Band 
Erster Theil. A - Be.
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tn allen, denen Mogoliern in Asien zugehörigen, städten und pro-vintzen verrichten. Gazan ein söhn des Kaysers Argun Khan,so seit dem tod seines vatters die beherrschung von Chorasanbesaß, wollte den tod des Gangiatu rächen, und hatte er, nachvielen errichteten und nicht gehaltenen tractaten, das heimlicheMittel die fürnehmsten von dem Hof des Baidu auf seine fei-ten zu bringen. Als er sich nun ihrer versicheret sahe, schickteer seinen General» Neuruz mit völckern wider den Baidu, dadann bey seiner ankunft Baidu von allen seinen leuthen ver-lassen wurde. Er hoffte zwar in der stadt Nakhgivan einenaufenthalt zu finden, allein Neuruz folgte ihme fo hitzig nach,daß er ihne auf dem weg auffienge, und nach einer nicht überacht monat langen regierung ihm das leben nehmen ließ. O'Ler-

bibl. Orient.

Baier, (Joh. Wilhelm) wurde zu Nürnberg zwey monatnach seines vatters tobe, welcher ein kauffmann allda war, an.1647. den 11. nov. gebohren. Nachdeme er etwas zeit in derschule zum heil. Geist gewesen, käme er an. 1659. jn das Nürn-bergische 6^MIILÜUM, und an. i66r. gelangte er in das Lalle-Ziem LZiäiLimni zu denen öffentlichen lectionen. In dem 17.jähre feines alters, nemlich an. 1664. gieng er auf die Universi-tät Altorff, und wurde daselbst an. 1667. AWiller. An. 1669.-begab er sich nach Jena, und hörte sonderlich Mufäum, wor-auf er an. 167;. auf befehl Hertzogs Eruesti zu Gothapro Li-ceatiü difputirte, den gmckum voetoris annähme, und in demfolgenden jähre die kirchen-historie zu lehren befehl bekam. Erführte sich bey dieser kroketlion so wohl auf, daß man ihm an.1682. auftrug, mit dem Bischoff zu Tina , welcher die Prote-stanten mit den Catholifchen zu vereinigen suchte, eine Unterre-dung zu halten. An. 1694. wurde er der erste Ueätor und dervornehmste Professor Theologie zu Halle, in dem folgenden iah-te aber nach Weimar als Consistorial-Rath , Ober-Hof-Predi-ger , Stadt-Pfarrer und General - Superintendent beruffen.Er kam auch daselbst den 16. jun. an, wiewol sehr unpäßlich,und starb den 11. oct. als eben seine geburts-stunde einfiel. Manhat von ihm, nebst unterschiedlichen vilpumtionibus, Lampen-stium HievIoAiL VolitivX, llomiletic«, üilkoricce, Norslis,L Lxegeticse; Lollrnionem clvctrmL kontiiieiorum L krote-üsnrium ; item lchisolcerorum L krotelisritium ; Vertheidi-gung der Nothwendigkeit der gläubigen erkänntnis Christi , wieauch des äusserlichen Worts und der taufe; Erweisung, daßLuther, und die es mit ihm halten, an der trennung der kirchenicht schuldig seyn rc. Er brauchte in den streit-schriften einegrosse bescheidenheit, und verbot in feinem mit eigener Hand auf-gesetzten lebens-lauf viel von seinen Widerwärtigkeiten und Wan-del nach feinem tode zu melden. Er wurde in eben das begräb-»is gelegt, worinnen v. Christian Baier, welcher an. i;;o.aufdem Neichs-tag zu Augsburg vor dem Kayser Carolo V. unddenen Reichs - Standen, dre Augspurgische Confeßion abgelesenHat, begraben worden; daher hat Johann Klessenius, welcherdem verstorbenen Herrn Baier parentirt, folgende auf-schrift gesetzet:

sungiturLsiero LsisruslluZullcML LonkslliomSTsekor ills, liiL OoÄor.

Lmbo

Lonkellores Lugusti

^unguntur corporasnimabus Muftis,memor. Tbeol. p. 1614. *

* Baier , (Joh. Jacob) ein berühmter Mäicus, war einsöhn Joh. Wilhelm Baiers, und zu Jena den 14. jun. an. 1677.gebohren. Er legte sich in seiner vatter-stadt, und nachheroauch zu Halle mit besonderm eifer auf die Medicin, womit erjederzeit die schonen wissenschafften und Philosophie verknüpfte,und hielt dabey verschiedene meistens von ihm selbst geschriebe-ne vissutstiones, worauf er auch durch Nieder-Sächstn bisnach Riga eine reise that, von bannen aber wegen kriegs-ge-fahr sich plötzlich wiedrum nach Haufe wenden muste. Alser nun zu Jena angelanget, ward er an. 1701. zum IVWiltro,und nicht lang hernach zum voeiore in der Medicin erkläret.Hierauf reifete er zum andern mal nach Nieder-Sachfen, umdie dasigen bergwercke zu besehen, entdeckte daselbst viele seltneMineralien,deren zwar die Alten, als Galenus, Dioscvrides undPlinius gcdencken, welche aber in den neuern zeiten entwedervor errichtet, oder vor verlohren sind gehalten worden, und ver-fügte sich nach Halle, da er den studirenden mit seinem un-terricht , den krancken aber mit der x>r»xi meciica zu dienen ei-nen ansang machte., Allein es wollte ihm hier nicht gefallen,daher er sich nach Nürnberg begab, woselbst er in das Lolls-xium NeäiLorum aufgenommen, und an. 170z. von den Frän-kischen Kreis-Ständen zum FeldMeclioo bestellet wurde. Erverfiel aber beym besuch der krancken selbst in eine Unpäßlich-keit, und ward dahero , um die luft ein wenig zu verändern,Stadt-kl^fiLus in Regenfpurg, wobey ihm jedoch seine stellein dem Nürnbergischen Lollegio nebst seinem bürgerrecht da-selbst noch ferner aufbehalten wurde. Er kam auch willig wie-derum zurück, als man ihn an. 1704. berief, die krokelliousmxlivstoloßiN und LlüruiML auf der Universität zu Altorf an-zunehmen, wobey er sich denn dergestalt hervor gethan, daß erwenige M hernach die erste stelle in seiner Facultät, und zu-

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gleich die aufsieht über den liorwm meäicuw erlangweniger wurde er bey der Kayserlichenrum zu einem Mitglied, und an. 1720. zu emeinan. 1729. aber zum vireckore, und an. Msich;

derselbigen ernennet, mit welcher stelle orbenMchV

die würde eines Kayserlichen Leib-Meäici , Lomu ^ M

und 8. K.0M. Imx. lftobitis verbunden ist. MspM.Äte er auch noch die titul eines MarggraM M ch MÄersten Leib-lüeclici, und 8enioris bey der Unwerfi a chAals er daselbst an. 17z;. den 14. juk. das stistE tz.WM'führte übrigens einen starcken brief-wechsel ^M ci>>ss§ 4

wo! in als ausser Deutschland, und himersteß ch'chten und zahlreichen bibliotheck auch ein sehenschUM^^M.von Naturalien. Unter feinen vielen schriften sind o> ^

6e: Beschreibung der Nürnbergischen UniversitatS-st Fi-osamt dero fürnehmsten denckwürdigkeiten;sculptilrum tkefsurus; Horti Nockioi Lcsäew-se . ßjGliofe conguillra kistoria ; Orstiones varü »rgum ^

krokellorum Neclicinse in llcackemia üstor»""? lo^'^k.veistoiies klivüco-NeäicR iu quTclsm novi rcoci -

voluminis II. L III. sökorum kbvliLo-lVIeäiLorvcnr.angleichen seiner dissertationen rc. zu gcsthwchM B-nen beyden söhnen ist der ältere, Ferdinand -lchv v e»'' ^IlnÄor lVlLäicinL, Stadt - klchlious zu Nürnberg 'glied vorbemeldter lwaä. um. cur. gewesen.

* Baier, (Johannes) ein Mus, fforirteMvin welchem er zu Augspurg 8cbemma L ürus och MM'A,mit beyfügung dererfelben nahmen in Lateinischer ö cArabischer, Babylonischer und Persischer spräche

so hernach daselbst an. 16,4. wieder aufgelegt w ^

, cis fclLiit. Uatkeni. 66.

* Baier, (Joh.Ceslaus) ein Dominicaner-ME^ ^

in Polen, aus Litthauen gebürtig, wurde an.za in seinem vatterlande Prior, und noch in ev" jzauf dem General-Ordens-Convent zu Rom Oss' ^

Er schrieb Longreggtionem hitlmriniiL krioäical ^

, script. 0. k. tom. II. v. 519. .j.xe /

Baif , (Lazarus) Abt zu Charroux und Greuel -söhn Johannis Herrn von Baif und Mangesser a« ^ in'adelichen gefchlecht in Anjou entsproffen. Er leP ^ „e-

jugend auf die stuäia, sonderlich auf die GneEMNische spräche, wodurch man sich bey Francisco r- Zll>L,1^liebt machen konnte, und wurde an. s>K

nach Venedig geschickt, welche Verrichtung erwol bey einigen Fürsten in Deutschland, als auw' M« .„Fnehmen muste. Weil er dabey feine treue^um » „UAt.hatte verspüren lassen, machte ihn der KvEParlements-Rath zu Paris, und hernach zumEr hat sich durch einige schriften, als äs fte T

vali, und äe Vafculis verühmt gemacht, auch ftl^M Me»Sophoclis und Euripidis in Französischewürde vermuthlich noch mehr proben feinerlegt haben, wenn er nicht an. 154;. plötzlich sösia" är, N, bibl-

hist. äes IVIsitre^ cies isgueres.

Baif, (Joh. Anton) ein natürlicher söhn vM SE B"zart, der ihm an. 1;; 1. zeit feiner Gesandtscham °bohren ward, welchen er hernach vor den sessw ,,nter / Mmit aller sorgfalt auferziehen ließ. Er studlrte' ^ so aAurato, und wiewol er seinen vatter bald verU.MisE Mer nichts destoweniger in der Griechischen und r ,, sBche eine grosse wissenfchafft, legte sich doch ^pcl M«o»Französische verse, vielleicht nach Ronsards Z^

Mitschüler war , wie sie denn die gewohnheltyal s

sard, der sehr spät zu bethe gieng , diesen Das

muste, der hernach anfieng bis an den morgen»M

hat in Französischer spräche unterschiedene >ver^ . Rcle kr-uicine <L cke Neline ; Wmos L deN^-o^s

koeüs sr'äncoise Lc. heraus gegeben, und ist ,^pzu seiner zeit sehr beliebt gewesen, wiewol aus i ^ vorbei

nig staat gemacht wurde, inmassen ihm den» .y vAit>a ^

selbige nach art der alten Gnechen und Latem^ ge»^. 0^

jchlecht gelungen, und der Cardinal Perron v ' Poch-er sey zwar ein guter mensch, aber schlier uvon Mitteln entblöst , lebte aber doch gas ve^^kunst^jcochstadt zu Paris, woselbst er musicalffche ;usam^„ h»te, die von den vornehmsten des Hosts , '^ dusch,,,--) ^selbst, zum öftern besucht worden , b-s d-esech^.^, K ^gerlichen kriege ins stecken kamen. Er starb asu ^ F §>elib. I. elog. L tom. IV. Lall. Lür. ^

ftonlarä. , bist. äes lil-utl es ^

in tbestr. . Asia^MlM

* Baikal, oderBoikal, eineste m der^^E'^rey nahe an denen Indianischen grentzev ' wasch ,occlen lang und 6. breit, hat susses gruch^M ^fyug

chem viele störe und schwartzliche stechu ^

* Bailardus, ein Franzost von gebMsch^, P ^ r->k.K

Will. Ertz-Bischoffzu Brmdlfi m.d piew

Pisanns gedencket feinerm vim Lelslu ,