Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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529
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bendAAem fleiß erlernet. An. 1615. begaben sie sich gleichfallsNack rW nach Leipzig, und als sie ein jähr daselbst zugebracht,kamen " ( dannen sie an. 1618. wieder nach Wittendergaiifiw/^nd an. l6iy. den gr-läum Öoötoris annahmen. Hier«tzva Conradus nach Pommern beruffen, da ihn der Her-den, p»-""^us zu seinem Rath machte; Benedietus aber, nach-die wjD^eise durch Tentschland, Italien, Franckreich undnde geryan, wurde an. 1620. gsselsor extrsoräi-kestvr Schöppen-stuhls zu Leipzig , drey jähr darauf Ls-richt? ferner an. 16,6. Mlellor im Ober-Hof-Ge-

Appel,',vnd an. I6;y. Churfürstlicher Rath und Assessor imlern r-^ons-Gerichte zu Dreßden. Weil er bey allen diesen äm-ihn sonderbare geschicklichkeit an den tag legte, machteRmh . Kurfürst Johann George I. an. 1644. zu seinem Hof-be», ^vegen er sich mit seiner familie nach Dreßden bege-kklthauü Allein , bald darauf, nachdem Sigismund Fin-' "Ofsssor ^uri8 und Oräinariu8 in Lsculmrs ^uriäic»bm denn-,'^ ^Ee sich Carpzov wiederum nach Leipzig begeben,b»Naen . gen sowol in dieser, als auch einigen andern bedie-kiniq?'°u succediren. Nächst diesem, da er auch sonst,nochhabt ^ere ansehnliche Verwaltungen bey der Universität ge-lveim'Mrde er an. 16-;;. Chur-Sächsischer geheimer Rath,ihm »»Ue er auch unter Johann Georgio II. bekleidet, bislüür 'Mch wegen herannahenden alters erlaubt wurde, an.bem SckE^ " 5 ^ Leipzig zu kehren, und " " '

vey ^ ^vppemsiuhl anzunehmen; wvraui

seine vorige stelle in>tc> nnzuneyrnrn ; worauf er endlich an. 1666.

^Uhm starb. Er hat durch viele schriften einen grossenbvnez ju, st^en, unter welchen sonderlich bekannt sind: veci-ecclxg /.."es« 8axonire; Osknirions8 lorsnles; Üsstnickoues^ , sssu cons>storisls8; äs LeZe XeZis Lermsnorum,

s a^ione Lsslsres; krsäkica rerum criminslium;st a>m„ xsuäali?; krosellus ftiri8 8sxonici, und vie-aizrjo >' . in tstsLrr. k. II. ssck. 4. , in

Earn memor. M. äscaäs IV. n. i.

!^s <Nov, (Conrad) ein bruder des vorigen, war gleich-stkeuz ,,^uhmter Rechtsgelehrter und Loms8 k-llsrinll8 L°e-,,."^nachdem er in die siebenzehen jähr auf der Uni-Miges s.Mttenberg gewesen, und bey der jugend durch sein^stvr und dociren grossen nutzen geschaffet, auch sts-st^bey,- Appellations - Gerichts am Churfürstlichen Hofess, Laufte ihn Hertzog Augustus , postulirter Lämini-^h, Welch z bürg,zu s^uem Cantzler und geheimen Staats«

^stin lek^"? wtchngc amt er auch bey die zwanzig ,ayre bislebens-ende höchst-rühmlich vertreten hat.i/Carn* ^Lt°rum tom.I. P. 2°Y- *

?stst, ^bZov, (Christianus) ein söhn des zuerst gedachten Bene-id an dp» ^Oiüor ^uri8 und krofessor kauäeäksrum zu Franck-ber, welcher den 27. dec. an. 1642. gestorben,

i, Dbsts r.?^one8 äs ^urs Lonlnstuäinsrio; äs 8ervicutibu8^ wem 7^'Uffen. in tsteakr. äiur. bioZr.

Carvr ^

w ^kgeh^' (Joh. Benedietus) ein bruder der drey nächstl^vchlik ^ wurde den zwey und zwanzigsten junii an. 1607.Zssst», gch' bahm sich seine eitern der pest halber begebenMwbera Ohren. An. 162;. kam er mit seinen eitern nachI^sty ?U'rde daselbst an. 1627. Magister, und begab

n»Wes EU lahre nach Leipzig, woselbst er sein Theo-fortsetzte. An. i6;2. wurde er zu Meusel-folgenden jähre Visconu8 in Leipzig anwÄoZirs ,was - kirche. An. 1640. ward er (.icenriscus8ic2 stehe' stst' ^64^. Lrckiäissonu8 an der St. Tho-bar»?p Und ^ ^646. bekam er die krokelstonsm Vbsolo-Uaan. l- wurde er voätor IKeoloZise, starb aberfünf pfubetk, A ^u 22. octobr. Nebst einer tochter Christi-»ebi».°h»e apr» ^ Martinum Geierum verheurathet, hat erUnd "Du, Davidem Benedictum, Iohannem Be-

sGj.MderiA stusturn Benedictum , Samuel Benedictumhinterwap^onedictum. Er hat auch unterschiedene

Ustiw bnz Ivc-!» ^pesimen 'fheoloßl-e Lkeinniti-mre

^8°°^8iornm ^ LLluilio; 8Kemsti8 IksoloZici inUnd E? in oxercitiorum assäsmicorum x3rte8 äus8;

^sthlchpnpOb Esclellsrum stutksransrum I>mbolico8,

"cd ' ^wr. U! "b andere, in tlie-ur. psrt. I. leät.;.

tzMz-v ' D- 'e. in mem. Ikeol. äec. IX. n. 8.

«n. , 0stti, m^Ustustus) ebenfalls ein söhn des zuerst gemeldtende^IräM, S.^.HufGerichts-Advocat zu Wittenbcrg,Qber-MStolbergischer Rath, das,ahr darauf Mss-

«n. ^As N.64S

?Z'efa«VMrstljch^Ms und Schöppen-stuhls zu Leipzig,^e wAster zu y ^ Attenburgischer Rath, und an. 1648.Ml Mr z„ dei? ^.»^"nsterischeu frieden, und das fol-,^r„/»Orden. ^' kractaten nach Nürnberg ge«

.. um das a,m eines Cantz-

ie stelle eine' ^bedienung

ä' ^otba^uug , u ,v^Eu^ un. I6;i. vas amt emes Cantz-Mrn .Erhalten, die stelle eines geheimen Raths

u .Ura "üb welcher bedienung er an. 168z. ge-

r. m ehrvn. P>^^0NL8 pEonsle 8 hinterlassen hat. Höns^stryr^or. 5Lt in tksLtr. äiar. biogmxb.

äZ°hann^fLoha,

'le/Isten. ^^enedicch ^rnedictus) ein söhn des vorgedach-«vn^hvrt er j,/ Aurde zu Leivzig den 24 . apri! an. iSzy.Uar »balle, geburts - stadt die besten krokellö-

ÄffM StrqßE er sich an. i6;?. nach Jena, und0 ' eg. feines vatters an. r 6 ; 7 . er-

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folgtem tobe, muste er nach haust kommen ; kehrete aberbald wiederum nach Straßburg. Nach diesem besähe er Tü-bingen, Ulm, Regenspurg, Nürnberg, Altorff, Heidel-berg und Basel, an welchem letztem orte er. sich BuxtorffiiUnterrichtung bediente. Hierauf gieng er zurück nach seinemvatterlande, und ward an. 1662. zu Leipzig Sonnabends--Prediger an St. Nicolai - kirche, an. 1668. Mittags - Pre-diger , an. 1671. Vesper - Prediger, an. 1674. LrLbiäiAscmu8,und endlich an. 1679. ksstor an der Thomas - kirche. Beyder Academie wurde ihm an. 1665. die krokelsto Älomlium,an. l66z. die kroksllio längusruin Orienmlimn, und an. 1684.die kroseliio Hieoloxica aufgetragen, nachdem er an. IÜ6;.8Lccslsureu8 , an. r 668. lsicentistux , UNd «N. 1671. voÄoeIkeolaZi'L worden. Endlich starb er den 2;. april an. 1699.Man hat von ihm Lonlkirritionss traöwtU8 Tslmuäici äicti8ckLbb3tIi; item äicti Lrubbim , Dstine versis s 8ebsül3n<i8cbmiät , guibus textum Hebr«um sääiäit LÄrp20viu8; ksb-di lVlvüs 6erv bilLimvn ttLÄMvx äs ^sjumis Hcbrreorum cuminterpretstioiie I.stin4 ; 8sbiclcsräi ,Iu8 Kegium LkrTorumcum rmimsäversionibus §5 noti8 ; Oilputstions8 TbeoloZisiLVLl.iL ; LoUeZium Ksdbinico - Liblisum in liKeUum Xnrk;und unterschiedene andere. frppMZr- memorise Ikeol. p. 76;.

Carpzov , (Samuel Benedictus) ein bruder des vorher-gehenden , war zu Leipzig an. 1647. gebohren. Nachdem erden gründ seiner studien daselbst geleget hatte, gieng er aufeinrathen v. Geyers nach Wittenderg , da er sich vornem«lich an Calovium addreßirte, und die krokellionem koslsos,ohnerachtet er nur vier und zwanzig jähr alt war, bekam.Um dieselbe zeit kam Jacobi Masenii nova xrsxis orckoäo-X3M üäem äiscernenäi L ÄMpIsctsnäi heraus, welche er aufCalovii einrathen widerlegte. Hierauf ward er an. 1674.der unterste Hof-Prediger zu Dreßden, an. 168». aber Su-perintendent , da er denn an. 1681. zu Wittenderg denVoüvr - hm bekam, und an. 1692. die Ober-Hof-Predi-ger - stelle annehmen muste. Er starb an. 1707. den ;i. aug.und hinterließ unterschiedene manuLripta, von welchen an.:7n. die fruchtbringende Gesellschafft der Christen heraus ge-kommen.

Carpzov, (Fridericus Benedictus) ein berühmter ?c>ly-kistor und Rathsherr zu Leipzig, war ein bruder der zweyvorstehenden an. 1649. den 1. jan. gebohren. Nachdem er dengründ seiner ttuäiorum in schulen und auf der Academie zuLeipzig gelegt, auch an. 1669. eine probe stiner gelehrsamkeitin einer disputation äs VirZilii esloZa IV. an inibi oüritli na-tivitaa aä mentem Lulebii celedrstur, abgeleget hatte, thater eine reise durch Teutschland und die Niederlande , undmachte sich mit den berühmtesten leuthen bekannt. Nun warer zwar anfänglich gesonnen, sich auf das üuäium ^uris zu le-gen ; allein sein natürlicher trieb führte ihn aä Imera8 slegan-tioree, darinnen er es so weit gebracht, daß nicht nur Teutsch-land, sondern auch Italien, Franckreich, Engelland und Hol-land ihn unter die Gelehrtesten zu seiner zeit gezehlet hat. Alser sich an. 1676. mit Anna Elisabeths, Johann Jacob Jägerseines kaufmanns in Leipzig tochter, verheurathete, trat erzugleich die Handlung mit an, welches ihm in seinen Kuäüs vielmehr beförderlich war; sintemal er dadurch gelegenheit bekam,sich mit den gelehrtesten leuthen in Europa in eine correspon-dentz einzulassen, zugleich aber auch einen vortresiichen vorrathvon den allerbesten büchern anzuschaffen. Im übrigen wardieses sein gröstes vergnügen, wann er den Gelehrten konntebehülflich seyn. Wie man ihm denn zu dancken, daß Reinefliinlsrixtione8 gedrucket worden; ingleichen, daß quMionesalnetanL, Lrxtkrsei pinacorkesa, foackiini Lsmerarii vit-rkbilippi ÄelLnclitlioni8 , OeorZii krmsipis Lnllallini und He-lii LobLni HelH, und viele andere dergleichen gelehrte undnützliche schriften wieder sind aufgelegt worden. So hat erauch zu herausgebung der wercke Juliani sx recenlions 8pan-bemii kein geringes mit beygetragen. Der vielen poemstumund orationuin Petri Petiti, Huetii, Brouckhousii, Franci,Johannis Georgii Grävii, Perizonii, und vieler andern, dieer wieder hat auffegen lassen , zu geschweige». Zu denLruäitorum, welche Otto Mencke an. 1682. angefangen, hater durch seinen fleiß und correspondentz ein grosses beygetragen.An. 1680. ward er Rathsherr in Leipzig, an. »69;. Baumei-ster , und starb den 20. may an. 1699. epilwla äs

obitu Larprovü.

Carpzov, (Joachim) siehe Carpezatt'

* Carvzovius, (Johannes Benedictus) war zu Leipzign. 167°. den 2/. novembr. gebohren. Sem vatter hiesseuch Johannes Benedictus. Er hattesichttl der Philoso-hie und liuZuis OrieMLllbu8 ^öl nmEhen » und demuäio ItieoloZico gäntzlich gewiedmet. Er disputirte unterem kMstäio Lrofsllori8 Ernestk äs OwLio kamum vslsmio-im L iultarum sgcienäK paci8 cum kolke krsäto L iuiquo.u. 1696. erhielt er die Melker-würde, da er dann äs 8-.ulmr-L losepki katriarckX eme disputation gehalten. Wor-if er endlich sich auf reisen begeben, und die vornehmstencker in Teutschland besehen , sich auch fast ein jähr inZtraßburg aufgehalten, und bey dem berühmten VKeologoDhanne Joachimo Zentgravro nicht wenig zugenommen,kachdem er nun endlich wieder nach Hause gelanget, soigle es sich, daß er an des dazumal abziehenden Predigers

By Johann