Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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8m Wein aus gleicher Ursache dahin ab, und weil damalsihmt»?^ein Ertz-Hertzog gebohren worden, muste er beymittK,f/vattern stehen. An. 156;. machte ihn Konig Maxi-daS^ ^u seinem obersten Cämmerer mit dieser dedtngung,seinen beyden ältesten söhnen» den Ertz-Hertzogenam. und Ernesto, reisen, und ihm das Ober-Cammerer-Hexk^dehalten werden sollte. Ein wenig vor beyder Ertz-üufbruch , ernennete ihn der Kayser zu seinem Ge-jhst^n an den Spanischen Hof, und Maximilianus bestätigtefade». Kaysers Ferdinandi absterben darzu, welche Ambas-den ^s.uhmlich abgeleget. An. I?6y. erhielt er von dem Königeun^^l^er-orden von Calatrava samt der Lommsnäs Alcanitz,lian^ diese zeit über grosse mühe, den Kayser Mariml-rvea-n^ Konig Philippum, so mit eigenhändigen schreibenderstattung des freyen religions-exercitü bey den Oester-Ständen hart an einander gekommen, wieder mVerständnis zu bringen. Dergleichen fleiß brauchte er auchNiederländischen unruhen, indem der Konig mit schärfeProtestanten verfahren ließ, der Kayser aber der mey-war, daß man mehr mit nachsehen und gelinden Mittelnpichten würde. An. i;?;. brachte er seine beyde Ertz-Her-L A aus Spanien wieder in Teutschland und an den Kayserl.solchem rühm , daß nicht allein die Kayserlichen el-.darüber eine grosse freude, und die Unterthanen einen gros-^.s.rrvst hatten, sondern auch Papst Mus V. ihm aus eigenem«,l gratulations-schreiben deswegen zuschickte. Er warräum allda angelanget, als er schon wieder als Ambassa-den Spanischen Hof, nachdem er vorher geheimerA,, Worden, gehen muste, jedoch mit vorbehält seines ober--?du^rer-amts bey dem Kayser und der obersten Hofmei-bey dem Ertz-Hertzoge Rudolpho. Noch. selbigesi^.bdrufte ihn der Kayser wieder zu sich, da der Konig Pht-bestens recvmmendiret, und ihm eine lange in-^ener Hand, was er dem Kayser seinetwegenWitte, mitgegeben. An. 1:72. hielt er sich bey derEM>chen cronung Rudolphr sehr wohl, und bewies dendurch eme stattliche schrift , daß sie schuldig gewesen,Rudolphum noch bey lebzeiten seines vatters,A°"?er es ewige schwrerigkeiten gesetzt, als einen erben an-ren A"- '^ 75 . siel die Herrschafft Niclasburg rnMäh-«nd bernaed^«/" °°u Lichtenstein Lber 2°o. jähr gehabt,den bbriNns ^"»bon Keretschim verkauffet) durch abster-Äechts dem ^"lchlm , als letzten gedachten ge-L «avLss Marlmrltano als ein lchen heim, womit

uuna tbm Ä!? mit eigener Hand die verord-

»en2? ^ Bohmssche expedition dieses lehn frey ma-

^ chm Böhmischen und Mährischen Land-en me 2 -"^mnen wurde. Eben dieses jähr setzte er eineWender erblichen aerechtwkeit aus Königreich Böhmen"ub stellte sie dem Komge Rudolpho zu, wohnte auchk.F^F^^^crönung als sein oberster Hofmeister bey,und behielt das oberste Hofmeister-amt bis an sein ende. AlsALP' i ^o. seme Unterthanen zu Niclasburg reformiret, gra-o lh'u der Papst Gregorius XIII. durch unterschiedliche«zu. An. 1^8,. ward er samt seinem söhne Maximilia-Mm Ungarischen Landmann angenommen. An. 1588.iwni i« aA-«b>el mit der erledigung Ertz-Hertzogs Maximi-

hielt den Spanischen hierzu depu-jn Abgesandten, Hertzog von Sabioneta,

l Eost-frey. Endlich als er der ruhe zu Niclas-

r», ^arb er den 1?. jan. an. 159°. und ward?en suffen Kaysers Maximiliani II. gleichwie seinben füssen Kaysers Maximiliani!.begraben. Seme gemahlm war Margaretha, des Don An-r?» " ^ Hertzvgen von Cardona entspros-

sen , und Maria cle Reguesens, Gräfin von Trivento tochter,mit welcher er sich an. 1555. vermählet, und folgende kinderMenget: i.) Mariam, welche in Spanien aus des KbniqsMlippi II. ftauenzimmer geheurathet; ihr erster gemahl warValthasar äs Is Cerda, Graf von Galbes, nach dessen ab-sterben sie sich mit dem Marggrafen von Navarres des letztenGroßmeisters des ordens von Mondeyar, söhne verehlichet;^ Annam, so gleichfalls aus des Königs Philippi II. frauen-L'mmer, mildem Grafen von Viüanueva verheurathet wor-Maximilianum , Grafen von Licova , Kaysersm!>ia?!.bb ^ommerer, Ertz-Hertzogs Ernesti obersten Stall-An t^AHertzogs Alberti obersten Cämmerer, Ritternaelln^en Commendatorn zu Canaveral, so an. 1602.KyAbven, und von seinen beyden gemahlinneu Helena Cratzi-

Mn Hofmeisters^ ^^'lch , des Königreichs Ungarn ober-^aauE A» cn^mpsen tochter und erbin, wie auch von1 crlass-n ^ b°u Bo^ aus den Niederlanden keine kinder hin-H Mm , welcher Bischoff zu Olmütz, des

nach Cardinal geworden, von dem her-

nnd d'esMmgarasthums .Ertz'Hertzogs Ernesti CämmerernMit ^ovanA^atth^S Mahren Unter-Cammerern, welcherHlppvlitam ^ geschlecht fortgepflantzet. 6 .)

'n Spanien vÄ^mÄ ^^nigs Philippi II. ftauenzimmerihr^ mut er M ^ L-« und 7.) Beatricem, so mit

srauenzimmer"gezogen, in dasMit dem Maraar^?)« gekommen , und allda

dem sie sich ^ verehlichet, auch nach-

"ry viel jähr zu Madrid im «öfter aufgehalten, zu

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der Königin aus Ungarn, Infantin aus Spanien , oberstenHofmeifterin ernennet worden , schwachheit halber aber diesesamt nicht bedienen können, sondern in dem zu Alcala von ihrerbauten und fundirlen «öfter begraben worden. Rhevenhul-lers ÄNNLles seräirmnäei, k. III. sä rm. 1^90. (Lc.

Dietrichftein, (Franeiscus Fürst von) Cardinal und Bi-schoff zu Olmütz, war ein söhn Adamr, Freyherr« von Die-trtchstein, und Margarethä von Cordons , d,c ihn an. 1970- i»Madrid zur Welt gebracht. Nachdem er die Philosoph,e zu Prag,und die Theologie zu Rom im Teutschen LoHegio studiret, warder LsnolNLU 8 zu Olmütz und Clementis VIII. Cämmerer, derihn zu einem Dolmetscher gebrauchte, wenn er mit der Ertz-Hertzogin Margaretha, Königs Philippi III. m Spanien braut,redete, als er selbige an. i?y 8 - mit dem Ertz-Hertzoge Alberto,als des Königs Bevollmächtigten, zu Ferrara zusammen gab.Nach seiner zurückkauft in Teutschland, ward er noch iM vor-gedachten jähre Probst zu Leutmeritz, und kurtz daraufBischoff zu Olmütz, wodurch er zugleich den Fürstlichen cha-racter, und den titul eines Grafen der Böhmischen capellen er,halten. Vorerwehnter Papst machte ihn zum Cardinal-Prie-ster mit dem titul 8. 8 zstvellri in Lsmpo Nsrtio, so er hernachmit dem von L. Mgrike trsns Tiberim verwechselt, und der Kay-ser ernennte ihn zum kroreeior seiner Erb-Königreiche und län,der. Die zwistigkeiten zwischen dem Kayser Rudolpho und demKönige Matthia half er beylegen, und überantwortete an. rsoF.im tmhmen des Kaysers dem Könige Matthiä die Ungarische cro,ne im freyen felde. Nachgehends wurde er in unterschiedenenGesandtschafften gebraucht, und war;. mal Legatus ä Irrere;nemlich an. 1600. bey des Ertz-Hertzogs Ferdinandi Vermäh-lung , mit Maria Anna , Hertzogin aus Bayern, bey des Kö-nigs Matthiä, mit der Ertz-Hertzogin Anna, an. i6n. und beyKönigs Ferdinandi III. mit der Infantin Maria an. i6;i. wel-che hohe brant-paare er zusammen gegeben. Er hatte auch dieehre, 'die Kayser Matthiam und Ferdinandnm II. als Könige inBöhmen zu crönen, und sowol den Ertz-Hertzog Ferdinanduman. is;;. als die Ertz-Hertzogin Mariam Annam, an. 1654. zutaufen. Er war 4. mal vireewr in Oesterreich, und begleitetedie Käyserin Maria zur Unterredung mit ihrem bruder, dem In-fam Don Ferdinande, nach Passau. Bey dem Kayser Rudol-pho II. war er vireäwr im geheimen Raths-LollsZio, und beyden nachfolgenden ;. Kaysern würcklicher geheimer Rath; halfauch z. Päpste LeonemXI. Paulum V. und Gregorium XV. er»wehlen. An. 1620. ward er Landes-Hauptmann in Mähren,weil aber dazumal die Mährische unruhe angieug, so ward ervon den rebellen zu Brünn gefangen gehalten, die, ob sie ihngleich bald los liessen, dennoch seine güther einzogen, und ihnseiner ämter entsetzten. An. 1602. fielen nach seines andern bru-ders Grafen Maximiliani absterben ohne kinder, alle dessenHerrschafften auf ihn, die er also vermehrte, daß er davon denFürstlichen stand führen konnte. Er erhielt auch darauf vondem Kayser den Reichs-Fürstlichen character mit der begnadi-gung, daß ihm frey stehen sollte, einen seiner vettern bey derFürstlichen würde zu adoptiren; worauf er seines ältesten bru-ders Sigismundt söhn Maximilianum zum erben sowol derFürstlichen würde, als auch aller seiner güther und Herrschaffteneingesetzt, welches an. i6;i. von dem Kayser bestätiget und ver-ordnet worden , daß allemal der älteste söhn weltlichen standesin absteigender linie den Reichs-Fürstenstand besitzen sollte. Vordie Bischöffe zu Olmütz hat er das von dem Könige Conra-do ihnen verliehene müntz - recht vom Kayser Rudolpho II.wiederum confirmirt bekommen. Als der Kayser an. 16;6.aufdcm Reichs-tage zu Regenfturg war, führte er unterdessendas OireÄorium in Ober-und Nieoer-Oesterreich, und da er imgedachten jähre zum Land-recht in Mahre», reisete, wurde er zuOlmütz kranck, und starb zu Brünn den iy. sept. worauf er zuOlmütz in dein Dom begraben wurde. Sein leben hat ein Je.suit, George Dinginauer, z. jähr vor seinem tobe beschrieben,so aber nicht gedruckt worden. Rhevenhüllers snnM.

elo§. Heroum ex Oietriclist. kun. L/e«cl>. Lpilc.Morsv. sp. Lueelinum. EUkOP. Herold, x. ;6z.cinere8 8. sä ä. iy. 8ept.

^ Dietz, eine stadt an der Löhne in der Wetterau, dem Für-sten von Nassau-Dietz gehörig. Sie hat ein gedoppeltes hohesschloß, und nicht weit davon das schloß Oramenstein, dabey einihrer-garten und lax-fang, »»gleichen ein schöner lust-und baum-garten ist. Es ist eine eigene Grafichafft, welche an beyden fei-ten der Lohne lieget, und vor alters wegen ihres reichthnmSdie goldene Grafschafft genennet worden. Sie hatte ehemalseigene Grafen, davon der letztere, nahmens Gerlach, ein söhnGebhardt, an. i;88. ohne männliche erben mit tobe abgieng»Seine tochter Juta heurathete Adolphum, Grafen von Nassau,einen söhn Johannis und bruder Engelberti, von welchem dievon Oranien und Dillenburq herstammen, und brachten ihmdie Grafschafft Dietz zu. Adolphus versetzte sie seinem bruderEngelberto, und als er nur eine tochter Iutam hinterließ, diean Gottfrieden von Epstein verheurathet wurde, so entstundnach ihrem tobe zwischen diesem und Engelberto ein streit,welcher an. 1440. dergestalt beygeleget wurde, daß die helft«der Grafschafft an die von Epstein, dre andere aber an die vonNassau kommen sollte. Die von Epstein versetzten nachgehendsihr theil an die von Catzenelnbogen, und als an. 1479. diesefamilie ausgegangen , kam Dietz nebst den andern güthernan die Landgrafen von Hessen, welche endlich, da der streik

wegen