten sich derselben anfangs i z. oder 20. rl/ia'^ einem vD ^ten feuer-rohr, zwo Pistolen am gurtet, » ^ >vE^, .-.jfl

sehen, warsen unter sich einen zum Haupt a / geU^y lA,,

einem kahn, aus einem einigen stuckdie Spanischen see-häfen, und paßten ^Wen erA le i-sen auf, da sie denn oftmals eimge dEdie beute unter sich theilten, und sich äss Ä-mit mehr volck verstärken. Oe--melr^, mr - ^ AraM

* Ävmzoar, Abenzoar, ein beruhnU ^

Srehe oben Abdalmalek den ArabiE/eflF,ck

zumercken. Die zeit, in welcher dieser Ara^'.

lebet, kan nicht so eigentlich bestimmt w^^^sslben ^^,t

in das IX. ÜLLuIum setzen, andereaber

junger achten. Dieses ist gewiß, daß ^r n weA^zu Averroes zelten im XI. fteculo äE

Avenzoar,als ein mit bewundersamer gckeh ^ ^angezogen und geruhmet wird. Dmstr eMalters unter anführung semes vatters , per ^war, die Artzney-kunst angefangen cnr d^s

wollen, ererst im 40. -ahr seines ^ers p ^p ges»ten unternommen. Er ist auf em hohe