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bel bem 891
Segebeü wird, ist auf einem erhabenen gründe gebauet, undjV? nach dem Päpstlichen garten zu. Wenn ein neuer Papstfehlen ist, so wird ordentlich das Conclave in diesem Bel-gehalten. Es sind auch einige schlaffer oder flecken inprallen, welche wegen ihrer unmuthigen läge den nahmen Bel-fere bekommen haben, zum exempel ein ort in dem Hertzog-Spoleto, zwischen Norcia und den Neapolitanischenputzen gelegen, u. a. m. In einer gleichmäßigen bedeutungJauche,, die Franzosen die worte Beauvvtr und Beauregard.
- Äelvedere, tat. bbs, eine stadt an dem ffuß Pennea, liegtder landschafft Belvedere, welche eine der grösten und frucht-barsten provintzen in Morea ist. Siehe Messenia.»*Belugara, ist eine stadt Africäin Monomotapa, an demMtz St. Lucia unterhalb Sophala, fünf grad jenseit des Irapwi^pricorni, an der anhöhe des bergs von Bezala gelegen.Äfls alldortige land ist sehr fruchtbar , und hat sehr gute jagd.^>e haben den Winter in dem brachmonat, Heumonat undMstmonat. Ohngefehr eine meile von Belugara befindet sichUr höle, allwo die winde in der grossen hitz, gleich denen^msvnen von Orient, sehr oft blasen. Um nun diesen winden'Neu ausgang zu suchen, so haben die einwohner den bergMalten, also daß sie durch diesen riß gegen der stadt blasendla /olche erkühlen. Diese luft reiniget die leider bergestalten,^a« sie davon gleichsam unverweßlich werden. Die einwohnerM Belugara, Zenzana und Albigara, vergraben ihre todten in^str hole. Diese völcker sind abgöttisch oder Mahometaner;^ meiste theil unter ihnen werffen sich bey ausgang der son-zu boden, küssen die erde, und brummeln zwischen den zäh-gM gewisse gebätcr; es haben sich aber einige zu dem Chri-Mtham bekennet. Reise des /e 2. xatt. L.
, LiÄ. Oeogr.
Belvis, ein kleiner in Castilien 10. Meilen von PlacentiaLWener ort, so den titul einer Grafschafft führet, und dem^Men von Oropesa zuständig ist. *s.Belurfter, (Claudius) ein Franzose, machte sich durchWe grosse wissenschafften in der Griechischen spräche be-ystvmt. Er lehrte lange zeit in dem Navarrischen LoileZio zuMkls, und schrieb Lommenmrios über den Homerum. Sel-hM nun desto accurater zu machen, nahm er sich vor, selbstruclera der stadt Troja zu besehen, gieng derohalben unisc,!^' 1608. zu Venedig zu schiffe. Er war damals 50. jährss, und seine reise lief glücklich ab, bis er zu Alexandretta an-woselbst ihm die luft nicht anstehen wollte, darüber erhitziges fieber verfiel, und daran kurtz hernach starb,denn seine schristen auch mit ihm untergiengen.c. H8-
..Äelus, ist eigentlich ein Hebräisches Wort, und heist so viel
> k Herr. Es sind unter diesem nahmen sonderlich bekannt:
Belus v:lb)-lonius , welcher in der schrift Nimrod ge-'mnet wird, und die stadt Babylon erbauet hat, weswegenx «achgehends allhier sonderlich göttlich verehret worden. 2.)s?^ug , ist der Assur, des Seins söhn, und erbau-
ss der stadt Ninive. Man hält ihn vor einen vatter des Ni-ss'welcher vor den ersten Assyrischen König angegeben wird.ss) Belus 1 yrin 8 , wird für Epaphi söhn, und Jovis en-sti« Ausgegeben , und hat diesen zunahmen zum unterscheidV"ds ur-enckels, so ebenfalls Belus geheißen, und König zuyssdus gewesen, Belus krisonb genennet, da hingegen dieserZNBelus ßunior, oder noch Nsuss genennet wird, und derh,j d?uis vatter gewesen seyn soll. 4.) Belus Lucius,m '"d des Neptuni und der Libyes söhn ausgegeben. Ersss den Danaum und Aegyptum gezeugt, zu erst spjesse undv-c^rdter in den kriegen gebraucht, und sich endlich mit ei-dvlonie an den Euphrat in Babylon niedergelassen haben,hgssd ihn einige mit dem erstgedachten Belo vermengen. Uder-Uya ^ ^ die Historie dieser Lslorum wegen ihres alterthumssx ,)Uiß. cbron. <k pr-ep. evang. lib. IX. c. 4.
D. c. 2. 17. L 21. , in lex LMt. csn.
abrege äs 1 'biü. univ.
Nj^blus, ein kleiner fluß in Syrien hat seinen Ursprung insie ,^'Galiläa , an dem fuß des berges Carmel, aus demwwNdevia , und fliesset rund um emen thal herum, von180. schritten, woselbst, wie Plinrus berichtet, dasRostes erfunden worden. Es befindet sich auch noch eineMenge sandes allda , welcher sich in glas verwandelt,Sennerin man ihn aus diesem thal heraus wirft, diese er-gq,,UM verlieret. Es nimmt dieser fand nicht ab, obgleichden ,s,Msse damit beladen weggeführet werden, sintemal vonlltu^cMlegenen hohen bergen der wind wieder so viel her-^7 wehet. lib. II. ss^b.lib. II. äs bsllosuä.
V» ele mirab. terrse xromissss.
eine stadt, nebst linem amt und schlösse imChur-si w,j/ndurgtscheu kreise, 4. weilen von Wittcmberg und ebenBrandenburg an den Mittelmarckischen und An-Haus „Äschen grenyen gelegen. Das schloß mag em grentz-
> -0 . wie «ms dewrucleri-
^ zu ^emllch vest gewesen seyn , wie ..
Mg^nnen ist. An. ,406. hat solches der Ertz-Bischofs^llst zv^?elmrg Albrecht nebst dem unweit davon gelegenen"Neustem zu gxunde gerichtet, daß nur ein runder thurn
davon geblieben; Churfürst Ernst aber hat es an. 1462. wie-der in guten stand gesetzt. Sonst ist dieselbe stadt im ;o. jähri-gen kriege auch abgebrannt worden, und soll ihren nahmen ausder Wendischen spräche von Bellsitz, das ist , Herren - sitzbekommen haben. tbentt. 8'äX. k. II. x. Xer-
M. topogr. 8 sx. snx. x. 29.
Belzig, eine adeliche familie, welche von uralten reiten herin Sachsen und in dem Anhältischen bekannt gewesen, und nochzu ausgang des xvn. Lcuii Prussendorff und Spören in demamte Zorbig besessen hat. Vielleicht mag die vorgedachte stadtBelzig ihr stamm-haus seyn. Hermann von Belzig wird ineinem äixlom-ue Bernhardt, Grafen von Ascgnien, als zeugeangeführet, und an. 1587. .haben Joachim und Albrecht dieleiche Joachim: Ernestl Fürsten zu Anhalt tragen helffen.XEt. xroär. Msn. ö-cM. Anhält, yist. s. V. x. 195.
*Bem, oder Bembe, eine stadt in Persien, unter dem 74.gr. i;. min. long. und 28. gr. 20. nun. Imir. gelegen. Sie sollvon dem Calife Mouktader erbauet worden seyn. Nicht weitdavon liegt die grosse wüste Berrsham. Taverniers Persia-nische reise, III. p-149.
Bema, hieß in der Griechischen kirche der chor oderort, wo sich die Geistlichen aufhielten, und wohin ausser denKayser kein laye kommen durfte. Die Manichaer hatten einfest gleiches nahmens, welches sie an des Manetis sterbe-tagehiessen : denn sie stellten ihn auf einen erhabenen ort, so mitkostbaren tüchern beleget war, und wozu man auf;, stuffensteigen muste. O« , Zloüör. p. 19;. *
* Bemarchius, ein Sophist von Cäsarea in Cappadocien,schriebe die thaten Constantini in zehen büchern; er schriebeauch einige Orscionen, nach der meynung Suidä, welcher zwarnicht sagt, zu welcher zeit Bemarchius gelebet habe.lib. II. äs llili. 6rLc. c. 17.
Bemarin, eine provintz von Florida in Nord - America.Sie gehöret dem Könige der Apalechiten, und liegt an dem fußdes gebürges, woselbst Melitot die Haupt - stadt des landes ist., bitt. äes ilmilles.
Bembo , eine von den allerältesten adelichen familien zuVenedig, deren vorfahren schon an. 800. die fundation der Ab-tey äi 8sn 6ic>r§io ÄlLZZiore mir unterschrieben haben. Ur-sprünglich sollen sie von Bologna gebürtig seyn. Als an. 1298.von dem.Doge Petro Gradenigo ll. die noch heutiges tages zuVenedig übliche regierungs-form eingeführt ward, geschahe dervortrcrg davon in dem grossen Rath durch Leonhardum Bembound Marcum Baduero in dem nahmen der sogenannten tzua-rsntis Lriminsle. Franciscus war an. 1401. Bischofs zu Vene-dig, und starb an. 1417. Bernhardus war Gouverneur zu Ra-venna, und muste an. 1481. Sixto IV. welchen Alphonsus Kö-nig in Aragonien bedrängte, succurs zuführen. Er wurde auchin wichtigen Gesandtschafften gebraucht, und zeugte Petrum,von dem ein eigner artickel. Zu ausgang des jahrs r6r;. er-wehlte man an Marci Antonii MeMo stelle Johannem Bembozum Doge. Derselbe hatte vorher an. 1597. die würde einesGeneral-Proveditors zur see erlangt, und in solcher qualirät sichinsonderheit wider die räuberische Uscoquen klug und tapfer er-wiesen. Hernach da er kaum die Hertzogliche regierung ange-treten, zerfiel die Republick eben wegen dieser Uscoquen mit demHause Oesterreich, und es kam so weit, daß die Venetianer Gra-disca zu belagern anfiengen. Allein durch Vermittelung desKönigs von Spanien erfolgte in kurtzem ein vergleich. JohannBembo starb an. 1618. und bekam zum Nachfolger NicolaumDonato. An. 169;. blieb Ambrosio, als außerordentlicherCapitain zur see, in dem treffen bey Spolocadori. Noch vielandere aus dem geschlecht derer Bembi haben zu kriegs-undfriedens-zeiten in ihrer Republick Diensten sich hervor gethan.
,/e /a bitt. äu Oouvsrn. äs Veniss p. 4. ;c>i.bitt. äes UsL0gus8 x>. 4;. 44. 47. 48. XE bitt. ttsip. Venecss.
Bembo, (Petrus) Cardinal, Bernhardt Bembo und der«belenä Marceüä söhn, war an. 147°. gebohren, und muste ermit seinem vatter, da derselbe als Ambassador nach Floren«aesch ckt wurde, mit dahin gehen, um sich in der Zierlichkeitder Lateinischen und Toscanischen spräche recht vest zu setzen.Weil er aber über diese beyde sprachen auch dw Griechische rechtErstehen wollte, so ward er an. 1482. nach Sicilien geschicket,allwo er zu Meßina Constantinum Lascarem z. rahr horte, undeinen Lateinischen tractat von dem berge Aetna schrieb,wel-cher an Ä gedrl'ckt worden. Nachdem er wieder zu Vene-Za angelanget, wurde sein vatter einige zeck darauf an Her--,ftem von Este, Hertzog von Ferrara, abgesendet, wohin ihmBetrus folgte , und unter Nicolao Leomceno dre Philosophiewob! studirte. Er machte sich auch an dem Hofe zu Ferrarabeliebt, wie nicht weniger an dem zu Urblno, welches damalsdie beyden galantesten Höfe in Italien, und eine Versammlungder ae ehrtesten leuthe waren. Am meisten aber machte er sichberühmt, als er an. 1;°;. im 26. jähr seines alters liebes-nesvrache heraus gab, welche ttrolsm genennet werden, weilman vorgiebt, daß er fie auf dem schloß Azolo gemacht. Mitdiesen schlepten sich damalen fast alle manns-und weibs-per-sonen in Italien, und ward niemand vor galant gehalten,der sie nicht gelesen hatte. , Ferner wurden auch seine Latei-nische und Italiänische getichte von iederman werth gehal-ten. Er zeugte mit einer mattresse 2. söhne, Torquatum und
' Ifff 4 Lucilium,