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Erster Theil. A - Be.
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656 aug

Augarras , sind Americamsche völckcr in Brasilien , inder provintz Puerto - Seguro.

'Zluge, eine kleine landschafft in der Normandie, am flusseSens, zwischen Argenton und Falaise gelegen.

Auge, (Daniel ä') lat. Lugemiub, war von Villeneuve1'Lrckevegue gebürtig , und anfangs krLcepror bey dem söh-ne des Cantzlers von Franckreich Francisci Olivier, und nach-gehends an. 1574. Konigl. krokeüor der Griechischen sprächeauf der Universität zu Paris, wiewol er diese Charge erst an.i;78. angetreten hat. Er hat verschiedenes in Französischerspräche geschrieben, und aus dem Griechischen in dieselbe über-setzt, LaH'/e.

Augea, Aläi tochter, ward von dem Hercule geschwängert,und zeugte von ihm Telephum. So bald Aläus solches er-fuhr , setzte er Mutter und söhn auf ein kleines fahrzeug, undließ sie auf das wilde meer Hintreiben, die aber durch Vor-sorge der Venus (nach der Poeten erzehlung) in den munddes flusses Caycus angetrieben, da denn Teuthras sich in diemutier verliebt, selbige zur ehe genommen , und ihrem söhnTelepho das Reich Mysien hinterlassen. sxuä 8rra-

bonem lib. XIII.

Augerius, (Edmund) gebürtig von Troyes in Cham-pagne, begab sich an. 1559-zu Rom gar jung in die SocietätJEsu, darinnen er durch die Poesie und Oratorie zu grossemansehen gekommen. Nachgehends ist er in etlichen Französi-schen städten Leöior und erster Provincial-Probst in Guienneworden; die von der Universität zu Toulouse ihm angetragenevoctor-würde aber hat er nicht annehmen wollen. Bey denKönigen Carolo IX. und Henrico III. stund er in ungemeinengnaden, und war bey dem letztem eine zeitlang Hof-Prediger.Er soll bey 40000. seelen um Lion herum zu dem Katholischenglauben bekehret haben. Allein das schlimmste für diese zahl-reiche bekehrung ist, baß die Historien der zeit nichts davon mel-den, und die menge der Reformirten in der gegend Lion nachder zeit Augerii nicht geringer erscheinet, als vor ihme. Sonstspricht man auch von grosser gefahv, welche er dabey ausge-standen , so daß er einst schon zu dem galgen hinaus geführet,durch seine beredtsamkeit und jugend aber noch bey dem lebenerhalten worden; zumal da sich seine feinde die Hoffnungmachten, ihn zu ihrem glauben zu bringen. Er ist an. 1591.zu Como in Italien gestorben, und hat unterschicdliche/chrif-ten, als äe 8sMmemi8 , äs krecibns <Lc. in Französischerspräche hinterlassen. blbl. 8oo. ^slü. *

* Augerius, oder Ogerius, der 22. Bischoff zu Genua,

ums jähr 1095. hat aber eine kurtze zeit gesessen, indem eran. 1098- gestorben, in welchem jähre Bömundus Guiscar-dus, Fürst von Antiochien, denen Genuesern vor ihren beystandbey eroberung jetzt-gedachter stadt die kirche St. Johannis nebst;o. Häusern, und ihren axperrinentz-stucken geschencket hat,worgegen sie sich kraft eines mit demselben errichteten Vertragsverbunden, bemeldte stadt Antiochien wider alle käZreiloresbeschützen zu halsten. Irsl. saer. wm. IV. x. 846.

Augezd, ein Freyherrliches geschlecht, so eines von denältesten in dem Königreich Böhmen seyn soll. Johann Ge-nisseck von Augezd hat zu anfange des XVI. Lcul! gelebet; dessen urenckel Przibick, Herr in Brzeznick, ist Kayserlicher Rath,beysitzer der gerichte, wie auch Statthalter in Böhmen gewe-sen , und hat das Jesuiter - Lollegium zu Brzeznick gestiftet:Seines bruders söhn, Przibick Frantz, war Hof-und Cammer-gerichts-beysitzer, und ein großvatter Przibicks Wenceslai undJohannis Josephi, welcher letztere an 1688. Kayserlicher Cam-mer-Herr gewesen. La/ö,». stemm. ?. IV.

* Augian, ist eine stadt der provintz Adirbeizan. Nasired-din schreibet ihro 82. grad 10. Minuten longituäinis, und.grad 8. Minuten Iststuämst sextentrionnlis zu.

bikl. Orient.

Augias, König über Elis, des Apollinis, oder nach ande-rer meynung, des Neptnni söhn, hatte einen sehr grossen stall,worinnen er ;ooo. ochsen hielt, und war selbiger in ;o. jährennicht ausgemistet worden. Diese arbeit verdingte er dem Her-culi, welcher vermittelndes in den stall geleiteten flusses Alpheusallen unflath hinweg spulte, und als er die versprochene zahlungvon demAugia nicht erhalten konnte, dessen söhn Phyleum widerden vatter züin zeugen anrüste, der aber deshalben von ihm aufdie insul Dulichium verbannet ward, worüber Hercules ergrim-met in das land Elis einfiel, und Augiam umbrachte, seinensöhn Phyleum aber wieder nach Hause berufte, und auf denväterlichen thron setzte. Von dieser geschieht ist das spruch-wort entstanden: Preise ststmlum expurgnre, wenn man miteiner fache , die voller fehler ist , zu thun hat. in Limo.ZVrW. Ist). 'XIII. c.'y. ^tz>a//oLlo>'. bibl. ist). XI. Lr'gMr aäsg.

* , ein in der gegend von Cyrene in Africa wohn-haftes volck, welches keine andere gottheit als die stlsnes oderseelen der abgestorbenen mensthen anbätete, und sie um beglü-ckung ihrer geschafften anrufete. Sie pflegten auch neben de-nen gräbern sitzend bey diesen geistern zu schworen.

X * , König derer Gothen, um das jähr von ansang

der wen 2520. Die'Curländer wollten sich unter seiner regie-ruug, von dw Gothen botmäßigkeit losreissen, erregten deswe-gen einen aufstand , und fiengen einen krieg wider die Gothen

aug

an. Sie waren auch im anfange des ersten tttffen^^,,iNund erlegten so gar Augem, den Konig; doch on ^

sen sich durch feinen tod nicht abschrecken, Mdern ^E^

alsbald Amalum, des gebliebenen Komgs söhn, Mve. welcher Wider die Curländer beberNt stritte, u

ge, welcher Wider die Curländer behertzt stritteunter der Gothen botmäßigkeit brachte,

Lrökos, III. I. x. 7.

* Augon, (Kons) ist ein berg Italienstheil des Apennini aus, und liegt in dem PavE'"'nige 6eo§r-lpbi halten dafür, der berg Augon Vg ^

Er maO ei^

san'l§'riIkL

die

Auginus, so andere Oeogrilpdi bey Monte Loäoro,Trebbia den Ursprung nimmt, setzen.

Augspurg, lat.üugusta Vinäelicorum, einest^ 7

stadt in Schwaben, an dieses landes äusserster.nem Bischoffthum, welches unter Mayntz gehörn. ^einem angenehmen Hügel, hat gegen morgen v e,das städtgen Friedberg, gegen mittag die AlgoEund das städtgen Landsberg, gegen Mitternachtund gegen Niedergang flösset sie an die MarggraE > xSie ist mit einer gesunden luft, lustigen gcgenobaren boden versehen, und hat an allem, was

quemen leben gehörig, Überflußget, so hat sie vor alten zeiten

Was ihren,nach Cluveru

mssm geheißen, und ist von den Lycatiern, so nw M zli a.hrgewohnt, und ein theil von den Vindeliciern gew^^

vestung erbauet, und gebraucht worden; nachdem ^vor Christi geburt gedachte Vindelicier m einer W sihRömern überwunden, diese vestung unter deriemkeit gebracht, und eine colonie von dem Kavscr/„Mst,^

gom-lttc »vvrorn, so hat sie nach denselben hrn.

Zuüs oder Augspurg bekommen; da denn mers'^ geEaus so vielen städtgen, welche dieses Kaysers nafMund für andern so berühmt gewesen, diese fast alA^ M >§,

übrig geblieben, so ihren nahmen in jb vieländert; da hingegen alle andere entweder ganß

oder doch entweder den nahmen oder die freyhellcolonie uird des bürger-rechts, oder beydes lMl

lohren. Sie ist also, von der zeit der obgedachst^heil §rechnen, ungefehr 460. jähr in der Römer undgewesen. Attila, der Hunnen König, hatgantz verwüstet. Sie ist aber hernach wiederund den Schwaben und Alemanniern unterrhaim»Clodoväus, der Francken König, an. 496. den berm-Tolbiac oder Zulpich erhalten, da sie denn unter D 'sfthschenKönige botmäßigkeit gekommen, und mit zu ^Austrasien gerechnet worden, daher auch inchen Carolüs ÄI. mit Tassilone, dem e,-"-koa

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führt, die stadt sehr viel erlitten^ Nachdem aber oa AB', j»Reich gethetlet war, und Teutschland seine elgen^M Wkam , gerieth Augspurg unter die herrschafft oev MSchwaben, welche sie bis auf die zeiten Conraom Mssben. Von diesem hat sich die stadt mit gelbe is*

hernach von den Kaysern viel herrliche priviles^ Mte «k^wol diese noch eine zeit lang ihre Land-undRe>M^K , fl»^

wvt vkeic nvey cmc zeu mng ryresem orte gehabt. Einige wollen behaupten, j, vor-

mals unter der herrschafft der Schwäbischen-A M e'dern unmittelbar unter den Kaysern gestanden,» MAnehmsten samilien, so sich darinnen bechnden -1den. Dem sey aber wie ihm wolle, so ist d>est°swürdig, daß man an. i;68. zu den zeitenIV. durch einen aufstand des gemeinen volcks,M>s e „vregierungs-art daselbst eingerühret, welche, auM^^E.,>,Bser bestätiget, doch 160. jähr darauf ist diese rcv >

ter dem Kayser Carolo V. abgeschafft, und >v'K„ >den kstriciis oder den vornehmsten geschlem' ontheil worden. Es sind auch in dieser stadt ^

sammenküstfte der"Reichs-'Stan'd'e geweßnIan. io;i. der Kayser Henricus III- oder MteE--LReichs-tag soll gehalten haben. An. i?77-Hertzog von Schwaben, allda eine verlammü^er ds,,,, ^ger wider den Kayser Henricum IV. und m»nsie ^

,n dem erfolgten kriege unterschiedenes leiden^^ Ds»,>'

io88. durch Guelfum, Hertzog in Bayern,

dert wurde. Unter dem Kayser Lothar 0 mba»'oder; 2. fast gantz verbrannt; sie erholte ^riderne,j,i 0und kam unter dem Kayser Conrado /i^>^uch d>e Arossa in grossen flor. Nach der zeck hat Ah a»^rienl^ell jsi,ernwohner ziemlich vermehret,welches woy« s Aaystr rderung,so sichvorgedachterMassenunterdem , hM ,,

m derse ben begeben, em grosses mag 0« ^,.diesem hatte sie einige streitigkerten nut LUvv ,

Bayern, welche aber an. 1469. beygeleget, wu^ ti"t ^,«hier gehaltenen unterschiedenen Rel<Hb-tage si ^ ,l>der von an. 1;;°. da die A.-gspurg Ae W^ bK-^ ^und der von an. 15;;. da der rellgwnsgV ,den, ist die Reichs-tags-historle »^MsackL Are^sammenkunfte aber, darinnen von Rerws 1 ^rieevget worden, hat die stadt AugsvE ^ ^

daß man andere solennitaten des RÄAmandus 1 , > (men, indem an. 16;;. den ii.mayF^M'sL^169°. den 24. jan. Josephus daselbst ve»' er

erwehlet, und den »6. gecrönet worden, w