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barbarische gewobnheit ist nunmehr gelindert. Übrigens hatBergen emen Bischoff, welcher unter Drontheim gehöret, »n-Keichen ein tastest am westlichen theile des Hafens, und sind dieklrchen und theils Häuser stattlich erbauet. Der district, darin-nen Bergen gelegen, wird Bergerhusen genannt, darunter dieBtschöffliche stadt Stavanger, Halvo, Northolm, rc. gehören.Der längste tag allhier ist von 20. und der kürtzeste von 4. stun-den. lih. IV. L. 16. , äs
red. lisnleLt. (7a/e» Liilenä-ir. perpst. weriss ülsjo. Ärir/ö».
Lc.
. Bergen , eine kleine stadt nebst einem schlösse und Lutheri-schen jungfrauen-kloster in Vor-Pommern auf der insul Rügen,an einem kleinen fee, der stadt Stralsund gegen über. Es istein offener ort, der an. 1190. zur stadt gemacht,, und mit Sach-en besitzt worden. Sie hat mit der insul Rügen gleiche kamSchabt. Die gegxnd hierum heist das Bergenland.
^ceur. geogr. wpogr. ?omer. Lc.
. Bergen , ein berühmtes kloster der stadt Magdeburg, aufeinem berge. Es war anfangs Benedictiner - ordens, und vonDttone K1. in der stadt Magdeburg selbst gestiftet. Als abernach her zeit das Ertz - Bißthum dahin geleget, und der Domaufgeführet worden, dauete er den Hügel vor der stadt, unweitber Elbe, zu einem kloster an, dahin sich die Mönche am tageRvnrani an. 965. begeben musten, welcher auszug ihnen soschmertzlich gewesen, daß sie lange hernach jährlich an demselbenMe paar-weife in schwachen trauer - kleidern baarfuß nach demDom gegangen , und daselbst dem gottesdienft beygewohnet.An. 1549. wurde dieses kloster von den Magdeburgern, nach-bem sie in die Reichs-acht verfallen, aus furcht der belagerung,«chstöret, und der Abt, nebst seinen conventualm, in das Pau-uner-kloster geführet. Es ist aber nach der zeit wiederum ge-vauet, von dem Abt Petro Ulnero an. 156?. reformirt, undan. I576. die kormula conLorälX daselbst revidiret worden. InDem jährigen kriege hat es nebst der stadt Magdeburg vielerlitten; allein der Abt, Samuel Crusins, hat es wieder innand gebracht, darinnen es sich auch noch jetzo befindet. Eswerden 6. conventualen darinnen unterhalten, und der Abt istcmer von den Landes - Ständen des Hertzogthums Magde-vurg. ckron. LerZsnlL, ronr. III. Icr. rer. Oerm. p.
L9v. leq. v »
Bergen, oder Bargen, Hausberg,. Hausbergen, Hauszum Berge, ein paß, schloß, amt und stadtgen in dein Fürsten-thum Minden, Brandenburg zuständig, an der östlichen feiteder Wesir, 2. weilen von Stadthagen und Minden gelegen, beywelche,n die kleine Owe vorbey fliestet. Es war ehemals einebesondere Geschafft, welches von Bischoff Ottone III. zu Min-den, als letzten Grafen des Bergischen gefchlechtö, an. 1)98.dem Stift Minden vermachet worden. An diesem orte kam es an.^679. hen 21. jun. zwischen denen Franzosen und Chur-Bran-denburgifchen zu einem gefechte, in welchem sich die letzten,sie gleich kaum des dritten theils so starck waren, sehrtapfer hielten. Worauf die Franzosen die stadt Minden ein-nahmen , alsdrnn über die Wesir setzten, und den 1. jul. dasWvß Bergen mit stürm anfielen. Es war zu selbiger zeitwcht gar veste, auch nur mit 150. mann besitzt, und alsoeroberten sie es, doch erst im 4. stürme, mit Verlust von 4oo.mannVst dem Marquis äs Lame. Schneiders beschr. des alten^achfenlands, p. 140. <L 141.151, Rnauth aä illum x. 14;.
Orce/. 6eogr. LiÄioii.
», * Bergen , ein Gräflich - Hanauisches amts - städtgen, an-reihalb stünde von Franckfurt am Mayn, auf einer höhe gele-, mo guter weinwachs ist.
«^Bergen, oderBerahes, (EainillusMarggrafvon) ein^"bischer General in denen Niederlanden , war aus demein ^ ^schlechte derer Marggrafen von Bergen op Zoom, undsik, vUder Iohannis Baptistä, der sich ebenfalls als Spani-" Di-e^N^gl w dem Niederländischen kriege berühmt gemacht.a„ 7k Camillus hatte bereits von dem 12. jähre seines altersMm, I dem berühmten General Chiappino Vitelli, seinerqienn bruder, das krieges - handwerck erlernet. An. 1567.ein wit dem Duc ä'AIba aus Spanien als Obrister überi^^Srment in die Niederlande, und hielt sich insonderheit an.Ist«"' bey eroberung der stadt Antwerpen-vor andern wohl,ter vm^me grosse Mäßigung verspüren, indem er nach erfolg-belan!r erung von der gantzen beute, die sich über 2. Millionen, nicht mehr als eine goldene kette genommen. An.Welü>'?«^t er sich in der Macht ba) Gemblours sehr hervor, inberte ^ ^ch die Franzosen schlug, und Limburg ero-
bielesb>>n ' ^^8c>. trug er zu dem siege bey Engel-MünsterAn. 1582. ward er General-Lieutenant über 4000.
peschüm'.Lbe bolcker, und an. 1585. erwarb er sich durch tapfereder Go,ik? castels St. Georgii grossen rühm, daß auch
se, A in denen Niederlanden , Alexander von Farne-
ablegl- '^Mliches zeugnis davon an den König von Spanienden sicher M sich nach der zeit noch in unterschiedenen actio-de abss/'^mrt, und ist gegen ausgange des XVI. steculi mit to-*»,^Sen. äsLeUoLelZ.
(Dirck van) ein von Hartem gebürtiger und meh-Adrian» » allda aufgehaltener mahler, war ein lehrjünger^ van den Beiden. Er wüste insonderheit ochsen, schaa-,. /. Theil.
fe, kühe, bildfäulen und landfchafften künstlich vorzustellen, undhatte vermeynet sein glück in Engelland zu machen; da ihmeaber solches nicht gelungen, begab er sich wiederum in seinvatterkand. Er wäre nicht nur ungemein Wohlgestalt von leib,sondern auch eines so angenehmen und lebhaften geistes, daßer in allen gesillschafften willkommen Ware. Wann er gelt ein-genommen hatte , so muste es in einem tag wiederum ver-prasset seyn, dann, wie er sagte, wollte er sich nicht um denmorndrigen tag bekümmern. Bey seinem tod musten seinefreunde eine steuer lammten, um die Unkosten seiner begräbniszu bestreiken,
Bergen op Zoom, eine alte Herrschafft oder Baronie inden Niederlanden, ist von dem Kaysir Carolo V. zu einer Marg-grafschafft erhoben worden. Die Haupt-stadt darinnen ist Ber-gen VP Zoom, lat. Lergse an LswÄni oder lllons stipra 2owsm,ingleichen LerWoma genannt. Sie liegt in Brabant, an dereinen feite an einem berge, an der andern an dem kleinem flusseZoom, so nicht weit davon entwrmget, und eine halbe meileunter dieser stadt in die Scheide fallt, daher es auch die Marg-grafschafft Bergen an der Schelde genennet wird. Nach demtode Iohannis Glimes, Marggrafen von Bergen, welchendie Hertzogin von Parma nach Spanien geschickt, woselbst erin arress genommen worden, und an. 1567. gestorben, habensich die Holländer meister davongemacht, und diesen ort sowolnoch in dem alten Spanischen kriege, als noch letztlich, daFranckreich das Spanische testament angenommen , und dieFranzösische trouppen sich auf einmal aller Spanisch - Nieder-ländischen städten bemächtiget, durch den berühmten IngenieurCoehorn, welcher dabey ein rechtes Meisterstück ablegen wollen,fortificiret, wie er denn jetzo einer von den regulirtesten platzenin Europa ist, auch einen canal hat, der bis ins Meer gehet,und mit verschiedenen forten verwahret ist. An. 1588. wurdeer von dem Hertzog von Parma, und an. 1622. von dem Marg-grafen von Spinola vergeblich belagert.
Die Herrschafft und fvlgends die Marggrafschafft Bergen opZoom ist unter der botmaßrgkeit verschiedener familien nach ein-ander gewesen, und als ein theil der Herrschafft Breda gehal-ten worden: denn mit ^fabella, Henriei, Herrn von Bredaund Bergen ov Zoom, erb-tochter, kam sie an Arnoldum vonLöven. Dieser zeugte mrt Isabella 2, töchter, davon Aleideihrem ehe - Herrn, Rasom von ßkwere, die stadt Breda; Ma-ria aber, so an Gerarden von Wcsimalcn verheurathet, dem-selben das übrige theil des Bredaischen landes, nemlich Bergenop Zoom, zubrachte. Von den Westmalen gelangte diese Herr-schafft an die Boulerzemen , von solchen an Johannen, vonGlimes, Herrn aufWalhcim, Iohannis III. Hertzogs zu Bra-bant , natürlichen söhn. Von dessen nachkommen erhielten siedie Meroden, Freyherrn von PerweeS; von diesen die Witthe-men, ferner die von Heerenberg, und Grafen zu Berg, vondenen sie an Hohenzollern gekommen, und von diesem Hausedurch Vermählung Henriettä Franciscä, Eitel-Friedrichs, Für-sten von Hohenzollern, und Mariä, Gräfin von Berg, tochter,an. 1662. an Fridericum Mauritium äs la Tour 6'Auvergnegebracht worden, von dessen Hause sie endlich durch die Vermäh-lung Mariä Annä, seines sohns Francifci Egons erb-tochter, an.1722. an Ioh.Christianum, Pfaltzgrafen von Sultzbach, gekom-men ist. 6. äelcr. Lelg. 8,>7,^, cle bello Lelg. 67o-
r,«k, in Lnnul. Lslg. X. k. lik». Vl. c. i. n. io. *
* Bergensis, (Gerardus) ein lVleäicus zu Antwerpen, starb
an. 158z. UNd ließ Lomm. cie tterbs ksn-iLsa, äs prselervs-tioue iL curstione morbi srticulÄrls L Lslculi, Antwerpenr;6;. UNd i; 84 - M 8vo; äs krielervstions pellis, ib. 1565.1566.1587. in 16. i'r. äs Lonfulchtioiiihus Äleäicorum L lVletlioäl-ca fsbrium curations , ingleichen äs Oolore penis, idiä. 1586.jN 8vo. kibl. öelg. Ltlien.
* Bergenthal, ein schor,es lust-schloß nahe bey Eleve, wel-ches der chemalige Fürst Mauritius von Oranien hat erbauenlassen.
Berger, sGeorg) war ein tapferer kriegs-mann von Zürich,-er Oberster über 2002. mann in Italien gewesen in dienstenPapsts Leonis X. Er hat sich in dem Mayländischen krieg widerFranckreich, zumalen in denen schlachten zu Novara und Ma-rignano sehr tapfer gehalten, auch vor, denen Päpstl. bedienten,mit anerbietung grosser geschencken, keineswegs beredt werdepmögen, seine geschworne ordinantz zu brechen. Er wurde her-nach Rathsherr und Seckelmeister zu Zürich, allwo er an. 1572.gestorben ist. äs bello Ir-ä. Schrveitzer. chron.
Mlsr. vom Italiänischen krieg. *
* d-.-1-crer, (Johann Heinrich von) Kaystrlrcher Reichs-Hof-
war u Gera im Voigtlande den 29. ran. an. 1657. ge-mwren Nachdem er erst in seiner vatter -stadt , und so dannM n als an welchen beyden orten sim vatter , Valenti-nus, den 6vilM3l-i5 als Xeäkor und vliedkor vorgestanden, ei-«-n witen gründ gelegt, begab er sich nach LetMg, da er dennmttÄem sonderbarn eifer dre Historie, Antiquitäten, Philoso-vdie m^ studlrte , zugleich aber, um die
w. -ll d r gefttze desto besser zu verstehen, auch m der Theo-loaie verschiedene krofeüorss horte. . Hierauf erwehlte er dreÄnaische Academie, woselbst er sich m Mt -bemeidten wrssm-Zafften immer vester setzte, und hiernachst auch selbst Lolle-A m lesen, einen ansang machte, ob er gleich die DEm-würde noch nicht angenommen hatte. Immittelft nahm er
Itti bald