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Erster Theil. A - Be.
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Windischgrätz, als dritter Kayserl. Bevollmächtigter. Er starbauch daselbst den -8. jul. 1728. in dem ?c>. zahr stmes alters.Er hatte sich bey diesen und andern Handlungen durch seine klu-ge aufführung in solches ansehen gesetzt, daß er mich nach demtod den rühm eines geschickten manns bchtelte. In leinen, te-stament hatte er seinen bruder, den Kayserlichen Ober-Kriegs-Lommiffsrium, zum erben seiner guther eingesetzet. Dieserstarb aber auch unverehelicht den 4. nov. gleiches jahrs. Da-her erbte .ihrer schwester mann, der Herr von Pesseneg, dochmit dem beding , daß er den Bendenrtederischen nahmen künf-tig führen solle, «ke Hühners

lupplemeut L'L.

Bender, sonst auch Tcckin genannt, ist eine Türckische ve-stung in Bessarabien, an dem fluß Niester, etwa 20. Teut-sche meilen von dessen auslauf in das Schwache meer. Vordiesem war es ein geringer ort, und ist erst nach heutiger Ma-nier beseitiget worden, seit dem die Türcken Caminieck andie Cron Polen abgetreten. Es residiret daselbst ein Sän,giack; dannenhero auch die umliegende gegend das Sangiacatvon Bender genennet wird. Im übrigen ist dieser ort son-derlich berühmt worden / seit dem der König von Schweden,Carolus Xll. nach der an. 1709. von den Russen bey Pultowaerlittenen Niederlage sich dahin retiriret, und eine lange zeit da-selbst aufgehalten. Sonsten findet man in der Türckey, Per-fien und Arabien unterschiedliche örter, die den nahmen Ben-der oder Derbem führen, und gemeiniglich an die grentzengebauet find, wie denn beyde Wörter nichts anders heissen, alseine grentz-vestung oder schlüssel des Reichs.

* Bender, (Joh. Ludwig) ein vocior.luris und Kayser-lichcr Cammer-Gerichrs-LäLilor zu Speyer, zu ende des XVI.s«c. schrieb OommentLrium äs Xevilione abkoruln <L lenren-riarum in lucliLio Lnmersli; Lommenr. in Oräinst. Lsmer.

k. III. tir. rr- Franckfurt i;8y. Darmstadt 160;. Cöln i6;y.in 8. und gab Xelponls stLtoium Oermsnise lupsi nsgoriorevisorio heraus, Franckfurt 1589. in 8.

Benderen , Leneäurum, ein alter flecken in der Oesterrei-chischen Grafschafft Feldkirch gelegen. Es ist vor altem alldaauch ein thuen gestanden, welcher an. 140;. von den Appen-zellern niedergerissen worden. An. 1499- im Schwaben-krieg,haben die Eydgenossen diesen flecken in gründ verbrannt, weilendie darinnen gelegene Oesterreichische lands-knecht jenen zurschwach ein kalb getauft, und ihme den nahmen Amman Rü-de gegeben hatten. Ich. X. xsg. ;zo. XK^r.

xsx. 1 ;;. L 2IY. *

* Bender-Regh, oder Bmder-Rik, d. i. der iändhafen,eine kleine stadt in der landschaffk Schiras in Persien, unter-halb des flusses Boschavir , wo er sich ins meer ergeußt. Sieliegt längst am gestaoe des meeres, an einem orte, wo dassel-be in einen langen und engen winckel läuft, welcher wirblichtherum läuft , aber nicht sonderlich tief ist. Die meisten Häu-ser in dieser stadt sind von schilf-decken über geaitterte stanzengezogen, und die mauren sechsten, welche diese Häuser umfchlies-sen, sind von keiner andern Materie, also, daß weder eisen nochmauerwerck dazu kömmt. Einige giebt es doch auch von ander sonne gebackenen ziegeln, welche aus mörtel von erde undstrohe gemacht werden. Die meisten einwohner sind Araber,und reden alle Arabisch und Persisch. Der Gouverneur ist einAraber, und dependiret von dem Bassa zu Schiras. Das erb-leich daherum ist sandicht, und das Wasser zum trincken mußeine weile von dev stadt aus einem brunnen geholet werden.

, Morgenländische reise III. 8- p. 220.

LlMOIOIÜ, ein fest, welches die Thracier

der Dianen, so in ihrer spräche Lenäix hieß, zu ehren feyerten.Zu Platonis zeiten fieng man es auch zu Athen an, allwo deniy. und 20. tag des monats Targelionis in dem kirXeo einegrosse proceßion, ingleichen ein wettlauf mit fackeln gehaltenwurde. t-EM ler. cdeFa»«/, äs teü. 6rsec.

* Bendmellj , (Agostino) ein Luccheser, und L-monicus

Le8vlsri8 LmciLnenliz, war ein vortreflicher NuÜLU8 , undhat esntiones ssLrs 8 8 . VOLUM auf 2. chöre , an. 158?. zu Ve-nedig , und eben dergleichen 2. bücher zu Franckfurt am Mayn,ein» 1604. heraus gegeben» kibi. Llsls. p. 1616.

* Bmdinellus, (Anton) aus Florentz, hat an. 1549. flo-

riret, und das leben Scipionis, eine Oisriou auf den tod Kay-sers Caroli V. wie auch Hänotmiousg locorum killor. herausgegeben, die in Gruteri X-imxsäe stehen. äs Icrixr.

rer. Xom. k. II. p. i;6.

Bendis, wurde bey den Thraciern die Diana genennet,und dadurch verstunden sie die erde, wie Hesychius berichtet;andere aber, als Suidas und Phavorinus, legen es von demMond aus. Die feste, welche man dieser göttin feyerte, kamensäst mit den Laccb3nalibu8 überein. siehe LMÜIVlK. Är-aso,bb. IX. lib. I. in limTum.

Bmdjxius, (Dominicus) ein Frießländer, warLrobi-amLonus zu Leuwarden, und nach diesem Oanonicrw zu Düs-sswors, woselbst er an. 1586. mit tobe abgegangen. Er hatLermoues a« viwuäa xsLLLti occalioue; äs ftumilitate, Im,Inviciia,^onrinsnri2, contrsluxum, Lrapulam Lo. geschrie-ben. rat klbl. LelZ. Lrkeu.

* Bendlowes, (Eduard) ein Englischer Poet in dem XVll.

b e n

Hec. käme in seinem 16. jähr in das St. Ivhannis-Lollegwmzu Cambridge, gegen welchem er sich hernach auch seist ^thätig erwiesen, indem er nicht nur von einem sehredlen geschlecht, sondern auch sehr begütert wäre. NW <er sich eine ° genügsame zeit in besagtem LolleZia arttg«i ^ten hatte, trat er samt einem ihme zugegebenen ?

eine reise an in fremde lande , besuchte sieben versiMv

Fürstliche Höfe, und kehrete wiederum naher Engelland. ^

wolen er von feiner Herrschafft Brenthall und einigen »«7ihme zustehenden land-güthern gegen tausend pfund ster ^jährlicher einkünften zu beziehen hatte, auch niemals veryeu ^thet gewesen, so hat er sich dennoch durch seine schlechte v» XHaltung, indem er durch Poeten, tellerschlecker, musicanlen.uschmeichler, und unbedachtsame bürgschafflen, um dentheil seiner güthern selbst gebracht,und ist so gar wegen durg!»v^ten zu Oxford in gefangenschafft gerathen. Nachdem eraus derselben wiederum befreyet worden, brachte er kmseines lebens in dieser stadt mit studiren zu, und starbdecembr. an. 1676. seines alters 7;. jähr. Einige M ^übernahmen die kosten seiner begräbnis. Die von ihm s" ^licht gegebene getichte sind folgende: 8pbinx HleoIog-cL.

NuliLa lempli, ubi c!ilco,ciia concor8; Honoeifioa ^ ^rum Lellatio, üve pucis L kcisi astociatio, kebr.

164z. Iksopliila; äs 8acrä Lmicitia; Tkrenorkriamvcon; Oxonü Lnoomium; Oxonii Llngia; Nagia LmloLckc» veriäica joco-leria, <Lc. EnglischerBendocdar, ein Sultan von Babylonien, und grE^folget der Christen, setzte sich mit hülffe seiner freunde amthron, davon er den rechtmäßigen besitzer gestürtzt hatte.lagerte Acre mit zoooo. mann ums jähr 126;. streifte durm ^menien, und starb zu Damasco den 15. april an. 1277- " hu-mider die Tartarn ausgezogen war, nicht ohne argwohn ^gebrachten gifts. lib. III. p. I2. c. 6. leg. 0' >Bendorff, ein flecken und Herrschafft auf dem Wesi^,^gelegen, und zur Grafschafft Sayn gehörig. Es gelM Mtheil zur Sayn - Altkirchischen Portion, die der HertzosSachsen-Eisenach besitzet.

Bendschin, eine kleine stadt in Schlesien, an den M^scheu grentzen, zum Fürstenthum Iagerndorff gehörig'

Bene, Denn, lat. Leruia, Lageun», eine kleine sia ^Italien, im Piemontesischen, nahe am Tenaro , mit demtul einer Grafschafft. In dem XVI. ücculo hielt es der ^,von Bene mit den Franzosen, und der Graf äs la lsMtsein bruder, mit den Spaniern. An. 1;;;. überredeteletztere Ferdinandum von Gonzaga, Bene zu belagernches er auch that; Monluc aber, der sich nebst andern?'^gemorsten, machte, daß die belagerunq wiederwurde. Nachgehends hat man die sorlification rn»

memoir. T'z-tta». biü. lib. XII. hgidsi

* St. Bene, ein Abt in denen wüsteneyen um E^n»von dem Hieronymus erzehlct, daß er niemalen gcstv' ^,octnoch gelogen, noch erzürnt gewesen , oder ein unnütze"geredet, sondern ein recht englisches leben geführet, um ß yjegrosser demuth sich vor gar nichts geachtet habe. Er

krasst wunder zu thun, wie er denn unter andern em "^ecs-und noch ein anders schädliches thier auf ersuchen derer»leuthe aus der benachbarten gegend vertrieb. mcsml. 8anÄ. XI. 7;. MarE

* Bene, ( Thomas äs ) ein LIericu8 XeZul3ri8 von ^ sx.gi aus dem Neapolitanischen, lebte in der mitte des x ^oslorculi, War Ibeologise krokellor, 8-mÄi OKcü sind)und anderer LongrsMtionen Lanlulcor. Seine schrsil

De .juramento, Lyon 1669. in fol. äs Officio 8. 1 "? i

circ» beerelin in 2. vol. ib. 1666. äs LomitÜ8 leu 4 -

äs Immnniwte <L lurisciiüions ecclelisllica, ib. l^E^sLlSll'8umma TbeoIoZica in 2. tomi8, ib. 16?;. in fvl. äs ^lia eriante , oxinLnte, äubis Lc. bibl. Xap-Benedict Beurn, eine reiche Benedictiner-Abtey in A .pBayern, an den Tyrolischen grentzen, wozu das jstium^ he-Heilbrunnen, und ein theil des Waller-sees gehöret' ^sitzet ein freyes gericht, hat noch in dem XIII- ifAio. adeliche lehens-vasallen, und der Abt die Furstluv^iMgehabt. Das kloster ist von,, brudern, Lanfrrdo, ^ftet/mo und Elilando, Graftn von Antorff, und LE » 'und von dem heiligen Bvnifacio an. 740. eingeweyyer ' ^ scNach vielen erlittenen Verwüstungen ist es neuererprächtig aufgebauet worden, daß es wegen seiner rouvmarmorsteinern kirchen-altäre, unvergleichlichen,zlmmcwohl angelegten bibliotheck, wie auch des vortreWen aw^^cWaller-see angelegten lust-hauses vor eines der schonuenin Bayern paßiren kan. Chur-Bayern, x. H9- M

* Bmedicti, (Benedictus) oder äc ösneöiü-X ' wa ^von Legnano, einem an dem Etsch-fluß m dem Verone umbieth gelegenen flecken, gebürtiger Ok>non>LU8 von pao

eher lange zeit allda lehrete, und an der pest m dem) hstarbe.

* Bmedicti, (DominicuseinArtztundbruderm^^

hergehenden, starbe zu gleicher zeit und an gleicher ktana^sein bruder. Sie halten beyde geschrieben, aber die wletztern sind alle verlvhren gegangen. ^ Sem'