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nen alterthümmern zuwege, wurde vockor^uris, und starb den5. jun. an. 1718. Er hat viel m-muldrixiL hinterlassen, undausser der Italiänischen Übersetzung der visserr. eines Franzö-stch-Königlichen Leib-ülsäici unter dem titul: Lilsorlo soxrarr. meä«glie äs' giobbi sssolgii äell' Imperators Lomiri-ino;auch se Iselte xitrure äi Lrelci» LääiäMe al korestisre, geschrie-ben. /.ME.
Averroes, einer von den berühmtesten und subtilsten Ara-bischen kssilolvpkls, war von Cordua gebürtig, und lebte imXll. Lcolo. Er erlangte durch stinen flciß eine grosse erkannt-nis in allen wissenschafften, sonderlich in der Philosophie. Erfolgte dem Aristoteli, über welchen er CommeMLrios schrieb,und daher Lommsm-äwr genennet wurde. Die einwohner zuCordua machten ihn zum obersten Gerichts - vermalter, undHaupt ihrer Priester, welche bedienung auch ftm vatter undgroß - vatter gehabt, wodurch er sich dennoch nicht abhaltenließ, die Physic, Medicin, Astrologie und Mathematic zu üben;weil sich nun sein rühm dadurch sehr ausbreitete, ließ ihmder König von Marocco die stelle eines Richters über Maroccound gantz Mauritanien anbieten, mit dem bedinge, daß erseine bedienung in Spanien behalten sollte, welches er auchannahm, und nachdem er nach Marocco gereiset, und Unter-richter bestellet, kehrte er wieder nach Cordua. Er hatte vielfeinde, welche ihn wegen irrthümmer und ketzerey anklagten,woraus er sich doch endlich glücklich, wickelte; doch halten dieGelehrten bis auf den heutigen tag dafür, daß er viel gefährlichelehren geführet, worunter auch diese ist, daß er nur einen ver-stand oder mteliiKenr, welche allen menschen untertheilt bey-wohne, und die vernünftige seele.bey ihnen mache, statuirt,welches hernach von vielen Italiänischen kssi1olopbi8 ist ange-nommen worden. So wird auch gemeldet, daß, 00 er sich gleichäusserlich zur Mahometanischen religion bekannt, er doch vondieser eben so wenig als von der Jüdischen und Christlichen ge-halten, auch nachdem ^r alle;. verworffen, sich dieser Wortebedient: inoriatur Lnims MLK niorrs kliilolopkorum. Er istein sehr dicker mann gewesen, ob er gleich des tages nur ein-mal geessen. Gantze nächte pflegte er auf die philosophischestudien zu wenden, und wann er davon ermüdet war, nahmer ein poetisch und historisch buch vor die Hand, um seine re-creation darin» zu suchen. Man hat nie gesehen, daß er ge-spielet, oder andere ergotzlichkeit gesuchct habe. Als er einmalsseine lection über die Rechte hielte, kam ein knecht eines seinerfeinde hinein, der ihm was ms ohr sagte. Averroes verän-derte die färbe, antwortete aber nichts als: Ja, ja. Den an-dern tag kam eben derselbe mensch in die lection, bat Averroesum Verzeihung, und bekannte vor seinen schülern, daß er ihmgestern harte schmäh-Worte gesagt habe. Averroes versetzte:GOtt segne dich! daß dn durch deine erklärung hast darge-than, daß ich gedult besitze, und nachdem er ihm ein stückgeld gegeben, sagte er weiter nichts, als: thue diß andernnicht, was du mir gethan hast. Er hatte viel geld theils mitfeiner frau, theils von seinen ämtern überkommen; allein er istjederzeit in schulden gewesen, weil er all sein vermögen lind ein-künfte auf allmosen an bedürftige Gelehrte, sie mochten freundoder feind seyn, verwendet hat. Seine feinde, sonderlich einUeäicus, Jban Zoar, spielten ihm einen schlimmen streich,stifteten etliche junge lcuthe an, die sich eine lection von ihmausbaten,und in derstlben ihn in dem, was er in philosophischendingen glaubte, hinterlistiger weise ausholten. Darüber wardein instrument aufgerichtet, von ioo. zeugen unterschrieben,und an den König zu Marocco Manfor verschicket. Als der Kö-nig solches gelesen, erklärte er ihn vor einen ketzer, zog seinegüther ein, und legte ihm auf, daß er unter den Juden wohnensollte. Averroes gehorchte, als er aber einsmals in die Mosqueegehen wollte, da zu baden, steinigten ihn die jungen; darüberzog er von Cordua weg, und hielte sich heimlich in Fez auf.In weniger zeit ward er entdeckt und gefangen gesetzt, und Kö-nig Manfor hielt über ihn rath, da die meisten ihn zum tobe,einige.aber zum widerruf verdammten, weicher letzten meynungder Konig beyfiel. Der Gouverneur von Fez exequirte das ur-theil, und ließ ihn. an einem freytage zur stunde des öffentlichengebätes an der thure einer Mosquee auf die oberste stapfel mitblossem köpfe stellen, da alle, die in die Mosquee hinein giengen,ihm ins gesichte spien. Nach geendigtem gebat, kamen dievoÄores mit ihren Notarien, und der Richter mit seinen Beyst-tzern, und fragten den armen Averroes, ob er sich die ketzereyleid seyn ließ, und als er solches bejahete, nahm man ihn wie-der unter die Muselmänner auf, und ließ ihn zu Fez die Rechtelehren. Nachgehends retirirte er sich mit Königlicher erlaub-nis nach Cordua, wo er ohne geld, und ohne bücher sein lebenelendiglich zubrachte, bis der König an des Richters, der in sei-ne stelle war gesetzet worden, bezeigen einen mißfalle» empfand,da er denn nach vorher gepflogenem rathe Averroes von Cor-dua nach Marocco zurück rüste, und in seine vorige ehren-stelle wieder einsetzte. Er soll gewünschet haben, seinen söhnueber todt als ungehorsam zu sehen, welches von solcher wür-ckung gewesen, daß der ungehorsame söhn binnen 10. Monatenden geist aufgegeben. Seine verse, die er auf allerhand galan-terren verfertiget, hat er in feinem alter ins feuer gemorsten.Es lM viele schriften hinterlassen, als, nebst den LommeniÄ-rüs m llrurorelem; Us Erna Orbls; äs sss msäisa; cls ssberis-«g; ve culuvuL «s. und es haben unterschiedene gelehrte keuche,
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als Armegandus Blasius, Iacobus Mantinus^TK,^scus Burana, Abraham äs Balnis, VitalesCalonymus, Ioh. Brujerinus Campegius, ilA
und andere sowol Iüden als Christen un uberl jEwercke aus dem Arabischen theils ins Hebrassche, chv Ä,tetnische gearbeitet. lliber äs viri8 quibui-äsm mGrabes, welches von Johanne Leone ausAfriea.-^ H ,sche übersetzt, und von Hottingero heraus gegeben st^in gnoälibeto 11b.II.
in cliron. IVleä. äs klül. c. *4- E » y, in '17. äs Alstsssln. 0. bibl. Hilp.
IVleä. äs Isr. Nsäis.
Averruncus, war eine gottheitbey denRömE^sie anrüsten, daß sie das böse abwenden sollte, stE hy' Lsvon dem Wort averrunssre, welches abwenden V „ qdße'men bekommen. Die Griechen pflegten derglenv . Elllexisacos, VxooompLos und äpotrovXos jU »eiftb. VI. äs L. L .
Aversa, eine stadt nebst einem vesten castellterrs äi Uavoro, auf einem fruchtbaren bodenIN , 10fuhrt den titul einer Grasschafft, und hat ein BEw. pM'vonAteüa undCumen einverleibet ist.Das hoWa' , HechlÄ^,kirche daselbst werden gerühmt. Robert Guifcarvst ^ zuApulien und Calabrien, hat sie erbauet, um IchExypolis daraus abbruch zu thun, und soll sie It Aiestatte der alten stadt Atella angeleget worden Dch.von dem Könige Carl I. zu Neapolis wegenstöret, doch bald hernach wieder aufgebauet. JE;
»«r. lib. III. ch V. bist. regno äi dlapoi.
*Auersberg, Auersperg; flehe Aursperg-Auerswalde, eine von den ältesten AdelickM stMissen, deren stamm- Haus Auerswalde,gelegen, heut zu tage denen von Schönberg N
fang des XVII. ssesuli war Euphrosina vonSebastian von Berbisdorff auf Malis, Chur-Sa xMalr^ ^germeister verheurathet. Hans Wilhelm von AUWB e
an. 1696. oas Ritter-guth Alberode im Schonbmv
von Weissenbach verkauffet. An. 1718. florirten du Ftc^,Walde auch auf dem Ritter - guthe Gebersbach Ach. ^nig. Bönigs ahnen - tafel derer von Berv'do .§
xroär. Llisn.
Aves, ein fluß in Portugall, in der provintz ^e Minhv. c?o/Mü-rar-, äelics8 äs korwgsl p-
Avesnes, oder Avesnes le Lsmte, einean den Picardifchen grentzen, hat den titul elA'^ »>'und gehört unter Franckreich. Sie ist in den rrn» ^üesulo sehr verwüstet worden. ^
Avesnes, eine stadt und Grasfchafft im HchÄtfluß Hepres gar lustig gelegen, auch wohl sIvstlstiget, 2. oder;. weilen von Landrecy, auch w A pevbeuge. Sie ist an. 1659. an die Franzosen o» ^naischen friedens - schluß gekommen. ,
Avesnes, war sonst ein berühmt und mächU-MA,/den Niederlanden, daraus Grasen zn Hennegaw ^ Mv, Uland rc. worden. Burchard von Avesnes, einAmelinä von Guise, zeugte mit Margaretshannem und Balduinum, die endlich nach Uten Hennegau nach dem tode ihrer mutier erv'ch^ HEfolgenden artickul. Johannes nahm Adelheiden vne schwester Wilhelmi Grasen von Holland Exdulv' ) K'sche ihm gebohren 1) Johannen! II. 2) Burchst'^j./'stgssszu Metz, von welchem ein besonderer artlckm st iry°'„helmum Bifchoff zu Cambray , welcher L ßch/Atden. 4) Guidonem, Bifchoff zu Utrechtaus dem Consilia zu Vienne befunden, den V AohGpygeschlagen, und an. r;i?. das zeitliche E»e mU^Ae AGras von Hennegau, wurde auch durch seMr ^nraEp jEHolland und Seeland, und Herr in FneMWa l-ltppam von Luxemburg, die älteste tochter M'^ x.an. i;o4. Siehe von diesem und seinen muvckul Holland. (Grafen) ^ ?
117. notit. eccl. Lel^. c. 154.219. ngll) ( ^ 1
Avesnes, oder Avennes, (Burchardder berühmten Margaretha, einer tochter -ofers von Constantinopel, wie auch Grafennegau und Namur. Er war aus einem vor« ^ ^,
dischek geschlecht entsprossen, und wen 'e> grosse stDef,,,fen von Flandern, Philippo von ^Elfa^L?,^ Hofes" ihÄ
Met, so ward er in feiner kindhelt an dchen ^
Nachmals Audirte er mit so gutem f^EAte. Ey, As-Orleans die catheder in ßvre Livü> anvertr Ahilipp'ihn auch in ansehung des gedachten Graft^^o undvecano zu Laon, mgleichen zuch-OAjgttchen demstfl,ster des Stifts Tournay. Um drestr st./ Orlean^Mststo sicherer zu gemessen ließ er sich '
viacono weyhen, doch ohne seiner an stirltlichlAgß Esseher er auch, daß sie es nicht merckten, m neE E Eruck in Flandern kam. Hernach, ssÄ/-« stände/ E ^ «Waffen trieb, renuncirte er dem getsthMst^jchardo pcnach Engettand, und wüste bey dem Konw