Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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dem

aber entflöhe nach Crotona, woselbst er eine toch.v:.. ks stocken und berühmten ringers Milonts heurathete.

vsr. brü.VIII. 17. ülexoäor«i,Üb.III.i29.Ls.^ri>e».XII.4.^Demochares, von Athen, ein Redner, war ein vetter desei«L henis, oder wie Plutarchus meynet in virn io. übetor.s," Wn von dessen tochter und von dem Laches. Diogenes^"Ms nennet ihn auch einen söhn des Laches. Ttmäust'Kn eauf jh^ eine ihm sehr nachtheilige Dilderey, darinnen erW als einen liederlichen und unreinen menschen vorstellte. Al-^alybius vertheidiget ihn, und berichtet, baß die Athe-?^ujer sehr viel auf ihn gehalten, und ihm grosse ehre erwie-Athenäus gedencket einer rede dieses Democharis widerMllonem, einen freund des Aristotelis. Aelianus führte ihn""»und Cicero redet von der schreib-art des Democharis,weicher einen tractat von dem, was zu seiner zeit zu Athen vor-gegangen, geschrieben. OrsZene, üb. IV. 6c VII.

üb. VI. II. L I). üiilor. vsr. üb. III.

c. 8. L lib. VIII. c. ir. inLrut. L lib. II. äs Orators.

in bibl. stttisa.

Demochares, von Solos, ein Poet, machte eine comö-me von dem Demetrio koüorcete, wie Plutarchus anmercket.Vltruvius gedencket eines bildhauers Democharis, welcher zuAlexandra lü. gesagt, daß er aus dem berge Athos einevatue machen wollte, welche in ihrer Hand eine stadt haltentollte, die geschickt wäre 100002. menschen in sich zu fassen.

in vita Demetrii. äs koetis 6 r.

Democles, ein alter Griechischer geschicht - schreibet:, lebteränge vor dem anfange des Peloponnestschen krieges, welchesÜI. L. D. ; 2 ?. Olymp. ÜXXXVII. 2. angieng. Eswar auch ein anderer mann dieses nahmens, welcher sich überves tyrannen Dionysii grosse glückseligkeit sehr verwunderte;worauf ihn derselbige über der tafel an seine stelle setzte, unterem blos an einem faden Hangendes schwerdt, welches mit derWitze gleich auf sein Haupt zielete, um dadurch anzudeuten,baß se,n leben nicht sicher, und seine glückseligkeit lange nicht sogroß wäre, wie sich Democles einbildete. Plutarchus gedencketV Demetrii leben eines jungen menschen dieses nahmens, wel-ker sich ms feuer gestürtzet, um des Demetrii koüorcecX un-retner nebe zu entgehen. Cicero nennet ihn Damocles , lulb.gULÜ. Ich. V.

, ein fechter von ungemeiner stärcke. Als erdurch kranckheit angegriffen, zu den meisten„"chpf-spnlen nicht mehr tüchtig war, ersann er sich eine neue«,^/kÄ^bare art, als nemlich diese: Wenn er sich auf demplatze befand « machte er einen kreis um sich herum, und botsemen Widersachern trotz, ihn von bannen heraus zu bringen.Me, dre es mrt ihm annahmen, wurden überwunden, und soechrelt er ungeachtet seiner kranckheit den preis in den spielen.

bitt. var. lib. IV. c. 15. *

Democritus, einer der berühmtesten LKilolopborum unteroen Heyden, war gebürtig von Abdera, einer stadt in Thra-kien , woselbst er nach dem bericht Thrasylli L. U. ;xi4. L. 0 .470. II. L. 284. Olymp. LXXVII. gebohren worden. Erwurde rn seiner jugend von einigen Persischen lVlsgls, welche^ König Tcrxes seinem vatter, da er bey ihm eingekehrt, ge-lchencket hatte, in der Theologie und Astrologie unterrichtet,-yernach horte er Leucippum, von welchem er die lehre von denA°wis L vsLuo empfangen. Die grosse begierde zu den wis-lenschafften trieb ihn an, an weit entlegene örter zu reisen, undWehrte leuthe aufzusuchen, deren unterrichtung er sich bedienenkonnte. Er reisete nicht allein nach Egypten, die Priester da-selbst zu sprechen , sondern begab sich auch zu den Chaldäischenund Persischen kbilolbpM, ja, er gieng nach Indien und Ae-chlopien, mit den Gymnosophisten daselbst sich zu unterreden.Nach seiner Wiederkunft wendete er sich nach Abdera, woselbstmn sein bruder unterhalten muste, weil er alle das seinige ver-reiset hatte. Weil nun zu Abdera eine strafe auf diejenigen ge-setzet war, welche das ihrige durchgebracht, nach welcher sie inMein vätterlichen begräbnis nicht durften begraben werden,wurde ihn dieselbe auch betroffen haben, wenn er nicht einevon seinen besten Driften der Obrigkeit vorgelesen, und sie da-durch nicht allein befriediget, sondern auch bewogen hatte, daß;°2. talent geschencket, ehren-säulen aufgerichtet, und^"Aiet, daß er nach seinem tvde auf öffentliche Unkosten sollteM"veu werden. Nach Athen, wie einige melden, ist er nie-Mommen, oder wie andere behaupten, so er ja daselbst-hat er sich niemand zu erkennen gegeben. Er führte-i^ere lebens-art, liebte die einsamkeit, hielte sichTssiirens m ernem gartcn-hause, zum öftern auch in den gräbern' vamit er m seinen meäMtionibu« nicht möchte verstöretMnÄ; .Er vffegte auch ohne unterlaß über die eitclkeit undmenschen zu lachen, dahero die Abderiten auf die, als wenn er unsinnig wäre, und den Hip-aber^A«^ E' daß er ihn curiren sollte. Hippocratesgantz anders, und vergnügte sich durch daskonm- ^ Democmv dergestalt, daß er sich nicht enthaltenuuna^nn^^.a tt?b^^n W sagen, daß sie sich in ihrer mey,einiae ^m^^E^tgen gar sehr betrogen hätten. Es sind zwarpocrate ^ von dieser fache bey dem Hip-

i» dm reunme?^ ; doch scheinet die fache selbst

übrigen hatte^^?^ ^ sgegründet zu seyn. ImAass Demvmtus em schönes inxenium und einen schar-«'iror. LkE»» ///. Theil.

dem 6;

fen verstand, war auch in der Physic, Moral und Mathema-tik sehr wohl erfahren, daß er billich unter die größten ükilolb-pbo 8 zu zehlen ist. Man berichtet noch von ihm viele fachen,die von andern billich in Zweifel gezogen werden: als daß er sichselbst seiner äugen beraubet habe, damit er in seinen msäM.tionibu« nicht möchte gehindert werden; ingleichen, daß ervon der milch, welche ihm Hippocrates vorgesetzet, alsobaldhabe urtheilen können, daß sie von einer schwachen ziege sey,und was dergleichen schwachheiten mehr sind. Die art aber,wie er den Darium wegen des todes ferner gemahlin, die ersonderlich lieb hatte, getröstet, ist merckwurdig. Denn ersagte, er wollte selbige wieder von den todten auferwecken, wenner ihm die nahmen dreyer Personen, die niemals einige un-glücks-fälle erfahren , verschaffen könnte, daß er selbige auf ihrgrab schriebe. Da nun der Konig in seinem gantzen Königrei-che dergleichen Personen vergeblich suchte, muste er dem Demo-crito gestehen, daß er unrecht thäte, daß er diesen trauer-fallso sehr zu hertzen nähme, da doch kein mensch könnte gefundenwerden, der von unglücks-fällen befreyet sey. Die vornehm-sten lehr-puncte des Democriti bestunden darinnen, daß erSWM08 und ein vscmnn behauptete, und daß aus den 3to-mi 8 , die nach ihrer flgur und anzahl unendlich waren, allesichtbare dinge ihren Ursprung hätten, oder aus denselbigen zu-sammen gesetzt wären. Ingleichen, daß nicht nur eine, son-dern unendliche weiten wären, welche durch zusammensetznngder Ltomorum entstünden, und aus derselben trennung wiederuntergiengen , in welchem allen er Eptcurum zum Nachfolgergehabt hat. Er schien auch den kyrrkonü« ziemlich nahe zukommen , indem er lehrte, daß die Wahrheit in der tiefe einesbrunnen läge, und daß nichts reales wäre ausser den aromis unddem chsrio, das übrige bestünde alles in einer opinion. Daß ergar keinen GOtt geglaubt, ist aus vielen seiner lehr - sätzen ab-zunehmen. Die höchste glückseligkeit des menschen aber setzte erm einer ruhe des gemüths. Von der zeit seines lebens meldeneinige, daß er 109. iahr alt worden, und diesem nach wäre erL. Ä. ;6r;. L. 0 . ;6i. L. II. ;yz. Olymp. LIV. 4. gestorben,worinnen aber ihnen andere widersprechen. Wie denn, wenn ergebohren, und wenn er gestorben, überhaupt ungewiß ist. Sonsthat auch Democritus sehr viel bücher verfertiget, deren titul beydem Diogene Laertio zu finden, welcher aber zugleich angemer-cket, baß ihm unterschiedene angerichtet worden, worunter aucheinige insonderheit diejenigen rechnen wollen, die von magischen,alchymistischen und andern verborgenen künsten handeln, davonetliche vorgeben, als wenn noch heutiges tages etwas vorhandensey, wiewol die gemeine meynung dahin gehet, daß man vonden wahrhafftigen und aufrichtigen Driften des DemocritiNichts mehr habe. üb. IX. , üikor. vsr.

üb. IV. c. 20. , üb. VIII. c. 7. L 7 rc-„s, cls

knibus üb. V. äs rmt. vearum üb.I. sc-ici. gus-K. Üb. IV. ?//,«m,, IM. nar. üb. XXI. L. n. üb. XVIII. c.Lc.üb.X. c. 17. , äs pI-iL. kbil. üb.I. c.7. L aübi.

üb. I. XV. Üb. II. c. 5.7. 5 «,'äar. Lsset-r«,,in skron. iVo//,»,, äs kbilol. Isdlis c.r. §. 10. <L 21. 0.7. §.Z. leg.äs kbilologlÄ c. 9. §. 14- äs lciem. Mtbsm. c. ;9. §. 9.

»«,, in Oemocriro revivilcente.

* Demodocus, war von Corcyra gebürtig. Andere abernennen ihn einen Lacedämonier. Er that sich insonderheit inder music hervor, und lebte an dem Hofe Alcinoi, Königsder Phönicier, und ließ sich bey amvesenheit des Ulyßis inson-derheit mit seiner cithar und gelange von des Martis und derVeneris liebes-händeln, dem Trojanischen pferde und derglei-chen hören. Einige wollen , daß er auch selbst ein carmen vonPer Zerstörung der stadt Trojä, wie auch von des Vulcani Hoch-zeit mit der Neuere, oder vielmehr dieser Händeln mit demMarte verfertiget. Es soll auch nachher Ulysses selbst dessen er-steres ssrmen in einem mustcalischen kampf-fpiele in Tyrrheniamit abgesungen, und den preis vor andern erhalten haben.Sonst aber soll Demodocus endlich auch noch blind geworden,oder auch schon damals gewesen seyn. 0^,«,, in ibin 272.bibüotb. 6r. I. 5-§. 6. p. 29.

Demo», besser Dämon, oder auch Demenetus, einAthenienser, war ein söhn der schwester des Demosthenis, undregierte die Atheniensische Republick in abwesenheit seines vet-tern. Er schrieb und redete öffentlich, die Wiederkunft diesesgrossen Redners zu befördern , erhielt auch endlich, daß manihm ein schiff schickte, ihn zu holen, und ihm nicht allein die;o. talent, worzu er verdammet war, erließ, sondern auch noch;o. talent aus dem öffentlichen schätz nähme, in dem Piräcischenfee-hafen dem .jnvi Osnlervawri eine statue aufzurichten, zurdanckbarkeir, daß er den Demosthenem erhalten.

Demo», ein alter mahler von Athen, lebte zu den zeitenParrhasii und Socratis. Er legte sich sonderlich darauf, diegesichtcr wohl auszubilden, und machte viel stücke, welche manwerth hielt. Es war darunter eins zu Rom, welches den ober-sten Priester der Cybele vorstellte, so der Kayftr Twerms fürsechzig lellertios, das ist vhngefehr vor 1000 Rerchsthaler er-kauftet. Allein, die unerträgliche eitelkeit dlefts Mahlers mach-te , daß man ihn nicht mehr so hoch hielte. Denn er gieng al-lezeit auf eine sonderbare art geklechet, lobte sich selbst, und gabvor, er stamme von dem geschlechte des ApolUms her, und gehezum öftern mit dem Hercule vertraut um. ?üb. XXXV.FVüs/e», enrret. äes keirMes. ^

W. Man