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*Btron, ein altes adeliches geschlecht in Curland, so sich ehe-mals Buren oder Birn schrieb, von welchem.sich hauptsachttcyfolgende L. brüder hervor gethan: i.) Der älteste, JohannesErnestus vonBiron, wurde nicht nur von der RußsschenKay-serin Anna, bey der er die charqe eines Ober-Cammer-Hermbekleidet, mit dem Ritter-orden des heil. Alexander Newsky be-ehret , und in den Rußischen Grafen-stand erhoben; sondernauch von dem Könige von Polen und Churfürsten zu Sachsen,
Augusto II- m den orden des weissen Adlers aumenommm,und von demKayser CarvloVI. indes H.Rom. RerchsMa.fen-stand versetzet. An. 17;;. kaufte er von Alberto Chrüw.phoro, Grafen von Dohna, die freye Standes-HerMaM-var-tenberg, und an.i7;7. hatte er die ehre, daß ihn die Stande vonCurland emmilthig zu ihrem Hertzvg ernennten. An. 174-ward er von der Kayserin Anna zum Regenten von Rußianoernennet; allein da er kaum etliche wvchen, nemlich von demtodes-tag der Kayserin an , diese hohe stelle genossen hatte, warder den 19. nov. samt seiner gemahlin gefangen genommen, set- ^ ftlvst aber jtarv cner Regentemstelle entsetzet, des Hertzogthums Curland verlustig ^n tranck zu sicherkläret, seine güther allzumal confisciret, und er zu einer ewigen ,jn einen andergefangenschafft in Siberien verurtheilet. Von seiner gemahnn,ewer gedohrnen von Trotta, genannt Treyden, hatte er zweysöhne, Petrum und Carolum, ingleichen eine tochter Eltsa-beth am leden. 2.) Gustavus Graf von Biron, Johanms Er-nefti, Hertzvgs in Curland, bruder, stund an. 17 ;7-als Gene-ral-Major in Rußischen diensten. Derselbe verehlichte sich an.i7)r. den 15. may, da er Major bey der Jsmailowischen garoewar, mit des an. 1729. in Siberien verstorbenen Fürstens Ale-xandri Menzikow einziger hinterlassenen tochter, Alexandra,bussete sie aber an. i?;6. den 24. dec. durch den tod ein, nach-dem sie ihr alter auf 24. iahr gebracht hatte. An. 174°. ward«r auch nebst seinem bruder gesanglich angehalten.
AftOU oder LlXOVUN, ein wagen mit zwey rädern, da-vor man drey maulthiere spannte, und vhngefehr
bir bis
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grösse erwachset, daß er einen theil dieser stadt überschwem-met , und in nicht geringe gefahr setzet. Die grösten über,schwemmungen sind an. 1529. und 17^. gesehenhen. *
Birthalmer, ein grosser flecken in Siebenbürgen, zweyMeilen von Medwisch gelegen , in deren gegend /ehr guterwein wächset. Allhier wohnet der Bisthoss der Sächsischennation, welcher alle Geistliche ordiniret, und zugleich an die-sem orte ?3Üor primarluL ist.
Brrthric, König der West-Sachsen in Britannien, ausdem geschlecht Kerdtos, des ersten stifters dieses Königreichs,suecedirte darinnen an. 786. seinem anverwandten, Kinwulff.Er vermählte sich mit Eadburgh, einer tochter des Königs Oftfa, von Mercia, zeugte aber kein kind mit ihr, und muste dan-nenhero mit seinem grossen Verdruß den Printzen Ecbert, alsfernen Cron-erben ansehen, welchen er durch allerhand nach-fteüungen nöthigte, seine flucht nach Franckreich zu nehmen.Er selbst aber starb an. 802. nachdem er unversehens einen gif-tigen tranck zu sich genommen, welchen gedachte seine gemah-lin vor einen andern zubereitet hatte. 7^ E ss
vol. 1. x>. 48- 50. siehe Eadburgh.
B-rtport, siehe Bridporr.
Birze, oder Birst, eine kleine stadt nebst einem schloß inSamogitien, zwischen Mieter» und Braslaw gelegen, unddem Fürsten von Radzivil gehörig.
Bisaccia, eine kleine stadt im Königreich Neapolis, mkrincipLto oltra, ist wenig bewohnt, auch in schlechtem an-sehen. Sie führt den titrrl eines Hertzogthums, und hat einenBrschvff, welcher unter den Ertz-Bischoff zu Conza gehört.
Bisaccronius, (Majolrnus) Graf von Jeßr in der Anco-titanischen Marck, und Cammer-Juncker des Königs in Franck-reich, ein fleißiger Hikorisus im XVII. üeculo , hat sich lange
-- .»»>, vrey maureyrere rpannle, und vhngefehr 200. pfund reitest?Teutschland aMcha>cett,undsichdajMstdl^
schwer laden konnte. Kayser Constantinns hat sie zum des landeS betaun ^Äoiko i-s 6 erm.ni.
behuf des gemernen wesens angeordnet, nur dem anhang, daß, nmoricste äella Nossa ä srmi a, rmnsv . -
wo man eine last darauf zu laden hätte -
gu«uv^vaeee, solche nie über 200.psnnd schwer seyn sollte ; wo aber leuthe darinnen fahrenwollten, durften deren nach Valentrniani Verordnung nicht mehrals zwey oder drey seyn. 1. 8- L 1. 22. äs
t^urm xustliso. not. Irnp. Orlant. 0. 6 . O» 7,es-
»e. *
* Birquel cILFatroun,vder Natron-see,eine ste in der wüsteSt. Macarü, 2. meilen von dem klvster Dir el Syadet oderU> L. Frauen, welcher deswegen sehenswürdig ist, weil er alswie ein grosser zugefrorner teich mit eise, darüber etwas schrieegefallen, zu seyn scheinet. Er theilet sich in 2. theile, von wel-chen der erste, der nach norden gehet, von einem Wasser ent-stehet,welches unter der erden ohne einige Wahrnehmung des ortsentspringet: der gegen luden aber entstehet aus einer hervor stru-delnden quell, dessen Wasser einem bis an die knie gehet, und röth-lich ist. Dieses rinnet alsbald zusammen, und formiret gleich-falls grosse stücken eis , generiret auch das Natron, welches sichgemeiniglich in einem jähre durch dieses Wasser vollkommen ma-
l'armo i6zo. in üno sl 16 ) 4 ; Historie universalere' lurckicli 8antovino rrccrslsiura; Hiltorirr äelle Lusrre civil!, äoxpol'anno 1610 . al i 6 zi ; 8 snü eivili toxra il Lspitsno clel vucaäi Xobsn; veserirrione universale äel Monäo cli suca äsI.inäa; Llbergo kadula; 1 a Lleoxatra ; Liorinäa Lsüanära;Lrcole in ldyäia; il iVlitbriäate. äs Hiliorisis x.
Risaano, Besagn», Lssamnis und Meritor, ein fluß indem Genuesischen gebiethe, welcher aus dem Apenmnischengebürge entspringet, und sich nahe bey der stadt Genua indas Mittelländische meer ergieffet.
*Risaano, oder Bisegna, ist ein flecken und bera glei-ches nahmens, in Abruzzo ultm, emer provmtz des König-reichs Neapolis,, zwischen der stadt Aqmla und Ascoll gele-gen. viction.
* lll8gl H alte Thracische völcker in Maccdonien, welchezwischen dem fluß Chadris und Strymon, jetzo Jscar genannt,
chct, worüber ein roth saltz 6. oder 7. finger dick, darnach ein Lnd "den städten" Thcssalom'ch und Contesa in der gegend , woschivartz Natton^welches^inan^n Egypten zur wäsch-lauge ge- stadt Euvoria liegt. 0E« , in exs. kbocü L1.XXXVI.
braucht, und alsdann das Natron, welches wie das erste saltz,aber viel dichter ist, lieget. Bey diesem see stehet eine fontaine,welche ilsin Nßori genennet wird. Thevenots Morgenländischereise, wm. I. lib. II. s. 71. x>. ;4o.
Birs, ist ein kleiner fluß, der in dem Bißthum Basel,oberhalb Dachsfelden , aus dem Jurten gerad unter demdurchqehauenen festen oder paß, kisrre xsrtuils, entspringt.Er durchstreicht das Münster- Delsperger-und Lauffenthal, undnachdem er bey Dellsperg die Svrn , bey Lausten die Lützel undsonst noch ewige geringere buche verschlungen , lanffet er un-ten an Psäffingen, Angenstein, Dorneck und Mönchensteinvorbey, eme viertel-stund oberhalb der stadt Basel in Rhein.Er tragt keine schiffe,, wohl aber hvltz-flvsse. In diesem-nßwird alljährlich im fruhling eine erstaunliche menge gewisser fi-sche, so man nasen nennet, in denen zu solchem end aufge-spannten garnen gefangen , so daß deren zuweilen in einer
die stadt Euporia liegt.
20. Lir-rr,,. XXXV. 29. ;o. IV. lo. s'ivLi/i«,, gsors.
III. 461.
*Blsantius, Ertz-Bischoff zu Ban, erwehlt den 14. jul.an. 1028. Er wurde von Johanne XX. dazu eingeweyhet, er-hielt auch von demselben die bestatigung des privileZü, krafftdessen er zwölf Weyh-Bischöffe seines Ertz-Stlfls zu ernennenberechtiget seyn solle. Er war ein vatter derer waysen, einstifter der Haupt-kirche zu Bari, und ein tapferer beschützer die-ser stadt wider die Griechen. Er starb zu Constantinopel an.10;;. Lstronicon Ducis N.näri-e spuä in
cstron. I-upi krowIpLä». in cutsl. ^lrcliiex.
Lrirens. , Iml. lscr. tom. VII. x. 601. legg.
* Bisantius, der ältere, aus einer vornehmen familih warwegen seiner beredtsamkeit und gelehrten wissenschafft berühmt.Er ward Ertz-Bischoff zu Tran«, und wohnte der einweyhung
nacht viele tausend auf einmal e »»wenen rn einer ^ ----- » .
gantze stadt und landschafft Basel 6L -in^^rdeu, und die der Arche zu Casino bey, welche Alexander II. an. i°7i. ver-einen wohlfeilen preis daran satt eissn durch um still, conlscl-se. eccl. Lsstnsnk. Er hat St.
p. ; 84. st. * " iik. xii. Nicolaum Peregrinum in Tränt nicht nur willig aufgenommen,
sondern auch, als er an. 1098. den 2. jun. gestorben, Magraben helffen, von dessen leben ^ in
.. BischvMche Ober-
'seine wolmuna hat. Es gehörte vor altem den Gra-8n von 4obu?g aus welchen Ludwig und sein söhn Hart-mann dl^^Mafft Bischoff Lutolden an. 124;. verkauffetbaden ^B^ckoff Johmms äs Wenn«, hat sie mit zugehvri-aen dörfem Arksliestn, Rheynach, Oberweyler, Allschweyler, rc.
Bischofs Johannes von Fleckenstetn hat alles wiederum zu derStift Handen eingelöset. AvM cstwn. LM. stb. I. x.
Lirsig, ein kleiner fluß, so mitten durch die stadt Basel Nes-sel, zuwÄeu aber durch die angehende wasser rn eme wiese
x. 894
* Bisantius, der iüngere , war von dem vorstehenden äl-tern Bisantio von rügend aufwoyl erzogen, und sowol in dengeistlichen orden als Archmssachen unterwiesen worden, wor-auf er an. 1142. das Ertz-Bißtyum zu Traut erhielt, da er denndie St. Nicolao Prregrmo zu ehren angefangene Arche vollendszu stände brachte, und dejftn lerb an. 114;. den 7. oct. mit grosssem geprange darem schaffen liesse. Dle Historie solcher Verse-tzung hat Amandus damaliger visconus, nachheriger Bischoffzu Tram oder vielmehr zu Veglia, wie andre wollen, aufge.zeichnet. , 1t»I. Lsr. rom. VII. x. 9«».
*Biss