Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
120
JPEG-Download
 

I2O

boo

scher, tractat eine protestation in dem Parlement eingegeben,und noch an. 17,2. gelebt. KaM, kill. ä'ünZIet.

tom. IX. p. 122. wm. X. x. 4;. IZI. kill. äss äsrn.

revol. ä'ilnZIec. p. 709.

* Booth, ( Carolus) Bischoff zu Hereford, hatte zu Can-terbury studiret, und war allda Ideologie voSor worden.Hierauf ward er Lrckiäiaconus zu Buckingham, und Cantzlerin der provintz Walles, endlich aber den zo. nov. an. 1516.obgedachten orts Bischofs. Er hat i8. jähr und ohngcfehr5.monat gesessen, und auf sein Haus in Londen vieles geld ver-wendet. t?oärwr». äs krLÜiI. Logl. k. I. x. 544-

* Booth, (John) Bischoff zu Ercester, erwehltden 20.febr. an. 1466. Er hat sein Bißthum sehr löblich verwaltet,und eine dermaßen zierliche cantzel in seiner kirche machen las-sen , daß dergleichen in gantz Engelland nicht gefunden werdensoll. Bey entstandenen kriegs-troublen, begab er sich auf ei-nes seiner Wohnhäuser unweit Horöley, wo er auch den i. aprilan. 1478. gestorben. Er ist zu Londen in der kirche St. Demen-tis begraben worden. t-sck'w,«. äc üagl. ?. I. p. 472.

* Booth , (Laurentius) Ertz-Bischoff zu Aorck, war deshcrnachstehenden Williams halb-bruder vom vatter. Er wur-de , nachdem er dem Pembrocke-Hall vorgestanden zu Canterbu-ry, und der Universität daselbst Cantzler gewesen, den 25. stpt.an. 1457. Bischoff zu Durham , und darauf an. 1472. Cantz-ler von Engelland, an. 1476. aber ins obige Ertz-Bischoff-thum versetzt. Er hat von Nicolao Stanläo das guth Bader-sey unweit Londen gekauft, die daselbst erbauten Häuser zu sei-nem sitze geschlagen, und ist zu Southwell an. 1480. gestorben.

bockivi«. äs krselul. änZÜX, k. II. x. 69. L 1Z5.

* Booth, (William) Ertz-Bischoff zu Borck, hatte zuLonden studiret, und sich hauptsächlich auf die Stadt-Rechtegelegt. Es war ihm auch bereits das Cancellariat über diePauliner-kirche angetragen worden, als er urplötzlich den geist-lichen stand erwehlte. Nach der zeit ward er den 9. jul. an.1447. erst Bischoff zu Coventry und Lichfield, dann an. 145;.rns obgedachte Ertz-Bißthum eingesetzt, welches er 12. jährverwaltet. Er hat am bauen sonderliche lust gehabt, und aufden Ertz-Bischöfflichen paüast und dessen erweiterung vieles geldverwendet. Gegen das ende seines Ertz-Bischöfflichen regi-ments, so zu Southwell, wo er auch begraben liegt, den 20.sept. an. 1464. erfolget, ist die Haupt-kirche zu Yorck abgebrannt,man findet aber nicht, daß sie von ihm wieder sey aufgebauetworden. Sockivr». äe krLlul. ängl. k. I. p. ;78. L L. II. p.62. leg.

* Booth, (Richardus) ein Artzt der Ständen in Irrland,schrieb ein buch betitelt: Die natürliche Historie des Rö-nigreichs Irrlands; so anfänglich in Englischer spräche zumVorschein kam, nach etlichen jähren aber ins Französische über-setzt worden. Dieses buch ist mit vielen schönen und denkwür-digen anmerckungen betreffend die Mineralien, metallen undpflantzen des landes angefüllet. Er schrieb auch eine kleineNachricht, betreffend die meer-häfen des landes, welche er we-gen ihrer bequemlichkeit, ihrer natürlichen läge und schönheitfür die besten in gantz Europa haltet. Von den einwohnernlagt er, sie seyen von natur sehr gute leuthe, beständig in dereinmal angenommenen religion, tapfer in dem krieg, sehr sinn-reich, so sie sich auf eine kunst oder wissenfchafft legen, und seynichts anders als die in den Britannischen insuln schon seitmehr als einem Lculo verspürte Unruhen schuld, daß diese gu-te eigenschafften sich nicht nach gebühr hervor thun und vor an-dern sehen lassen können. Er zeucht darüber unterschiedlicheexempel an, und insonderheit den berühmten Herrn Boyle ausder stadt Cvrke, den Directory der Königl. Societät zu Lon-den, wie mich Jacobum ufferium, Ertz-Bischoffen von Armagh,den der Cardinal Richelieu unter die erste classe der gelehrtenMänner setzte , da er sagte; er wisse nicht mehr dann dreyrecht gelehrte manner: Hugonem Grotium in Holland, Hiero-nymum Blgnvn in Franckreich und Jacobum Ufferium in Jrr-land. Er jagt auch, daß sich die Jrrländer seit der in ihremlande eingeführten Christlichen religion, allzeit sehr gerne inFranckreich begeben haben; auch haben sie die gleiche gelin-digkeit und beynahen gleichen geist wie die Franzosen , ob-wolen sie m ihrer sprach sehr weit von einander entfernet seyen.Herr Booth laßt m allem, so er erzehlet, sehr grosse Vernunftsehen, und kommen ihm darinnen wenig wercke dieser gattungbey. Es wäre auch zu wünschen, wir hätten von allen theilender welt, oder zum wenigsten von den theilen Europä gleichgemachte beschreibungen. Nr. Tournefort wäre sehr tüchtiggewesen,eine solche natürliche Historie von Franckreich zumachen,weil dieser gelehrte öotsmcu,; die natur sehr genau erkundig-te, und sich nicht gleich, wie andere Aertzte, auf schöne und inher pr«x, unnutziiche Untersuchungen legte.

* Bootius , (Godofridus) ein Niederländer, machte sichdurch seine veschreibung von den vornehmsten städten in Hoü-und West-Meßland, so an. 1609. zu Delft, und an. 1646.zu Amsterdam m Niederländischer spräche gedruckt worden,wie nicht weniger durch den tractat: Buwerliclre Onäerrich-tin§s, zu Amsterdam 162z. in 4. gedruckt, bekannt.

* Bootius, (Arnold.) ein Niederländer und söhn Godo-

b 0 p bor

fridi, war Leib-Ncäicus bey dem Grafen von Leicester, In-ländischen Vice-König, und in den Orientalischen sprachenungemein erfahren, starb an. 1650. Seine schriften sind:Bxamen prsllationis Norini in Biblia Or»ca , welches er ncdjkFrancisco Taylor verfertiget, Leiden i6;6. in 12. Lmmaäver-licmes sä Textum Lbraicum V. 1 . Londen 1644. in 4, l:?''Kola sä )ac. Helium äe Tsxlus Lbr. V. T. certituäine Ksutkentia contra Buä. Lapelli Lriticam, Paris 1650. UNS165;. in 4. VinäiciL pro Bbraica Veritate contra NorinuML Laxellum, ib. 165;. in 4. Observationes Neäicre äs so-fe<lkibus omillis , als; äe äblcellu üyxociaiieo ; äe VomicaU^pocranea ; äe kuturarum Oiscellione; äs Lpileplia xrocur-siva Lc. Londen 1649. in 12. so hernach Henr. Meibomius zuHelmstädt mit Petri Bvrelli und andern Oblervationibus Ke-äico-ki^licis, dem druck übergeben. Solisten hat er auchlosopbism naturslem reformatam , zu Dublin 1641. in 4.welche zu Londen 1662. in 4. heraus gekommen, ans lichtgestellt, daran aber sein bruder,, Gerhard, mit arbeiten helffen.Es war dieser ebenfalls ein berühmter Neäicus in den Nieder-landen , zu Gorckum gebohren, und gab in Niederländischerspräche einen tractat heraus, unter dem titul: Horse jucimäsiivc äeleillabiles , Amsterdam i6;o. 1664. in 4.

Bopfingen, oder popfingen, eine kleine freye Reichs-stadt in Schwaben, am fluß Eger, eine meile von Nördlingenin dem sogenannten Rieß auf einem fruchtbaren boden gelegen,und der Protestantischen lehre zugethan. Sie hat sich an.in dem berühmten städte-kriea wider Würtemberg, durch nie-derwerffunq eines ihr allzu nähe gelegenen schlaffes, in völligefreyheit gesetzet. wp. 8uev.

Boppart, oder Poppart, kopparäia , eine kleine stadtam Rhein, vier Meilen oberhalb Cvblentz, welche dem Chur-fürsten vor Trier zngehöret. Sie wird vor der Alten Vodo-brica, Boudobrica oder Bodobriga gehalten, und soll eines vonden 50. castellen seyn, so Drusns am Rhein erbauet. Rudol-phus I. hat allhier einen Reichs-tag gehalten. Sie war vor-mals eine Reichs-stadt, Kavser Henricus VII. aber hat sie sei-nem bruder Balduino, Ertz-Bischoff zu Trier, anfänglich amlebens-zeit, hernach als ein beständiges lehn übergeben. Allein,da sie nicht gehorchen wollte, griff sie Balduinus mit gemaltan, zerbrach die thore, und zündete einen theil der stadt nebstder Vorstadt an, worauf sie ihm huldigte, und ihren frevheitenrenuncirte. Als sie aber an. 1494. wiederum unterschiedeneprivilegia zu schmälerung des Ertz-Bischöfflichen rechts ausge-bracht , hat sie der Ertz-Bischoff Johannes abermals belagert,und ihm zu huldigen gezwungen. Allhier hat vor zeiten eistschloß gestanden, so man des Rönigö Haus genennet, wel-ches an. 1249. oder 1479. zerstöret worden. Dasselbige gehör-te den Freyherren Beyer von Boppart genannt, von welche»Dietrich an. 1549- das Bißthum Worms erlanget. Der letztedieses gesthlechts war Jörg, Freyherr Beyer von Boppart,Herr zu Tintrvw, Lavnay, Latour und Loffenich, Lothringi-scher Rath, Obrister und General zu pferd, welcher an. 1598-vor Ofen geblieben. Humbr. von dem Rheinischen Adel, tab.102. accur. geogr. annal. Trsvir. to-

poZr. Irevir. Ac.

Boquerano, oder la Boguerana, eine kleine insnl >»Asien auf dem Indianischen meer, den insuln von Mindanaogegen über.

* Bor, (Peter ChristiansZoon) war zu Utrecht an. 155g'aus einem ansehnlichen geschlechte gebohren. Er hatte von st'"ner ersten jugend an eine ungemeine liebe zu der Historie, zmmal zu den geschichtet, der Niederlande, und brachte d>emeiste zeit feines lebens mit dieser bcmühung zu. Nachdemihn die Herren Staaten zum Xocsrio des Raths, und General-Rentmeister von Nord-Holland gemacht, legte er selbst Handan, die von an. 1555. .bis an. 1600. vorgefallene Veränderun-gen und Spanische kriege in den Niederlanden zu beschrei-ben , worzu ihm nicht allein die Herren Staaten allen Vorschubgethan, und eine jährliche pension von üc>o. gülden reichen lal-len , sondern auch ihren Unterthanen anbefohlen, daß, wer un-ter ihnen einige hierzu dienliche Nachrichten besässe, selbige »n-verweigerlich ihm communiciren sollte. Dahero lieferte er auchin 4. bänden seine geschichte unter dem titul: OrspronchBegm, m poortgang der Niederlandse Oorlogen/van 1555. tot 1619. wm. VIII. Leiden 1621. 1640. inwelche wohl aufgenommen, und öfters gedruckt worden. Erstarb zu Hartem den ,6. mertz an. ,6; 5. Sonst hat man aul-ser obigem noch von ihm : Belegeringe en beschryvingrvon sHeryogenbosch; Het zesde deetl der Rronyke vastCarton, welcher die geschlchte von an. 1576. bis an. iöi?'begreift. Das Lkrcmicoo Larionis selbst ist von Wilhelms S»>-lepio Nyeveldio in die Niederländische sprach übersetzt, und oo"Bottv heraus gegeben Worden. Uarlem.

beschreibung von Dordrecht. NO- Trajeök. eruäic.

Bora, Borau, Bore, (von) ein alt adelich geschlechm Sachsen, aus welchem Johann an. 1461. mit Hertzog W»-helm III. ins gelobte land gereiset. Caspar war an. i;o;. desHertzogs zu Munsterberg Cantzler. Johann lebte an. 1520. ivAvr. Luthers schwager. Es scheinet, dieses geschlecht seyeuawder Hand abgegangen; dann obschon man findet, daß an.Heinrich von Borau, genannt Fessel, Hanptmann zu Listdu«^