Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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11
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äs XellLurstions ^ XenovLüvne LidliochccL I)ltrajsällnse1644. In Italien sind die vornehmsten: Die Florentinische,welche von Cosmo und Laurentio Medices gesammlet, und da-her Neclic-M genennet worden. Als die Mediceische familie ausFlorentz verjaget wurde, so wurde gleichfalls die Bibliotheck zer-streuet. Was aber noch konnte gesammlet werden, brachte Ka-tharina Medices nach Frankreich, allwo es hernachmals in dieKönigliche Bibliotheck gekommen, wie solches Thuanus lib. 1 .6svlca 1uL berichtet. Hernach hat Julius Medices, oder PapstClemens VII. eine neue Bibliotheck aufgerichtet, welche vonCosmo II. vermehret worden. Sie besitzet sonderlich viel M-i-rmlcripra, und ist derselben gelehrter 8ibliochecsriu8 Ant. Mag-Imbecchrus bekannt. Den LLd3.Io§um hat H.

Ernestus zu Amsterdam an. 1642. heraus gegeben, welcher abersehr unvollkommen ist. Die Florentinische Pandecten sollenmcht m der Bibliotheck, sondern in der schatz-kammer des Her-zogs zu finden seyn. Siehe von dieser Bibliotheckl^u>r. ItsIiL. Zu Mayland ist die LlkliocksLL Lnibrollsn^ Welsche den Cardinal und Ertz-Bischoff Friedr. Borromäum zu ih-rem stifter hat. Zu Rom befände sich vor altem die kiblivGeeLApEms kül-itini, welche von Augusts in dem tempel des

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nen tractat davon heraus gegeben, unter dem tituk: Mriti»kibliocKecD ^borunsiiiis 172;. in 4t». Zu Schweden gehö-ren die drey folgende Bibliothecken: i. Zu Abo in Finnland.2. Zu Stockholm, welche ihren Ursprung der Königin Christinäzuschreibet. Diese schickte Jsaacum Voßium, Danielem Heimsium, Carolum Patinum u. a. m. hin und her, ließ sowo! rna,nuscripte, als gedruckte bücher sammle», und richtete diesenschätz auf. Vi6. ,/o/^ Spill. sä I Lrn. Lerdsräum äs

üsm Libliotk. dlolmiw Lueeor. z. Zu Upsal, welche ihrenansang von den Vermächtnissen einiger Gelehrten gehabt, undvon den Königen in aufnehmen gebracht worden. In derSchweig finden sich folgende öffentliche Bibliothecken. r. ZuBafel wurde zur zeit der Reformation aus den klöstern derstadt, welche die ordens-leuthe verlassen, insonderheit von denPredigern und der Carthaus, ein ansehnlicher vorrath gcsamm-let, indem diese klöster zur zeit des Loncilü , so in dieser stadtgehalten worden, mit viele» seltenen manuftripten, durch die al-ler orten her dahin gekommene Prälaten, welche auch zum theildaselbst gestorben und begraben worden, sich bereichert hatten.Unter diesen ist insonderheit Johannes 6e Ragusio merckwür-dig, welcher seine bücher den Dominicanern hinterlassen.

Nachgehends hat der berühmte und gelehrte buchdrucker, Joh^ ^ '

Apvüinis anfdem berg Palatino angeordnet worden. Die Bt- bücher zu gemeinem gebrauch übergeben,

bliotheck des Asinii Pollionis ist die erste öffentliche Bibliotheck Opvrmus, zeme ^ i c^.nmtr.t

zu Rom gewesen. Siehe Xom. ver. L nov. Auf demCapltvliv soll gleichfalls eine Bibliotheck gewesen seyn, derenSuetvnius und Orvsius gedencken. Siehe äs Lsxiro-

anderer zu geschweige«. Von den neuern ist sonderlich die

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Vaticanische zu mercken. Es wollen zwar einige derselben Ur-sprung von dem Apostel Petro herleiten; es ist aber dieses kei-neswegs wahrscheinlich, sondern ehender zu glauben, daß Hi-larius, welcher an. 461. Papst worden, den ansang dazu ge-macht habe, wie solches Platina in vks ttilsrü erwchnet. Deneigentlichen gründ aber hat doch Papst Nicvlaus V. um das iahr145«,. gelegrt. Clemens V. nahm dieselbe bey Versetzung des Rö-mischen Stuhls mit nach Avignon. Martinus V. brachte siewieder in den Vatican. Sixtus IV. ließ dieselbe durch Barth

. .... Erst

an. 1717. hat Anton Hocker, aus besonderer frcygebigkeit, einenungemeinen schätz von kostbar gebundenen wercken, daruntereine menge kupftr-sammlungen sich befinden, durch Jacob Chri-stoph Jselin 88. Theo!. vocst. L Pros dahin bringen lassen. Vonder menge Per manuscripten kan man einiger Massen urtheilen,aus dem ( obwol unvollkommenen ) LsmloZo msnu 5 cnx>roruruDreoloZicoriim, welche« Spizelius seinen Lresnis lsLN8 Li,bliorbecarum einverleibet, und der bekannte Bmedictiner oh-ne zusatzchi die ölbliocheesm Likliockeesrum msimtLriywrumuovsm übergetragen. Diese Bibliotheck stunde anfangs indemjenigen zimmer des untern OoIIegü, welches jetzt der Juri-sten hörsaal ist. Da aber dieses gebäude baufällig wurde, ver-legte man sie in ein besonderes gebäude die Mucke genannt, wel-

Platina in ordnung bringest, und beststnunste gewisse ckZünfte 'ches gäntz allech hiezu bestimmet wurde. Von dem dabey befind-

zu ihrer Vermehrung. Ske wurde unter Element, vu w. lichen ansehnlichen cabinet von antiquitaten und gemahlden,

Urblnische sehr vermehret; ist auch wstlchesft^ Bibliotheck an 1661. von dem

IV. verstarcket worden. Den grösten zuwachs aber hat sie unter Magistrat erkauffet, und der Universität übergeben worden, kan

Gregorw XV. durch die Heidelbergische Bibliotheck bekommen der artickul von Basel, wie auch Palms relsrwn III Ls nach-

gesehen werden. , 2. DK Bl^

Chrrstma, bey welcher des Pauli Petavii bücher-vorrath gewe-sen, hinzugekommen. Was endlich Clemens XII. zu derenbereicherung beygetragen, wird in desselben artickul zu verneh-men seyn. Die Barberinische Bibliotheck ist nach der Vatika-nischen die stärckste. Der Cardinal Franciscus Barderinus hatdieselbe gestiftet, und Lucas Holstenins hat seine lssMuIsriprs,dahin vermacht. Der camlo^us davon ist zu Rom an. 1681. infol. heraus gekommen. Die Jesuiter zu Rom besitzen eine herr-liche Bibliotheck, welche eigentlich aus vier verschiedenen be-stehet, darunter auch die bücher M. A. Mureti und des Cardi-nal Bellarmini sind. Die Bibliotheck zu Turin ist eine vonden ältesten in Italien. Neben vielen alten manuscripten befin-den sich auch viel neuere darinnen, darunter des berühmtenPyrrhi Ligorii XXVI. vvlumius von Griechischen und Römi-schen Antiquitäten. Es ist auch in derselben die bekannte latzu-!a IÜLL3, welche der Hertzog von Mantua aus der Biblio-theck des Bembi bekommen, die aber hernachmals hieher ge-bracht worden. Zu Venedig steht eine fürtreffiche Bibliotheckin dem Hause der krocurswrum St. Marci. Sie ist hauptsäch-lich durch die Bibliotheck Francisci Petrarchä, und des Cardi-nal Beffarionis angewachsen. Diese letztere soll allein 600.Griechische Nsnulcrlprs gehabt haben, welche der Cardinalmit zvOOO. ducaten bezahlt hatte. Das Evangelium St. Mar-kt -welches von dieses Evangelisten eigener Hand geschrieben,mw von Aquileja nach Venedig gebracht seyn soll, wird in derSt. Marmsckirche bewahret. Man zweifelt aber dillich an demerstem vorgeben, und ein gewisser Grandi, berühmter Artzt zuVenedlg, versichert, die buchstaben dieses manuscripts seyen sosehr verbuchen, daß man nicht erkennen möge, in welcher spraches geschrieben seye. Siehe 8»^«er vovsZe, lsrtr. III. Die Au-gustiner zu Vmtlnnglla besitzen die Bibliotheck, welche von ih-«rbeber Anaekco AvroKn. L—- .. ^ "

mit gedruckten, als geschriebenen büchern in menge versehen, undmit Jacobi Bongarsii vorrath vermehret worden. Joh. Rud.Rodolphi kibliocksL-e Livic« Lsruensi« billorics äslLnprlo,und die DellLE urbis Lernse csp. XXXI. geben gute Nachrichtdavon. Man siehet auch neben den büchern viele raritäten so-wol der natur, als des Alterthums. Von der Bibliotheckzu Zürich , welche zugleich mit der Carolimschen schul soll ent-standen seyn , handelt Joh. Heinr. Hottinger in seinem buch,so er von dieser schul geschrieben. Daselbst finden sich dieschristen Conr. Pellicani, Zwinglii, und Joh. Henr. Buüinge-ri, welcher die gantze Zwinglische Bibliotheck an sich erkauffethatte. Sie stehet nun samt einer wohl-versehenen kunst-kam«mer auf der sogenannten Wasser - kirche. Zu Genf ist schonseit langem eine allgemeine Bibliotheck gesammlet worden. Eshat aber erst in diesem Lesulo Joh. Alph. Turretin, durchVorschub des Magistrats, solche vollends in ordnung gerichtet,und es dahin gebracht, daß sie nicht nur an einen bequememvrt aufgestellet; sondern auch um ein grosses vermehret wur-de , so daß sie in stand kam, den 14. aug. 170z. zum erstenmal zu gemeinem gebrauch eröfnet zu werden. Noch vor kur-tzcm hat die dasige Obrigkeit eine ansehnliche geld-summe zu er-kaussung mehrerer büchern hergegeben. Es befindet sich auch so-wol m der stadt, als Abtey St. Gallen ein ansehnlicher bücher-vorrath, darunter viele Nsnufsripw sind, deren sich GoldastusfleGg bedienet. In Spanren sind merckwürdig die Bibliotbe-cken zu Alcala äs Henares, die Königl. in dem Escurial zu Ma-drid, und die Universitäts - Bibliotheck zu Salamanca. InTeutschland findet man fast in allen städten öffentliche Biblio-thecken. Doch sind die berühmtesten zu Altorff, Augspurg,Berlm, Bremen, Breßlau, Cassel, Dreßden (von welcher Aug.Beyer gute Nachricht gegeben) Eisenach (wovon Junckers nach-

reist Urheber Angelico Aprvsivl'st^s'""^"' vv» »y- ..

a'edL ^^e-ben gesLriebm,?Ls L?'lesen) Erf^h FwEutt'stm Mästn, Fmnckfurt an der

zu Bonomen gedruckt, und vor wenig jähren - deren cariiloFum Joh. Christoph Beckmann heraus qeqe-

wieder aufgelegt werden. In den OesterreichjMen . Gotha, welche ziemlich reich an manuscripten, so N. E'

landen sind m vielen stadten ansehnliche Bibliowecken A recenstrt,; Halle in dem Magdeburg-schen, Hamburm

Löwen befinden sich drey 1. Die Bibliotheck des tbeolostkll^» stadt bucher-saal noch an. 171s- die Bibliotheck Job'

^oilsWi, welcher von dem Cardinal Bessarion einw? ^ Wolffs, kE. und 8ckoigrcluL daselbst, von ihm ver.

cksripw verehret ivordm : 2. Die Bchl otbeck der machet.worden, wovon an seinem ort nachzusehen; zu Za.m

welche des Lipsti Nanussripm Or-xes bekommen "er ist in den neuern zelten eine Churfurstliche Bibliotb^an-

Ilche Bibliotheck, welcher Beyerlinck un Endrst il?/ gerichtet worden, welche durch Leibmtz und Eckard in riemttcbel

hecken vermachet haben. In polen befindL ZLL' Wachsthum gekommen. Zu He-dclberg wall vost dem

" - «n. ^ Ü^^ Bibl-o- blwtheck - welche Uner andern m Europa nichts nachgaben

theck auf dem schloß zu Cracau -eine andre zu Gnesen, wieauch zu Vilna. Unter die Bibliothecken m Preussen gehöretdie, so sich zu Dcmtzig befindet, und eine andre zu Heilsbera,in welcher die NsnulLrixta Coperniel verwahret werden. Z»Königsberg befindet sich auf dem schloß eme Bibliotheck, derengründ Albertus I. Hertzog in Preussen geleget. Die raresteb'lsnulcripm davon find in die Bibliotheck zu Berlin gebrachtworden. Zu Thoren hat Henr. Stroband ein mit

"ner öffentlichen Bibliotheck angeleget. Petrus Janrch hat ei-

Als aber an. 1629. Dlly Heidelberg eroberte, wstrdegedacht, nach Rom überreicht, und der Vaticanischen einverlei^bet. Es ist ferner eine Bibliotheck zu H6ms^von Wittenberg hieher gebracht worden; Jngolstadt, Kiel, Leiv'zig, da zu mercken i. die Raths-Bibliotheck, 2 die Universitäts-

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!war , weiche sonderlich durch dirÄ ^ worden, wovon auch H. L. Schurz-flekschms eine Xouuam heraus gegeben. Die Wolssenbüklelische

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