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* Bernard, (Petit) oder Bernard Salomon, ein mahler
und formschneider, gebürtig von Lyon, lebte gegen die mitte desXVi.sLLuli. Sein eigentlicher nähme wäre Bernard Salomon,und ist ihme der nähme Petit Bernard ohne zweifel wegen seinernatur gegeben worden. Er hat die biblischen geschichten, dieÜletümurpkolss Oviäü und viele andre stücke in holtz geschnit-ten. , trsite msnuLcrit äe 1s Zrsvure en bois.
* Bernard, (Samuel) ein mahler und Lrokellor in der Kö-niglichen Mahlcr-Academie zu Paris , ist m dieser stadt geboh-ren, und sonderlich durch seine miniatur-stucke berühmt worden.Er hat auch viele stücke nach der art, welche die Italiäner s
nennen, verfertiget. Man siehet hin und wieder vielekleine Portraits, geschichten und landschäfftlein, die er mit unge-Meinem fleiß nach denen gemählden der grösten meistern gemah-let hat. Er hat die Historie des Attila, welche Raphael in demVatican gemahlet hat, und noch einige andre stücke so wohl inkupftr gestochen, daß sie ihme nicht weniger ehre machen, als sei-ne gemählde. Dieser grosse künftler starb den 24. jun. 1687.seines alters 72. jähr. kÄtorrcs, PSZ. ;86.
* Bernard, (Samuel) Graf von Coubert, Ritter des St.Michaels-ordens rc. einer der berühmtesten und reichesten Pach-tern in Europa, wäre des vorhergehenden söhn, und in der Re-formirten religion gebohren und auferzogen, hatte auch das amteines Kirchen-Aeltesten zu Charenton getragen. Er hat der CronFranckreich wichtige dienste mit geld-lieferungen geleistet,und da-bey erstaunliche reichthummen erworben, indem er seinen bey-den Herren söhnen, und der Präsidentin äe Maison seiner Frautochter vierzig Millionen solle hinterlassen haben. Er starb zuParis den i8. jenner 17^9. in dem 88. jähr seines alters. Sei-ne leich-begangnis wäre recht Fürstlich in allen stucken, und derHerr Cardinal äs Fleury hat in einem an die Herren gedrudereBernards,des verstorbenen söhne, abgegebenen condolentz-schrei-ben genugsam zu erkennen gegeben, in was grosser achtung derHerr Bernard bey Hof gestanden seye.
* Bernard, (Guido) ein vetter Johannis Bernard, Ertz-Bsschoffs von Tours, Requetenmeister in dem jähr 1419. undü,rLkiäikMvnu8 von Tours, wurde in dem jähr 1448. mit demErtz-Bischoff von Rheims, Tannegui än Chatel, und IacoboCour, als Abgesandter, naher Rom geschickt. Der Papst Ni-colaus v. empsienge sie mit sonderbarer Höflichkeit. Nach ihrerMck-resse glengen sie bey dem Gegen-Papst Felice V. vorbey, umryne zu ermähnen, der Arche den frieden wiedrum herzustellen.Guido Bernard verrichtete diese anbefohlene Verrichtung sehrwohl, diente auch dem Reich in andern angelegenheiten. Erhatte die Abtey von St. Remi von Rheims, und ward in demjähr 1469. Cantzler des St. Michaels-ordens. In dem jähr145 z. ersähe ihn das Capikul von Langres aus , um nach Jo-hanne ä'Auxi die stelle eines Bischoffs zu vertreten. Er thäteallen schuldigen pflichten emes guten Prälaten ein völliges ge-uügen, hielte unterschiedliche ilzmoäos, und starbe den 28.april des jahrs 1481. Sein bruder Stephanus Bernard wäredem Ludovico XI. und Carolo VIII. nicht unnutzlich.
und 6 s 1 Iis Lbriliisns. , biltoire
äss Nsitres äes reguetes.
* Bernard von Brüssel, ein berühmter mahler, war indem XVI. liLLulo in ansehen. Man weiß weder von dem ortnoch der zeit seiner aeburt etwas gewisses, und weilen er sichgemeiniglich zu Brüssel aufgehalten hat, so kan ihm dieser näh-me daher gekommen seyn. Er wurde von dem Kayser Carolo V.sehr hoch gehalten, für welchen er die schönen jagd-stück, darin-nen das ebenbild dieses Fürsten samt der vornehmsten Herrendes Hofs nach der natur gemahlet ist, gemacht hat. Man hatdiese jagden auf den tapezereyen der Fürsten aus dem Haus Oe-sterreich , samt einig andern , welche auf beseht des gleichenKaysers und der Hertzogin von Parma nach dem entwurf diesesvortreflichen mahlers gemacht worden sind, vorgestellet. Ber-nard mahlte auch zu Antwerpen eine tafel von dem letzten gericht,deren boben er, ehe er zu mahlen anfieng, vergoldete, damit derglantz dieses metalls den Himmel gläntzender und dessen entzün-dung natürlicher machte. Er hinterließ annoch sechzehen zeich-nungen, deren jede einen Printzen oder eine Printzeßin des Hau-ses Nassau vorstellet, welche der Printz von Oranien wieder zu-jaminen gebracht, und die Johannes Jordans, einer der bestenmahlern von Antwerpen, mit ölfarben copirt hat.
wnn^/Georgius) gebürtig von St. Haon-le-Chastel,vhnsern Rouane en §ores, lebte um das jähr 1580. und warein Advocat M Lyon, allwo er einige wercke bekannt.machte,und unter andern,emen auszug von dem leben der Röni-slen rn Franekretch, um solches ihren bildnissen beyzufügen;emen iuridsschen tractat , betitelt : viviliones in gusmor librosLentsntisrnm v. )uitilusm Imxsr. quN multos ex vslio kan-Ooä. I0LO8 LOmplCÄHIHTUI',
, bibl. krsnc. p. 44F.
*Bernardes, (Diego) ein von Pont-äe-Lima gebürtigerPortugies, begleitete den Komg Sebastian in Africa, um all-dvrten seine grossen thatell zu beschreiben; er wurde aber zumsclaven gemacht, und kam erst nach etlichen jähren wiedrum in.Portugal! zurück. Die Portugiesen versichern, er seye einer ihrervortreflichsten Poeten in dem XVI. Lenin gewesen. Seinegedruckte wercke sind: klares äe Lims, Lisabon 1597. in 8vo;Kimss LortuZneles Lsüellsnss in gleicher stadt 1601. in 4to.
Htstor. Le-rico» /. Theil.
* Berstardes, (Manuel) gebohren zu Lisabon den 20. äugst-monat 1644. studirte mit gutem fortgang die Humsniors, diePhilosophie, das sus Lsnonicum und die Tbeologism. ErWare schon Priester und ;o. jähr alt, als er sich in den ordendes O-Ätorü begäbe. Allda brachte er seine gantze zeit in ab-hörung der deicht, mit predigen und in seinem zimmer zu;dennoch hielt ihne weder die Nothwendigkeit, eine menge volcksin dem beicht-stuhl abzuhören, noch die öfter» predigten, ab,unterschiedliche bücher zu schreiben; man versichert aber, er ha-be sich auf diese arbeit nur allein auf befehl seiner Superiorengeleget, denen er solche überliefert, ohne sich wegen deren druckzu bekümmern; weilen nun alle seine schriften in nichts andersals predigten, Meditationen und geistlichen betrachtungen be-stehen, so ist nicht nöthig deren Verzeichnis hieher zu setzen.Er war nur 66. jähre alt, als er den 17. augstmonat des jahrs1710. starbe, und dennoch war er schon eine zeitlang kindlich.
* Bernardi, (Arnaldus) ein Dominicaner-Mönch, von sei-
nem geburts-ort äe Caturco zugenannt, war in der ersten helft«des XIV. Leoli krokellor IKeologiR zu Toulouse. Er starbum das >ahr i;;4. und ließ LostiUsm super Npoesl^plin ; sectu-rsm super 7. klslmos xcsnitemisles; Lommemsrinm supersliguos slios klslmos super Olkcium äesunökvrum; inglei«chen 8ermones varior pro Lleiicis Lc. Pvssevinus und Alta-mnra machen zwey smkores aus ihm, und nennen einen da-von , wie Lusitanus sä su. 1^24. auch gethan, Bernardum Ar-noldi, den andern nennet Pvssevinus Aluardum, und Altamu-ra sä -m. 1514. Alvarum, beyde aber irren. leripr.
o. k. tom. I. p. 588- legg.
* Bernardi, oder äe Bernardis, (Barnabas) ein Do-
minicaner-Mönch aus Saluzzo, wird als ein gelehrter und be-redter mann gerühmt. ckei/a in lcriptor.
keäemout. Er hat nach der mitte des XVI. Lc. floriret, undgeschrieben Orstionem äe exsultstione pscis inter krineipesLuropLos ksäkse, Paris 1559. sorixt. 0 . k. tom. II.
x. 167.
* Bernardi, (Wilhelmus) ein Dominicaner-Mönch, vonseiner an dem flusse Tarn in der viosces Alby in Languedoc gele-genen geburts-stadt, Osilliscensis zugenannt, nahm zu Toulouseden orden an, und setzte sich durch seine gelehrsamkät, bey wel-cher er einen ungememen religions - eifer spüren ließ, in solchansehen, daß man ihn an verschiedenen orten zum Prior ver-langte , und bekam er diese wurde am ersten zu Montauban imjähr 1290. denn an. 129z. zu Alby und an. 129?. zu Rodes.Er blieb aber auch hier nicht über zwey jähr, darauf er sich ein-zig und allein aufs predigen legte, und seinem gewissens-triebzu folge nach Griechenland schiffte, da er dann an. 1298. zuEonstantinopel, wo der Dominicaner-orden schon seit an. 12; 2.ein eigen Haus gehabt, eine Wohnung darinnen einbekam, undden Christlichen glauben predigte. Er soll einige bücher desThomä äs Aquino in die Griechische spräche übersetzet haben.
ssript. 0. k. tom. I. p. 460.
Bernardo, eine von den alten adelichen familien zu Ve-nedig , aus welcher Nicolaus an. 1458. Paulus an. 1464. undein anderer Nicolaus an. 1562. Procurator von St. Marco ge-wesen. Zu eben dieser würde und zwar per merüo gelangte ei-ner aus diesem Haufe zu ausgang des XVII. Lculi, welcherauch als General-Proveditvr nach Dalmatien geschickt ward.An. 1546. wurde Maphäus Bernardo auf anstiften seiner schwe-ster söhne, Ludovici und Marci Antonii Erizzo, welche nachseiner reichen erbschafft strebten, zu Ravenna ermordet. Alleinder soldat, welcher sich darzu gebrauchen lassen, verrieth dengantzen Handel, und empfieng davor von dem Senat (vermögedes vorhergegangenen Versprechens) 2000. thaler nebst völligempardon. Hingegen Ludovicus Erizzo ward enthauptet, seinbruder zu einer ewigen gefangenschafft verdammt, und ihr ver-mögen nebst des entleibten hinterlassenschafft in den 6lcum gezo-gen. /a kill. äu Zauv. äe Veröle p.i98.;;6.
* Bernardon, (Wilhelm) ein voätor.suris von Chalons,war in seinem vatterlande anfangs ein Advocat, nachgehendsLsnomeus ) Lrekiäiscoims und vscsims , endlich Official undVicarius. Er starb den 2z. aug. an. 1628. nachdem er äs Lu-rsrorum coneurlu L reliäentis; äe InäiKerentis in Lccielis-lticorum äebitum L äe retiäemis ob eorum olkeis sb ipbs
äebits, geschrieben. IkVtte, bioZr.
Bernards-Laftle, oder Barnards-Castle, ist ein ort indem Engelländischen Bißthum Durham, nicht weit von Stain-thorp gelegen, welchen Bernhard Baliol, ein alter-vatter desSchottländischen Königs, Johannis Baliol, zuerst erbauet.An. 1699. machte der König Wilhelm III. den Ritter Christo-phorum Vane zum Lord Barnard von Barnard-Castle. Vondessen familie siehe den artickul Vane. Lntannia.
0/ 2. p. 1^9.
*Bernardus, ein Ertz-Bischoff zu Toledo, hat um das endedes XI. und den ansang des XII. Lculi gelebet. Er war ausGuyenne gebürtig, und anfänglich ein Benedictiner, in der Ab-tey Clugny, von dar ward er nach Spanien geschickt. allwoer eine zeitlang einem klofter seines ordens vorgestanden Alsan. i°8;. Toledo den Mohren entrissen ward maMe ibnder Koma daselbst zum Ertz-Bischoff, welches «mt er^bis ansemen tobe an. 1-26. verwaltet. Er hat etliche 80« überKkkk z hgZ