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gute engel, gesandt, ihm auf sein eifriges gebät die schätzeGöttlicher geheimer Weisheit zu offenbaren: sie trieben ihn al-lenthalben hin und her: bald kam er in Polen, wieder in Boh-men , dann nach Wien zu dem Kayser Rudolpho II. welcherdurch ihn »erhoffte groß geld und gold zu saminlen; bald an-derstwohin: da unterdessen er in gröste armuth geneth , und oftnichts zu essen halte, auch seine bibliotheck m Engelland vondem pöbel ausgeplündert, und sein I^boratorium Lkymicummit allen instrümenten zerbrochen wurde. ^ Einmal erschienenim crystall beyder ihre und ihrer weider Häupter vereiniget un-ter einer crone, welches Dee auslegte von geistlicher Vereini-gung , die geister aber von fleischlicher Vermischung: weil nunDee und sein weib hierüber mächtig erschrocken, und darfürhielten, es sey dieses eine offenbare schandthat,? wider GOttesgesetz lauffend , wurden sie härtiglich hierüber von den geisternbestraft, und genöthiget, den befehl zu vollbringen. Endlichkam Dee an. i; 89 - wieder nach Hause zu Mortlake; musteabernicht nur sehen , wie all sein Haus-wesen zerstört, sondern erauch für einen zauberer oder schwartz - künstler von jedermanangesehen würde: worüber er sich bey der Königin beklagte,und offerirte seine Unschuld vor einem rechtmäßigen geeicht zuerweisen: schrieb auch deshalben eine apologie an den Ertz-Bischoff von Cantelbury, darinnen er vor GOtt bezeugt, erhabe bisher durch keine andere als erlaubte, ehrbare und Christ-liche weise, den geheimnissen der natur nachgeforsthet, ver-schweigt aber die actionen mit den geistern. Entweder aus er-barmnis gegen diesen armen alten mann , oder aus andern Ur-sachen, cömerirte ihm hierauf die Königin an. 1595. die Pra-sectur des Lollegü zu Manchester, da er 7. jähr nicht nurkommlich, sondern auch reichlich , doch nicht ohne argwohnverbotener künste geledet. König Jacobus aber, welcher al-ler solcher künste abgesagter feind war, verachtete ihn, underzeigte ihm wenig gnade: daher er an. 1604. Manchesterquittirte, und in sein Haus nach Mortlake wieder zog. Dieletzte action hielt er an. 1607. da ihn Raphael tröstete, ihmauf seine vorgelegte fragen antwortete, den Ispiäem kkilolo-xkorum , die auslegnng allerhand geheimnissen, ja die gaabewunder zuthun verhieße, und endlich frey stellete, in Teutsch-land oder andcrstwohin zu reisen ; allein der tod kam ihm zu-vor, und nahm diesen unglückseligen alten in dem 8i. jähreseines alters hinweg , da er eben in znrüstung zu einer langenreise begriffen war. Seine theils in Lateinischer, theils En-glischer spräche heraus gegebene schriften sind: kropLäenmawäs Starre VirtutikW ; Monss Hierogl. Lriti8k Nonarckü ;krekkes w Lucüä. wirk ctivsrf Llinotat. äs Lpkemsriä. ka-rLllActicL comment. Sehr viel anders hat er geschrieben ,welches aber nicht ans tag-licht gekommen: zu sehen bey Th.Smith, in eju8 viw; worinn ferner bericht von ihm zufinden. *
* Deepdale, ein ort in Glocestershire, hat seinen nahmenvon den üobuni8 , welche ehemals diese gegenden bewohnt.
Lrie. p. 261.
* Deepden , eine stadt in Suthrey zwischen Beechworth
und Darking in einer unvergleichlichen schönen gegend; ihreläge gleicht einem Römischen Lmpliirbeatro. Lrir.
x. r6z.
* Deeping, eine stadt in Lincolnshire am flusse Wayland,
zu welcher Richard äs Rulos, Cammer-Herr des Königs Wil-helmi Longueüori8, den ansang gemacht, indem er an diesemorte viel Häuser anlegen ließ, welche ein grosses dorf ausmach-ten. Lrit. x. 464. 476.
* Dees, eine kleine stadt in Siebenbürgen, an der Ungari-schen grentze an dem fluß Samos, wo der grosse und kleineEamös zusammen fließen, unweit Clausenburg gelegen. Sieist eine von den vier städten dieses landes, die gute jaltz-gru-ben haben. Auf der stelle des heutigen Dees soll, wie einigewollen, vor dem des Ptolemäi Comtdava gelegen haben. O/-
, not. orb. ant. II. 8- §- 95- 6eogr. kill. lib.
IV. p. ;84- Hungsr. per īLe/>
r. 11. x- 4 ;;.
* VLkMOst. OVI 1 iI'ri 8 , kam zu den retten der
Kayser Arcadii und Valentiniani auf, wie aus leg. 1. L. ästleiens. civ. erhellet, und waren derer Oefenlorum Livit 3 ti 8zweyerley. Einige, die einer gantzen stadt fache führeten,und sie bey ihren rechten erhielten, waren so viel als ^näici.Diese durften nicht aus den vecuriombus gewehlet werden,sondern die vornehmsten bürger wurden einer nach dem an-dern von den Vecurionibu 8 dazu genommen, von dem krce-keÄo kl-Twrio aber confirmiret. Sie nahmen sich der armen„nd gemeinen bürgern, vornemlich in geld-sachen an , wennsich selbige nicht über 50. m,rev 8 beliefen, schlichteten die-seibige, konnten auch verschiedene geringe fachen und verbre-chen selbst abthun, aber weiter nicht als mit der incarcera-tion verfahren. Man konnte auch bey ihnen testamente, äo-ustione8 und andere 262 deponiren, welche sie auch kräfftigwerden Neffen. Sie waren anfangs 5. jähr an solcher würde,welches hernach durch Kayser Iustinianum auf zwey jähr her-unter gesetzet wurde. XV. Andere aber, die von der
höchsten Obrigkeit verordnet, diese oder jene stadt zu beschützen,musten aufdie disciplin sehen, die reisende und kaufleuthe sichern,Iribut einfordern, und den unterdrückten helffen. Die formulder Oekenlormn Livitstü stehet bey dem var. VII.H.
des deg
und , II. ,7. äs Alsgiürst. munlcip. 9-
äclmp. Lom. VII. IL. , oblerv. III. 14.
, äs vKLÜ8 Ootknrum , p. 202. O« , II. i.42. ttokra»ra«. comment. verd. ßur. Der», äs Läil. Lolon. «LÜlunicip. 8- H- 4 -
Defterdar, siehe Eefterdar.
* Degay, ein vestes städtlein und berg-schloß an dem Kulpin Croatiem zwischen Carelstadt und Petrinsia, dem Hause Oe-sterreich gehörig. Le«.
Degenberg, ein schloß nebst einer Herrschafft, in Unter,Bayern, in dem Rent-Amt Straubingen, gelegen. Von die-sem orte hat sich ein Freyherrlich geschlecht genennet, welchesschon an. 996. floriret, und das Erb-Hofmeister-amt in Bayernbesessen, an. I Ü02. aber abgestorben ist. L 7 . L. Kilt.
jnügn. Item. k. III.
Degenfeld, eine Freyherrliche familie, welche ehemals inder Schweitz floriret, mit Conrado aber um das jähr 1280. sichin Schwaben niedergelassen. Einer auS diesem geschlechte hatan. 850. den Bischoff zu Lausanne entleibet; ein anderer ist indem XI. Iseculo Bischoff zu Costnitz, Ulrich an. n?;. Bischoffzu Chur und Abt zu St. Gallen, Romana aber zu anfange desXIII. Lculi eine Äebtißin im Elsaß gewesen. Obbesagter Con-radus war bey Johanne dem lungern, Hertzoge in Schwa,den, Vormund, und soll unweit Schwäbisch - Gemünde einschloß, nahmens Degenfeld, erbauet haben. Weil auch in et-lichen alten chronicken einer der ertödtern Kayfers Albrechtsvon diesem Hause soll gewesen seyn, so möchte man wohl aufdiesen etwas muthmaffen. Seine nachkommen sind durch daswidrige glück veranlasset worden, den Freyherrlichen titul fah-ren zu lassen , welchen aber Christoph Martin wiederum ansich gebracht hat, von dem ein eigener artickul zu lesen. An.1710. gieng Hannibal in dem 81. jähre seines alters zu Venedigmit tode ab. Er hatte vor langer zeit das gesicht verlohren,und wegen seiner der Republick von dem 17. jähre an geleiste-ten dienste eine ansehnliche pension genossen. An. 1718. warFerdinand Christoph Kayserlicher Oberster. StumpfensSchweitzcr-chronick. H>e». chssrr. Xob. *
Degenfeld, (Christoph Martin, Freyherr von) war einsöhn Conrads von Degenfeld und Margarethen von Zunhard.Er begab sich frühzeitig in den krieg , und wohnte sowol un-ter dem Hertzoge von Friedland, als dem General Tytti in Un,gärn, Böhmen und Teutschland verschiedenen Unternehmungenbey. Nachgehends nahm er in den Niederlanden unter demSpanischen General Spinola dienste, welche er aber wiederumverließ, um bey dem König Gustavs Adolphs die stelle einesObersten zu Pferde zu bekleiden. An. 16;;. wurde er von demHertzoge Bernhard von Weimar, dem Hertzoge Julio Friedrichzu Wurtemberg, der Villingen belagert, zugeschicket, da erdann bey erfolgtem angriff der Kayferlichen sich vor andernhervor that; allein zwey jähr hernach warfen die Kayserl. seinregiment bey Revelsdurg völlig über den Haussen. Hieraufführte er an. 16,6. einige Teutsche regimenter nach Franckreich,hatte aber das Unglück, daß er von dein General Jean äs Wertüberfallen und geschlagen wurde. Nach diesem, als er in Bnr-gund und anderswo verschiedene proben von seiner treue abge-leget , machte ihn der König Ludovicus XIII. zum General,Lieutenant der Teutschen cavalerie, in welcher qualität er sichan. 16)9. in der belagerung Jvoy mit befand, dabey er abermit einigen Französischen Generalen zerfiel, daß er sich zu reti-riren genöthiget fand. Doch befriedigte ihn der König wiede.rum, und gab ihm den titul eines Colonel-Generals der aus-ländischen völcker, welche charge nach ihm niemand mehr be-kommen. Dem ohngeachtet trat er in Venetianische dienste,und ließ sich nicht nur an. 164;. als General über die reutereywider den Papst Urdanum VIII. gebrauchen, sondern that auchden Tnrcken in Dalmatien und Albanien grossen abbruch,nahm Urana, Scardona und Salona weg, und behauptetezweymal die vestnng Sebenico; daher» ihm die Republick beyseiner zurückkunft eine goldene kette samt einem gedächtnis-pfen-nige, mit der auflehnst: vLlmstia Ikrenus wtmu , überreichenließ. Allein, als er mit dem General Leonhardo Foscolo zer-fallen , verließ er auch die Venetianische dienste, und begab sichauf seine güther in Schwaben, Dürnau, Hohenebach unvNenhans, daer auch an. r6z;. den geist aufgab. Er hattesichan. i6;o. mit Anna Maria, Wilhelm Adelmanns von Adel»mannsfelden tochter, verheurathet, die ihm nebst Ferdinand»Gustavs, Chur-Pfältzifchen geheimen undKriegs-Rath, Adol.pho Christophoro, Dänischen General - Wachtmeister, Maximi-lian», Chur-Pfältzischen geheimen Rath und Vice-Dom zu Neu-stadt,wie auch Harreniound Hannibale, Chur-L>ächsischen Ober-sten, die beruffene Mariam Louisam gebohren, von welcher derfolgende artickul handelt, v««,, Kill. äs Venils, rom. II. Lebender Churf. Friedrichs V. Carl Ludwigs und Carls.
Degenfeld, (Maria Susanna von) oder, wie sie von an-dern genennet wird, Maria Louisa, eine tochter des Generalsund Freyherrn Martini von Degenseid, und Annä Mariä Adel-männin von Adelmannsfelden. Sie war schön, verständig, ge-schickt und insonderheit der Lateinischen, wie auch anderer spra-chen , sehr mächtig. Durch diese eigenschafften erweckte sie einegroße liebe gegen sich bey Carole Ludvvico, Churfürsten vonPfaltz, dessen gemahlin, Charlotta, eine gebohrne Landgräfin von
Hessen-