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er an. 1544. aufdle Universität zu Wittenberg, die Rechte zu er-lernen , und hielt sich etliche jähr daselbst auf, horte auch r.jähr Lutherum fleißig, und ward mit Melanchthone wohl be-kannt. Nachdem er nun auch Leipzig, den Reichs-tag zu Aug-fpurg, die belagerung vor Magdeburg, und an. 1552. dieUniversität zu Franekfurt an der Oder besticht hatte, begab er sichan.izz6.in fremde länder, und ward sowol am Spanischen Hofezu Brüssel wegen der recommendation Königs Ferdinand!, ,alsauch auf Vorschub des Grafen von Egmvnd, von der Kom-gin Maria in Engelland sehr wohl aufgenommen. Von dargieng er nach Franckreich, und horte zu Orleanö Annam Bur-gium die Rechte lebren; wendete sich alsdenn durch dieSchweitz nach Italien, und nachdem er sich ein halb jährzu Venedig aufgehalten, ingleichen Rom und Neapolis bese-hen hatte, kehrte er an. izzg. durch Oesterreich , Ungarn undPolen nach feinem vatterland, woselbst er das folgende jährdie Glogauifche Lands-Hauptmannschafft in abwefenheit Chri-stophort , Freyherr» von Lodkowitz, zu verwalten überkam,und kurtz darauf bey dem Königlichen amte Ellor wurde;doch müsse er diese stelle bald wieder verlassen, als ihn derKayfer Ferdinandus zu feinem Reichs-Hof-Rath ernennete, undfolgends Kayfer Maximilianus II. nicht allein zu geheimenrathfchlägen , sondern auch zu verschiedenen gesandtschafftenbrauchte, wie er ihn denn an. iz66. nach Ober-Oesterreichund Elfaß, damit er um hülffe zum Türcken-kriege anfordcrungthun möchte, abschickte, und da er alles wohl ausgerichtet,folgte er dem Kayserl. lager. An. izü?. wurde er nach Da-nemarck und Schweden abgesendet, da er beyde Könige wie-der, mit einander vertragen, und zu ende folgenden jahres zu-rück gekehret ist. An.i z?!. begab er sich nach seinem vatterlande,ungeachtet ihn der Churfürst Fridericus III. von der Pfaltz zusich berufte, und starb daselbst den z. mertz an. 1602. Weiler von feinen beyden ehefrauen keine kinder nach sich ließ, stif-tete er von feinen güthern ein Majorat, und vermachte im te-stament viel geld zu Unterhaltung armer Lmäiolorum.
.fLt. in tbeLtr. Eusä Schles thron. LtkweL 8iIelioZr.
* Berg, ein Würtemberglscher marckt-flecken zwischen Stutt-gard und Canstadt, bey dem man erst vor wenigen jähren aufeiner kleinen insul auf dem Neckar ein gewisses mineralischeswasser von besondern eigenfchafften und würckungen entdecket,welches in allerley zustünden durch häufigen gebrauch gut undheilsam befunden, und dahero ohnlängst gefaßt, und zu einemordentlichen saurbrunnen und bad gemacht worden.
iniinulcilpt.
* Berg, (Johannes van den) legte sich von jüngster jugendan auf die Mahlerey , und ward Henrico Goltzio zu dem en-de übergeben, damit er in dieser kunst einen guten gründ le-gen möchte. Er hatte nachgehends gelegenheit, sich bey Ru-bens in gunsten zu setzen; dieser trüge nun ein mercklichesbey, um van den Berg zu höhern dingen tüchtig zu machen;da Rubens sahe, daß van den Berg so starck in der kunstzunähme, gewann er ihne so lieb, daß er ihn zum Ober-Aufseher aller seiner land-güthern machte, dahero dann dieser sichfast mehrentheils zu Zpern aufhielte. Groß allgem. Holl.Lericon.
* Berg, ( Matthias van den) ein söhn des vorhergehenden,ward an. 161z. zu Npern gebohren, welches ihm ein anlaswäre sich unter Rubens selbsten zu üben. Er brachte es zwarin dem zeichnen sehr weit, weilen er sich aber gewöhnet hat-te andre nachzuahmen, als hat er sich eben dadurch ausser!stände gesetzet, etwas von sich selbsten zu erfinden und auszu-führen. Einmal ist es gewiß, daß sehr viele copeyen, hinge-gegen aber wenige original-stücke von seiner Hand anzutreffensind. Er starb an. 1687. Groß allgem. Holl. Lexicon.
*Berg, (Theodorus Cornelius van den) ein zu Utrechtgebohrner sehr gelehrter mann, welcher fteNor in dieser stadtgewesen ist, und ein werck über die unglücklichen fchicksale unddie Verderbnis, so in denen Niederlanden herrscheten, unter demtitul: krolopopoeia Micli L morib»8 corrupti Lelgü ; nebst ei-nigen anmerckungen über die beschreibung des BißthumsUtrecht, verfertiget hat. bibliork. Lelg. p. 827.
Berga, ein schloß und städtlein an der Elster, unweit Wer-da, im Neustädtischen kreise, und in des Sächsischen amts Wei-da bezirck gelegen; ist aber schrift-saßig. Es ist sonst ein klosterund eine pflege allhier gewesen.
* Berga, ist ein schloß und flecken Spaniens in Catalonien,fünf meilen von Puycerda an dem fluß Lobregar gelegen.
Bergaigne, (Joseph äe) Ertz-Bischoff zu Cambray, warvon Antwerpen gebürtig, und begab sich sehr jung in denFranciscaner-orden striökioiis obiervsmiL, davon er an. 1616.Provincial in den ländern am Rhein, und folgends vestni-ror und General-Lommillärius in Teutschland und FlandernMb. Er führte auch mit grossem rühm viel wichtige ge-icyMe vor den König von Spanien, und andere Printzen,E Er erhielt an. 16;?. das Bischoffthum Hertzogenbusch,E an. 164^. Ertz-Bischoffthum Cambray, wurde auchbou ^MKonig Philippo IV. mit zu seinem klLliipotentiarioMunsterische friedens - Handlung ernennet, starb abernach dem frledensffchmß zu Münster im oct. an. 1647. §«»»-
Bergallus , (Carolus) ein Franciscaner-Monch zv^.„lermo und Provincial seines ordens, der sich in der IM"stischen Philosophie ziemlich umgesehen, auch durch seineten grosses lob und beyfall erhalten, ist an. 1679. gestEEr hat cle Objecko khiloloxlÜL; koeün mitLellÄnesm ; rciniuin meäise InLultstis, und ein heroisches geticht, llavmlgenannt, geschrieben, bibl. 8ic. .
Bergamasco, eine den Venetianern gehörige landschamItalien, welche gegen vsten an das Brescianische, gegen » -den an das Valtelin, gegen Westen und mittag aber an >-Mayländische grentzet. Sie hat eisen-bergwercke undmarmorstein. Es liegen darinnen die ftädrgen Brembaw ^Sotto, Lovero, Seriato u. a. m. ingleichen die flußeVrembo, Serio und Derzo, ingleichen der Lago ä'Jsev/ n'cher halb in der lanbschafft Brescia liegt. ...
Bergamo, die Haupt-stadt in der landschafft BergaM"'liegt zwischen den beyden flüssen Brembo und Serio, amnem kleinen berge am fuß des Alpen-gebürges, und ist Ist' .^durch die natur als kunst bevestiget. Sie hat eine cEund ein Bißthum, so unter den Ertz-Bischoff vongehört. In ihrem umkreis hat sie ungefehr 4°oo. Wstye--es liegen aber rund herum 4. oder z. Vorstädte, deren st»'de vor ein städtgen paßiren kam Sie soll von den Laibsnc>mLi»8, welche 170. jähr nach ansang der stadt Rom in 0 xlien gegangen, seyn erbauet worden; folgends ist fic m'der Römer herrschaffl gekommen, und, wie Paulus Ist-..n»8 berichtet, hat sie Attila zerstöret. Nach diesem halstst.^.die Longobarden wieder aufgebauet, und bis ins VIII- ,lum besessen. Hierauf brachte sie Carolus AI. unterund verließ sie seinen Nachfolgern; nach welcher zeit ist ,freyheit ergriffen, und bis an. 1264. oder, wie andere wo>sti;oi. behauptet, da sich Philippus Turriani zum Tyrast',^daselbst aufgeworffen. Nach ihm stunde sie unter der v..,schafft der Visconti, Suardi, Coglioni, des Mastini c>e ola oder Scaligeri und Joh. Picinnino, welcher letzteredas jähr 1409. ermordet ward, und Rogger Suard>, Jo-chen die einwohner zum Gouverneur gemacht, verkaufte st'.,gamo an Pandolfum Malatesta, worauf Philippus,von Mayland, diesen ort ums jähr 1419. unter sich blstst.^Als er aber den iz. aug. an. 1447. gestorben, untergar.'^Bergamo den Venetianern. An. 1509. eroberte es derLudovicus XII. in Franckreich, es kam aber an. izi6. wstan die Venetianer, welche es beständig behalten und wov'tificiret haben. Die einwohner, deren anzahl sich auf28000. erstrecken soll, treiben starcke Handlung. Ihreist die gröbste in gantz Italien. Der nähme Bergamoso viel als Berghetm bedeuten, und seinen Ursprung vonersten erbauern, den OEs LsnomLnis, haben, so ihrer eankunft nach vor Teutsche gehalten werden, oder vielnEden alten Teutschen und Galliern gemeine Celtische st^il,in Italien gebracht haben, von deren es leicht zu erwLXH-aß darinnen das Wort Berg in eben dem verstand/^,gewesen, dene es noch heute in dem Teutschen hat. stststVAIII. c. 16. Oraea«. lib. VI. kill. llong. 6c lib. X''llom. äs sntilz. 6sI1. Listrlp. ( 7 o»s, bist. KeäioU ^
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Bergavenny, siehe Abergavenny.
* Bergbittenheim, oder insgemein Bergbieten, eilst ^ st»stadt in Unter-Elsaß, eine meile von Molsheim und sst-, un-weit von Dachstein , in welches amt es auch gehöret, ,
ter dem Bischoff zu Straßbura stehet. Es hat keine Edaher es einsmals die armen Jacken, oder, wie mannet, die armen Gecken aus Franckreich eingenommen vAnjetzo hat es gar weder stadt-noch marckt-recht mehr.
Bergen, Berghen, LergX, Lerga, Lergo8, oder ^gum, eine sehr berühmte und alte stadt in NorwE ssaMren bereits Pomponius Mela und Plinius, wie auw-Vstdes gedencken, wiewol sie die beyden letztern unrecht v"insul halten. Sie liegt gegen der engen meer-strasse, st.fund oder Carsund genannt, und ist um und um mit beM ge-geben , deswegen der Hafen, in dem die schiffe gauU berge»hen, sehr bequem zur Handlung ist, und eben von d>E..choder vom verbergen soll der ort den nahmen haben, selige»ne von den vornehmsten Hansee-städten, und voll den -stst,mit herrlichen freyheiten versehen worden, dannenher» ost vlung daselbst überaus floriret, wozu auch die bequeme >»0^orles ein grosses beytraget; sintemal schiffe von 2°°. oderlasten, durch den obgedachten Carmesundischen meer-bmenne gefahr bis zur stadt kommen, und gar nahe, iA, la» ' r-er kauf-leuthe Häuser selbsten, entweder ancker werffen, ^die selle an die felsen und derselben eiserne rinckm binden ^nen. Es wrrd auch hjcher aus allen Norwegischen prov'^und stadten, was daselbst von kostbarem fell-und fuwr- ^ist, sonderlich aber die gedörreten fische, darunter die Pst pjesten, stockfische genennet werden, zugeführet. Damit aoranzahl der fremden nicht überyand nehmen mochtevormals der gebrauch, daß diejenigen, so m dieder kauf-leuthe aufgenommen werden wollten / stEder aufs schärfste mit ruthen musten hauen, 'ist..^,i-schmeissen, oder in einem korbe in die ftuermauergen lasten, darunter man einen rauch von unflätigen dEmachte, worüber mancher sein leben einbüffele. Am