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Erster Theil. A - Be.
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Ltrcillum, und eine tochter, Helenam, so an Petrum Gra-denigo, einen Venetianischen Edelmann , verheurathet wurde.Solches war vielleicht Ursache, daß er sich nicht in den ehestandbegeben wollte, ob gleich die stinigen ihn deswegen, und daßer die von der Republick angetragene bedienung annehmen soll-te , sehr anlagen; wiewol auch seine grosse liebe zu den stuäüsihn davon hat abhalten können. Allein so bald Leo X. an. i; iz.Papst wurde, gieng er nicht eher aus dem Conclave, bis erBembum und Sadoletum zu seinen Secremrüs ernennet. Hier-durch wurde Bembus mit vielen geschafften überhäuffet, wel-che er sich so angelegen seyn ließ, daß er auch darüber in einekranckheit fiel. Man rieth ihm derhalben, die luft zu verändern,da er sich denn nach Padua begab, woselbst er an. 1521. dieHost von des Papsts tode erhielt. Hierauf gieng er nach Ve-nedig , und brachte seine zeit mit studiren und unter gelehrtenleurhen zu, woselbst ihme an. ifzo. üLonstglio äi äieci, nachabsterben des Andrea Navagicr, die Historie ihrer Republickzu schreiben auftrug, ohngeachtet er schon 60. jähr alt war.An. l^zy. machte ihn Paulus III. zum Cardinal; worüber erso erschrack, daß er solche angebotene ehre aüsschlagen wollte.Als er aber den andern morgen in der kirche diese Worte Chri-sti : Petre, folge mir nach! verlesen hörte, wurde er an-ders finnes. Er wurde auch selbiges jähr in Weyhnacht-feyer-tagen zum Priester cingeweyhet, bekam darauf das Bifchoff-thum Eugubio, und hernach das zu Bergamo. Endlich starber an. 1547. Seine schreib-art wird von vielen wegen ihrerreinlichkeit gerühmt, wiewol andere daran tadeln, daß er sichgar zu sehr an die redens-arten der alten gebunden, so daß er lie-ber wider dieBibehals widerCiceronem etwas habe schreiben wol-len; wie ihm denn Lausius schuld giebt, daß er einen guten freundvon lesung der EpistelnPauli,welche er nur schimpfs-weise epilko-lacciab nennete, wo er anders eine Zierlichkeit im schreiben erlan-gen wollte, abgemahnt, und Gregorius Michael berichtet, daßer gegen den Sadoletum, als er die Epistel Pauli an die Römererkläret, gesägt habe : omitte Pas uuga8, non enim decentxravem vlrum tals8 inepti-e. Gleichwol Will Stipiv Gentilisbehaupten, daß unter seinen briefen nicht ein einziger ohnefehler wider die grammatick sey. Unter seinen wercken ist dasvornehmste die Ililtona Vsnera in 12. büchern , welche Lipsiusund andere scharf censiret: Lpistolke Honis X. nomine lcriptse;Kpistola tamil. äs imitatione sermonis; äe Lulice Virgilii; äsOuiäubaläo keretrio L Llilabstba Oonragia lärblnl Oucibu8;Lalkigationes in aligua loca sserentii; setters asommi kontsü-ci, a Laräinali L aä altri Lignori lcritte; Letters a kreUcipie suoi kamiliari lcritte ; wettere a krencixisss e 8ignc>rs Lc. Ki-ms , Orarioni, Lc. Nach seinem tode ließ ihm HieronymusQuirini, sein guter freund, zu Padua in der kirche St. An-tonii eine statue von marmor setzen. Julius Cäsar Scali-ger, Ambrosius Personna, Augustinus Beatianus und anderemehr haben ihm zu ehren elogia verfertiget. Johann äs 1 aCasa hat sein leben beschrieben. 7^"». bist. lih. in. /.»

nomsncl. Larä. Xpi-räan. armal. bist. äs8 Larä.

, jn mustro bist. Iral. Lal-rr-

/.hiss,,,, in not. sä polit. lib.jl. c. 9. metb.

bist. c.4. conkut. labn!. Luräon. e?e«rr.Ä,in bp. sä

Lbilsm. , in orat. contra ltal. in. not.

aä curioüt. Lalkarslli xag. m. 7 'eMer, elog. tom. I. xaZ. 9.

* Bembus , (Franciscus) ein Patriarch zu Venedig, daher

er auch aus einem vornehmen geschlecht gebürtig, und krnni-csrin8 St. Marci gewesen war, wurde an. 1401. den 27.jul. dazu erwehlt. Gregorius XII. schrieb ihm, daß diejenigenLlerici, so nach denen 8ubäiaconi8 folgten, wann sie etwasverbrochen hätten , und ohne ihren Priesterlichen ornat undohne platte betroffen würden, aller geistlichen freyheiten ver-lustig seyn sollten. Er hat den altar 8. stnärsX stpostoligebauet, und ist etliche mal von der 8ignoris zu Venedig inGesandtschafft nach Engelland und anderwärts gebraucht wor-den. Er starb an. 1416.. Ital. lacr. tom. V. x. 1287.

* Bembus , (Matthäus) ein Jesuit aus Posen, war an.1640. Hof-Prediger bey dem Könige in Polen, Sigismundo III.Er starb an. 164;. Seine Lateinische schriften sind: kax nonLax; kacatu8 impacatus; Pastor viMilans; Lbristianus kella-tor; Lp08 in iuipmrientS8 bvangelic08 Verbi Mnistros; hlo-nita stäutaria. Ausser diesen hat er auch vieles in Polnischerspräche geschrieben.

* Bemmel , (Wilhelm von) ein mahler, gebohren in Utrechtden 10. jun. an. i6;o. legte sich, da er noch wenige jähreseines alters zehlte, mit vielem eiser auf das zeichnen undmahlen, welches er nach deine im landschafft-mahlen zu Rot-terdam bey Hermann Sachtleven, einem in diesem Luäio vor-treflichen künstler, sehr glücklich exercirete, und es in kurtzerM so weit brachte, daß da er kaum 17. jähr alt war, erItalien schon mit nutzen besuchen konnte, und auch an.^647. sich dahin verfügte. Er hielte sich zwey jähr zu Vene-M ' hernach acht jähr zu Rom auf; ferner übete er sich zuMapvM und deren gegenden vier jähr lang in seiner kunst,und zeichnete an den mehreften orten, vornemlich aber zu Tivolidie angenehmste prospecte nach, wodurch er sich sowol in Jta-lien, ais ba er um das jähr 1660. wieder zurück kehrete, inTeutschianv, allwo er am ersten die rechte ausübung von demlandschafft-mayien dargegeben, ein grosses lob erwarbe. Die

öem ben

erste probe hiervon machte er zu Augsburg, hielte sich aber Ekurtz da auf, und gienge nach Nürnberg und Casiel, an .chen zweyen orten er sich eine geraume zeit aufgehalten.lich gieng er an. 1662. wieder gen Nürnberg, und ^da wohnhafft nieder. Seine mit unermüdetem steig vette"»gemählde sind sowol in Nürnberg als ausserhalb starck schet, und von den kunst - verständigen bis auf diese stuno 0 .geschähet worden. Er starb den 20. dec. 1708. und tzlE ^je zwey söhne, die durch ihre geschicklichkeit in dieser s"den Bemmlischen rühm noch mehr erhoben. ^

...

* Bemmel, (Joh. Georg von) des vorhergehenden ssb'ein bataillen-mahler, ward zu Nürnberg den;o. novewor-1669. gebohren, und legte den gründ im zeichnen und ^bey seinem vatter. Hernach machte er sich des berühmtenJoachims von Sandrart fernere anweifung wohl z" " A,-Darauf fieng er das bataillen-mahlen an, darinnen er W . päium nach der schönen Manier des bekannten Joh.

Lembke richtete, und in wenig jähren so treflich zunaiM. ^ihme deswegen, und vornemlich auch hernach, da er

biges als das landschafft-mahlen durch feine gute invA Mirverbesserte, von allen kennern der rühm eines sehr geM j.,n.künstiers mit recht beygeleget wurde. Er starb den ( 8 -§ yan. 172;. nachdem er lange zeit von dem podagra aUE^ungemach, und an seiner arbeit viele Verhinderung erduld« v,te. Doppelmayer, historische Nachricht von den Nurn^scheu künstlern.

* Bernpde, (Jordanus van) ein Niederländischer Mn» ^

caner-Mönch aus Tournay, hieß erst Gerardus , bekambey annehmung obgedachten ordens zu Brügge in Man. iö;2. den 26. nov. den nahmen Jordanus. Er sMssaao.II. mart. Ml. 1671. ^ in bibl. -^ 0^.

Dom. Mau hat von ihm in Niederländischer spräche dp A

sum st»nguini8 leu carmen äs kassione vomioi nostn ^Löven 1670. in 8. , lcript. 0 . k. tom. II. p. 64 ^' ^

* Bemyster, ist ein stecken der Grafschafft Dorset in

land, der Haupt-ort dieser gegend, m. Englische weilenLondel» gelegen. OE. ^ ^

* Ben, oder Benne, (Wilhelm) ein Presbyterianisch«diger in Engelland, war zu Egremond in Cumberland,doch nahe bey diesem ort, im nov. an. isoo. gebohren.dem er in der freyen schule zu St. Bee die läumanima «net, kam er nach Oxford, und gab daselbst, wie man iE/Wider Königin Lollsgio einen lamulum ab. Nach diesem

er eine Präsentation nach Okingham in Berks ; als aber sein anderer, nahmens Bateman, der mit ihm zu gleich«in Oxford studiret, auf eben diesen ort eine anderweitige^sentation erlanget, verglichen sie sich beyde unter einander ^sie die amts-geschäffte gemeinschasstlich verrichten, und <MM„-einkunfte davon unter sich theilen wollten. Jn solchenden verblieb er daselbst, bis ihn die Marggräfin Ehampton, welche damals in Sommerset lebte, zu M ^ ftr-und ihn zu ihrem Caplan bestellte. Hierauf erhielt erner an. 1629. das amt eines Kectari^ und Pfarrers c>'xchAllerheiligen-kirche zu Dorchester, und brachte sich alma ",chseine treue und eifer grosses ansehen zuwege, wie er dann ^den gefangenen in seiner Pfarr wöchentlich predigte, Mdurch veranlassete, daß in der ringmauer des gefangnlM^steNcapelle, zum wenigsten guten theils, auf feine eigene "'.M,gebauet wurde. Da er sich aber nicht conformiren ss,gch-wurde er an. 1662. seines amtes entsetzet, und gcrl«h «re-hero wegen seiner in privat - Versammlungen gctham''digten in viele Verdrießlichkeiten , so daß er auchgestraft, und gefänglich eingesetzet wurde. Er starb ä.mertz an. 168°. und ward auf dem alten dorfe zu ^Mje,ster anf dem kirchhof, der zu seiner ehemaligen kirchezur erden bestattet. Man hat von ihm eine schritt,titul: änsver to Nr. Lrancis Lamxüelä'8 letter 'h„.s,jcheNtion os tbs Lkriliian 8abbatb sgairät tke ^svvisb; jh-8oul xrosperity in several sermon8, welche letztere ^Lxs-tzetres treflichen innhalts auch in die Teutsche spräche uoeworden, , Htlien. Oxon. II. Ü79. . gsNM /

Bena, Beccabena, ein Königreich in Nigritien „ ch>it-dessen einwohner Sousos genennet werden, liegt gsw ^ gytag an dem Königreich Mandinga, und gegen mo">dem Königreich Melli. Die Haupt-stadt hat diesem mm ^nahmen gegeben, welches voller berge ist, darinnen gil-ben , deren eisen das Europäische übertritt. Es g^bt auw^§te schlangen daselbst, welche so dicke als beydem men, ^das dtcke bem. Der König hält stets ein dergleichen ^^zwischen den armen, und gehet damit um, M mu .^,,kleinen Hundgen; daher man ihn auch den Konlg der ' s Kgen nennet. Diese abgöttische völcker glauben , ^in jener Welt alles wieder finden werden, was sie >« ,^clgrab bekommen; dahero viel Avld und silber hinein ,wird, und werden diese gräber in entlegenen orten gs B-rauch manchmal in dem gründe des stuffes, welchen mterdessen abwärts geleitet. 2)^^, älrica.

Benacus, siehe Garder-see. ^«en,E

Benadat I. ober Ben-Hadad , König rnDamasco, ein söhn Tabrimmon, bey dem Iojepyv ^genannt, fieng an ums jähr der Welt ;v2S. ä.