Band 
Erster Theil. A - Be.
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den

gemahlin , Magdalena, Humberti Grafens von Nuenar undLimburg tochter, nicht allein zum brautschatz die HerrschafftenBedburn, Alpen und Helffcnstein, sondern auch, als seiner ge-mahlin brssder, Adolphus, an. 1589. starb, das BaronatLenepund die Grafschafft Limburg an der Leine m Westphalen, miteinwilligung des Lehnsherrn bekam, wie auch die Erbvogtey;u Cöln, welche sonst bey denen von Nuenar gewesen war;und erhielten dadurch die Grafen von Bentheim die gerech-tigkeit, daß in Cöln kein übelthater katt hingerichtet werden,wenn er nicht zuvor eine nacht über in der gewalt der Grafengewesen, daher sie einen Vic-mum in Cöln halten, welcher ihrrecht beobachten muß. Von diesem Arnoldo entsprießen diejetztlebenden Grafen von Bentheim, und zeugete er unter an-dern Adolphum und Arnoldum Jodocum, davon jener denTecklenbnrgischen, dieser den Bentheimischen äst fortgepflan-tzet. Adolphus, welchem Tecklenburg zu theil worden, hinter-ließ ohne die andern kinder, vornemlich Mauritium, der an.1674. gestorben, und mit Johanna Dorothea, Fürstin vonAnhalt, zwey söhne und sieben töchter gezeuget, unter denensonderlich die älteste, Sophia Agnes Eleonora, zu mercken,welche an. i6;8. gebohren, und nachdem sie sich durch ihrefrömmigkeit und gelehrsamkeit berühmt gemacht, den 8. oct.an. 1691. gestorben. Unter den söhnen war Johannes Adol-phus , der älteste, und an. 1657. gebohren. Er vermählte sichan. 1664. mit Johanna Dorothea, Philippi, Grafen von derLippe-Bückenburg, tochter, sie wurde aber von ihrem gemahlgeschieden, nachdem sie ihm zwey töchter gebohren hatte; unddieser vermählte sich zum andern mal an. 1679. mit Charlotta,Friderici, Landgrafen von Hessen-Eschwegen, tochter, Augu-sti des jüngern, Hertzogs zu Sachsen-Halle, wittwe, welche,hm zur Welt gebracht Johannem Augustum, der im junio an.r68o. gebohren, hernach Preußischer Cammer-Herr worden, den21. apr. an. 1701. aber gestorben ist ; ferner eine tochter, undan. 1689. einen söhn, der bald wiederum verschieden. Der an-dere söhn Mauritit, und bruder Johannis Adolphi, ist Fride-ricus Mauritius, Graf zu Bentheim rc. ehemals in Dänischenund Chur-Brandenburgischen diensten, hat seine residentz zuLimburg genommen, und von seiner ersten gemahlin, SophiaTheresia, Gräfin von Ronow und Biberstein, Friderici Wil-helm , Grafen von Leiningen - Westerburg, wittwe, so an.1694. mit tode abgegangen, einen söhn an. 1690. erhalten, deraber das folgende jähr gestorben, worauf er sich an. 1696. zumandern mal mit Christian« Maria, Casimiri, Grafen von derLippe-Bracke, tochter vermählet, welche an. 1697. eine tochterzur weit gebracht, nahmens Sophia Amalta. 2.) Johan-na Louift, gebohren den 8. jun. 1699. und an. 1727. mit Ca-rola Grafen von Sayn und Witgenstein vermählet. ;.) Mau-ritius Castmirus, Graf von Bentheim Tecklenburg, wel-cher 1701. den 28. mertz gebohren, und sich den ;. julii 1727.Albertinam Henriettam, eine tochter Georg« Alberti, Gra-fens von Jsenburg in Meerholtz, beylegen lassen.

Der Bentheimische äst kommet, wie oben gedacht, vonArnoldo Jodoco her, welcher in der theilung die GrafschafftBentheim, und nach absterben seiner jüngern brüder auchSteinfurt bekommen. Er hinterließ von Anna Amalia, Grä-fin von Jsenburg, ohne die töchter, zwey söhne, davon der äl-teste , Ernestus Wilhelmus, Bentheim, der jüngere, Philip-pus Conradus, Steinfurt bekam. Ernestus Wilhelmus wargebohren an. 162;. und verheurathete sich den 22. aug.an.1661.mit Gertrud von Zelst , Hartgeri zu Zelst, eines Richters zuZellern in der provintz Zütphen, tochter, mit welcher er 6. söh-ne zeugete, darunter Ernestus die regierung bekommen, Chri-stophorus Bernardus , gebohren den z i. dec. an. 1664. wardHolländischer See-Capitain , und starb an. 1697.; ArnoldusJodocus , gebohren den 21. jan. 1666. starb an. 1691. in Jrr-land ; und Stativs Philippus, gebohren an. 1668. wurde ineinem treffen in den Niederlanden unter den todten drey tagevermisset, ist aber am leben geblieben. Diese söhne nun wur-den zwar vom Kayser vor lehn-fähig erkennet, auch sowol alsihre mutier in den Reichs-Grafenstand erhoben. Allein es ge-rieth doch der Graf durch diese Heurath in grosse ungelegenhert,welche ihm theils sein bruder zu Steinfurt, theils der vetter zuTecklenburg machte; sonderlich aber, als sich der Bischofs vonMünster, Christoph Bernhard, mit einmischte. Dieser ließan. 1668. den Grafen nach Coesfeld fuhren, und die Catholischereliaion anzunehmen nöthigen, als auch nach der zeit seine ge-mahlin, die unterdessen aus des Bischoffs verhafft entflohen,und mit ihren kindern zu Deventer ankommen war, auch vonden General-Staaten in schütz genommen wurde, wüste sie derBischofs bey ihm dergestalt verhaßt zu machen, daß er, nacherlangter Päpstlichen dispensation, sich den aug. an. 1678.mit Anna Jsabella, Adolphi Grafen von Limburg-Styrumtochter, vermählte, darwider zwar seine erste gemahlin bey denHolländern protestirte, aber vor bekümmernis bald daraufden29. merk an. 1679. starb. Endlich an. 1691. im may, wurdeM Bielefeld diese zwistigkeit beygeleget, mit solcher bedingung,daß des Grafen Ernesti Wilhelmi söhne vor Reichs-Grafen ge-achtet werden, an statt Bentheim die Grafschafft Steinfurtnebst den Herrschafften Alpen und Havekeswerth, auch jährlichaus der Grafschafft Bentheim 1000. reichs-thaler bekommen,und wenn der Graf zu Steinfurt ohne kinder stürbe, allda suc-cediren sollten. Worauf Graf Ernestus Wilhelmus den 26. aug.an. 169;. starb, und sein söhn Ernestus zu Steinfurt die regie.

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rung antrat; er hat sich an. 1701. mit Jsabella Justin« / Grä-fin von Horn, vermählet, und ist an. 171z. den 14. wart. im;'jähre seines alters als Holländischer Brigadier zu Steinfurt vesterben. Sein einziger söhn Carolus Fridertcus, Gras vvBentheim in Steinfurt, war an. 170;. im deccmb. geboyr»verehelichte sich an. 1724. den 4. jul. mit Francisca Charlone'einer tochter Friderici Adolphi, Grafens von Lippe-Detwo f-und gesegnete an. 1.7; z. den 7. jun. das zeitliche. Er hlnlcr"einen söhn , nahmens Carolus Paulus , gebohren rm »V'1729. Ernesti bruder wäre Eustachius Philippus , flevv-ren den 27. april 1668. wurde Holländischer General-M«iv >und Gouverneur von Heusden, und denen dazu gehörigen p»tzen, und vermählte sich an. 1694. mit Johanna S>do>»Wilhelmi Adriani, Grafens von Horn tochter. Er staeo17. sept. i7Z4. Philippus Conradus, der jüngere bruder 7-nesti Wilhelmi, starb an. 1668. und hatte mit Anna EilMAWilhelmina, Grafen Mauritii von Tecklenburg tochter, ^noldum Mauritium Wilhelmum an. 166;. gezeuget. Um-warb Kayserlicher würcklicher geheimer Rath und Obrin-r.^merer bey Chur-Pfaltz. Er halte vormals Steinfurt, suAVte aber durch den Bielefeldischen vergleich dem Grafen Er»"'Wilhelms in Bentheim an. 169;. und starb den 14. »wv-1701. Von Johannetta Francisca, Gräfin von ManderE'.Blanckenheim, Ferdinandi Maximiliani, Grafen von rberg wittwe, zwey söhne und zwey töchter hinterlassende. Aerste söhn war Hermannus Fridericus , gebohren an.folgte seinem vatter zu Steinfurt, ward aber an. 172z. M.,,blödigkeit des Verstandes für untüchtig zur regierung eEEr hatte sich an. 1717. vermählet mit Eleonora EberhardsCaroli Landgrafens von Hessen-Rheinfels tochter, von.wem,..

gebohren2-) ^ kett

er erzeuget, 3.) Jsabella Carolina, Canonißin zu Essen / A,,bohren den 8. jun. 1718. b.) Bernhardina,may 1721. c.) Carolus Fridericus Belgicus ,

17. mart. 172;. Herm. Friedrich starb an. 17; 1. 2.-cus , Kayserl. Cämmerer, und Dom-Herr zu Cöln , aucy ^seines bruders blödigkeit Interims - Administrator, geM^an. 1699. sslibsmus rsäivivus.

in snn-rl. Hollsncl. 11 b. II. p. 68- 69. lurirp- ssg

lib. III. c.; 1. H.äu manifest. sse Issaä. In Oo>ncke Lentkeim. notiri xrocerum lib. IX. c. 1. Ot»

log. Handb. f . . ^t>

* Bentheim, (Antoninus) ein Dominicaner-MonM. ^

von geburt ein Teutscher, wohnte an. i6zo. dem Genera»^dens-Capitul zu Rom als veüniwr bey, und wurde dar»" ^zum Ordens - General erwehlet. Er hat unter andern auw,Böhmen die Theologie gelehret, und geschrieben : Lot »...in tre8 partea clivssu« , Franckf. 1654. in 12. ^

O. k. wrn. II. p. ; 77 - M

* Benthem, (Heinrich Ludolf) war zu Zelle an.

2. nov. gebohren. Sein vatter war Henning Benthem,

aer Prediger in der Zellischen Vorstadt, welcher unterfaM, ^«intern vorgestanden, endlich Probst und Superintenve» ^Ultzen wurde. Nachdem er einige zeit sich zu Rinteln,,L«achstädt und Jena studirens halber aufgehalten, begab er MLüneburg , der Unterweisung des berühmten Dr. Sanoy"^pzu geniessen. Darauf nahm er an. 1687. eine reise nach -Up einund Engelland vor, da er sich eine zeitlang zu Utrecht w. ^ii»jähr zu Leiden aufhielt, da er wegen seiner gelehrsam«' ch-guten cvnduite sich bey denen berühmtesten leuthen belle»-te, daß er auch abwesend eines brief-wechsels gewurdig"de. Nach seiner Wiederkunft an. 1689. wurde er tkrcn>a" ^,zum Dannenberge, und drey jähr hernach kassor xr>wLsnonicus und Superintendent zu Bardewick. An.er zum andern mal nach Holland, und wurde an. 17°^^ So-und Superintendent zu Ultzen, an. 1709. ein mitgueol' st-laganäa ücle , und an. y. just

glischen Societät äe prop!

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sein leben beschlossen, und nachfolgende gelehrte und

f f ' l: Englisch ^ ..

und schulen-staat, den erstem hat

Superintendent zu Hardurg, woselbst er an. 172z- dch.^fjche" ' ' lderv"^,^

. solgende gelehrte uno ^An-schriften verlassen, als: Englischen und Holländischen t»-,^,

' rt er an. 1694. heraus E

unv zu,uirn-u»ai, ven erirern uai er an. 1094. M-

und ist derselbe an. 17z 2. zu Leipzig sehr vermehrt wieo^. ab-gelegt worden. Der letztere ist auch ins Holländischetzet worden, klscentü äs Verona meclia , yuibus ssowlis conäita conservata <L ünes proxsxare ssuciet, 1688- .unienäi8 krotslisntikus; das Bild eines Christlichen FN i1698. Brunsw. Dr. Stanley Warnung an die Mosto»,kirche, sich vor denen Nachstellungen der Römischen »» » Maus dem Englischen ins Teutsche übersetzt; Unterricht vo^ ss,den Christi, 1. Tim. II.6. Hirten-briefe; Drey Trost .1^.

ten, 1721. Oratio äe Lkrilio Hege sglvis munssl rcßMSrsnte; vissutationes; Vorstellung und betrachtung oereiKirchen-Lehrer von der Wahrheit und Göttlichkeit derchen religion; (Oxv8 polibumum, Hamb. i727.wo au^,.leben vorgedruckt worden.) Ein apologetisch wem, psptoribu 8 äe veritate relisionia Lbrillian« , wovontheile fertig gewefen, ist aber durch den tod verhindertes zu stände zu bringen. Unschuldige Nachrichten, a> -x. 874. an. 171;. p. 126. an. 172;. ?- 8 Z 9 -* Bentinck, ein vornehmes aeschlecht in Gngella"^jgtesches von einem sehr alten und edlen Hause aus den ver- ^Niederlanden abstammet. Wilhelmus von Bentmck , »«Mt«n artickul unter Portland handelt, wurde von oen^jhch