Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
159
JPEG-Download
 

bou

öey Marignano blieb. Die eine tochter starb nnverheurathet,und die andere, Jsabella, wurde eine gemahlin Francisci ä'Es-kars, Herrn von Vaugnyon. 7 ,

nurbor vitT 8. lirmin. I)« üeäa),.

L^vr/«- O» 67 >e»e.

Lo«cl>e^. Oa/N/rrrcr 77 >»Mai ck^l^«r«s. /^er^r« äs

5 . t?ar^a»'. /.a^e §5 >F»/e/Me. I^a/e/r,«. /«/?«?/. O« < 7 a»Ze.

/e k^eD^e. Lern. /»r^o/. gen. 6sU.

«L. *

Bourbourg , stehe Borborch.

«Bourchet, (Peter) ein kanaricns in Engelland. Er hatteNch die meyming in den kovf kommen lassen, baß man diejenigeumbringen konnte, welche sich der lehre des Evangelii wider-Men, und weil er einen gewissen Rath der Königin Elisabeth,ver ein grosser feind der Puritaner war, unter die zahl solcherieuthe rechnete, so beschloß er?, ihn zu ermorden. Er sahe aberrinen berühmten Piloten, nahmens Hawkins , vor denselbenman» an, und verwundete ihn mit einem dolch, den er aus-drücklich deswegen zu sich genommen. So bald die Königin die-jes erfahren, wollte sie, daß man den thäter alsbald ohne wei-^n Proceß durch den hencker am leben strafen sollte. Doch aufVorstellung ihrer Räthe verfuhr man ordentlich in der fache, unddemuhete sich insonderheit, diesen Bourchet aufbessere gedancken»u bringen. Allein ob er gleich einmal versprach, seiner boshaff-ugm meynung abzusagen, so fiel er doch stracks wieder daraus,und vertheidigte dieselbe als rechtmäßig. Die Richter tractirten'hn als einen menschen, dem das gehirn verrückt wäre, und ver-dammten ihn weiter zu nichts, als daß er in dem Tower gefan-gn sitze» Mte. Da er aber nicht lange hernach einen von sei-tten Wächtern mit einem brennenden stück holtz aus dem camin,wovor sie fassen, tödtete, sprachen sie das urtheil, daß man ihmHand abhauen, und mit dem stränge das leben nehmen soll-Bey vollziehung dieser sententz erwies er sich eben so, wieM)ex, und wehrte sich gegen den scharfrichter, doch ohne da-"ey ein einziges wort zu sagen. Es hat sich dieses in dem jährbegeben. Oe dick. ckLngl. wm. II. p. 26z.

. * Bourchier, (Thomas) ein Cardinal und Ertz - Bischofs^tt Canterbury, war ein gebohrcncr Engelländer , ein brudervenrici, Graftns von Essex, eines favoriten Ednardi IV. Königs

Engelland, mit dessen kante er sich verheurathete, studirte aufAs Universität zu Oxford, und ward würdig geachtet alldorten^„tttzler zu seyn. Nachgehcnds gelangte er zu der DechaneyM St. Martin von Londen, wurde auch mit dem BißthumjMvrne beehret ; nachwärts erhielt er in dem jähr 144t.tk, Bißthum von Eli, und in dem jähr 1454. das Ertz-Biß-^um von Canterbury. In dieser würde ervnete er Eduar-IV. Richardum III. und Hcnricum VII. Könige in En-b- stttd, und hielte unterfthiedliche Provincial-Loncilia zu Lon-zr! stt den jähren 1461.146;. 1472. 147;. 1474. und 1475.^ neß auch wider die anhanger des Wiclef einen sehr grossensehen , den auch der Papst Paulus II. mit dem ihm inyV" iahr 1467. übersandten Cardinals-Hut belohnete. Thomaspg)!^chier starb zu Canterbury den ;o. mertz an. 1486.den,)?" er der Bischöfflichen würde ;i. jähr lang vorgestan-.war. äs kr^lul. ünsl. T'aLxäs,'. bick.

XXIV.

Lkin^^urchier, (John) Lord Ferrers von Graby, ein söhnrjJv'chs Bourchier. Er hielte sich tapfer unter dem König Hen-y,. ? UI. der ihn zur belohnung zum Comm endanten in Calaisstakv ' oüwo auch Bourchier den 16. mertz an. 1;;;. ohne erbenSeine schriften sind: Pflichten der einwohner zu Calais;

; Romanen; Lebens beschreibungen; übersetzte auchdem pachten Königs beseht des Johann Froissärts Historie aus^„„französischen in das Englische. teilen. Oxon.

Athems, Englischer schul - und kirchen-staat, 29. §. 76.cps.!>^furdaille, (Michael) voÄor Tbeologiss von der Fa-schj. s I" PariS,wie auch General-Visums von Röchelte, hat ver-wercke geschrieben , darunter ist 1 s Tbeologie iVlomlsclx„ iätuguckin; Lxpolition ctu LLntiaus äes LLntioues, tires

1,^ vei-f»-' .0, ^__. 1>I.-

b 0»

i;9

I'stv-^-^ ^ ckuteurs LoLlellsckiguss ; Ideologie Klorsle äs/fttFile, compriks ä-lns Is8 kuit ksLtituäes , L äans 1 s 8N^owMLriäemsn8 ä'simsr Dien <L Is xrosbLin ; äs la gart,ler ^ äzns I» sonäuits äe8 bommss; welches letztere mi-sst. "cx^s^tt Nicolens von der allgemeinen gnade zu finden„2^-r starb im april an. 1694. es»»,

^ourdaisiere, (Cardinal äs Is) siehe Vabou.LyÄ^daloue, (Ludovicus von) des Königs in Franckreichljcha.,,",Xlv. Prediger, war zu Bourges aus-einer der ansehn-winilien, den 20. aug. an. i6;2. gebohren. Da er i;.er ; ?ttr, begab er sich in die Societät JEiu, und nachdemPbiln'r mit studiren und dociren in ttum3nioribu8, in derOben« )/e und Theologie zugebracht, bestimmten ihn seinegetri-,' Em zu dem predigen, und nachdem er es etliche jährhieven, rüsten sie ihn nach Paris, da er wegen seiner vortrefli-

deswcgen er auch

^n gaaben niemand seines gleichen ? wurde Endlich

von dem Könige zu Mnenr Pre^E erwehlet^ wurd^^

M zunehmendem hohen atter pic crlandnis beydem

W zur ruhe begeben, suchte deroha bci behalten,

General, seine 8upsriore8 aber wollten M z ^ alters,

ba er auch den 1;. may an. I7°4- ^ M. 171;.

starb. Seine predigten find in acht banden 1 8-zusammen gedruckt, da in der vorrede Nachricht von lbtN zu finden. L,l,üor-. rom. XIV. p- 2,62, reg..

Histvr. I>e«ica» II. Theil»

Bourdeaup, lat. Luräigala, die Haupt-stadt in Guienne, andem fluß Garonne, ist eine der grösten, schönsten und reichstenHandel-städte in Franckreich, und hat nebst einem guten haftn 2.citadellen, davon die eine Ha , die andere Trompete heißt; wieauch das karr, St. Louis, im fluß, so an. 1676. gedauet wor-den. Es befindet sich daselbst ein Ertz-Bißthum, ein Parlement,und eine Academie. Der Ertz-Bischoffhat die Bischöffe zu Agen,Augoulsme, Samtes, Poitiers, Perigneur, Condom, Maille-zais oder la Rochelle, Luson und Sarlat unter sich. Die Ca-lhedral-kirche zu St. Andrea ist schön, und, das Dom-Capttulist eines der ansehnlichsten in dem gantzen Königreich. Der äl-teste Bischofs soll St.Gilbert gewesen seyn. Die Universität ist beyden Alten sehr berühmt gewesen, und von Carolo VII. wieder inguten stand gesetzt worden. Der Papst Eugcnius IV. gab der-sclbigen herrliche xrivilegm, die von Lndovico XI. hernach ver-mehret worden. Ausonius, der von Bourdeaux war, gedencketeiniger berühmter l'rokeilorum, die daselbst gckebet, und Hie-ronymus führet unterschiedene gelehrte lenthe an, die darausentsprossen. Konig Ludwig xiv. hat an. 1712. eine DsgäsmieäL8 8Lience8 L äe8 Helles I.Ltcres unter der Protektion des Her-tzogs äs la Force , allhier aufgerichtet. Man theilet alle jähraus den i. may, demjenigen Mitglied , welches die beste solu-tion eines aufgegebenen physicanschen probiemKtis eingegeben,eine güldene medaille von ;a. Loms ä Or aus. I„ was voransehen diese stadt bey den Römern gewesen, befugen die sta-tuen/ inseriptiones, vnd andere Römische antlPtttäten/so daseldstbefindlich. Im V. üeLulo wurde fie von den Gothen einge-nommen, und kam hernach an die Franzosen. Von jenen wür-de sie an. 415. verdraünt, von den Saracenen aber an. ,7;^erobert, und bey den einfallen der Vandaler und Normannermnste sie viel leiden, als welche sie zum öftern ruimrt haben»Nachgehcnds hat sie auch eigene Herren gehabt. Gregorius Tu-i-onenlis gedencket eines Grafen Garacharii, der unter ClotarioII. gelebt ; Seguin oder Sigum lebte zu den zelten Caroli N.ums jähr 878. Nach dem tobe Caroli L-ävi sind die Hertzogevon Guienne meister von dieser stadt gewesen, bis Eleonora,eine tochter und erdin Wilhclmi X. des letztem Hertzogs vonGuienne, durch ihre Heurath mit Lndovico VII. an. n;-?. die-se provintz mit Franckreich wiederum vereinigte; da sie aber an.n;2. verstossen wurde, heuraihete sie Henricum von der Nor-mandie, hernach König von Engelland, worauf die Engelländerdiese stadt besessen, bis zu den zelten Caroli VII. der sie nebst derprovintz Guienne wieder an Franckreich brachte. Er richtete her-nach das Parlement in dieser stadt an. 14^1. oder )2. auf,da sie aber den Engelländern zu gefallen revoltirte, wurde ihrsolches wiederum genommen , bis es Ludovicus XI. dessensöhn, im ansang seiner regiernng um das jähr 146;. wieder da-hin legte. Nachgehcnds hat sie bey den innerlichen kriegen auchdas ihrige erlitten, da sie der Marschall äs Matignon, Gou-verneur von Guienne, in dem gehorsam des Königs wider dielägue erhalten, welche unterschiedene anhanger darinnen hatte.Auch hat es in dem XVII. ljesulo bann und wann einige Un-ruhen darinnen gegeben. Sie wird durch 4. Geschworene oderSchöppen, und durch einen Maire, der allezeit von vornehmerextraction ist, regieret. An. ;8;. wurde allhier ein Loncilimngehalten, auf welchem Prisciüianus verdammt worden, zu wel-cher zeit Delphinus, Bischofs zu Bourdeaur, und Siricius Papstwar. An. 109;. und 1098. ist ein Loncilium allhier versamm-let gewesen, wie denn auch nachgehcnds einige Provincial-87-iroäi daselbst gehalten worden. Ich. IV. Ich.

IV. c. 19. , Iib. II. Tt/arn//. Ich.

IV. äs urnib. c. 1;. spick. 4. Ich. I.

c. 4. /M07. etvmol. Ich. XV. dick. Iib. V. dick.

äs loirou. Oe bick. äs Ilearn. LokmOAr. k. II.

Iib. III. Ve cbrori. äs Lourä. Vakcnn.

«er. in gut. 6c not. in ckus. L in Oalli-i tow.

I. «,, in aääit. itinee. 6s,IIic:. sbron. Lemrä-

D« resberob. äes Villss. *

Bourdeaux, oder Bordeaux, lat. kuräsZalg, ist ein gros-ser flecken in Dauphins, unweit Montlimar, an dem fluß Rou-biou gelegen. Arnold Casanbon des berühmten Jsaac Casau-bons vatter war Pfarrer daselbst.

Bourdeille , ein altes adeliches geschlecht in Franckreich,hat seinen nahmen von der kleinen stadt Bourdeille, die den ti-tul einer Vicomte, hernach einer Marggrafschafft gefuhret, n,,dan dem kleinen fluß Drune gelegen, oder 4-Französischeweilen von Perigneur, und so viel von der

Abtey Brantome. Arnold von Bourdeille war Senesthall «ndKöniglicher Lieutenant in Perigord den zelten Carolt VI.«nd VII. und zeugte nebst II der

Franciscum hinterließ, emeu vat er 1.) Francisci, der anfangsein Mönch zu St. Dems , "»d «achmals an Brschosszu Perigueur war, ^ dem Provinclal-

eoncilio zu Bvurdeam.befand, und an. i6vo. den 24. oct.

starb. 2. ) Petri äe AEbeille, weltlichen Abts z» Branto-me, der unter dem "^^^^Eannt ist, welcher auchin seinen msmoirss von junun geschlecht mehrcre nachricht er-stattet. L» äe (,«a.

Bourdeille, (Ellas) Cardinal und Ertz-Bischoffzu Tours,war ein söhn des vorhergedachten Arnoldi. Er begab sich inseiner jugend m den Franciscaner-orden, darinnen er sich sonder-lich hervor that. An. 1447. wurde er Bischofs z„ Perigueux, ob ergleich nur » 4 . jähr alt war, indem Nicoiaus V. ihm bifpensa«

O» tion