Band 
Erster Theil. A - Be.
Seite
895
JPEG-Download
 

b e n

bekommen hat. Er legte sich aufdie üuälL slsgsntiors,M> hernach aufdie Rechtsgelehrsamkeit, welche er 6--.jähri» Padua lehrete. Die Universität zu Bononien, der Ko-te« Portugall, der Papst und noch andere Printzen, woll-An gerne zu sich habener zog aber allen diesen sein vatter-Ad vor, allwo er in grossem ansehen lebte. Er wurde an.?4;. durch Carolum V. an. i;6r. durch Ferdinanduml. undM'^64. durch den Papst Pium IV. zum Ritter gemacht, und»arv den 23. mertz an. 1^82. im?;, jähre seines alters. Seine/mchmsten schriften sind: LolleÄsnes super sus Lseksreum ;^kopdregmara I-eZsIis; Looülis; Lroblemsts AeZslis; lopics;«Aoiniuni 8sLLräocii; Oblervstiones Aegslss; kal/mstki^;uullribus ^Ltis ; AoLi LommuneZ ; <le srivile^iis militsi-idus;rupillorum ssvoribus <Lc. elog. k. I. c-t-r/,«/.

?«»crrs/. äs dar. leg. interpr. 1il>. II. c. i6Z.

Bence, (Johannes) wäre von Rouen, und seit an. rSoo.vt'tglied der Sorbonne zu Paris. Er vereinigte sich mit- 6e Berulle, und wäre mit demselben einer der stiftern derf-Ovßreggtion des Orstvrii in Franckreich. Nachdem er nunMf jähr lang seine neue mitbrüder unterwiesen hatte, schick-A rhn Berulle in Burgund, damit er daselbst auch an denAAn einrichtungen arbeiten möchte. Er hielte sich die meisteM zu Lyon auf, da er zu regierung des dasigen 8 eminsrü,Ajches der Cardinal von Marguemont den Priestern des Ors-anvertrauet hatte, vieles beytrüge. In eben dieser stadtAd zum dienst und nutzen dieses 8 emmsrii schriebe er : lVls-. vsls in IV. Lv-Mgelis, in 12. Lyon 1626. und 1682. AIsnusIs^ vinnes v. ksuli Lpilkolss, L in septem Lpiikolss Lsnoni-r. bände in 12. Lyon an. 1628. 16,3. 163?. Er starb

b e n

89 ;

24. apr. an. 1642. in einem alter von 74. jähren, ^te-

.Mencius, ( Franciscus) ein Italiänischer Jesuite, war^'.1542. zu Aquapendente, einer stadt inToscana, qebohren,M studirte die Humaniora unter Marco Antonio Mureto mit^ Aem succeß, daß er einer der berühmtesten Redner seiner zeitMde.. Er hat viele jähre zu Rom in dem Lollegio derg Pietät die Redner-kunst gelehret, und ist daselbst an.i;yi. deng'Aay gestorben. Er hat nochbrüder gehabt, die allerseitsAA Jesuiten gewesen. Seine Idrixta sind Orariones, Loema-L scriptions Lc. La^/e.

_ Benctus, (Hugo) ein berühmter Lliilosoplius, lüsolo-x^und NeäiLus, von Siena, war zu Ferrara und Parma kro-Mr l>ieäiLinD, und starb an. 1448. zu Rom. Er hat ge-'Mleben : Oommentarium in Lpborismos Aipxocraris ; in är-ssw Oaleni; Volumen Lonüliorum; Interpretatlonem äe ke-^c>U 8 «Lc. Wr/M tbeatr.

, * .Bencius, (Spincllus) war ein söhn Synolphi und Apol-'Aia Signiä aus einem vornehmen geschlechte zu Monte-Pul-"«no. Er studirte zu Florcntz, wurde daselbst Lanonieus, undAchuf ürLkipresbvter an der Cathedral-kirche zu Monte - Pul- .,Mo, endlich aber den y. jan. an. i;6r. Bischoff allda. Juliushü- brauchte ihn zu seinem Inrernumio an den MarggrafenMrjgnani und den Hertzog Cosmum, als sie Siena belagertMen. An. i;6z. wohnte er dem Tridentinischen LoncilioAh / und wollte sich darauf zur ruhe begeben, muste aberdem Cardinal, Alexandro äe Medicis, in Legation nachjsichnckreich gehen , wo er zu Paris den io. aug. an. 1^96.

Ital. stier. wm. I. x. 1004.

nckendorff, ein altes adeliches geschlecht in der Marck^AAenburg und Meissen. Joachim, ein söhn Johannis von«n « ndorffin Wardin, lebte an. 1478. kaufte schöne güthersqA/M hinterließ Marcum, der durch seine Heurath mit Eli-dxAch von Straussen aus dem Hause Wormsfelde, sich mitUnd m uehmsten geschlechtern in der alten Marck beschwägerte,Und A^Argium zeugete. Dieser diente in den Hungarischenhe^Mandischen kriegen, commandirte auch als Hauptmannals r-Sinais in Liesiand. Unter andern hat sich Martinus,he,A'AmiLtM.suris und Chur-Brandenburgischer Hof-Rath,dvxff k gethan. Seine söhne waren 1.) Christoph von Bencken-tzr^AssPanckau und Blanckenburg, berühmter Mus, Chur-cl>A"Anburgischer geheimer Rath und Vice - Cantzler, Wel-sen AAA60;. m der 14. Gefandtschafft in Polen und Preus->wddem Reichs-tage verstorben. 2.) Johann, auf Dreh-»qK.'Ud Parchim, anfangs Lüneburgischer Hof-Rath zu Zelle,^enm ends Chur-Brandenburgischer Regierungs - Rath in derfürg.Wck zu Cüstrin, und an. izy;. nachdem er eine Chur-req Ach^ Gefandtschafft zurück gelegt, Cantzler in der gedachtenEr starb an. 1607. im hohen alter. ;.) Martin,in Chur-Brandenburgischer Rath und krokestor LoäicisvnvÄMckfurt an der Oder. 4.) Andreas, Chur - Branden-svhsi 'M' Hofgerichts-Lllestor. Dieser letztere hinterließ einensch->.st-vtartinum, welcher an. 1647. als Chur-Brandenburgi-ej„ Lvs-Rath gestorben. Nach ansange des xvm. keculi lebte^e« 2 °Uiglicher Polnischer und Chur-Sächsischer General vonUlid TÜr orff in Meisten, auf seinen guthern zwischen Oschatzgisth^Men, Achatius war an. 1712. Schwartzbur-tlieztr und Hofmeister zu Rudelstadt.

ivest^kitcoal, ein kleiner ort anfder insul Sumatra gegenbey. ' / w Asien, allwo die Engeüänder eine gute vestung ha-

Ben - Cochab, ein berühmter betrüger, siehe Bar - Loche,das.

, * Bend, ist eine seit der zeit Raphaelis von Urbino, dene manfür den sürnehmsten Stifter haltet, zu Rom aufgerichtete mah-ler-societät. Wann solche geftllschafft jemand in ihr corpusaufnehmen will, so muffen zum wenigsten sieben glieder dabeyftyn. Die ceremonie dieser aufnehmung verhaltet sich also.Der Veld-Paap, so der Präsident rst, Maus einem erhabe-nen stuhl.; und erzehlet in einer wohl ausgesonnenen rede, so eran den Vert, das ist, an denjenigen, der darein aufgenvm»men werden soll, richtet, die gesetze und regeln, welche die un-zerbrüchlichen ilmuta der societät in sich halten. Da nun derneuling mit tiefster ehrerbietung geantwortet, daß er alles vor-geschriebene ins wem zu richten willig und bereit seye, so se-tzet ihme der Veld-Paap eine lorbeer-cron auf das Haupt, undfangen zu gleicher zeit alle beystehende mitbrüder an zu ruf-fen, es lebe, es lebe, es lebe unser neuer mitbrüder.Darauf giebt man ihme den nahmen, so er tragen soll; undheisset man diese ceremonie, taufen. Als Cornelius le Brunin diese geftllschafft aufgenommen wurde, gäbe man ihme dennahmen Adonis. Nach dessen Verrichtung ertheilet man demneuen mitglied, nebst unterschiedlichen ceremonie», seine vonallen beystehende« unterzeichnete gemeinschaffts - briefe; woraufman sich in ein zimmer begiebt, allwo man zu tische sitzt, undsich die mitbrüder auf Unkosten des neuen mitgenossen belusti-gen. Bey anbrechendem tag begiebt man sich zu dem grab desBacchi, um solches zu begiessen. Solches liegt eine starcke wei-le von der stadt in einer kleinen Arche, St. Agnes genannt.Dieses grab ist aus einem schönen porphirstein gemacht, dar-auf auf allen vier ecken eine Vorstellung des Bacchi ist. Gegenüber ist ein Wirthshaus , allwo man dem neuen mitgenoftsen die schönsten auslichten von Rom zeiget, und sich dengantzen tag belustiget. Es stehet dem neuen mitglied als-dann frey, alle oder nur die helfte der nnkösten zu bezahlen.Man nimmt niemand mehr in diese geftllschafft auf, der nichtentweder Flammändisch oder Teutsch verstehet. /-

, V S^SZS <Lc. c. 2.

Bendn, eine alte stadt in Macedonien, welche ein Bißthumhat, so unter Durazzo gehöret. Diese stadt ist jetzo ruiniret,aber das land da herum behalt noch den nahmen Benda, undgehört den Türcken.

Bendarmassan, oder Bendarmaßin, eine stadt in In-dien , in dem nördlichen theil der insul Borneo, liegt an demausgang des ssusses Saccadano, der insul Java gegen über,und hat ihren eignen König.

Bendeleben, ist eine von den ältesten adelichen familienin Thüringen, allwo sie auch ihr altes stammsschloß Bendelebennoch heut zu tage besitzet. Rudolph wird in einem ckplomarsLandgraf Wilhelmi in Thüringen von an. 122?. als zeuge an-geführet. Heinrich und Eitolph haben dem Marggrafen mMeisten, Friderico dem erleuchteten, an. 1249. treue und hüls-se wrder die Brabantische Hertzogliche Wittib und deren War-ten, Hertzog Albertum von Braünschweig, nebst andern Thürin-gischen von Adel versprochen. Hans Christoph, so um dasjähr 1696. als Chur-Sächsischer Hauptmann gelebet, hat nebstandern sein geschlecht fortgepflantzet. srm. 8ax.

Dresd. chrvN. P. 106. äixloMLtiLÄ ?. II. p. 270.

* Bendeler, (Joh. Philipp) war Lsnwr und LoiieM 8ckoi.guimus zu Quedlinburg, gebürtig von Riedtnördthauftn,einemEiftnachrschen dorfe, welches zwey stunden von Erfurt gegenMitternacht liegt; er hat ein Lrsrium lVlelopoericuru edirt,davon der erste aus 6. bogen bestehende theil an. 1638. zuNürnberg in folio gedruckt worden. Seine Or§Lno§mpKiList an. 1690. und sein virsÄorium MlilLum an. 1706. in 4.heraus gekommen. Im erstem wird gewiesen, wie die schlech-ten Intervalls Milies können verändert lverden; im zweyten,wie eine orgel nach ihren hanptstücken, als inensuriren, abthei-lung der lade , zufalle des Windes, temperatur und so ferner,aus wahrem mathematischen gründe zu erbauen sey, und imdritten werden diejenigen streit-fragen, so hin und wieder zwi-schen denen Schul-fteÄoridus und Lsntoribus über das Oi-isüorium Milicum movirt worden , erörtert. .Der sutkor istin der Arche vom schlag gerühret worden, und plötzlich gestorben.

* Bendemir, ein fluß; siehe Araxes.

* Bmdenrteder, (Joh. Christoff) Freyherr von Adelshau-ftn, wäre ungefehr um an. 1673. gebohren. Er wurde invielen wichtigen dlsgotistionen und Geftmdischafften von demKayftr Carolo VI. gebrauchet. In dem jähr 1714. war erals Käyftrl. Legations-8ecretsriuL bey dem ftiedens-schluß zuBaden. An. 171;. erhielt er die stelle eines würcklichenReichs-Hof-Raths, und qienge an. 1716. mit Joseph Carl,dem Grafen von Koniqseck, nach Paris. Ferner half er, alSKayserl. Bevollmächtigter, an. 1718. die vierfache alliantz zuLonden schließen. An. 1720. als der Graf von Köniqseckvon Paris abreisete, blieb er daselbst als Kayserl. Abgesand-ter. Als in dem jähr 172;. Caroli VI. älteste schwester, dieErtz-Hertzogin Maria Elisabetha, zum zweyten mal als Statt-halterin m die Oesterreichische Niederlande gieng, bekam Ben-denrieder bey derselben die Groß-Cantzler-stelle. Bey dem Frie-dens-Congreß zu Soissons war er nebst Philipp Ludwig, Gra-fen von Smtzendorf, und Joh. Leopold Vtttvrm, Grafen von

Win-