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Zweyter Theil. Bi - C.
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Vier jähr ein schalt-tag eingefthoben, und also solches jähr umeinen tag länger wird, als die andern, so muß folgen , daßsich das siebende jähr nicht anheben könne an dem tage, da sichdas erste angefangen, sondern an dem folgenden. Will manalso einerley ansang des jahrs finden, so muß man bis auf28.fortgehen, welche zahl aus vier mal 7. gemacht wird. Alleindieses beziehet sich allein auf den Iulianischen calender. Dennnach dem von Greqorio XIII. reformirten calender fasset der Lu-cius 8olari8 400. jähre in sich, welche anzahl der jähre sich ver-lausten muß, ehe der sonntags-buchstabe wiederum auf ebendeufelbigen Punct kommt, wo er zuerst gewesen. Dieserdas von 400. jähren, welcher an. 1601. angehoben , wird sichan. 2000. endigen. äoctr. remp. Lc.

L^skH 18 , oder der monden-circul, ist ei-

ne zeit-versiiessung von 19. jähren , nach welcher der neue mondan eben demselbigen tag wieder kommt, da sich der monat dessonnen-jahrs anfanget, jedoch anderthalb stunde eher, als imvorhergehenden Lxclo. Dieser Lyclus bestehet aus 19. Mond-jahren, in welchen sieben embolillni odereingeschobene monatesind, welches zusammen 2;;.men5e8 lunsrss, und dieses 69;y.tage, i6> stunden und 52. Minuten macht, da hingegen 19. son-nen-jahre nach dem Iulianischen calender 69^9. tage und 18.stunden machen, woraus folget, daß der circul 001119. jähren,nach dem lauste des mondes gerechnet, aufs wenigste um an-derthalb stunde kürtzer ist als 19. sonnen-jahre. Um dieser Ur-sache willen ließ Papst Gregorius XIII. an. i;8r. den calenderreformssen, da man befand, daß innerhalb 1257. jähren, wel-ches die zeit war, so von dem Loncilio XiLMa an. ;r6. bis da-hin verflossen, gedachte anderthalbe stunden vier tage auskra-gen, so, daß der neue mond durch die güldene zahl 4. tage zufrüh gemercket wurde, dergestalt,daß die zu feyrung des Oster-festsaufgesetzte reguln nicht beobachtet worden. cloSr. rsmx.

OV 0008 8IXIM8I8. Der Sinesische circul ist eine zeit-verfliessung von 60. jähren, dessen gebrauch einige gleichheit hatmit den Ol7mpigcIii)u8, den Römischen zins-zahlen, den son-kieu-und nwnden-circuln oder der goldenen zahl. Dieser circulbestehet aus io. wiederholten buchstaben und 12. Sinesifchen cha-ractern, welche die stunden demercken. Ein jegljch jähr wirdbey ihnen durch einen gewissen buchstaben und ziffer unterschie-ben , bis sie endlich wiederum auf das jähr kommen, welchesden ersten buchstaben und ziffer hat, und dieses ist das sechzigste.Diese L^cli continuiren einmal wie das andere von 60. zu 60.jähren, und sind die gewissesten regnln in der zeit - rechnung.Denn wenn die anzahl des Lz-cü mit dem buchstaben und derziffer des jahres bezeichnet ist, so giebt dieses ohnfehlbar die zeitzu erkennen, worinnen etwas geschehen ist; als z. e. wenn dastehet i. Lycl. si. 2. so bedeutet dieses das ;c>. jähr des erstenOz-sü, welcher sich angefangen hat im 2Ü97. jähre vor Christigeburt, so, daß das zoste dieses Ovc.Ii das 2»48ste vor Christigeburt ist. c?a»/r,cM,, 8iimmm kkilolopkus.

* (tydessa, ein grosser flecken ohnfern Gifcala, in dem stammeÄser , an den grentzen des stammes Naphthali. Er gehörteden Tyriern, und dessen einwohner haben beständige feindschafftmit den Galiläern gepflogen. bsll. ^uänis. üb. IV. c. 9.

* Eydias, ein berühmter mahler, welcher unter andern

wercken auch eine tafel von den Argonauten gemacht hat, fürwelche der Redner Hortensius eine grosse geld-summe bezahlethat. Man haltet dafür, er habe um die OVI. , zur

zeit Enphranoris, welcher auch ein berühmter mahler gewesen,gelebet, welche zeit ungefehr in das jähr ,56. vor Christi geburtfällt. , üb. XXXV. c. II.

Eydippe, war ein schön frauenzimmer, welche einen jüng-ling aus der insul Cea, nahmens Acontinm, der sich heftig in sieverliebte, wegen seines ungleichen standes und vermögens durch-aus nicht heurathen wollte. Allein es schrieb derselbe die Worte:Ich schwöre bey dem heiltgthum der Diana, mit demAcontio mich zu verehelichen, auf einen apfel, und warfsolchen unvermerckt in die schoos der Cydippe, welche bey erst-hung solcher schrift gantz irre gemacht, und deren innhalt zuvollziehen bewogen ward. ep. 19. L 20. ässrtsam. lib. I. v. 457. -

* Cydippus, ein geschlcht-schreiber, in der stadt Mantinea

gebohren. Clemens älex-inärinus setzet ihn unter die zahl der-tenigen , welche äe kerum Inventoribus, oder von den erfill-dern nützlicher fachen geschrieben haben. llro-

üb. 1.

, GVMD8, ein fluß in Klein-Asien in der provintz Cili.«en, welcher durch Cogni und Thursna lauft. Dessen Wasser istso kalt, daß Alexander M., als er sich darinnen gebadet, dermas-sen kranck wurde, daß die meisten Meäici sein leben schon ver-lohren schätzten; wiewol ihn noch endlich Phillppns mit einemgewissen trancke, den er ihm gab, cnrirte. Einige scrwenlenmelden, daß eben dieses flusses Wasser dem Kayftr Frlderico Lsr-bmollis, als er um das jähr 1100. aus dem Orient wieder zurückreisen wollen, den tod verursachet habe. Orn-iM,, üb. III.

Ls.

.Eydon, oder Lydonia, wie sie Strabo, und sssdoms ,wie sie Ptolemäns nennet, ist eine der vornehmsten stadte m derMsnl Creta, so zuerst Apollonia genennet worden. Cybonm hießsie von Cydvn, einem söhn der Cretischen Printzeßin Acacalles ,i>en sie mit Apvüine oder Mercurro gezeugt. Es war em grosser

wohlbevestigter und ins Viereck gebauter ort, welcher einen gutenHafen hatte, der eine grosse menge von schissen Herbergen konnte.Heut zu tage heißt sie Canea, welches der berühmte ort in Can-dia ist, den die Türcken an. 1646. den Venetianern wegnahmen.Siehe Canea. , v. L^äonis. O'-irssi,«. üb. VIll.

Eygne , (Martin äu) ein Jesuit, ist wegen seinerLnsl^sisder Oraüomim LiL6roni8 bekannt genug. Er hat auch einekoerissm und äs ärts lülloiisL geschrieben , und ist zu Dpernan. i6üz. gestorben. s«-)'/e.

Eygnus, war ein König in Ligurien , welchen Jupiter ineinen schwan verwandelte, weil er des Phaetontis und seinerschwester Unglück deweinete, wie solches Ovibius metsmorpb.lib. II. erzehlet. Im vierten buche meldet er, daß des Hier«söhn in eben dergleichen vogel verwandelt worden, und im zwölf-ten gedencket er eines also genannten sohns des Reptuni, welchenAchilles erschlagen.

Eylaradis, ein König in Argvs, succedirte seinem vatterSthenclo, und brachte alle theile dieses Königreichs wiederumzusammen, als welches sonst in drey Ober-Herrschafften zer-theilet war, deren eine von den Nachfolgern des Melampi,und die dritte, welches die gröste war, von den erben des Prötibesessen wurde. Als nun Ämphilochus und Cvanippus, die letztevon Melampi und Biantis geschlcchte, ohne erben verstorben,wurde Persens, dessen mutter Danae Acrisii tochter war, zumrechtmäßigen erben hinterlassen. Allein dieser begab sich seinesrechts, und gieng hin zu Mycene zu regieren; daß also allediese antheile dem Cvlarabi verblieben, welcher die Aegialen un-terdessen , da ihr mann bey der belagernng der stadt Lroja war,schändete. Weil er aber keine kinder hinterließ, so siel die Crvnein der person Orestis, des sohns Agamemrionis, auf des Pelo-pis familie. , in (iorintbmc. *

Eyllene, ist ein derg in Arcadien, welcher daher berühmt ist,weil Mercurius auf demselben soll seyn gebohren und erzogenworden. Er hat diesen nahmen von Cyllen , welcher Elati vesKönigs in Arcadien söhn war. Es war auch die stadt diesesnahmens in Etts, welche Niger Antravida nennet.lib. VIII. xV-'A OrM.

Cylon und LVÜOXWM klLLVI.IM , siehe Cllon.

, war bey den Alten ein instrument von ertz,das zwey holen decken nicht ungleich war, und wenn sie devbe mitden flachen Händen zusammen geschlagen wurden , so gaben sieeinen hellen thon von sich. Servins vergleicht sie mit den be-!nlcisll8 oder halben theilen des Himmels, daraus man ihrefigur gar deutlich schließen kan. Man brauchte sie bey demgottesdienste des Bacchi, der Cvdeles, ingleicben in den my-üerÜ8 der Lsbirorum und 8smorkrscum. In folgenden zeltenunter den Christen hieß OMbslum ein glöcklein, mit welchemman die Mönche zusammen niste. , cie LxmbLlin.

ri/E, lib.DLXXIII. VLXXIV. v» lib. iVicOOdX.

Eyna, Philippi II. des Königs in Macedonien, tochter, undAlexandri IN. schwester, wurde erstlich an Amyntam, Perdic-cä III. söhn, und einen rechtmäßigen erben der Crone, die sichPhilippus angemassel, hernach aber an Taycum, der AgrianerKönig, verheurathet. Sie war sehr behertzt, und comman-dirte selbst die armeen, gewann viel schlachten, und tödtete Cö-riam, die Königin der Jllyner, mit eigener Hand. Nach ih-res bruders Alexandri tobe wollte sie gerne dessen länder undReiche auf ihre kinder bringen , und widersetzte sich dahero desPerdiccä pratensionen, welcher sie aber ohne weitere ceremo-nien hinrichte,» ließ.

Cynathus, oder Cynethus, war ein Griechischer Poet,gebürtig aus der insul Chio, welcher die verft Homeri, volldessen geschlecht er zu seyn vorgab, in ordnung brachte, hierund da mit einem zusatz von seiner eigenen farM vermehrteoder ergantzte, und hernach zu Syracusa, um die OXIX.Olymp, öffentlich recitiere; an statt daß vorher die Poeten nie,mals andere, als ihre eigene getichte, öffentlich abzusingen oderzu recitiren im gebrauch gehabt. c>/. üb. vil. L. 29.

, äs ärcbont. üb. II. s. r.exercit. in 8oün. p. 8^7-

Cyneas, ein Thessalier, Demosthenis schüler, lebte in derOXXV. Olz'mp. ä. X. 474. ;7°4- ä. 0. 280. lind stund bey

Pyrrho, dem Konrge der Epiroten, i» so grossen gnaden, daßderselbe ihn zu seinem Rathe gebrauchte, und k. 47c. nachRom verschickte, daselbst um einen frieden anzuhalten, welcherihm aber auf des alten Appii Claudii einrathen abgeschlagenwurde. Pl'.nius erzehlet zu Cvneä rühm, daß er gleich des an-dern tages darauf, als er zu Rom angelanget, alle Rathsher-ren und Ritter begrüßet, und sie alle mit nahmen benennethabe. Er und Pyrrhus schrieben einen gewissen tractat von,kriege, dessen Cicero in einem briefe an Papirium Pätum a?.dencket. Strabo thut einer fabelhafften Historie Meldung, welNvon einem Cvnea sott geschrieben seyn; allein dieser ist otme im?,,fel nicht des Königs Pyrrhi favorit gewesen. Es wird aucb einGriechischer Redner dieses nahmens von Stephan» kvr-immodem 8ckoüu1is Plndari, und andern angeführet. in

kyrrüo. lib. VII s 24. l-b. XIV, c. I. Nc-X-, üb. IX.epiü. 2;. üb. VII. äs IM. 6r»c. üb. IV. c.n

bibl. OiTS. «Lc.

Cynegirus , oder Lynägirus, ein Atheniensischer soldat,welcher wider die Persier m der Wacht zu Marathon L. II. -6z.

Olzmp.