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Die Haupt-stadt von Bigorre ist Tarbe, die andern sind Bai-gneres, Campan, Lourde nebst einem vesten schloß, Vic-Bigor-re, Rabasteins, Benac ein Hertzvgthum, Parabere und Au-tln , Marggrafschafften, Lastetloubon genannt Lavedan eineVicomto, Varege, rc. In diesem lande haben vormals die al-ten öixerri und Ligerrones gewöhnet, deren Cäsar, Plinius,Ausonius und Sidonius Apollinaris gedencken, und welche vonden Tabellianern unterschieden sind. Die gebürge in Bigorredienen zu einer schieds-mauer zwischen Franckreich und Spa-nien 7 und giebt es vier schwere Passagen darüber, so die ein-wohner müssen besetzt halten, als Azun, Lauteres, Baregeund Campan, welche letztere auch in die landschafft Aure gehet.Es befindet sich sonst in Bigorre marmor , jaspis und schiefer,und die gebürge haben verschiedene silber - kupser - bley - und ei-sen-adcrn, welche aber nicht bebauet sind. Die flüsse darinnenfind Adour, Esches, Arros , 1 e Gave äs Lavedan, so aus-er Barege und Lauteres bestehet, und der bach Azun nebstdrey seen.
Dieses land hat unter den Römern und den Königen inFranckreich aus dem ersten stamm gleiches glück mit Äquitaniengehabt, folgends aber eigene Herren bekommen. Denn EnecoAristo besaß dieses land als eine Grafschafft um das jähr 8-8. ehenoch das Königreich Navarra aufgerichtet wurde. Du Chenehat noch von etlichen andern Grafen die nahmen zusammen ge-sucht , welche bey ihm können gelesen werden. Raimundus,welcher ums jähr 94?. gelebet, hinterließ Ludvvicum an. yso.welchem sein bruder Arnaldus an. 980. succedirte, worauf seinsöhn, Garsias Arnaldus , diesem Bernhardus I. und hieraufBernhardus II. gefolget, welcher nur eine einige tochter, nah-mens Beatrix, hinterließ, so sich an. 1078. an Centulum vonBearn verheurathete, der an. 1096. ermordet worden, undbekam sein anderer söhn,Bernhardus III. die Grafschafft Bigor-re. Dieser ließ die alten gewohnheiten des landes zusammenfassen, starb aber ohne erben ums jähr uz;, und es succedirteihm sein bruder Centulusll. der ums jähr n;8. oder ^.ver-starb , und nur eine tochter, nahmens Beatrix oder Benetris,nach sich ließ, so an Petrum, Vicomte von Marsan, verheu-rathet wurde. Aus dieser ehe ward Centulus III. gebohren, derihnen ums jähr 1170. nachfolgte, und Stephaniam, Bernhar-dt Grafen von Comenge gemahlin, hinterließ, so aber nur einetochter Petronillam zeugte, welche zu ihrem dritten gemahlan. 1216. Guidonem , den andern söhn Simonis Grafen vonMontfort, erwehlte, und von ihm Alis oder Adelheit und Pe-rettam oder Peronellam hatte, davon diese an Rudolphum vonTheisson, jene an Esquivat II. Herrn von Chabanois und Con-folant verheurathet wurde, dem sie Esquivatum, Grafen vonBigorre, Jordanem und Eleonoram, Vicomtesse von Turen-ne gebohren. Nach seinem absterben ist sie zur andern ehe mitRaoldo von Courtenay geschritten, dem sie Marhildin, Gräfinvon Chietti, gebohren, und an. 12;;. gestorben. Ihre mutterPeronella aber nahm zu ihrem fünften gemahl ums jähr 1228.Bosonem äe Mastas, Herrn von Coignac, von welchem sie Mar-tham, eine gemahlin Gastonis VII. von Bearn, zeugte. An.i2u. machte sie ihr testament, darinnen sie ihren enckel Esqui-vat zum erben einsetzte, und ihm seinen bruder Jordanem sub-stituirte, wenn diese aber ohne erben abgiengen, sollte ihre tochterMartha, Gastonis von Bearn gemahlin, succediren. Alleindiese prätendirte am ersten die nachfolge, welche gleichwol an.1246. durch Rogerium, Grafen von Foix, Esquivato, sei-nem schwieger-sohn, zugesprochen wurde. Esquivat begab sichfolgends unter die protection Simonis, Grafen von Montfort,und überließ ihm seine Grafschafft, doch war er in die längeauch nicht damit zufrieden, machte andere anstalten, und starban. i28;. nachdem er seine schwester Eleonoram, Vicomtessevon Turenne, zur erbin eingesetzt. Hierwider lehnte sich Con-stantia von Bearn, eine tochter der Martha, Wilhelm Triffson , ein söhn der Peronelle, und Mathildis , Gräfin vonChietti, auf. Allein Simon von Montfort gründete sich auf dieerste donation, so ihm von Esquivato geschehen, überließ seinrecht Theobaldo II. Könige in Navarra, welchem er auch an.126;. das schloß Lourde abtrat. Theobaldus hinterließ an. 1270.seine länder Henrico dem dicken seinem bruder, welcher, alser an. 1274. starb, nur eine tochter Johannam nachließ, diean. 1284. an PhiWum kulLkrum, König in Franckreich, ver-mählet wurde. Sre führte den tttul einer Gräfin von B igorre,und trieb die Constantiam von Bearn, vermöge eines ausspruchsvom Parlement, an. 1290. heraus. Die kirche zu Puy tratauch das recht der superiorrtat über diese Grafschafft an den Kö-nig ab, und Carolus kulcber, ehe er die regierung erlangte,nennte sich einen Grafen von Bigorre, und nach seinem tobewurde Bigorre geachtet, als wenn es mit der Crone vereinigetwäre. An. r;6y. gab sie Eduard, Hertzog von Guienne, Jo-hanni II. Herrn von Grailli, welcher von Carolo V. heraus ge-trieben ward. Allein sein enckel Johannes, Graf von Foix,Gouverneur von Languedoc, erhielt sie an. 1425. von Carolo VII.weil er von der Petronilla herstammte. Worauf seine nach-kommen sie bis aufHenricum IV. besessen , welcher sie mit derCrone vereiniget, als er an. 1607. alle domainen eingezogen.De , bist. äs Lsarn Iiv. I. L IX. not. urriu8g.
Vase. still, cle foix. L« äroit8 äu Koi. O«
Bietst, (Emericus) war an. 1626. zu Rouen aus ei-nem ansehnlichen geschlechte gebohren, und hatte so grosse tust
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zum studiren, daß er deswegen alle öffentliche bedienungenausschlug. Er vermehrte mit grosser sorgfalt die schöne bi-bliotheck, die er von feinem vatter bekommen hatte, undwöchentlich kamen bey ihm viel Gelehrte zusammen, umvon allerhand gelehrten fachen sich zu unterreden, auch hielter eine grosse correspondentz, und diente vielen, die etwasschreiben wollten. Palladium vom leben des Chrysostomi hater in Griechischer sprach heraus gegeben, und eine LateinischeVersion nebst einigen andern tractaten hinzu gefüget, würdeauch noch mehr gethan haben, wenn ihn nicht sein tod, deran. 1689. den i8. dec. zu Rom erfolgte, daran gehindert hätte.Er war bey seiner gelehrsamkeit sehr modest, und den streitigkei-ten der Gelehrten feind. Menagius und Nicolaus Heinsiuswaren seine vertrautesten freunde, üikoirs äss Ouvrages äs«8av-M8 an. 1690. menlekebr. k. , äss bibliotü. p. 681.
7;.
Bigst, (Wilhelmus) er ist an. I?V2. zu Lava! in der land-schafft Mainc gebohren, und gleich in seiner ersten jugendvielem Unglücke unterworffen gewesen, ward aber nachwärtsein gelehrter kbiiosoxbv8 und Neäicob, als derentwegen erauch von I. C. Scaliger sonderlich hoch geschätzt worden. Erwar mit zwey zähnen gebohren , daher ihn niemand in derstadt säugen wollte. Man holte ihm eine amme vom dorfe,und die starb, da er kaum ein jähr alt war, mit noch andern1;. Personen in demselben Haufe an der pest. Des armen jun-gen wollte sich niemand annehmen ; man legte ihn hinter eineHecke an die Heer-strasse, wo ihn zu allem glück sein eigener vat-ter fand. Er warb nicht zum besten erzogen, wurde liederlich,und muste sich um dieser Ursache willen von Angers wegmachen,wiewol dieses unglück zu seinem besten ausschlug, und ihn wie-der zu den studien brachte. Von seinen kisecextoribu8 hatteer etwas latein erlernet, aber in der Philosophie, Astronomie,Astrologie und Medicin war er ein Einige zeit
daraufreisete er mit Nr. äu Bellay äe Langey nach Teutschland,und erhielte zu Tübingen eine Philosophische krokelüon, alser sich aber mit seinen coüegen nicht vertragen konnte, gienger nach Basel an. i;;6. und von da wieder nach Franckreich,wo er bey dem Herrn äu Bellay seine zuflucht fand. Bellaywollte ihm eine kioselüonem Xegism zuwege bringen, aberCastellanus war dawider. Man vocirte ihn nach Padua, dasschlug er aus, und man employirte ihn zu Nismes, wo Ba-duellus eine Akademie angeleget hatte. Allein er machte sichauch da feinde, die den Baduellus wieder nach Nismes beruf-ten , worüber ein heftiger krieg zwischen diesen beyden krokello-ribu8 und ihren schülern entstand. Bigot wandte sich nach Ho-fe , und hatte seine fache vielleicht erhalten und ausgeführet,wenn ihn nicht seine frau in andere Verdrießlichkeiten verwickelthatte. Sie hatte indeß brav courtoisiret, worüber aber endlichder galan ein Nulicu8, nahmens Petrus Fontanus, Abelardsstrafe leiden und seine mannheit verliehren muste. Seine feindemachten sich diese fache zu nutze, wurffen seiner frauen einen cri-minal-proceß an hals, und weil er sich vor seine frau intereßirte,ward er auch ins gefängnis geworffen, aus dem er nach langerzert und in einem sehr elenden zustande befreyet wurde. Zu sei-nen schriften gehöret Oatoxtron Aä Lmenci^tionem juventutiskaätum carmen; Lpitkalamium guoääam kxigramma inkmxiricum., somnium sä Ouilielmum Lellajum DangMin,N^cenatem luum, in guo tum alia, tum Imperators Laroliäelctibitur ab Ilcgno OalÜX äepuliio Lc. it. Lbristianse kbilo-Ibxbi-e xrreluäium, vxus cum aliorum tum bomirÜ8 lubkau-tiam Iuculenti8 expromens exemplis <L ratiouibus Lc.
in relxons. contra LIeruin Lolon. , in
vita Letri Lailell. n. 74. , äs subtil, contra Larä.
cxerc. ;o7> Dre , bibl. kräng.
* Bigot, (Clemens) ein Dominicaner-Mönch aus Franck-reich , trat zu Ehartres in diesen orden. Er hat um das jähr1564. floriret, und einen sonderbaren religions-eifer bezeuget,insonderheit aber wider die Lutheraner und Calvinisten scharfgeprediget, und verschiedenes xro Käs geschrieben,
r-re, in prLäicatore Larnuto. Lcöarä,
script. O. k. tom. II. x. 186.
Biguba, ein Africanisches Königreich in Nigritien, so auchCantory genennet wird, am fluß Niger gelegen.
* Bigus, oder Licus, (Ludov.) ein Jcaliäner aus Fer-rara, siorirte zu anfang des XVI. stxculi , er war ein guterPoet, und schrieb Nsäirstionem äs Orations Dominica ; Ora-tions8 äuas , nsmpe aä Lkritkum L Virginem Nariam , Vene-dig 1 502. in 8 . karaxlirsün klalmorum Daviäis, 1510. Dvm-nos atgus Lxitaxhia aä ccelirsL; LpiZrammatuin üb. II. Fersf5ra i; i4. Laryrica sacra, Lpigrammata, klezisz Sr LxitapbiaVo. II. 10.1^14. Venedig 1516. Loriceam; Larminum übrosVI- Ornciarnm socinatum libri III. Vened. i;22.
Brharec Gespanschafft in Ober - Ungarn, lat. Lomita.tus öikariensis, liegt zwischen dem Krasnenser, Zabolczenser,Szolnocker und Torontaler Comitat, stösset auch an dasäandHer Cumaner und an Siebenburgen, ober vielmehr an denstrich landes, kaite8 stsgui Dungarixe genannt, und hat dmnahmen von dem schloß Bihar. Der vornehmste ort darinnenist Groß-Wardein.
* Bikend, ist eine stadt in Tranfoxana, eine taareise von derstadt Bochara, deren sie unterworffen, entfernet. Es setzen sie so
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