Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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r>iz Rhein, lat. Lolonis LgrippiNL 7 ingleichen 6o!o-^UtQs°,'0wm, eine von den vornehmsten Reichs - städten inchr , soll von den vbiss zuerst erbauet worden seyn, wel-^ ionst in der Wetterau, dem Westerwalde und ei-den-?L." Hessen ihren sitz gehabt, wegen der stetigen kriegeHessenjähr vor Christi geburt über den Rheinsollenl>»khj« Mben, allwo ihnen der Kayser Augustus die selber, so' ssondrusiern gehört, auch ein theil von der Eburoner

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E»dt««"?pler lande eingeräumet, worauf sie an diesem orte diesel» einleget. Nachgehends ist aufbefehl der Julia Agrippina,Germanici und gemahlin des Kaysers ClaudiiAn an, Römische colvnie dahin geführet worden, weil sich die' Men groß-vatter Agrippam ergeben, und sie selbst an"«> gebohren war; daher diese stadt Lolonia /l^rippinsn-^Obil' LZrippinenles genennet worden. Von der zeitN es auch beständig mit den Römern gehalten, und ha-und bey derselben viel merckwürdigkeiten zugetragen.Uysex ', ward bey dieser stadt von den soldaten zum RömischenMadj. "bgeruffen, und da ein krieg zwischen den Römern undMer entstanden, indem diese letztem auf anstiften undMan, «Führung des Civilis wider jene rebelliret, musten dieM «Leisten dabey leiden, auch die stadt selbst sich ergeben,n'vvl,n°?vM die Römer wieder Meister wurden, griffen dieder stadt Cöln die Teutschen, so bey ihnen waren,At G.sset an , und massacrirten selbige, welches ihnen viel-^ dass ^urde bekommen seyn, wenn ihnen nicht die Rö-"tey » dülffe gekommen wären; solches geschahe zu den>?»Kave° Users Vespasiani., Trajanus, welcher allbier vonvier Nerva zu seinem collegen und Nachfolger ernennetige diese stadt nach Römischer art erbauen lassen, und

Rechte und vielen freyheiten begäbet,e ist sie geblieben, bis unter dem Kayser Con-

- ilMve in he gevucven, vls umer vem «ayjer iLvn-, Kaysers Constantini Msgni vatter, da sie von den» Lagert, erobert und zerstöret wurde. Doch erholte

kam unter dem Kayser Julian» wieder unter das^ Reich; allein unter dem Kayser Valentiniano III.Äm eknk' 449. von dem Könige der Franckcn Meroveo wie-Avkl. ^rt, und bald darauf von Attila, der Hunnen Könige,Wihr^bder Römische General Aegidius von den Francken,Kg Kvnig Childericum verjaget, um das jähr 457. zum^aeffDMmen wurde, hat berselbige 8. jähr seine residentzxs.Ur; nachdem aber Childerieus um das jähr 466. wie-Mfqn?.^ung gekommen, wurde sie von ihm erobert, undA Lhilde«? ^iner residentz-stadt gemacht. Es soll hierauf sel-ij'ercus einem seiner anverwandten gegeben haben, derWer Sigeberti, und zu den zeiten Clodoväi als ein^ M Cöln und in den benachbarten orten regierte.E»ry stiftete Clodericum, Sigeberti söhn, an, daßd-Dliv, "7^ um das jähr 509. ermordete, worauf ClodericusNölmsUssbefehl des Clodoväi getödtet ward, da dann dieserder Cron Frankreich vereinigte. In diesem^oln, bis das Fränckische Reich getheilet wurde,Nche„ N Dar in das antheil Lotharii, und also zum Arela-^ bele, nachmals aber, als dessen söhn der jüngere, Me erben abgienge, an dessen oncle den LudovicumM^sien^i^ud also zu Teutschland gekommen, nachdem sietAli s. viel ungemach bey den innerlichen kriegen derFrän-erlitten. Zur zeit des Kaysers Caroli LrM um^ n 'rwurde sie von den Normannern erobert und ver-Vcht fMem sich die Geistlichkeit und das volck meist mitK ^ >n Aber unter dem Kayser Ottone I. wurde sie

°ugen stand gesetzet. Dieser Kayser hat selbige stadtV?nis. ^Wit versehen, und das gebiethe seines bruderni>»jVret, jacher damals Ertz-Bischoff allhier war, ziemlich.V^n CLin verheil auch die steinerne brücke über den RheinhßM, wen ^U Duitz, welche der Kayser Constantinus N.

stlbtge zu ausübung vieler Mordthaten gelegen-dem Aen lassen. An. 1064. entstund ein grosser streit' das >,Ertz-BischoffAimo und den bürgern allhier, der-ULachdem Ertz-Bischoff zwar die stadt verlassen muste;

^ selbige wieder erobert, mit den einwohnern^Lnrde Whr, und die bürger ihm zu schworen zwang.M? ivdx ^lu von dem Kayser Hevrico V. kurtz vor fernes7 s v/r es mit demselben gehalten, belagert, doch

. Äsers ^flchteter fache wieder abziehen. Nach dem tobed »Nderict II. da das Reich kein rechtes Haupt hatte,ausWBlschvff Conrad diese stadt zweymal, und dail-dsD stihWen konnte, stiftete er Uneinigkeit unter der bur-?Ar-A?ren ^ an, wodurch er endlich die Muffel zu dendhl/n Me gewalt bekam. Sein Nachfolger En-^M?astlhK ,ckenburg fuhr weiter fort, bauete zwey vestedi- besetzte die thore mit seinen leuthen. End-, ^burger wieder nach ihrer freyheit um, zerstörtenm^Aand.^^en die thore, und setzten sich wieder m ihrent°kh a^urcb,,^r,Ertz-Bischoff belagerte zwar dre stadt, dochM »^Mittelung einiger benachbarten zu einem ver-^ welchem die stadt eine gewisse summa gelbessieben sollte. Doch hatte auch dieser vergleichzu /Ubern der Ertz-Bischoff setzte der stadt auf aller-

'bren Bürgermeister Hermann Grünem

e Ni5« r 26 r. seinen löwen furwerffen, ( wel-Ä dqhn^^mzweifel gezogen wird) und brachte es bey

" livx Oln , daß fix ^ bann gethan wurden. Er vrr-

. Theil.

wickelte auch die Obrigkeit mit den bürgern in solche Uneinigkeit,daß in einem tageblutige treffen gehalten wurden. Diesestreitigsten wurden continuiret, bis sich der bekannte Bischofsvon Regenspurg Albertus IVI. ins mitte! legte, wiewol er die fachenicht völlig heben konnte, daher sie an den Kayser Rudolphum I.gelangte, von welchem einige melden, daß er befohlen, mansollte der stadt Müsse! 2. meilen davon führen, und die einwoh-ner der stadt Cöln sollten mit dem volcke des Ertz-Bisthoffs eineMacht darüber halten. Dieses soll auch an. 1288. auf derWöringer Heide geschehen seyn, da man die Müsset auf einemsonderlichen wagen dahin geführet, und eine blutige Macht ge-halten , in welcher aber die stadt die oberhand behalten, undihr recht behauptet hat. Andere melden, daß solches unter demKayser Adolpho um das jähr 1297. geschehen sey. Es hat aberdennoch auch nach der zeit viel streitigkeit zwischen den Churfür-sten und dieser stadt gegeben. Also, da an. i;y;. ein vergleichzwischen der stadt und dem Churfürsten getroffen wurde, kamder Rath bey der bürgerschafft in den verdacht, als wenn er esmit der stadt nicht recht meynte, worüber an. i z y6. drey blutigescharmützel vorgiengen, und 2. der vornehmsten Regiments-Herren enthauptet, die übrigen aber erstlich ins gefängnis ge-morsten , und hernach verjaget worden. Hierauf wurde einanderer Rath erwehlet, eine neue Regiments-forme eingefüh-ret , auch alle bürger ohne ansehen der alten geschlechter, in 22.Zünfte eingetheilet, welches sich bis auf den heutigen tag nochalso befindet. Unter dem Kayser Sigismundo gab es wiederstreitigkeiten mit dem Ertz-Bischoff Dieterico, der auch die stadtvergeblich belagert. Der Kayser Fridericus IV. hat die freyheitdieser stadt nicht allein bestätiget, sondern auch vermehret, undihr unter andern die müntz-gerechtigkeit nebst dem zoll verstat-tet. An. i;>;. entstund allhier wiederum ein gefährlicher tu-mult, indem man den Rath beschuldigte, als wenn er die alteRegiments-forme wieder einführen wollte, dahero derfelbigeabgeschafft, etliche Bürgermeister enthauptet, und ein neuer Ratherwehlet wurde. fJn dem XVII. s-eculo haben sich die alten strei-tigkeiten des Chursiirsten mit der stadt auch dann und wann ge,reget; insonderheit hatte der Churfürst an. 1671. einige anschlü-ge aufdieselbe, die aber rückgängig worden, als sich die stadt inguten defensions-stand setzte, und einige Holländische völcker ein-nahm ; worauf noch in selbigem jähre den 2;. fept. ein interims-vergleich erfolgete; aber an. 1672. wurde durch die Mediation desNieder-Rheinifch-Westphälischen kreifes die fache völlig zur rich-tigkeit gebracht. An. 1674. wurden allhier die sriedens-tractatenzwischen dem Reiche und der Cron Franckreich gepflogen; daaber den 4. ftbr. nachmittags der Printz Wilhelm von Fürsten-berg unvermuthet von einigen Kayserl. Ossicirern und bedientenin arrest genommen,und nach Bonn geführet wurde, zerschlugensich die traeraten, indem die Französischen Gevollmächtigten vor-gaben , daß man dadurch das allgemeine Völcker-Recht verletzthätte; doch wurde zwischen dem Kayser, den General-Staatenund dem Churfürsten von Cöln ein bündnis geschlossen. Endlichkam auch diese stadt in einige gefahr, da der Churfürst JosephClemens die Französische partey ergriff, die aber nebst demDom-Capitul es beständig mit dem Kayser und dem Reichehielt; denn es wurde selbige an. 1702. von dem FranzösischenGeneral Tallard genöthiger,mit genehmhaltung des Kayserlichenklempotcntiarii, Christiani Augusti, Btschoffs von Raab, dieNeutralität auf gewisse concliriones anzunehmen. Nachdemaber nicht allein in selbigem jähre Kayferswerth, sondern auchan. 170;. Bonn von den Missten war erobert worden, kamdiese stadt in mehrere sicherheit.

Sonst wird Cöln von einigen für die gröste stadt in Teutsch-land gehalten, und hat eine bequeme situation. Sie präsentiretsich mit ihrer grossen anzahl thürne und kirch-spitzen in der fiqureines halben monden den Rhein hinab sehr prächtig. Sie hat24. thore, nemlich 1;. nach dem lande zu, und n. an der Rhein-seite. Die fortification hat sonst nur in einer mauer und trocke-nen grüben nebst vielen thürnen und etlichen bastionen bestan-den, nachgehends aber ist sie mehr und mehr bevestigt worden.Man zehlet in derselben n. Stifts-und 19. Psarr-kirchen, 1;.Mönchs-und 22 Jungfrauen-kloster, nebst einer grossen anzahlcapellen und hospttaler. Dle Jesuiter-kirche ist wohl gebauet,auch ausgeziert. In derkwche St. Gereonis, welcher bey Cölnvon dem Kayser Maxunmano soll gemartert worden seyn, wer,den aufdie 1000. köpft der Heiligen aufbehalten. In der kircheder i> 000. Jungfrauen, so mit St. Ursula allhier sollen erschla-gen seyn, siehet man gleichfalls etliche 1000. köpft mit seidenenzeuge überzogen, und auf beyden feiten in der kirche gar ordent-lich in die hohe m unterschiedenen kästlein gesetzt. Die Cathedral-oder haupt-mche »st zwar eines der vortreflichsten gebäude, soin Teutschland anzutreffen, so aber bey weitem nicht so aus-gebauet, als deyemge, so sie angefangen, im sinn gehabt.Der ansang , aber selbige zu bauen , ist an. 1248. gemacht wor-den. Es wird m selbiger, nach alter qewohnheit, jedes jabeder Churfurstlichen regrerung ein neuer stecken angehangen, da-mit anzuzeigen, wie viel jähre ein jeglicher Churfürst dem Ertz-Bißthum vorgestanden; auch werden in derfelbigen die cörverder heil. z. Könige , wie man sie insgemein nennet, in einerrings herum Mit starcken eisen vergitterten capelle qezeiaet, vonwelchen man glaubet, daß der Ertz-Bischoff Remholdus vonDasselt selbige von dem Kayser Frrderico I. als er Mayland ein-genommen , ihm ausgebaten und hieher geführet habe. Inder Prebtger-ktrche ist Albert, N. gewesenen Bischoffs zu Re-

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