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Wilhelms M. an. i 6 Fy. den 9. apr. zum Baron von Cirencesterin der Grafschafft Glocester,zum Vicomte Woodstock in derGraf-Müfft Oxford,und zum Grafen von Portland in der GrafschafftMorset erhoben. Er starb an. 1709. nachdem er mit feiner an-^tn aemahlin Anna, einer tochter Iohannis Temple, und witt-U ^ohannis Lord Berkley von Stratton, eine einzige tochter^labellam, die an Evelyn , Hertzog von Kingston, verheura-Mt worden; mit der ersten aber, so gleichfalls Anna hieß, und>vuardi Villers tochter war, unterschiedene kinder gezeugetMle. Von diesen sind folgende vier erwachsen : r.) Henricus,von dem sogleich. 2. ) Maria, die mit Algernoon Capel, Gra-ten von Esscx, verehlichet worden, z.) Anna Margaretha,w mit Herrn von Duyvenvoorde in Holland, und 4.) Fran-^>ca Wilhelmina, welche mit Wilhelms ,. Lord Byron, ver-mahlt worden. Ietzt-gedachter Henricus Bentinck wurde nachAms vatters tobe Graf von Portland, Vicomte Woodstock,M Baron von Cirencester; der König Gcorgius I. aber machteW an. 1716. den 6. jul. zum Marquis von Ditchfield, und zumMtzoge von Pvrtland, woraufvr an. 1726. in America, alsEeneral-Capilain und Oberster Statthalter von der inful Ja-maica, wie auch Königlicher Cammer-Herr, mit tobe abgieug.Mne kinder, die chm Elisabeth, eine tochter und mit-erbin
Amtland , Marquis von Titchsield, Vicomte von Woodstock,«no Baron von Cirencester, welcher sich an. 17; z. mit Marga-^Ma Harley, des Grafen von Oxford einziger tochter und erbin,^mahlet hat. 2.) Gevrgius. ;.) Sophia, eine gemahlinvenrici Grey, Hertzogs von Kent. 4.) Francifca.
Wilhelmus, Baron von Bentinck, ein Vetter des Hertzogs von-vortland, hat sich an. i7;4- im jan. mit Sophia Charlotte, ei-Ar tochter Antonii, Grafens von Altenburg vermahlet, undm von dem Kayser in den Reichs-Grafen-stand erhoben worden." hat gezeuget: r.) Christian Friedrich Anton, gebühren den,^-aug-i7;4. 2.) Johann Albert, gebohren den 26. dec.- 7 l 7 - Carolus Ludovicus , Baron von Bentinck, Herr vonAvon und Pendreyt, war an. 17,6. einer von den Staaten vonHolland und West - Frießland. Lrica«. tom. I.
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un^Ü!?bMss^E Bentivengts, Cardinal, Bischofszu Alba,ei» » ^ ^ "conULlitiurius der ktrche , war von Aqua Sparta,klemm stadt in Umbrien , und wurde anfangs ein Franci-l,^mr-Monch. Ums jähr 1276. wurde er Guardian zu Todi,M kam bey dem Bischofs daselbst, Petro Cajetano, in gnaden.Ag dieser nun das Bißthum zu Anagnia erhielt, und sein vori-an den Papst Johannem XXI. wiederum abtrat, übergab5 ^^lbe an den Bentivenga, welcher damals Beicht-vatter°em Cardinal Johanne Cajetano war. Dieser stieg hernachsM/r den, nahmen Nicolai III. auf den Päpstlichen stuhl, undM dem Bentivenga an. 1278. den Cardinals-Hut auf, ernenn-.. mn auch hernach zum Bischoff von Alba und Groß-kmuiten-sein^o der kieche. Doch in allen diesen ehren-stellen behielt erhdemuth, und legte sich auf lesung geistlicher bücher, starb^auf zu Rom an. 1290. oder wie andere wollen, zu Todi an.sn» l Ms welchem letzter» orte er begraben liegt. in
öl in. Onco». in vit. konr. , bist. äö8 Lsrä. ^c.
vv^Mwogiio, ein städtgen in Italien, m
"onien, aufder feite von Ferrara. Es ist sonst viel an-h>eii -i^. gewesen, als jetzt, bleibt aber deswegen berühmt,hat ^ vornehmsten familien in Italien davon ihren nah-
tz^Mivogiio , dieses geschlecht soll von Entio, Könige inab^oinien, seinen Ursprung haben; die Könige von Aragonienktitm- e-Hertzoge von Mayland , und verschiedene andere Po-hqt' Und mit demselben in verwandtschafft gerathen; ja estvv»,s M lange zeit die herrschafft von Bonvnien besessen. An-H-Ux , Mar zu ende des XIV. Leuli in grossem ansehen , undgeschjWey söhne, Thaddeum und Johannem I. Dieser warder alcv und verwegen, und machte sich an. 1400. meister vonte„ fdt Bononien; weil aber die benachbarten selbige beschütze-che -V.7N1 es darüber um das jähr 1402. zu einer schlacht, wel-tivvg.üchst seinem leben verlohr. Hernach setzten sich die Ben-Av».r, "klt hulffe ihrer anhänger wieder in gute Verfassung, undbis »A" brachte Bononien wieder unter sich, behauptete es auchiuccedu., ° >«hr 144z. da er in der kirche ermordet ward. Ihmsijhvte sein söhn Johannes II. und weil dieser sehr jung war,Agiern» ^ von seinen unverwandten bis auf das jähr 1462. diedvy h'"g- In selbiger sich nun zu erhalten, ließ Johannes vieltheil h-^.Malvezzi hinrichten, und verjagte die Marescotti,bey -» ss, damit umgiengen, ihm das regiment aus den hän-tql, ,,!sleleu. Übrigens war er ein guter soldat, kluger Gene-Kixty 7^'chrvcken, und aufrichtig. Er machte mit dem Papstbündln^ - und mit Hercule, dem Hertzog von Ferrara, einkiuw. ».'Utderdie Venetianer, schlugauchHieronymumRia-°ri Vi M widersetzte sich dem Casari Borgia, Papsts Alexan-"erjaaff'Mu, mit grosser tapferkeit. Doch um das jähr iz°6.!'uiqe »»^uPapst Julius II. von Bononien. Es wurden auchM, »"2 jelnen kindern umgebracht, seine güther ausgeplun-wster '^u Haus von dem volck niedergerissen, welches allesUb gegebene versprechen geschahe. Er entflöhe des-vtstsp, L-«rea» /. Theil.
in dem gebiethe
halben nach Mayland » oder, wie andere sagen, nach Bussetin das Parmesänische, woselbst er an. 1^8. bey nahe 70. jähralt, gestorben. Die von feinem geschlecht noch übrig gebliebe-nen , liessen sich zu Ferrara nieder. Cornelius war zweymalLieutenant des Königs von Franckreich in Italien, und bekaman. c?6c>. den orden von St. Michael. Er stund bey dem Hau-se Guise in grossem ansehen , ward aber von denen von Bour-bon angeklaget, daß er an. 1545. z» Rocheguion aufFranci-scum von Bourbon , Grafen von Anguien, eine kiste fallenlassen, weiche ihn getödtet. Allein er rechtfertigte sich sehr wohlbey dessen bruder, dem Könige von Navarren, und soll auchwürcklich an diesem unglücks-fall keine schuld gehabt haben.Er legte auch ferner in den Toftanischen kriegen grosse ehre ein,und wurde zuletzt Generalißimus des Hertzogs Alphonsi II. vonFerrara. Er hinterließ unter andern kindern auch Guidonem, soCardinal worden, den Marquis Hyppolyrum und Enzo , einenvatter des Marquis Cornelii, welcher das geschlecht fortgepffan-tzet. f Ludwig Bentivoglio von Aragon, ein bruder desCardinals Cornelii Bentivoglio von Aragon, von welchem eineigner artickul folget; ward im octobr. 17;«. von dem König inSpanien für sich und seine Nachfolger zum Grossen von Spa-nien gemacht, nachdem dessen ältester söhn, welchem diese ehrezugestanden worden , ohne männliche erben verschieden. Die-ser hieß Hippolytus, ein Edler von Venedig und ?3UiLM8 zuFerrara, auch Grosser von Spanien, starb im nov. 1729. j„einem alter von zz. jähren. Er hatte sich mit Maria AnnaGonzaga, einer Fürstin des heil. Rom. Reichs vermählet,welche er schwanger hinterließ, und schon ein töchterlein vonzwey jähren gezeuget hatte. Sie gebahr nachgehends einensöhn , welcher aber in dem achten monat wieder verstorben.Die übrige kinder Ludwigs Bentivoglio sind, Guido, Cam-mer-Herr des Papsts, welchem im decemb. 1727. der Car-dinals-hut dem Cardinal Astorga in Spanien zu überbringengegeben wurde , welcher auch den 6. jun. 1729. zum Haus-Prälaten und Hekersnä-nio beyder signaturen erkläret wor-den , solche stelle aber-nach dem tod feines ältern bruders auf-gegeben hat; und eine tochter, welche den Rathsherr Albergatizu Bononia geheurathet. L , Kitt. äs
Lolon. äelc. Iml. Ks/lvo L Lspic. illullr.
Bentivoglio, (Guido) ein Cardinal, war zu Ferrara an.1^79. von Cornclio Bentivoglio, und Elisabeth Bendadei ge-bohren. Seine studien fieng er zu Ferrara an, und setzte sie aufder Universität Padua an. 1594. fort, war auch willens, den ti-tul eines voclori« anzunehmen, als an. 1597. im oct. Alphon-sus II. Hertzog von Ferrara , starb, und Cäfar, Hertzog vonModena, Ferrara behaupten wollte; worüber er mit ElementeVIII. in krieg verfiel. Weil nun Guidonis bruder, der MarquisHippolytus Bentivoglio, wider den Papst dem Cäsari diente ,ward der Cardinal Aldobrandini, des Papsts nepote, welcherdie directivn des kriegs harte, aufihn sehr ungnädig. Guidoaber begab sich deswegen von Padua zu dem Cardinal, undsöhnte seinen bruder wieder bey ihm aus. Er half auch vieldarzu, daß bald hernach an. 1598. der friede geschloffen wurde;weswegen der Papst, welcher nach Ferrara gekommen war,ihn wohl aufnahm, und zu seinem geheimen Cammer-Herr»machte, dabey aber ihm die erlaubnis gab, seine ttuäia zu Pa,dua zu vollenden; da er denn wieder dahin zog , und in vochn-rein sturis promovirte. Hierauf begab er sich nach Rom, undwar bey jederman wegen seiner klugen aufführung in ansehen.Paulus V. machte ihn zum Xekerenäsrio utriu8gue lign-iMrL ,und zum Ertz-Bifchoff von Rhodus in inüäelihn8 , sendete ihnauch als Xuncium äpokolicum nach Brüssel, allwo er etlichejähr bliebe, und so viel galt, daß sich der Ertz-Hertzog Albertusselbst in den damaligen tractaten mit den vereinigten Niederlan-den seines raths bediente. Weil er bey dieser gelegenheit den zu-stand dieses landes genau erforschete, schrieb er in Italiänischerspräche ein buchl von demNiederländischen Staat und kriege.Ausden Niederlanden schickte ihn Paulus V. nach Franckreich, daer sich etliche jähr an dem Hofe Ludovici XIII. mit gutem ver-gnügen aufgehalten, bis ihm dieser Papst im jan. 1621. denCardinals-Hut schenckte, den ihm aber erst sein Nachfolger Gre-gorius XV. den 12. april an. 1622. zu Rom aufsetzte. Der Kö-nig in Franckreich gab ihm auch dasselbige jähr das Bischoff-thum Riez in Provence , und trug ihm die protection vonFranckreich am Römischen Hofe auf, welche beyde amter er aberhernach wieder niederlegte; dennoch war er zu Rom in grossemansehen , ja selbst bey Urdano VIII. so angenehm, daß er nie-mand lieber, als ihn, um sich hatte. Nach dem tode Urbantgieng er mit ins Conclave, und da er n. nächte wegen der un-erträglichen Hitze schlaflos zugebracht hatte, überfiel ihn ein sie-ber, daran er den 7. sept. starb, als er 64. jähr alt wäre, unddie gröste Hoffnung hatte , den Päpstlichen thron zu bestei-gen. Seine vornehmste schriften sind: Lslationss rerum inLelgio A gsüsrum; Aittoria belli kslglci; Lpisiol«
IsripW temxors XunsiLturD lliL, Lc. welche in Italiäni-scher spräche geschrieben. Seine wercke sind zusammen ge-druckt , und einige darunter ms Französische, Spanische,Engellandische und Holländische übersetzet. Einige legenihm auch die Lommemarior Herum k.LLlelmiliLmum ä Lls-insnti8 VIII. kontiüesm sä temxora Urbsm VIII bey.
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