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Zweyter Theil. Bi - C.
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Man hat versprochen, in einer gewissen rnonat-fchrift, so unterdem titut: Dänische Biblrorheok, an. 17; 8. in 8 V 0 , hatangefangen heraus gegeben zu werden, von den ältesten, so vor-handen sind, Nachricht zu ertheilen. Unter denenselben kömmtzu erst das Neue Testament vor, welches an. 1524. in 8vo indieser sprach genau nach dem Lateinischen übersetzt, heraus ge-kommen. Es ist zu Leipzig bey Melchior Lotter gedruckt. Kö-nig Christiernus II. ließ es übersetzen, und haben verschiedenean der Übersetzung der IV. Evangelisten und der Apostel Ge-schichten gearbeitet. So wenig aber ausgemacht ist, wer solchegewesen sind, so gewiß ist es, daß Hans Mickelsen insonder-heit den andern theil, nemlich die Apostolische schriften übersetzthabe, von welchem ein eigener artickul nachzusehen. Es solldasselbe N. Testament von Christian Petersen , einem Lsnonicozu Lunden, im jähr 1z zi.neu übersetzt und heraus gegeben wer-ben seyn., Es wird auch gefunden: der Psalter Davids insDänische übersetzt von Francisco Vormordo , einem Carmeliter,welcher an. zu Rostock gedruckt worden. Die erste Über-setzung der gantzen Bibel aber wurde durch Petr. Palladius,Olaus Chrysostomus , Johann Synningius , und Ioh. Mac-cabäus, aus der ersten ausgab Lutheri verfertiget, und an.1550. gedruckt. Jvh. Paul Resenius, Bischoff in Seeland,gab an. rsoz. eine neue Version nach dem grund-text heraus;welche Christian IV. König in Dänemarck an. iszr. verbessernliesse. Dänische Libliotheck, I. und III. theil.

Englische Bibel: Es hat schon Ioh. Wicleff eine Überse-tzung rn das Englische verfertiget, und zwar aus der LateinischenVulgiwL, mit etwas marginal-noten, welche sich sowol gantzals stückweis öfters in denen Englischen bibliothecken findet:was einige von einer noch altern Version vermelden, hat nichtseine völlige richtigkeit. Um die zeit der Reformation machtensich Wilh. Tyndal und Miles Coverdale daran, die Bibel aus

bib bib

Christen, die sich in verschiedenen landern befinden, sie istnachden 70. Dolmetschern gemacht. Einige geben für / daß Chry-sostomus derselben Urheber sey , wiewol die Armenier selbst ih-ren ersten Patriarchen, Georgium, davor ausgegeben; ande-re aber wollen sie andern beylegen. Weil die geschriebenenexemvlsria viel kosteten, hat ein Ertz - Bischoff von dieser na-tion eme gantze Armenische Bibel an. 1664. zu Amsterdam dru-cken lassen. Langst zuvor aber hatte man schon denArmenischenPsalter gedruckt. So sind auch an. 1632. zu Venedig die vierEvangelia m dieser sprach heraus gegeben worden.

bibl. oLiich. Ich. VI. snnot. 1^2. in proäromo

Oopt. c. 5. öng«. , cle iinguis Orient, n. 85- Xor--

Böhmische Bibel. Schon vor Johann Huß war etwasvon der Bibel in diese spräche versetzet. Die Thaboriten liesseneme gantze Bibel in dieser spräche verfertigen, welche zu Vene-W ah- ^oü. gedruckt worden. Nach dieser zeit, als unter-ichtevilche gute und nach dem grund-text eingerichtete LateinischeVersionen , hin und her an tag gekommen, haben sich die Lrs-rres Loliemi deren bedienet, um eine gute Übersetzung in ihrerspräche zu verfertigen: wie denn deren unterschiedliche auch mitanmerckungen versehen, im druck erschienen.

M bello Hulstt. äe bono Ilnit.

/ömr, in bitt. eceles. 8clsvon. *

Chaldäische Bibel, sonst auch lsr§um genannt, ist vonunterschiedenen Personen zu unterschiedener zeit, mit unterschie-denem Mo gemacht, erstrecket sich nicht auf gar alle Biblischebucher des Alten Testaments, ist auch nicht auf gleiche werfeausgeführt. Der erste und älteste, der uns bekannt, ist Jona-than , der söhn Uziel, weicher ein discivel des Hilelis und Mit-schüler des Simeonis, welcher Christum auf fernen armen hat-

1e, soll gewesen seyn. Dieser hat die kropbetss priores und 'ch,V''^r„ stand kam an. 15 6;

xosterwres, das ist die bucher Josua, der Richter, Samuelis, den grund-sprachen ^ ^

der Konrge, dre drey grossen und zwölf kleine Propheten überse- doch wurde diese Version von Henrrco v llt. vero /

tzet. Der andere ist Onkelos, welcher die fünf bucher Mosis theil davon verbrannt: wre denn Tyndalen jelbltm ern grcrm^

übersetzet hat. Diejenigen, welche die übrigen bucher, nemlich widerfahren. Man halt dafür, dre umer TH. Mathm n y

die »Ägiograpim, vertiret, sind unbekannt, oder aufs wenig- men ausgekommene Version sey von obtger Nicht unterschwven«-»ng-wi«, d°chhä,t AN. kam dn .^,«Sr»K!!L

OosLus ftwlge Übersetzung verfertiget; wiewolen in Mischungder ungleichen schmb - art nicht zu zweifeln, daß sie nicht garverschiedene Urheber haben. Man hat auch zwey andere psrs-pmLlss über den Lsmstencbnm, davon die eine TsrZum Hielo-solxmimnam genmnet wird, welche aber unvollkommen; dieandere, so vollkommen, wird gedachtem Jonathan, aberfälschlich, beygemeffen. Beyde sind gantz voll von Jüdischen fa-beln und tradrtionen. Und kan die, so den nahmen Jonathansträgt, unmöglich von dem Jonathan seyn , der die Prophetenin Chaldäisch übersetzet. Über das buch Esther ist gleichfalls eindoppelter Isrgum vorhanden. Im gegentheil hat man über diebücher Danielrs, Esrä und Nehemia keine Chaldäische Überse-tzung , über die beyden bücher der Chronica ist auch keine ge-druckt gewesen, bis Matthias Friderrcus Beckius selbige an.

1680. und 8z. mit einer Lateinischen Version und nocis herausgegeben. Nach diesem ist sie von v. Wilckins aus einem besserncoäice zu Amsterdam mit anmerckungen heraus gegeben wor-den. ostic. bibl. p. 2; in ftiäsilmo pro-

lsg. tbest xkil. lib. I. e. z. Lartöa/r.

Cophtische Bibel; dieser gebrauchen sich die Christen inEgypten, so man Cvphten nennet. Sie ist in der alten sprächedieses landes geschrieben, und noch niemals gedruckt, doch fin-det sie sich geschrieben in einigen Europäischen bibliothecken;weil aber das volck diese spräche nicht verstehet, ist sie in dasArabische übersetzet worden. Dahero man von langer zeit herder Cophtischen Version eine Arabische hat pflegen beyzufügen.

Zuletzt hat v. Wilckins ein Cophtisches Neues Testament mitLateinischer Übersetzung zu Oxford in dem IKestro 8cke1äenisnoüN' prS. drucken lassen. in proär. Lopt.

Trobatifche, oder Windische Bibel: Nachdem einigewohlmeynende Prediger Augspurgtscher Confeßion vermercket, inwas elendem zustand sonderlich in anschung der angrentzendenTürcken, die so genannten Windischen oder Croatischen Chri-sten, welchemBosma, Servia, Bulgaria und umliegendenländern wohnhafft und dem Griechischen glauben zugethan sind,sich befinden, haben sie sich bemühet, denenselben eine Überse-tzung des Neuen Testaments in ihre sprach , Massen sie bisdahin nur etliche schlechte breviM» und Meßbücher gehabt ha-ben, zu verfertigen: welches sie auch glücklich zu stand gebracht,und mit gedoppelten buchstaben um das jähr i?6z. m druck ge-geben. Bey der Croatischen edition, welche mit Cyrulischenöuchstaben ausgedruckt ist, haben sich nach der dedication un-terschrieben Primus Trüber Crenne, Antonius Dalmata, und ..

Stephanus Loickul ttistrimms, Tuvmgm 156z. Die in Gla- äründ-sprachm verfertigte, und in druck heraus gegebene überse-golischen buchstaben verfaßte edttton fuhrt allein den nahmen h^g war k. Robertt Olivetani, so ans taglicht kommen zuPrimi Truberi, Pfarrherrn zu Mach , an. 1562. Sonst hat - Neuenburg , sonsten HeEbLtel genannt, in der

man auch ein Neues Testament M Wmdrscher sprach nut Later- Schweitz an.- 5z vJoh. Calvinns that dabey gute dienst: wie erNischen buchstaben. * denn hernach dieselbe oft, sonderlich in der redens-art verbessert.

, * Dänische Bibel. Von den verschiedenen auflagen dersel- Und drß ist eben die bekannte Genfer - Version, welche sehr oft

den findet man einige Nachricht in Le Long biblwtk. lkcr-i, von neuem übersehen, und nicht nur in der schreib-art,

""" 287-2Y2. eä. ö«rn. welche zwar in ermanglung einer aus- sondern auch in dem verstand mercklich ist verbessert wor-

^ .. den , als sonderlich an. i?88. von Bertram, Beza, Faye rc.

A z Eden

mann re. zum ersten Vorschein: weil sie aber den Bischofflichennicht anständig, hat M. Parker, Ertz - Bischoff zu Cantelberg,mit zuziehung anderer Gelehrten unrer Königin Elisabeth dieso genannte Bischöffliche Bibel verfertiget,. welche zuerst umdas jähr 157z. an tag gekommen , und in öffentlichen gottes-dienst ist eingeführet worden. Weil aber dieselbe nicht gar ge-nau dem gründ - text nachfolgt, ist durch Jacobum I. die des«halben genannte Königliche Bibel procurirt, und an. 1612.zu stand gebracht worden: daran haben 47. gelehrte männergearbeitet, als da waren Andrews, Overal, Clark, King, Li-veleus, Rernold und andere. Sie drucket den gründ - text wohlaus; Die Hebrsilmi sind an den rand gesetzt; so auch, wozweyerley auslegungen platz haben, steht eine in dem text, die an-dere am rand rc. derselben bedient sich die Englische kirche bisauffden heutigen tag, obschon die sogenannte Genfer Übersetzungnicht gäntzlich in vergeß gerathen. Die Catholischen haben aucheine Englische Version aus der VulZsm durch das Lollegium zuDouay, mit anmerckungen ausfertigen lassen an. 1609. Sohaben sie auch das Neue Testament, übersetzt von dem Lolls§i<,zu Rheims, an. i;82. gedruckt. vinäic. ecclel. Lngl.

Lookr'n, in sminLäv. sä V. 1. äe Liblior. text.

Lc. *

* Finnische Bibel. An. ,1642. ist die gantze Bibel zuStockholm in dieser spräche gedruckt, und an. 1648. wiederaufgelegt worden.

* Formosantsche Bibel. In dieser spräche hat DanielGravms die Evangelia Johannis und Matthäi an. 1661. zuAmsterdam, nebst einer Holländischen Übersetzung an der feite,und einer feinen vorrede drucken lassen. L- /.»»L, k. II.

Französische Bibel: Ehe die Waldenser entstanden, findensich kcme Französischen Übersetzungen der gantzen Bibel. Umdie jähr 1172. und n8o. ließ sich Petrus Waldus, obschon erkein Gelehrter war, die fach angelegen seyn, und procurirtedurch Stephanum Anja oder Emsa eine Übersetzung, welcheaber nremalen gedruckt, und heutiges tags schwerlichtn Manu-skript wird gesunden werden. Zu end des XHI. ÜLLuIi gabGuiard äcs Moulins, ein Lsnonicu» von St. Pierre ä'Aire,eine andere Übersetzung heraus: weiche in manuscript hin undwieder in bibliothecken befindlich: und auch an. 1407. zuPaus gedruckt worden, ist aber mehrentherlS eine ledige Über-setzung der Historie 8Lbolsüicse ketri Lometioris, und fudrt dentitul : Likle HiüoriÄe. So ward auf befehl Caroli V Kö-nigs in Franckreich, von Radulfo äe Praellcs eine FranzösischeVersion verstrtiget, wckch^. «"dere Oresmo, emem Lsnö-luco der kirchen ru .Rvuan zuschreiben. Die erste aus den

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Htff-r. Lemco» II. Thkft»