Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
143
JPEG-Download
 

b o s

E^hkösserer Atheist, und ärger als Judas gewesen, auch dass3 acobo Clementi von GOlt eingegeben worden , densel-»> gfN ködten. Nicht weniger Heftigkeit brauchte er gegenan» AEement von Paris, so damals zu Tours saß, und widerer iv tMcken, so es mit Henrico IV. hielten. Sonsten hatr oie Theologie bey den Benedictinern gelehret, und war ei-von den vornehmsten Mitgliedern der Congregation cie au-^"»8 unter dem Papst Paulo V.

(Renatus le) Lanonisua rsgularis von St. Geno-war zu Paris den i6. mertz an. i6;i. ^gedohren , eincn?? johannis von Bossu, Königl. Raths und General-Advo-ren bey dem Lour äss ssiäs8, von Magdalena äs 1 a Laue.tz/ wleb seine studien zu Nanterre, bis er den 24. jul. an. 1649.

der Lanonisorum regularium annahm, da er stch»N.allein auf die Philosophie und Theologie, sondern auchNp>> m eleMncinre8 legte, und hernach in verschiede-

» Profeß-Häusern Humaniora und die Rhetoric docirte. Nach-^dtnds suchte er sein leben in einer geruhigen stille und mit stu-. >ce„ fortzuführen , da man denn bald sein ?arallsls äs la fki-"wpbis äs Ves-Larcss L chLriliors und seinen lractat clu i'os-^epigus ans licht kommen sahe. Er war auch, nebst dem^/ahmten k. äu Moulinet drey jähr 8 ib 1 ioNeoariu 8 bey St.Mvftva gewesen, und begab sich um das -ahr 1677. nach Char-Ä daselbst er den 14. mertz an. 1630. als Superivr bey St.^channes starb. Er hat noch 6. bände in fol. in 4m undw 8vo, von seinen maouNrlpcis hinterlassen , welche alle inAbtey St. Johannis zu Chartres aufbehalten werden.

b^sssuet, (Jacobus Benignus) Bischoff von Meanr, ge-zu Dijon, den 27. sept. an. 1627. von einer vornehmenM'ie, welche bey dem Parlement zu Metz ansehnliche stellen/Nwet. Den gründ seiner studien legte er in seiner geburts-'M bey den Jesuiten, welche er zu Paris continuirel, woselbst16^2. den ! 6. may den graäum I)oÄkM8 Ibeoloqia: er-st't. Bald darauf ward er LrLlüäiaoonus, nachgehends aber

b 0 s

I4Z

der kirche zu Metz , und ließ sich angelegen seyn , diebVvigung der Protestirenden mit der Catholifchen kirche zuOrdern, zu welchem ende er die controversien mit sonderba-^w fleiß tractirte. Dabey unterließ er nicht zu predigen, welchesh 'U Paris mit sonderbarem rühm that. Den 1;. sept. an. 1669.

er zum Bischoffvon Condvm ernennet, und den 21. dec.d'' Ao. darzu eingeweyhet. Nicht lange hernach erwehlte ihnetvnig zum krLLLprore des Dauphins; da er denn, um diesek-Mtung desto besser abzuwarten, sein Bißthum quittirte.y,Mwte er aber beständig fortfuhr, solche arbeit vorzunehmen,ein«« der Catholifchen kirche zu statten kommen konnte, alsoy„!Mg er an. 1681. den 2. may das Bißthum von Meaur,b-e "^ehgehends die stelle eines vornehmsten Almoseniers beyej« stemahlin des Dauphins, ingleichen an. 1697. die würdectj'„ Staats-Raths. Zu diesen ehren-ämtern kam noch die fun-8 va» ^"es vornehmsten Almoseniers bey der Hertzogin von Bour-neli-weilen er die bey des Dauphins gemahliu gehabte gleichevbk>> ^rch deren tod verlohren hatte; wie nicht weniger diel^'Unfsicht über das collegium von Navarra. Er wohnte an.

der general-versammlung der Französischen Clerisey bey,weisst er das meiste mit zu derjenigen Verordnung beytrug,NiaA damals sowol die lehre, als das leben, betreffend ge-wurde. Was seine schrifren anlanget, so hat er sich zu-rst uerfur gethan durch Widerlegung des Catechismi Pauli Fer-kvst,"ues Reformirten Predigers, welche an. i6;i. heraus ge-Lxn/u. Sein vornehmstes werck aber ist das zwar kleine buchDogtrinse Lstbolicse äs Ü8 argumLncis, äs guibusg-g,, Ovsrli« Nm, welches er zu Unterrichtung des Herrn ä'An-voy 'U'u iü68. verfertiget, und an. 1671. drucken lassen. Wasqb>„ wen appiLulum solches gefunden, ist unter andern darausig" 'nehmen , daß es an. 1672. zu Paris in das Englische, an.HyIvUi Rom das Irländische, an. 1677. gleichfalls zuWer» w das Italiänische, in dem letzt-gedachten jähre zu Ant-w das Niederländische und Lateinische, auch endlich an.Wen' A Straßdurg in das Teutsche übersetzt heraus gekom-siid°'„ Viel Reformirte, und darunter insonderheit Nr. la Ba-sv j» 5 ?ein Prediger, Noguier, behaupteten, baß die lehre,LünLiw stm buch enthalten, mit der lehre des Tridentinischende>,- ^ nicht in allen stücken übereinstimmet ; und verschie-wider» gotische Geistliche , als der 1 '. Crasset ein Jesuit, undsey . »wollten sichs auch aus gleicher ursach nicht gefallen las-seh>. .weil man ziemlich die Catholische lehre in diesem buchder aim Solchem vorwurff zu begegnen, ließ Boffuet

wei »»rnFranzösischenedition, welche an. 1679. herauskam,Nige st^ooariones, und ein Päpstlich Lreve , hinzufügen. Ei-Edltivn » en vorgegeben, daß derselbe, nachdem er in der andernWvrff-.. lge örter, welche man in der Sorbonne zu Paris ver-llelvebn Wandert, die erste edition gantz zu unterdrücken willenslwaff». 'V- welche aber dennoch m Engelland Eduardus Stil-ler j-t,7ss°Mt. Unter den gelehrten Reformirten, welche wi-bekan«. Ostkes buch geschrieben, war einer von den ersten derPetrus Jurieu, welcher dagegen seinen lractat, I'N-ein Senannt, heraus gab. David Augustinus Brueys ,aber N Montpellier, schrieb gleichfalls darwider, tratsejye »»rnach V> der Catholifchen kirche, und widerlegte selbstan. ^.Widerlegung, welches Petro Jurieu geleqenheit gab,"«r. dtr continuativn seines rchlervaüvs heraus zu geben;

wie Penn auch sonst noch andere schriften bey dieser gelegenheitgewechselt wurden. Von Friderico Spanhemio kam an. i68r.zu Leiden heraus: 8pecimen ürieiurarum aci llbellum nupe-rum Lxilcopi Lonäumienüb. Unter den Lutheranern hat sichhierinnen hervor gethan Datiiel Severinus Sculteius, in fei-nem ilnriciiclgsmLte, guo probatur, cloÄrlnam ab LpilcopaLolluet proxobrani, <L ab Innocsnrio XI. sßregie lauclstsm,sämirci non ^olle , welches man zu Hamburg an. 1684. ge-druckt. Im übrigen weil Bossuet in seiner exposition von derCommunivn unter beyderley gestalten nur mit wenigem gehan-delt , so wollte er dieses weiter ausführen , und gab zu diesemende an. ,682. einen besondern lractat davon heraus, darinnener zugleich den aurborem des ?rslervsrivs refutiret. Nr. Ju-nen , wie auch äs la Rocque und ein ünon;-mus, antwortetendarauf, und in Deutschland geschahe dergleichen an. 1684. vonJoh. Melchioris, einem ?rok. Ikeol. zu Herborn, in seinemlractat cls Lanolins Lkrilli LusbaristiLO. Nächst diesem hatBossuet ein grosses aufsehen gemacht mit seiner Uitloria varia-tionuin LLLleuarum krotsllantinm , darinnen er sich angelegenseyn lassen, zu beweisen, daß die Protestirende in ihrer lehre vol-ler spaltungen auch zum theil gantz unbeständig wären, undwas sie zu einer zeit behauptet, zu anderer zeit verworffen hät-ten. Diesem buch, so zu erst zu Paris an. 1688. heraus ge-kommen , hat sich unter andern wiederum Petrus Jurieu entge-gen gesetzt, in seinen Lectre8 LassmNsz, welche Bossuet in un-terschiedenen avertiffemsnt8 beantwortet. Nicht weniger hat an.1690. Jac. Basnage, in seiner Hiüoire äe la rsliglon cles LZIi,1 s 8 Hekormesü die Reformirte kirche in diesem Punct Wider desBossuets anklage vertheidiget. Dieser letzte schrieb darwideran. 1691. einen besondern lractat , worauf Basnage gelegenheitgenommen, an. 1699. sein grosses werck, Hiliolre cls I'kglilsKc. genannt, heraus zu geben. Vorhero hatte Bossuet auchmit dem Reformirte« Tbeologo Joh. Claudia zu thun, als wi-der welchen er an. 1682. die in demselben jähr zu Paris mit ihmgehaltene conferentz über den artickul von der kirche in den druckgegeben , weil er aber den verlauf dieser conferentz also erzeh-let, daß es zu grossem Nachtheil der Reformirten und sonderlichClaudii, gereichen muste, so hat dieser letzte in einer besondernschrift geantwortet, welche im Haag an. -68;. heraus gekom-men. Wer auch diese beyde schriften nur ei» wenig will zu-sammen halten, wird leicht sehen, daß Nr. Bossuet in diesemgespräch, da Nr. Claude wider die Unfehlbarkeit der äußerli-chen kirche das exempel von der Jüdischen kirche zur zeitChristi angezogen und getrieben , eine ziemliche zeit verstummet,und weder damals, als er endlich wieder zu reden angefangen,etwas darauf zu antworten gewust, noch auch hernach im druckden knoten sattsam aufgelöset. Ferner gehöret unter dessen streit-schriften wider die Protestirenden seine an.1686. edirte Lxpli-carion cls guslgus8 cliisisulräs Lc. oder erklärung einiger schwü-rigkeiten , die bey den gebätern, derer sich die Catholische beyder messe bedienen, vorkommen , und welche äs la Rocque inseiner Historie von dem Abendmahl sonderlich siarck urgiret ge-habt. Da auch dieser Bischoff an. 1700. eine Inttruckionemkastaralem an die von seiner I)Icsss8 heraus gegeben, wurde sel-bige das jähr darauf, nebst einigen andern schriften von glei-cher gattung, von einem Reformirten Prediger in seinem tra-ctat äe8 ?rejugs8 kaux L Iügirims8 Lc. widerleget, welchemaber alsobalb Bossuet in einer besondern schrift geantwortet.Sonst haben ihm auch einige die bekannte schrift: Nomralaluraria k. Virginis Narise acl Lulwres Iuo8 Nclilcreros, bey-legen wollen, wider welche eine andere schrift unter dem titul:Veritatzle Devotion envers la 8sints Vierge, und zwar voneinem Catholifchen verfertigt, und an. 1S79. zu Paris gedrucktworden. Dem Ertz-Bischöffvon Cambray, Francisco cls Sa-lignac Fenelon, als sich derselbe durch seinen tractat: Erklä-rung der reguln der Heiligen von dem innerlichen leben,des tzuierilmi verdächtig genmcht, widersetzte sich Bossuet mitgrossem eifer, welchen jedoch nicht alle für einen heiligen ei-fer haben halten wollen. Hiehcr gehört nicht allein die decla-, ratlon, so er nebst andern Bifchöffen heraus gegeben, son-dern auch seine Relation für 1e tzuistilme , welche an. 1698.zu Brüssel gedruckt, und von ihm wider den gedachten Ertz-Bischoff in den Lemargue8 Nr la reponN Ä la relation Nr Is(chiietifms noch weiter vertheidiget worden; der andern schrit-ten , die man hierinnen in ziemlicher anzahl gewechselt, zu ge-schweige«. Sonst hät man noch von diesem Bossuet r. ) un-terschiedene Leichen-sermonen, die er auf vornehme Personengehalten, 2.) einige anmerckungen N l'Nlm. m oroverv. m ssL-cles. L in Lantic. und zwar in Lateinischer spräche; ?.) eineerklärung der Offenbarung Johannis in Französischer spräche;4.) einen discurs über die untversiil-histone von ansang derweit bis auf die zeiten Caroli N-mit unterschiedltchen Disserta-tionen über gewisse wichtige punctm der Historie ,m denen viel

geist und staats-wissenschafft sich blicken laßt. 5.) Die aus selbst

eigenen Worten heiliger Schrfft gezogene staats-kunst, und ei-nige andere. Sein letztes werck ist gewesen eine erklärungJefaj. VII. 14 ingleichen des xxll. Psalms , worüber er be,grissen war, als er stewsshmertzm und andere beschwernngenbekam, woran er nach etlichen Monaten , den 12. apr. an.1704.das zeitliche gesegnet. Man hat vorgeben wollen, daß er mit einergewissen Dame m einer heimlichen ehe geiebet, und 2. töchter ge-zeuget, welches nach seinem tod zu Paris öffentlich soll ausgebro-chen seyn, und euren wurcklichen Proceß wegen dem kam der

Damen