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ob er gleich sonst in seinem gewissen als ein Catholick verbun-den wäre/ darwider zu stimmen. Er starb endlich an. 1678.in dem 6^. jähre/ und verließ von Anna/ Francifct, des letz-tem Hertzogs von Bedfort / tochter / Johannen, / welcher ihmals Graf von Bristol succediret, und an. >698. ohne leibs-er-ben gestorben ist / und Franciscum / ingleichen 2. tochter. Erwar ein kühner / Milchiger / und hitziger mann / der viel wis-senschafft / aber keinen gründlichen verstand befasse / und denWollüsten sehr ergeben war. Man hat von ihm Parlements-reden und Staats-briefe / wie auch Englische briefe zwischenihm und Ken. Digby von religions-sachen / und eine comödieLIvirs genannt. bild. äe8 äerniere8 revol. ä'Lngl. tom.
I. Kitt. ä'Lnglet. rom. VIII. L IX. Kitt. ä'ttn-
Llet. tom. III. x. ;iy- IVIemoire8 äu «7. äe 208.
* Digby / (Johannes) Graf von Bristol / ei» söhn Ro-berts Digby / ward in dem Magdalenen-LollsNo zu Oxfordauferzogen, und that hernach eine reise in Franckreich und Ita-lien / wodurch er sich so qualificirte / daß er von dem Lord Har-rington nach Hofe gesandt wurde / dem Könige Jacobo vondem vorhaben der pulver-conspiranten Nachricht zu geben/ wel-cher alfosort die bey ihm vermerckte geschicklichkeit und treuedermassen hoch schätzte/ daß er ihn zu seinem Cammer-Juncker,und hernach zum Vice-Cammer-Herrn und zu seinem geheimenRath/ an. ,6,8. zum Baron unter dem titul: Lord Digbyvon Shirburn in Dorsetshire, und ferner an. ,622. zum Gra-fen von Bristol machte / auch sich seiner zu sieben Gesandt-schafften bediente. Unter andern ward er an. 1620. zum Ertz-Hertzoge Alberto / an. ,62,. zum Kayser Ferdinand» II. umdie Pfaltzische fache gütlich beyzulegen/ ingleichen zum Chur-fürsten von Bayern gesendet / richtete aber allenthalben nichtsaus / und veranlaffete daher den Grafen von Mannsfeld in dieUnter-Pfaltz zu gehen / nahm auch vor seinen eigenen creditivooo. pf. sterling auf/ um die Englische völcker/ so in langerzeit kein geld bekommen / damit zu bezahlen. An. ,622. gienger nach Spanien die Vermählung des Printzen von Wallis mitder Spanischen Jnfantin vollends in richligkeit zu setzen/ hat-te auch dieselbe grösten theils zu stände gebracht/ ob ihm gleichdie Unbeständigkeit des Englischen Hofes / der seine absichtenalle augenblick änderte; ingleichen der Spanier räucke, undihr haß wider ihn / wegen seines eifers vor die Protestantischereligion und gottesdienst / viele Hindernisse in den weg gelegthatten. Allein eben diese Gesandtschafft muste zu seinem Un-glück dienen / indem es den Hertzog von Buckingham verdros-sen / baß Digby seine / des Hertzogs / liebes-händel mit derGräfin von Olivarez dem König entdeckt / auch überhaupt eineschlimme abbildung von ihm gemacht / und sich nicht / wie dieübrigen vom Englischen Hof thaten/ vor ihm demüthigen woll-te; daher er den König zu bereden suchte/ daß er denselbenwegen verschiedener bey, seiner Gesandtschafft begangenen ver-brechen nach seiner zurückkauft in den Tower setzen lassen soll-te / welches vorhaben der Spanische Hof selbsten dem Grafenentdeckte / und ihm / wiewol vergebens/ grosse Vortheile anbot/wenn er in Spanien bleiben wollte. Ob auch gleich der Kö-nig dem Buckingham in solchem begehren nicht fugen wollte/so ruheke derselbe doch nicht eher / bis der Digby zurück be-ruffen/ und ihm unterwegs angedeutet wurde/ daß er auf sei-nem land-hause verbleiben / nicht anders / als um seiner ge-schähe willen nach Londen kommen / vor dem Könige aber/Damit er nicht etwa demselben und dem Parlement des Her-tzogs aufführung in Spanien entdecken möchte / nicht erschei-nen sollte. Nun hatte sich zwar der Graf/ als ihm nach ge-raumer zeit zugelassen worden / auf die gegen ihm vorgebrach-te beschuldigungen zu antworten/ so wohl vertheidiget/ daßdie ihm zugegebene Commissarien ihn vor unschuldig erklärte»/konnte aber doch noch keine völlige freyheit, und auch nicht ein-mal die erlaubnis erhalten / mit dem König selbst zu spreche,,/indem ihm der Hertzog wissen ließ / daß ihm solche ehre nichtgestattet werden sollte/ bis er sich wegen gewisser Puncte/ dieman ihm vorgelegt / vor schuldig erkannt haben wurde / wel-ches Digby zu thun sich weigerte. Als Carolus I. den der Her-tzog wider den Grafen auf das äusserste erbittert hatte/ znrre-gierung kam / ward dessen fache / ungeachtet er verschiedentlichdarum angehalten hatte / daß man ihm recht widerfahren las-sen möchte/ nicht besser/ daher er endlich an. ,626. als ermerckte / daß das Parlement mit dem Hertzog von Buckinghamübel zu frieden war / sich bey demselben meldete / und bah daßman ihn dazu wie, andre Pairs einladen / oder ihm / weil erbis daher weder förmlich angeklagt/ noch verurtheilt wäre/ sei-nen Proceß machen mochte. Als demnach der König / der sol-ches nicht wehren konnte / ihm dennoch schriftlich 'melden ließ/er hätte sich noch immer als einen / dem seine freyheit nochnicht völlig wiedergegeben worden, anzusehen, und sollte alsosich von den seßionen des Parlements entfernen, so übersendeteDigby, der indessen aller seiner amter entsetzt worden, diesenbrief nebst einer bittschrift, darinnen er um erlaubnis / denHertzog von Buckingham anzuklagen, anhielt, an das Parle-ment , worüber der König so dose ward , daß er selbst denGrafen des hochverraths anklagen, und ihn durch seinen Ge-neral-krocurstorsm beschuldige» ließ, daß er während seinerGesandtschafft m Spanien seinen instrnctionen nicht nachge-kommen wäre, der Spanier Vortheile zu befördern gesucht, denKönig Jacob mit falschen Nachrichten versehen, den Printzen
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von Wallis zu annehmung der Catholischen religion beredenwollen, den Pfaltzgraf Carl Ludwig am Kayserlichen Hofe zurerziehung zu bringen bedacht, und überhaupt den Catholischengeneigt gewesen wäre, den König in seiner bittschrift der Un-wahrheit geziehen, und den Hertzog von Buckingham beleidi-get hätte. Der Graf, der zwar nicht, wie es der König ver-langt , in den Tower gesetzt, sondern nur einem Kuittier zurVerwahrung gegeben ward, lehnte alle diese beschuldigungendermassen ab, daß endlich das Parlement, weil diese Verthei-digung dem Könige selbst zur schände Miethe, vor gut befand,den Proceß nicht weiter fortzusetzen, worauf der Hof zwar be-mühet war, denselben vor des Königs banck zu ziehen, wo Dig-by ohnfehlbar verlohren gewesen wäre, solches aber vor demParlement zu thun sich nicht wagte. Nach desselben cassationward der Graf gleichwol in den Tower gesetzt, aber an. 1628.bestätigte ihm der König das patent, so ihm Jacobus verlie-hen hatte, und wendete ihm nach des Buckingham tode seinevöllige gnade zu, wovor ihm der Graf, der es anfangs eineweile mit dem Parlement gehalten, aber nach Straffords Hin-richtung solches verlassen halte, auch an. 1642. von demselbenin die acht erklärt worden, grosse dienste, sonderlich in gewis-sen Handlungen Wider die Schotten gethan, und sich von derzeit an gantz an ihn ergeben hatte. Er starb an. i6;z. zu Pa-ris, und hinterließ von Beatrice, des Ritters Caroli Walcokin Shrvpshire tochter, und des Ritters Johannis Dive vonBromham in Bedfordshire nachgelassener Wittwe, zwey töch-ter und zwey söhne, Georgium, von dem der vorhergehendeartickul handelt, und Johannen,, welcher unverheurathet ge-storben. Es war dieser Graf von Bristol ein verständiger mann,der sich den studien und geschäfften mit ernst gewiedmet hatte,und daher zu einer grossen geschicklichkeit gelangt war, dochsetzt man an ihm aus, daß er von sich und seinen Verdienstenetwas zu viel gehalten. Kill. ä'/inglet. tom. III. K«-
Fr«, Kitt. chänglet. tom. VII. <L VIII. LÄMäe», Lrit. p. 82.
*Digges, (Dudley) ein gelehrter Englischer Ritter,greng als Ambaffador nach Moscau, und starb den 18. inertzan. r6z9. Er hinterließ in seiner mutter-sprache: Vertheidi-gung des Handels; ingleichen Vks complest Lmbattaäor ortvo 1reatis8 of tke imsnäsä IVIsriage ot f). kürLbetk, 00M-xrilet in tks kstters ok Vr. 'xVaüinZkam anä korä Lurgleigk-Lvnden r6;;. in fvl. Iltken. Oxon.
Digna, oder Dugna, war eine behertzte weibs-person znAquile-a in Italien. Als diese wegen ihrer sonderbaren schön-heit in gefahr gerathen, von Attila, der Hunnen Könige, ge-nothzuchtiget zu werden, ersuchte sie denselben, mit ihr auf ei-ne hohe gallerie zu steigen, unter dem vorwande, ihm daselbstetwas wichtiges zu zeigen; allein, so bald sie hinauf gekom-men , stürtzte sie sich herab in einen fluß, der vor dem Hausevorbey lief, und sagte zu dem Könige: folge mir nach, wen»du meiner gemessen wilst. Lttila c. 14. ?.experientis Httila x. 860. amiä Lonttn. Lorch«. Kitt. DunZ»lib. VI. äes. I. Kr». lib. XIII. äs Imp. Osciä.
Digne, eine kleine aber gute stadt in Provence, in den ge-burgen an dem flusse Bleone, nebst einem Bißthum, dessen be-sitze Freyherren von Lauzieres sind, und unter dem Ertz-Bi-schoff zu Ambrun stehen. Sie ist wegen ihrer warmen gesund-bader berühmt, und vor Zeiten die Haupt-stadt in der Sentia-ner landschafft gewesen, deren Ptolemäus gedencket, und wel-che von Piinio mit unter die Lbroäuntic>8 gerechnet wird. La-teinisch wird sie Dinia, Digna, Dina, civitLS Drittens,um,Diensnlium, Lo. genannt. Scaliger nennet sie Dine und an-dere Doney. Diese mancherley nahmen haben verursacht,daß ihrer viel selbige mit Die in Dauphins verwechselt, unddafür gehalten, daß der Bischofs von Digne St. VincentiuSmit auf dem ersten Lcmsilio zu Nicäa gewesen, da er sich in»Griechischen bi<-c«>/A. soll unterschrieben haben. Allein Gai-sendus und viel andere halten dafür, daß dieser Nicasius Bi-schoff von Die; zu Digne hingegen St. Domninus der erste Bi-sch off gewesen. /Vr«. lib. III. c. 4. /Vo/em. üb. II. c. 10. t-a/'not. escl. Diniens. /e in not. aä LoncÜ-
Dabil. Lall. tom. I. p. äo kpilo-
Disns. not. Lpiso. 6sII. scrixt. kontif. ärel.
Kitt. äs krov. Üv. IV. c. ;. 2.
Digs, (Leonhard) ein Engelländischer IVlatKematicu8, leb-te an. i;;o. und schrieb krognottisum Oensrale TscttoM-sum, Lo.
Dijon, lat. Divio, Divioäunum, die Haupt-stadt des Her-tzogthums Burgund in Franckreich, an dem fluß Ouche in derD-osceb Langres gelegen. Sie hat ein schloß, welches der Kö-nig Lndovicus XI. um sich der stadt zu versichern , erbauestlassen; ingleichen ein Parlement und Präsidial, wie auch ei-ne muntze, darinnen das geprägte geld mit dem buchstabe"?. bezeichnet wird. Vor zeiten hat sie absonderliche Grase"gehabt; anjetzo aber führt der Bürgermeister daselbst den titm,eines Burggrafen, und hat 12. Edelmänner neben sich, wel-che ehemals Semiwres genennet worden. Man sagt, daß derKayser Aurelianus, nachdem er einen flecken, mit nähme"Bourg ä'Ogne, lat. Lurgm Deorum, zerstöret, aus furchkrdaß die götter dadurch beleidiget seyn mochten , einen tempttund castell an dessen statt aufgebauet habe, so Divio und nach-dem Dijon genennet worden. Zum wenigsten ist das gewiß ^