b e r
bek
. Bemedo, oder Vernedo, (Vincentius) ein Dominica-ner-Mönch aus Puente la Reina, in Navarra; wegen seinerbesondern Heiligkeit wird noch heut zu tage daran gearbeitet,Haß er canonisiret werde. Seine hinterlassene schriften sind:»erinones 6e tenixors ^ lanctis; Lommentaria-in primsmxsrtem 8. Tbom-e <L in lecundarn secun6öe; Liacitatus 6s va-rÜ8 inatsriis , darunter auch einer 6e 8scralnenw alearis. ^-rt.
c/e in Ino inkorme, toi. 194.
nist. prov. Leruarue, Lom. II. p. 610. 609. bibl. Hisp.
, Icript. 0 . k. wm. II. p. 414.
Berneggerus, (Matthias) wurde zu Hallstadt in Oester-reich , allwo fein vatter , Blasius Berneggerus, Richter undRathsherr war/ an. 1582. gebohren/ und durch WolfgangPichlern zu Haufe unterrichtet/ dem er nachgehends / da er derreligion wegen vertrieben worden / bis an fein ende unterhaltverschaffte. Hierauf gieng er nach Wels/ und von dar an. 1598.pach Straßbnrg,allwo er nebst der Historie und Mathematic sichrn der Französischen / Italiänischen / Holländischen und andern«brachen vest fetzte. Auf feiner reife nach Ungarn / Böhmen/Pfaltz und Tyrol machte er sich mit den gelehrtesten leuthen be-kannt / und kam bald in solchen ruf/ daß man ihm unterschied-liche ämter - und unter andern das Rectorat zu Durlach, auf-krug. Allein er schlug alles aus / weil er sein glück in Straß-vurg zu machen suchte / weswegen er denn das ihm angetrage-ne Vicariat über die obersten classen daselbst willig annahm /sind darauf an. 1608. Äloclerator lümm-e LuriiL wurde. In-zwischen da Bitschius in die Juristen - Facultät kam/ er-hielt er dessen stelle / als krosestor Historiarum, und als dieLrokeiiion der Rede-kunst 2. mal offen stund / muste er seibi-9 ? zugleich mit versehen. Nach diesem wurde er mit unterHie Lanonicos Lapituü Lboinani ausgenommen; welches ihnanfrischte/ sich eine vortrefliche bibliotheck anzuschaffen / undün die besten amüoie8 zu machen. Die probe davon erwieser an Justins und Tacito / welchen auch Suetonius, Vel-wchs / Livius/ Arianus, Cicero, Seneca, insonderheit aberK^allustius, Thucydrdes und Pachymerius würden gefolgetleyn/ wofern ihn nicht der tod an. 1640. übereilt hätte. Erwurde durch starcke arbeit schon 4. jähr vorher bettlägerig /wdeß dennoch entweder ein buch in die Hand nahm / oderordern furlesen ließ; hatte er aber zuweilen einige ge-^H brachte er selbige zum nutzen seiner zuhö-^ Ä'.Mr auch vor das thor/ und unterrichtete selbige inDer Feldmeß-ktinst, wozu unter allen Sylvius Nimrod / Her-Zog rn Wurtemberg / grosses verlangen trug. Die armen be-dauerten ihn absonderlich / welchen er oftmals den dritten theilferner besokdung reichen lassen. Unter seinen schriften / ausservbberuhrten vorn Tacito und Justin»/ sind berühmt: läolumLsnretanum; Langn linnuin tangentium <L lecantium; Lro-siulinm rubse pacis contra 8cioppium; Tuba pacis llnti-8ciox-pisna; Lsixubl. Urgsnwratenlis 6eüneatio; 8xeculum KoniLrincipis ; 6s I«rs eÜAendiLeges L krincipes; UiatribN in^ustonii TrangnW Lugnüum; WlcellaneN sfuLeltionss exklo-ro; Oalilxei LslÜLi äs kroportionnm Instrument» cnm notis;chustiem 6s 8^üemate ÄIun6i; 6e 8. 8cripturss lestimonüs inconclustonibus Niere naturaübus non ulurpanäis; klinli Ls-kwZ^ricua cum notl8; 8xbterica! ac LeograpLire Lomxenäium;Oblervstiones Historiyo-koüticD; Lupol. 6s Lebenburg Lra-^kaw8 6e suribus Lsgni L Imxerii Loman. L Hier. Lalbi 6sLni'onaüons über; Lipln kolitica a6 6ilputan6um propostta;"rariones ücastsmicL; Oratio, guo6 6e Lonifacio VIII. ?a»ks äictum, intraste ut vulpein Lc. 16 Xgue vere 6e uni-^erlb kaxali Legno 6ici volle; kaneg^ricus Luävvico XIII."«uiarum Leg! 6iÄus; Laudatio lunebris Lustavi IVI. 8ue-Arum Lsgis; unterschiedliche briest/ so zwischen ihm und.^kotro / wie auch Kepvlero und Schickardo sind gewechseltNden; allerhand historische und politische vilputariones.
' in Aemor. Lkilolvxborum 6eca6. IV.g. , (Boverus) ein Dominicaner-Mönch aus
Kern in der Schweitz / welcher / wie Lusitanus meldet / zu an-rang des XIV. üeculi gelebet haben soll. Gozzeus und Fernan-setzen ihn ins iz 50. jähr / Ptus ins r;i4. und Altamura,aen ^ k>vr einen Jrrländer ausgiebt / ins r; r 9. jähr. Alle le-« " WM Lommentaria in 1ibro8 üristotelia LogicalsL omnes, Icript. 0. ?. tom. II. p. 72 ;.
dess-n ^"eriuö/ (Antonius) ein berühmter Mus aus Parma,iw i n-^wpius / bist. Llacent. k. III. p. 214. gedencket/ wurdet,„MUgenio iv. an. 14; 7- zum Bischoff von Lodi gemacht,verwaltete solches amt bis an sein ende den 29. may an.mit gröstem rühm, indem er das Stift und die Capitu-<,„,'V>erren mit mehrern einkünften bedacht/ der kirche viele meß-» wände verehret/ und seine bibliotheck dahin vermacht.
Wal. Igor. tom. IV. p. 681.
ein AbkNerius, (Franciscus) insgemein Bernier genannt,dema»?^vsischer Dominicaner-MonchausPont-sur-ZonneinLm ^the Senmrois gebürtig, florirte zu ansang des XVII.
schrieb 6 e Hominum prima ratione vivenäi, Sensrr. , script. 0 . k. tom. II. x. 171 -
in dem ein Mönch von St. Remi von Rheims, wurdescivb^« ^ 948. mit etlichen Mönchen, um die klösterliche dt-rnordn-« kloster von Hombrieres, m dem Vermandvls, an-tin ,"bw. gesandt. Er schickte einige Mönche naher St. Quen-»/ um d,e stche der Geistlichen der Archen dieses orts, deren ie-
bens-art nicht richtig wäre, einzunehmen. Er schriebe das lebestder H. Cunigunda, und die Historie von der enthebung ihrerreliquien. L/. flVaörüo«, II. stecul. Leue6. ^ 7 . D» ?r», bibb6e8 auteurs ecclestastigues 6u X. stecle.
Bcrnezzo, ein klein Piemontesisches städtlein unweit Coniauf der rechten seitenches wassers Gram gelegen, so den tituleines Marggrasthums sichrer.*
Berngau, siehe Vernau.
weltliche Dürsten.
Bernhard, ein söhn Pipini und enckel Caroli R. welcherihn nach seines vatters tobe an. 8 r;. zum Könige in Italienmachte, dahin er bereits unter der aufsicht des Vala oder Ga-lon, welcher ein söhn seines Vetters Bernhardt war, geschicktworden, da ihn denn der Ertz-Bifchoff von Mayland gecrö-net. Er schlug die Saracenen / die in sein Reich eingebrochenwaren, tapfer zurück. Einige zeit aber nach Caroli N. todenahm er sich vor, seines vatters bruder, Ludovicum kmm, vomthrone zu stossen, nachdem man ihm vorgestellet, daß er derrechte erbe des Reichs sey / weil sein vatter Pipinus alter alsLudovicus gewesen. Er machte auch alle anstatt zum kriege,und an. 817. brach sein vorhaben aus; es kam ihm aber Lud-wig mit seiner armee geschwind über den hals, und Bernhardttrouppen, da sie nur von dem anzug Ludovici hörten / nahmendie flucht. Bernhardus selbst ergab sich aus furcht / that Lu->dovico zu Chalons-lbr-Marne einen fußfall, und bekannte al-le anschlüge. Dieser ließ ihn hierauf nach Aachen bringen,daselbst zuin tode verurthcilen, und ihm die äugen ausstechen-da er denn z. tage hernach den 17. apr. an. 8-8. gestorben. Erhinterließ einen söhn, nahmens Pipinus. äs ZeM Im»
üovici kii c. 22. Ie<z. annal. a6 an. 817. leg.
Bernhard-, Hertzvg von Septimania und Languedoc, wieauch Grafvon Barcellona, war ein söhn des Grafen Wilhelmivon Toulouse. Theganus spricht, daß er aus Königlichem ge-blüt entsprossen gewesen. An. 820. machte ihn LudovicusLins zum Grafen von Barcellona, und an. 824. zu feinemvornehmsten Staats-Mintster und Ober-Cämmerer. Weil eraber der Kayserin Judith und ihres Printzen Caroli partey hiel-te , machte er sich die andern söhne Ludovici Lü zu feinden ,die ihm schuld gaben, daß, er mit des Kaysers gemahlin Ju-dith in verbotener liebe stunde , welcher verdacht daher ent-standen , weil er als Cammerer amts halber oft mit der Kayst-rin umgehen muste. Als nun die söhne Ludovici wider ih-ren vatter die Waffen ergriffen, retirirte sich Bernhardus an.8zo. nach Barcellona, ward aber im folgenden jähr von demKayser wieder nach Hofe zurück beruffen, und in seine vo-rige würde eingesetzt, nachdem sowol Judith als Bernhard ihreUnschuld durch einen eyd erwiesen, weil kein kläger da war,der es nach damaligem brauch durch einen zweykampf mitihm ausmachen wollte. Nach Ludovici Ist tode hielt er diepartey Pipini wider Carolum Lalvum, und ward endlich vondiesem «»versehener weise, oder wie andere sagen, nach vor-hergegangenem todes-urtheil der Reichs-Stände, an. 844. um-gebracht. Seine gemahlin hieß Duodena, mit welcher er 2.söhne, Wilhelmum und Bernhardum, gezeuget, welche un-glückseliger weise umgekommen. Lnnals8 Ler-rr-rra«-.
6e red. stec. IX. L X. Sa/«2. in not. a6 ügobard,p. 126. leg. sl/aörllo». Irre. Lene6. IV. part. II. crmca inLaron. tom. III. an. 844- N- 9-
Bernhard, Graf zu Ballenstädt und Manien, wie auchHertzvg zu Sachsen, war der jüngere söhn Alberti Vrli, undhatte den nahmen Bernhard, zum gedächtnis des berühmtenAbts von Clairvaux Bernhardt bekommen, mit welchem seinvatter bekannt gewesen. Er hatte sich bey dem Kayser Fride-rico I. sehr verdient gemacht, dannenhero er von ihm, alsHenricus Leo in die acht erkläret wurde, den titul eines Her-tzogs in Sachsen, samt dem östlichen theil des landes, bekam/auch zuerst den rauten-krantz an. ngo. als ein besonderes wa-pen erlangte, damit er von seinen andern unverwandten möch-te unterschieden seyn. Er nahm seine residentz zu Wittenberg,welche stadt samt dem umliegenden lande ihm bereits vorher»zugefallen, dauete auch an. ngi. Lauenburg, so HenricusLeo zerstöret, wieder auf. Ratzeburg brachte er gleichfallsan sein Haus, als ein erledigtes lehn nach absterben des letz-ter» Grafen Bernhardt. Endlich widersetzte er sich auch Hen-rico VI. als derselbe damit umgiena , das Reich erblich zumachen, und vertheidigte die Teutsche freyheit mit grossemmuth. Er starb an. 1212. und hinterließ von Judith«, Canu-ti, Königs in Dänemarck tochter, Albertum und Henricum,davon jener den Sächsischen stamm bis auf Albertum IILdieser aber den Anhältischen fortgepffantzt. Von seiner an-dern gemahlin Sophia, Ludovici, eines Landgrafen von Thü-ringen , tochter,, zeugte er nebst 2. tochtcrn auch einen söhn,Henricum den jungem genannt, üb. 11. <>.
24. a6 an. 1180. üinbor maßni cbron. Lelo.
in colmoäroin. «t. 6- c. Lbronic. Älontis IsrenL
8M.üb.I. c.2-;. Bvotuffs Anhält.gemal. 8n°,in Inst- Lar6ev. c. 6. V/>f/ü. 6cc.
Bernhard der grosse, Hertzvg zu Sachsen, war der n.und letzte söhn Johannis, Hertzogs zu Sachsen-Weimar, undDorotheä Mariä, einer tochter Joachtmi Ernesti, Fürsten zuAnhalt, gebohren den 6. aug. an. 1604. Gx war anfänglichKkkk4 unter