Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
77
JPEG-Download
 

des det

»i. aug. i7->y. wurde an. i?r4. an Victor

den!^'. FüE von Anhalt-Bernburg vermahlet, »nd starb,ul. 17,2. z.) Mauritius, gebvhren den ;i. vctob.MentA^' Königl. Preußischer Oberster des Destamschen regl-, und Dom-Prodst zu Brandenburg. 6.) Anna Wtl-Umwa, gebchren Vn"2. jun. an. 17^ 7 ^ Leopoldma

gebvhren den 18. dec. an. 1716. ward den 20. febr.» e (7i9. mit dem Printzen Heinrich von Schwebt vermahlet,«-l Henrietta Amalia, qebvhren den?, dec. an. 17-0. Ge-nealogisches Handbuch.

,l-Pessenius, (Bernhardus) genannt von Lronenburg, warL» Amsterdam an. icio. qebvhren, und studlrte die Medicin zuMonomen jt, Italien, welche er hernach zu Groningen undCol» lehrte, woselbst er an. ^74. mit tobe abgieng. Er warÜberaus arbeitsam, und verfertigte verschiedene schriften, als:

«s Rvrnpoluione ÄIsäicLMsMorum; Lommentarium äs rs-ne; üefeostonem ÄlsäicinL vetsris -L rarionairs, «a.

bikl. 8sle. vit. Nsäic. ^ äs

kript. Ueä.

*Deßler, oder Dosier, (Wvlfgang Christoph) aus Nürn-, war der neuern sprachen, als der Italiänischen , Vpa-Ulschen, Französischen ' Englischen und Holländischen kundig,wie auch in der Theologie, Poesie, Bolanrc grübet, widmlungen jähren dem berühmten Erasmo Francisci bey verfertt-ststng seiner schriften an die Hand gegangen , so, daß er auchewige stücke selbst davon verfertiget. Nachdem er lang inbuchdruckereyen einen Lorreüorem abgegeben, ward er an.

zum Conrecrorat der schule zum H. Geest befördert,welchem er aber die letzten beyden jähre seines ^bens vorzu-stehen durch einen schlagfluß verhindert wurde. Er st geb denmertz an. 1722. Man hat von ihm Himmlische Seelen-^ust, Nürnberg an. 1692. aber vermehrter und mit des»eben, ibiä. ,726. in 8. Blut-und Liebes-rvsen, welche Mar-

perger an. 172;. zum andern mal drucken lassen, und andersWehr.

. *Desta, oder Villa Desta, die Haupt-stadt der insul Fayal,so dieJ>este ist unter den Azorischen, nach der insul, Terceraund vt.Michael. In dieser stabt wohnen die ursprünglichenFlammänder. Deswegen nennen die Holländer diese Azorr-schen msuln, die insuln von Flandern. Die einwohner ha-ben unter sich noch die Flammändische lebens-art beybehalten.Lmschott nennet diese stadt 1 a Villa Dort«. ,

Hickion. OeoZraxb.

* OL8lls.I'OK.L8, waren bey den Römern, welche sichauf dem circa oder cksLtro damit sehen liessen, daß sie zweyPferde ohne sattel haben, mit denselben in vollem rennen herumritten , und immer von einem auf das andere sprungen. DerUrsprung dieser Übung ist von den barbarischen völckern her-zuleiten , welche im kriege öfters die pferde zu wechseln pfleg-ten. Die Sarmatier waren hierinnen besonders geschickt, unddie heutigen Husaren haben noch fast dergleichen im gebrauch.k^«rro, äs rs iuftic'a ll. 7. sich. go. , XVIII.

Z9. aä lloünum, V. 24. äs Lirco z8-

II. ii. ?etr/c«r, Rex. Mt. rom. I. P. 6zl.

-Deti, (Johann Baptista> ein Cardinal, war gebürtig vonHlvrentz, und ein unverwandter des Papsts Ciememis VIII. dei-stn mutier Donna Lesa Deti geheißen. Er begab sich in dasRömische 8emmsriurn unter die insormation der Jesuiten. At-mn denwart. izzwi da er erst 18. iahr alt war, machte ihnuer gedachte Papst zum Cardinal, weil er demselben als einknhzeÄum, von dem man sich grosse Hoffnung zu machen hat-te , war beschrieben worden. Allein Deti, nachdem er bey soKoffer jugend eine so hohe würde erlangt, setzte alsobald seinestudien unb zugleich sowol die lügend als den äußerlichenWohlstand beyseit. Hingegen ergab er sich dergestalt den Wol-lüsten und einem unordentlichen leben , daß kein einziger recht-schaffener mensch etwas auf ihn hielt, und man ihn an demPäpstlichen Hofe nur den Montino selbiger zelten nennte, das»st, ein ebenbild des ruchlosen Cardmals Jnnocentil äsI Mon.te, welchen Julius III. ehemals vor seinen Nepoten angenom.wen hatte. ^Nichts destoweniger, weil er wr ihm promo-vlrte Cardmälr überlebte, so gelangte er endlich zu der wurdeeines vscarä von dem heiligen Lollegio, und zwar noch tN sei-nem besten alter. Mein das podagra und viel andere unheil.bare kranckheiten, welche er sich mit seinem wüsten leben ,u-gezogen, hatten ihn so übel zugerichtet, daß er kaum von demgedachten Decanat besitz nehmen konnte, und bald darauf ster-

Ävec !ss norss ä'flmslot äs In Houllsxe rom. III. k>. ;or.ivm. IV. p. 249.

Detmold, eine stadt in der Grafschafft Lippe, an dem flußWehre, nebst einem schlöffe, auf weichem die älteste llme derGrafen von der Lippe residiert. ropogr. Xfcftxh. p. >7.

am^bttewach, oder Tettelbach, eine kleine stadt und Amt,

MMayn un Bißthum Wurtzdurg, zwey meilen von Wurtz-Sll ist an. 1484. mit genehmhaltung Kay-

* Dettelbach, oder Tettelbach, eilam Mayn im Bißthum Würtzburg, zivurg gegen osten. Sie ist an. 1484. mit genehmhaltungiers Fnderici lll. zur stadt gemacht worden. Friesens hisst^.^er Bischvffe von Würtzburg in Ludwigs Würtzburg. g«Mchstschreib. p. 8 z 7. Seit an. izo-.sind hieher zu einem wur^hatlgen Marien-bild starcke wallfahrten geschehen. ZeillerRetchs-Geogr.VI. P.Ü98.

H»Sor, in. Theil.

det dev 77

DeMigen, ein dorf nebst einem alten Frauen - kloster Bene-dictiner-ordens, in der gemeind Wahlen im Land-gericht Zol-lickhvfen , nicht weit von der Aaren gelegen; maßen allhier,vor erdauung der neuen brücke in der enge bey Bern, eine fahrtüber diesen -uß gewesen. An. 1529, jst dieses kloster secula-risirt und von der stadt Bern an Jckhr. Anthoni Lombachmit den zugehörigen gülhern um 2000. g. verkauft worden.Von diesem ist es an^i zzü. an Jckhr. Ludwig von Dießbachgekommen. Hernach erlangten es die von Erlach, und fol-gends andere, als ein lust-hans und land - guth. Der heutigebcsitzer ist Herr David von Büren , Herr zu Vaurmarcu undAlk-Landvvgt von Orvn. cbron. N8cr. *

Dettlingen, eines der ältesten und vornehmsten adelichengeschiechter tm Elsaß, welches im Unter-Elsaß unterschiedenegüther, wie auch den Dettlingischen Hof zu Straßburg besitzet.An. 1678. storirten Johann Philipp und Hans Caspar vonDettlingen, um welche zeit auch Meilach von Dettlingen aus-schuß der Ritterschafft im Elsaß gewesen.

Deva, ein berg-schloß und berühmter paß in Siebenbürgenan dem fluß Möriscb, welches von dem Fürsten Michael Abaffian. 1662., von den Kayserl. aber an. 1697. und 1706. erobertworden.

Deva, der nähme zweyer flösse in Spanien, deren der einein Biscaya, bey dem gebürge äs 8snco Lärmno , unweit Sali,nas, entspringt, bey Placentia vorbey läuft, und bey dem fle-cken Deva, welcher wegen des Wallfischfangs berühmt ist, inden Ocesnum L-,nt->bricum fällt. Der andere fluß dieses nah-mens entspringt in Wunen , nicht weit von den grentzen desKönigreichs Gallicien, und vereinigt sich bey der stadt Oviedomit dem fluß Ove. c?a/Men«7, äslic. äs 1 'Ltz>. x. 72. 8z. 87.

uz. 116.

* Devano, eine stadt in der insul Niphon, einer der Japo-nesischen. Diese Haupt-stadt eines Königreichs, so ihren nah-men führet, liegt auf der westlichen seile des landes Ochio.

Olclion.

*Devarius, iMatthäus).ein gelehrtermann in demXVI.sTLulo, war aus der insul Corfn gebürtig, aber von einer der La-teinischen kirche zugethanen familie. Im 8. iahr seines alters ,unter dem Papst Leone X. brachte ihn Johannes Lascaris nachRom, da er nebst andern knaben aus Orient, in- das damalserst aufgerichtete Lollegium ftrrecum gethan, und in der Grie-chischen spräche unterwiesen ward. Als er darinnen sattsamzugenommen, kam er zu dem Cardinal Rodvlphi, bey demer iz. jahrLib!iochec-»rius war. In der zeit verfertigte er ei-nen Inäicem über Enstathium in Homerum, davor er vonPaulo III. ein gewisses monat-geld erhielt, welches ihm auchPius IV. beständig reichen ließ, der ihn zugleich zum Lorre-ökore der Griechischen coäicum in der Vaticanischen biblw-lheck machte. Nach bemeldten Cardinals tode ward MarcusAntonius Colonna, der auch nachgehends Cardinal worden ,seiner Unterweisung im Griechischen anvertrauet, welchesjähr wahrere, worauf ihn der Cardinal Alexander Farnese insein Haus aufnahm, bey dem er auch gegen das ende desXVI. üsLuli im 70. jähre seines alters verstorben. Auf Pü V.beseht hat er das Loncilium , und den Larechilmum driäen-tinum in die Griechische spräche übersetzet. Am bekanntestenist von ihm der schöne tractat äs ksräsulis länZuL ftrsecss,welchen nach seinem tode seiner schwester söhn, Petrus Deva-rius, zu Rom an. iz 88 . in 4. zuerst heraus gegeben , und inder dedication die gemeldeten umstände von seines Vetters le,den erzehlet hat. Er ist auch in Engelland an. 16;?. in ,2. zuNürnberg und Amsterdam 1700. 1718. heraus gekommen.

koi^iiiik. tom. I. lib. I V. L. 6. n. 9. Stollens Historieder gelehrtheit, I. 2. §. 24.

* Devaux, (Johannes) ein berühmter Lhirurgu«, geboh.ren zu Paris den 27. jan. an. 1649. hatte anfangs keine tustzur Chirurgie, dahero er von seinem »aller, der auch selberdiese kunst getrieben, dazu gezwungen werden mnste. Als eraber nach der Hand den nachmaligen Lhirurgmn der KöniginMariä Theresia, Claudium David, die LbirurMm Theoie-ilLLin erklären hören, fand er an diesem üuäio einen mehrerngeschmack, und brachte es hierauf durch seinen steten fleiß undapplication so weit, daß er sowol was die wissenschafft, alsauch die xraxin , vorderer sich zuvor so sehr geschenkt, anbe-trlft, vor vielen andern einen grossen rühm erlangte, und des.wegen auch von seiner innung zweymal zu ihrem krevät oderVorsteher erwehlet wurde. Er starb den 2. may an. 1729. im8i. ,ahre seines alters. Seine schriften sind: I.e Neäecin äsfoi-meme, so zum oftern aufgeleget worden; I'/Irc äs ksirsäs« rapporks en LlärurZie, oü 1'on enssigne 1a prstigue, le»kormule» <L le üils le plus en ufggs psrmi les LkirurMSn» ;

vilssrtLtlon ftir I'OpsrLÜon. Lessrienns, welche in des Ver-duc Operstions LkirurWcole» anzutreffen ; vlftert. lur lii Lhj.rurgie äes äccouckemen» , die in den Älemoires äe litteratu-re des k. Desmolets befindlich ; u. a. m. Über dieses aberhat er auch noch eine anzahl Französischer Übersetzungen vonanderer berühmter männer schriften an den tag gegeben , alsda sind : Xouvermx Riemens äe Äleäscine, von Bontekoe ;Lksühue Älsäeciliäe, von Joh. Bcrnh. Gladdach : LLbressärmtomiyue, von Laur. Heister ; än-Uomis äu Lorps humsin,VvnPalfytj; RjrvnsnolsLis , ou trmts äs l'svLeuAÜoy oräi-

v! asir«