Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
64
JPEG-Download
 

64 dem

M. Man hat diesen ort mit fleiß so gelassen , wie er in derFritschischen edition, und zwar aus dem Moreri verteutscht zufinden ist , um nach so viel hundert örtern, welche man schlech-terdings corrigirt, ohne die fehler sonst anzudeuten , einmalan demselben ein Muster vorzustellen» wie so gar grobe fehler,nach aller von Bayle, le Clerc und andern angewandter mühebisher noch in diesen Lexicis stecken. Alles, was hier von ei-nem Atheniensischen mahler Demon gesagt wird, ist falsch.Keiner dieses nahmens hat jemals zu Athen gemahlet. Unddiese gantze so übel zusammen Hangende Historie hat schlechter«dings ihren Ursprung von einem gar falsch-und fehlbar-verstan-denen orte Plinit bitt. nar.lik. XXXV. c.io. allwo, in erzehlungdes characters und der kunst-stucken des mahlers Parrhasii, un-ter andern diese Worte stehen: kinxir <L Demon strkenienüum,nrgumsnto guogue ingeniolo. Voledat namgue varium, ira-cunclum , injuttum, inLonüsntem: eunäem exorabilein , ele-rnentem, milericoräem, excelttun, gloriotum. llumilem, kero-cem, fugsoemgue L omnia pariter ottenäere. Iciem pinxit <LTkelea, gui ttomT in Oapitolio kuir. . . . kinxir L strclii-xsllum, gusm kguram smavit lib. krincsps, scgue I-X- ss*ttertiis Lttimatsm cubiculo luo inslulir. Wer nur einen gerin-gen ansang in der Griechischen spräche hat, siehet gleich, daßDemon beym Pliniv nicht der nähme eines neuen mahlers sey,sondern ein absonderliches und gar kunst-reiches gemählde desParrhasii bedeute , darinnen er das Atheniensische volck,^ samt allen dessen so unterschiedlichen affecten undgemüths-bewegungen, unter der gestalt einer einigen Personabgebildet. Was denn von dem obersten Priester der Cybeleoder Archigallo folget, ist auch von einem andern gemähldeeben dieses Parrhasii zu verstehen; und nicht minder der be-schluß von der grossen hoffärtigkeit des mahlers Parrhasii.Also haben wir denn nun einen mahler weniger aus dem alter-thum. Sonst ists auch in diesem artickul kein geringer fehler,wenn man 60. Isüsrrios in gen. inalsulinc, setzet, und dennhertzhafft diese summe mit ioov. Reichsthalern vergleichet.Sechzig lettertii Mkttculine machen nicht mehr als anderthal«den bajoirs; indem vier lettertii niemals mehr als einen Rö-mischen äensrium ausmachen ; zehen clensrii aber blos einembajoir, oder fünf ort-stück am gewicht und silber gleich sind.Plinius hingegen verstehet nicht So. letterrios, sondern 60. le-ttertis, in genere neutro, da denn jedes lettertium so vielthäte , als ioos. lettertii, in gen. mssculino. Aufweichen fuß60. tsttertis, als der preis des Cybelischen obersten Priesters, vonParrhasio gemahlt, nicht nur rooo. Reichsthaler, wie manuns hier bereden will, sondern mehr als noch so viel, nemlichI;oo. hajoirs ausmachen. *

Demona , (Val äi I ist der nähme des grösten von dendrey theilen der insul Sicilien, welches Mittcrnachtwärts liegt,und nebst vielen andern qebürgen, auch den feuer - speyendenberg Aetna in sich begreift. Die grosse anzahl der darinnenbefindlichen flüffe macht diese provintz sehr fruchtbar. Die da-zu gehörige vornehmste städte sind t Meßina , Taormina, Ca-tanea, Milazzo, Platti, Cifalu, Randazzo und Rachalbutö.Siehe Sicilien.

Demonar, ein klttlolophus, lebte zu den zeiten Luciani,in dein I. ücculo. Er war auf der insul Cypern , aus einemvornehmen und reichen Hause gebohren. Weil sein verstandseinen reichthum noch übertraf, verachtete er alles, um sichnur blos auf die Philosophie zu legen , darinnen er aber vonniemand sehr ästimiret wurde, ob er gleich mit dem Agatho-dulo, Demetrio Ovnico, Epicteto und Timocrate von Hera-clea, sehr vertraulich umgieng. Er nahm keine eigene stete an,sondern erwehlte dasjenige, was er bey jeglicher gutes fand,machte es auch nicht offenbar, welches er am meisten werthhielte; wiewol man dennoch siehet, daß er mehr auf dem So-crate, als auf den andern kkiloloplüs gehalten , lind in seinerkleidung und lebens-art hat er dem Diogeni ziemlich nachgeah-met. Als er sehr alt worden, sagte er zu denjenigen, die umihn waren, sie könnten sich zurück begeben, das schau-spiel sey aus: und starb , weil er keine speist zu sich nehmenwollte, ohne daß ihm etwas von seiner gewöhnlichen frolichkeitabgangen wäre. Lntianus hat sein leben beschrieben.

* Demonar , lebte zu Cyrene, und gab den bürgerndaselbst gesetzt, und richtete ihre policey ein. Auf diesensoll die müntze gehen , welche unter den bisher entdecktendie älteste ist, und auf deren einer feite ein alter Printz auf-gerichtet stehet, schlecht gekleidet mit einer crone und strah-len um das Haupt und einem Widder - Home am ohr, inder rechten Hand das bild der Victtori-e, und in der lin-cken einen langen scepter haltend, nebst einem schaafe zuden füssen, auf der lincken fette den nahmen des PrintzensLXkvttLEl'OL; auf der andern feite ein mit vier Pferdenbespannter wagen nebst dem darauf befindlichen führer unddarunter das wort nr? mit einem o. Hier-

von handelt k. Harduin in den IVlemoires äs Irevvux 1727.stoüt, n. 6.

Demonice, eine jungftau von Epheso, versprach demHeerführer der Gallier , Brenn» , daß sie ihm die stadt Ephe-sus in die Hände liefern wollte, wenn er ihr die hals-und arm-bänder, nebst dem andern schmuck der frauens - Personen dieserstadt, geben wollte, welches ihr Brennus zustünde. Als nun

dem

edachte stadt erobert worden, befahl Brennus seinen soldaten-aß sie alles, was sie von güldenem schmuck hätten, der De-monice in den schoos schmeißen sollten , welches auch geschahe;und weil desselben so eine grosse menge vorhanden, wurde siedarunter erdrücket. in parallel, aus des Clitvphontis

Gallischen Historien. Indessen ist hier nicht aus der acht zu lastsen, wie diese geschicht der begebnis der Tarpejä, davon die Rö-mische Historien Meldung thun, in allen ihren theilen so gleichsey, daß man sich schwerlich enthalten kan, zu glauben, essey die eine aus der andern entsprungen, oder errichtetworden. *

Demont, ein ort, welcher in dem Piemvntesischen Mara-grafthum Saluzzo, auf einem berge, nicht weit von dem ffuffeStura liegt, von welchem letztem auch die umliegende gegenddas that Stura genennet wird. An sich selbst ist er Mittelmaßstg. Das schloß aber, welches an. i-> 88. gebauet worden, hatsonst vor ziemlich vest paßirt. U

Demophile, eine zunähme der Cumanischen Sibylle,siehe GibyÜen.

Demophtlus, war ein Manischer Bischofs zu Beroea,und gab an. ,§7. dem Papste Liberio das Sirmische glaubens-bekänntnis über, welches jener auch soll angenommen Haben ,welches zwar einige Cathvlische in zweifel ziehen wollen; aberdie beweisthümmer und Zeugnisse des alterthums sind allzustarck. («siehe auch Liberius. ) Nachgehends wurde er an.;; 9. auf dem Oonciiio zu Rimini verdammet. Ungeachtet des-sen aber wurde er an. z-?o. Bischofs zu Constantinopel, da erdenn Gregorium XariEsmun verfolgte. Als aber hernachan. ;8c>. der Kayser Theodosius lVl. von Demovhilo verlangte,daß er um des kirchen-friedens willen das Ntcänische glaubens-bekänntnis annehmen sollte, wegerte er sich dessen, und wur-de daher» aus Constantinopel verjagt, worauf er an. ;86. nahebey dieser stadt seinen geist aufgab. Vöescisrsr. lib. V. e.A'LE?». lik. VII. 8. Lprxkan. Le. st. 0. j;7.

z?o. ;?8- ;8z. vits 8. stthan. L Oreg. Xsrianr. L«

relp. aä Heg. stngl. lib. I. c. 27. *

* Demophtlus, ein Pythagoräischer klnlolopkur, welcherD/« s oder lebens - cur geschrieben , worrnnen der Py-thagoräer sinnreiche reden und sprüchwörter aufgezeichnet sind.Es ist diese schrift besonders mit anmerckungen von JesperoSwedberg zu Upfal an. 1682. in 8. und mit 8ecunäi De-mocrstir und anderer 8ementiii> zu Rom an. l6z8. in 12.zu Leiden an. ,6;y. in 12. unter Galei N^rbologicis, kby.ttcis <L ktbicis Opusculis zu Cambridge 1670. in 8. und zuAmsterdam 1688. in 8. gedruckt worden, /at-rrc,«,, bibl.Or. II. iz. p. 50K.

* Demophtlus, einer, der über Claudii Ptolemäi sserw-

biblon ssbolia geschrieben, welche noch vorhanden, und mitPorphyrii oder Antiochi lttisoßs Griechisch und Lateinisch mitder Übersetzung Hier. Wolfii zu Basel an. -^9. in fol. her-aus gekommen sind. Er verspricht darinnen auch einen Lom-msrttsrium über des Ptolemäi Lsnonem. Holstenius hält ihnvor den vorhergehenden. , bibl. Or. II. 1;. p.

111. 2c,. p. IV. 14. p. 47. feg.

* Demophtlus, ein söhn des geschicht-schreibers Cpphori,

lebte zu den zeiten Alexandri des grossen um die 0X1. Olym-pias, z;6. jähr vor Christi geburt. Diodorus Siculus mel-det , es habe derselbe das Lellum Iscrum »beschrieben» nach-dem Philomeles sich des tempels Apollinis zu Delphis Meistergemachet. Suidas bekrieget sich, wann er sagt, dieser Demo-philus sey Evhippi söhn gewesen. Plinius redt auch von ei-nem andern Demophilo, der ein mahler gewesen seyn ftstlib. XXXV. c. 9. L 12. Kc. lib. XVI.

* Demophon, oder Demophoon, des Thesei und derPhädrä söhn. Er befand sich mit in dem krieg vor Troja.Er setzete nach eroberung solcher stadt durch Vorschub des Aga-memnonis auch seine groß-mutter die Aethram wieder in srey-heit, welche sonst der Helenä sclavin war, nachdem sie sichim tumulte schon darvon gemacht, und in der Griechen lagersalviret hatte. Als er hernach auf seiner heim - reise auch inThracien kam, und hieselbst bey Phyllide, des SithonisPrinzeßin einkehrte, verliebte sich diese in ihn, brachte ihnauch so weit, daß er sich in gewisser zeit wieder bey ihr einzu-finden versprach. . Als aber der bestimmte tag kam, und Demo-phon sich nicht wieder einftellete, lief sie solchen tag neun malan das ufer, um zu sehen, ob er komme; und da alle solch ihrbemühen umsonst war, betrübte sie sich dergesialt darüber, daßsie starb, und als ihre eitern sie begraben , liessen, wuchsenbäume aus dero grabe, weiche alle jähr, ihr trauren überihren tod anzuzeigen, dürre werden, und ihre blätter falle»lassen. Andere machen sie selbst zu einer Königin in Thracien,und wollen, daß sie sich endlich erhencket, allein doch auchin einen mandel-baum ohne blätter verwandelt worden; hin-gegen da Demophvn wieder gekommen, und den bäum ausliebe umfasset, hatte solcher, als ober eS empfinde, auch sei-ne blätter hervor getrieben. Jmmittelst aber war er doch auchKonig zu Athen , und zwar folgte er nach einigen unmittelbarauf seinen vatter, nach andern aber erst auf den Menestheum;war aber darbey auch so unglücklich, als Diomedes vonTroja zurück kam, und des nachts mit der flotte an Atticam

angetrie-