Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
764
JPEG-Download
 

764 bar

ge sthr rarer und wunderbarer hätte können an den tag geben;er wäre aber so beschäfftiget, daß es ihme unmöglich wäre zuschreiben, ja er konnte kaum seinen Haus-verrichtungen ab-warten. Er wäre im geringsten nicht gewinnsüchtig, sondernmild gegen die armen, und besuchte sowol diese als die reichen.Der berühmte Lockius, so den Barbeyrac zu Montpellier son-derbar wohl kannte, auch ein sehr guter freund des Sydenhamwäre, sagte, er habe niemalen zwey gleichere männer in derwissenschafft und denen Manieren als diese zwey gesehen. End-lich aber als er ohngefehr jähr lang ohne interruption einsehr grosses ansehen erhalten hatte, starke er den 6. novembr.an. 1699. an einem 18. tag angehaltenen fieber in dem 70.jähr seines alters. Er hinterließ einen söhn, so NsäisinD Üo.ökor, und Schatzmeister von Franckreich zu Montpellier ist, samtzweyen töchtern. Carolus Barbeyrac hatte einen bruder, soPfarrherr zu Beziers war, und welcher nach der widerruffungdes edicts von Nantes sich aus Franckreich nach Lausanne indie Schweitz begab, allwo er gestorben.

* Barbi , (Raimundus) ein Dominicaner-Mönch ans Sie-

na in Etrurien, nahm diesen orden in seiner vatter-stadt an,gelangte zu verschiedenen wichtigen bedienungen, und wardzuletzt Ordens-General.. Er war ein sehr gelehrter und bered-ter mann, dabey von grosser erfahrung und geschicklichkeit.Sonderlich hatte er seine lust am 8wäio Wtorico, worauf erauch, so viel er zeit erübrigen konnte, wandte. Er lebte umsjähr i6;8. und schrieb Vira äst L. UnärsL Oallersni dlobllsäa Asus Wtutors äell olxeäale. ldrixt. O. k. Win.

II. x. 500.

* Barbianello, eine kleine Mayländische stadt im gebiethPavia, wo der siuß Copa in den Po fallt.

* Barbiano, eine vornehme familie in Italien, welche diein dem Mayländischen gelegene Grafschafft Belgiojoso besitzet.Ihr stamm-haus Barbiano, welches nicht weit von Comachiosoll gestanden haben, ist von dem Papst der erde gleich ge-macht worden. Aloysius Barbiano, Graf von Cuneo, büffelean. i z6;. in dem kriege wider die von Bologna sein leben ein,und hinterließ 2. söhne: 1.) Johannen?, Grafen von Cuneo,der an. izyy. zu Bologna enthauptet worden. 2.) Alberi-cum, Grafen von Cuneo und Conversano. Derselbe zeugte mitBeatrice polentana, Printzeßin von Ravenna, 2. söhne:

Manfredmn, welcher in seinem enckel Mattelino aus-gestorben. b) Ludovicum Barbiano, Grafen von Cuneound Conversano, welcher Albericum, Grafen von Cuneo undBelgiojoso, nach sich ließ. Dieses Alberici söhn, Ludovicus,war ein vatter Caroli, Grafens von Belgiojoso, welcher mitCatharina Visconti 2. söhne bekam: 1.) Ludovicum, deran. i?;i. als Gouverneur zu Mayland ohne erben gestorben.2.) petrum Franciscum, welcher ausser Carolo, der keinebeständige nachkommenschasst gehabt, Ludovicum und Fran-ciscum hinterlassen. ^ .

I. Ludovicus Barbmno, Grafvon Belgioioso, war Com-mendant zu Novara, und hatte 2. söhne: 1.) JohannemJacovum, 2.) Albericum, welcher Carolum nach sichUeß. Dieses Caroli söhn, Albericus, gesegnete an. 1727. daszeitliche, nachdem ihm Maria Landriana 2. söhne, AntoniumMariam und Carolum, ingleichen eine tochter Juliam,Caroli, Grafens von Archinto gemahlin, gebohren.

II. Franciscus Barbiano, obgedachten Ludovici bruder,hatte gleichfalls 2. söhne: 1.) Franciscum, welcher als Kay-serlicher Obrister an. 1605. von dern Feld-Marschall Rußwormerstochen wurde. 2.) Galeottum, welcher Franciscum nachsich ließ. Dieses Francisci söhn, Galeottus, zeugte mit Octa-via Rangonia Franciscum Barbiano, Grafen von Belgio-joso, welcher, als der letzte seines Hauses, an. 172;. an demKayserlichen Hofe in grossem ansehen gestanden. Hübn. ge-neal. tab. noo.

Barbiano, (Albericus von) Grafvon Cuneo, ein berühm-ter General in dem XIV. Lsulo, mit welchem das geschlecht derBarbiani, Grafen von Belgiojoso, zuerst etwas zu bedeuten an-gefangen. Nachdem er in seiner jugend viel jähre unter Johan-ne Aucuto, einem Engellander, der sich aber in den Italiänischenkriegen tapfer herum getummelt, die Waffen geführt, brauchteihn Barnabas Visconti Mit seinem grossen Vortheil in unterschie-denen Unternehmungen. Hernach diente er als General demPapst Urbano VI. wider den anhana des Gegen-Papsts De-mentis VII. da er denn dieses letztem Nepoten, Nonstgnor äsMonzoja, bey Marino schlug und gefangen nahm, auch alle vonihm in dem Kirchen-Staat eingenommene örter wieder eroberte.Nachgehends that er den Venetianern wider die Genueser gutedienste, und als Carolus von Durazzo das Königreich Neapolisunter sich zu bringen suchte, war er ihm behülflich, daß er nachunterschiedenen schlachten seinen endzweck erreichte; insonderheitüberwand er bey Bari Ludovicum von Anjou, welcher nacheben diesem Königreiche strebte, und noch darzu den Papst Ur-Lanum VI. absetzen wollte. Dem Hertzoge von Mayland,Iohanm Galeazio Visconti, half er mit solchem Nachdruckwider die Florentiner und deren Alliirte, daß sie um friede bit-ten, und die belagerung der stadt Pisa aufheben musten. Ineben dieses Hertzogs diensten zog er wider Franciscum Gonzaga,Herrn von Mamua, und nöthigte ihn, gewisse tractaten ein-zugehen, rflgletchen wider Worgmm, Manfredt, Herrn von

bar

Faenza, und Johannem Bentivoglio, Herrn von BDen letzter» von diesen beyden überwand er bey , erund nahm die stadt Bologna selbst ein. HiernaM M j>>auch in des Manfredi gebiethe, ward aber zu besten.»-.Wdas Reich Neapolis zurück beruffen, allwo ihm der Kv"» g.dislaus das Generalat über seine trouppen wider Lucov^ ^von Anjou anvertrauete, über welchen er auch. bE'.MNoberhand behielt, daß er das besagte Reich wiedermuste. Zuletzt, nachdem er von dem erwehnten ifv'^ er-wurde eines Groß-Contestabile des Königreichs Map" Ab-länget , starb er zu Barbiano in Romagna, in dem . ll-re seines alters. ricrotti äi cenw

luliri x. 17- /Mdo/ corpus geneal. hillor. ItallL tr ^

Barbiano , (Johann Jacob von) Graf zu BelMiol Wneo und Lugo, war an. 1^65. gebohren. Sein vatterdovicus von Barbiano, Commendant zu Novara. invon jugend auf zum kriege erzogen, und begab sich " Mseinem i?. jähre in Spanische dienste, da er dem tue».Konig Antonium in Portugall beywohnte, hierauf "Ust »lü-gen gethanen reisen als ein freywilliger in den Niederm''ter dem Hertzoge von Parma dienste nahm, und vor MZoom todtlich verwundet ward. Er begleitete ferner ^ ^tzoge nach Franckreich, da er der Ligue zu hülffe M, "Mühielt auf diesem zuge eine Generals-stelle unter den PM Evolckern, blieb auch, nachdem der von Parma wieder Mzogen war, noch eine weile bey dem Hertzoge von DM'ühENouen entsetzen, und zog dem Heryoge von Savoyen vHernach ward er wieder in die Niederlande beruffen,bey der eroberung von Cambray, der Versorgung der o>stadt Dourlens, der Vertheidigung von Nieuport, den«von Hertzogenbusch, wie auch in andern gelegenheuenvor that, und General von der reuterey ward. An.l^/jhyM

ihn der Kayser Rudolphus II. in seine dienste, vertrage M

vestung Caschau und zugleich das cvmmando in Obeda er auch anfänglich einige Vortheile gegen die TrEAllein er verfuhr erstlich mit den Protestanten sehr VU dEer ihnen ihre kirchen mit gemalt nahm, und sie «/M, Lums geld zog. Hernach begegnete er auch dem b Mchvstall man denn erzehlt, daß er ihrer drey, die er am' jMschuldigt, soll haben verhungern lassen, und beleidigverheil den bekannten Stephan Votschkay, dem er f" .»ü'Vsulnme gelbes abforderte, und auf erfolgte verweigerene güther die execution thun ließ. Durch diese unbeM'fuhrung verursachte er, daß an. 1604. viele vornehmestund gantz Siebenburgen vom Kayser abfielen. Er n MW'von Bvlschkgy mit grossem Verlust aus dem M/qips,,^verlotzr Caschau, und wurde sich selbst in der vestungAyihn seine feinde belagerten, haben ergeben müssen,nicht Georgius Basta lust gemacht hatte. Er begaf U.hnach Prag zu dem Kayser, verfiel aber daselbst mssh, EMarschall Rußworm in zwistigkeit, der ihm schulstihn der Graf bey dem Kayser verleumdete; um welK^tckz? fwillen Rußworm Franciscum von Barbiano, seine« Aj-in Kayserlichen diensten als Oberster stund, erstach', ekj^trieb diese fache gegen Rußwormen mit solchem desnen köpf darüber lassen muste. Allein weil er weg UtzE.,,benburgischen abfalls nicht allerdings wohl geE^jcht lew.auch nicht viel nutze war, da ihn die Protestawe^sten,kunten, suchte er seine erlassung aus Kayserlichen j-x daszog wieder in die Niederlande, da ihm die E^aas Lwmando m dem lande zwischen der Sambre nn? .^fgevE^trauten. Er hat sich hernach meistens zu Lutt>challwo er eine reiche frau genommen, und an. 162°,. iV. tzw.erben verstorben. cieil-i Xob. äi E-Is

cle vit.L läöt.cl.vir. V/br,«»«,, lib.LXX^' ,

/»-dos. corx. kill. gene-il. IcsI. L Ilissi. x. 160. E

Barbier, (Ludovicus) Bischoff zu Langrcs, hlch' , W^äe I-, Riviere, und war erst Regent in dem coUeß °hernach Almosenierer bey dem Bischoff von Cahv^des Hertzogs von Orleans Ober-Almosenierer war, ^ M,Barbier bey seinem Printzen bekannt machte. Er w«> Mamöge seiner Verschlagenheit, so wohl in den HEÄlleu reß'^ßdaß er sein vertrauter ward, und ihn nach sKÄ,dergestÄ n'>',Allein er mißbrauchte feines Herrn vertraulicWst ^^rieu)'er alle dessen geheimnisse an den Cardinal ME"vor er erst unterschiedene reiche Abteyen und Pass

Bißthum Langres bekam, wodurch er H^^°^rleansFranckreich ward. Als er einmal denHertzog MwA pwseyn dessen tochter der ölsä. äs Montpe»,sier ey^ ^ per ^unter andern diese Wort brauchte; Es ware em v d,e^ywerth seye,. un krincs qui vsloit besucoup, jagss//ihrel>.^,ä,tzeßin, er konnte am besten davon sprechen, weuvatter oft genug verkauft hätte, um zu wlssen, e ^

oder werth wäre. Er starb zu Paris an. r 67°-""her zur Cardinals-würde war ernennet worden. 0/« äe Lo«» Nem. äu 8>

gus8 lur les ssuvrez äs Loilean, Ist. 1. v- 64 - .. .^jn,

* Barbier , war eine galante Französische L ^ra»o ^„ütztragodien geschrieben, fd nach und nach M Pan Lpjcim

men sind, unter diefen stücken ist die eine, ärrw ^ ^ston«fbnderlich admirirt , und der Hertzogm von -s AgVworden, '