dig
Ar von den 7. brüdern, die sich vor den Grafen von Rich-field König Richardum gedachter maffen in Bosworth-verhalten, weswegen er hernach,, da selbiger zurM wichtigen und einträglichen amtern befördertwN' und m grossen gnaden bis an seinen tod verharrete,an. i;ri. im 12. jähre der reglerung Henri« VIII. er-MK- Sein söhn und erbe, Reginald, hinterließ von Anna,Njx.^iters George Throckmorton von Cougthon rn Warwlcks-b-..,Schier, Georgium, welcher;. Ohne hatte, nemlich Ro-- ^hilippum und Iohannem. Robertus vermah te sichxU Letnce, ^ Grafen von Kildare m Jrrland enMm undund zeugte mit ihr einen söhn, Robertum, welcher vonN KönigeZacobvzum Lord Digby von Geashick >nbemew-! 5 ! Königreiche gemacht wurde, welche wurde dessen nachkomm-uuge besitzen. Von dessen söhne Johanne und enckel GeorgrosviMi besondere artickul. La^ie. < 7 a»räe»r Lrit.x. 45 t- 457-Dlgby, (Kenelmus) ein berühmter Ritter in Engelland,War aus vorhergehendem geschlechte entsprossen. Nachdem erUne mgend auf der Universität zu Oxford m dem LoUegio vonGlvcester zu erlernunq der benöthigten wissenfchafften angewen-det, trat er eine reise nach Frankreich, Italien und in andere'ander an. Nach seiner zuruckkunft wurde ihm die Charge euresAdmrrals Ger eine kleine kriegs-stotte aufgetragen. Solchemuach schiffte er im Oceano und dem Mittelländischen meer bisw Egypten viele monat herum, föchte auch mit einigen fein-den nicht unglücklich, dadurch er sich nicht wenig rühm er-warb. Der König Jacobus in Grvß-Bntannien schlug ihnzum Ritter, dabey ihn derselbe, weil er keinen blossen degenansehen konnte, anstatt des achsel-schlages bey nahe in die au-sen gestochen hatte, wenn nicht der Hertzog von Buckmghamdas schwerdt anders gelencket hätte. Von einem Carmelrten,der aus Prrsirn gekommen, erlernte er ein gewisses von Vitriolzugerichtetes pulver, mit dem er wunderbare euren bey den dlej-siiren anstellete, wie davon die Nachricht in seinem buche äsüvmpmKiL zu finden. Der König Carolus I. zog ihn in seinengeheimen Rath, und bediente fich sonderlich seiner in berath-schlagung der see-sachen; die Königin aber ernennte ihn zu ih-rem Cantzler, und die Königliche Societät der wissenfchafftenzu Londen nahm ihn zu ihrem mitgliede auf. Allein der in-trerliche krieg nöthigte ihn sein vatterland zu verlassen, daherer sich nach Teutschland begab, und sonderlich zu Franckfurtam May»» aufhielte. Gedachte Königin schickte ihn auch nachRom mit dem character eines Agenten, da er dann mit Jn-nocentio X. viele vertraute Unterredungen gehalten. Die letz-ten jähre seines lebens, welches er an. 1664. beschlossen, hielter sich mehrentheils in Franckreich und sonderlich zu Montpel-lier auf, und machte sich gleichfalls daselbst durch seine gelehr-samkeit bekannt. Er hat bereits an. 16,4. der Universität zuOxford r;o. volumins von auserlesenen manuscripten verehret,der gelehrten Welt aber verschiedene schriften mitgetheilet, un-ter denen, ausser den abgedachten, Lollogmurn cum ÜLmmagUkäam illuliri äs Xsli^ioms OsleÄu ; Oemoultrario Imnior-Emtl8 ämmse rstionaUs, worinnen er von der statur undwürckungen der leiber, wie auch dem wesen der vernünftigenseele weitläufig handelt; anmerckungen über das buch v.Brvwns, welches den titul führet: KeUglo Nsäici; Lplkolssnä Oeorgmm äs Xsligione ; kormulre 8sleökD ^ Lx-xerlmemsles, turn Nsäisre, ium ObirurgisD; Lonclnve, inguo variD Nslisrarl, kvmacei, VIm Leraürü, §cs. sonkcisn-äorum rationes xropalsmur; Optima Lrrls coguinari-s krse-repw; ürs trsgsmsm sonficienäl; OillsrcLÜo äs klsMarmu'Vegerrtttous, Lc. Er war aus einem sehr alten adelichen ge-schlechte , und wie oben bereits gemeldet worden, hat sein al-ter - vatter Everard Digby, mit noch 6. seiner brüder in derstäche von Bosworth vor Heinrichen VII. wider den UsurpatorRichard III. gefochten. Sein vatter, der ebenfalls den nah-men Eberhard führte, kehrte sich nicht an dieses exempel dertreue, verlohr aber darüber den kovf in der pulver-conspiration,wider Jacob I. Allein der söhn löschte diesen flecken bald aus,und setzte sich bey diesem Könige in solche Hochachtung, daß«ihm seine güther wieder einräumete. Eben so wohl und nochbesser war er bey Carl dem I. gelitten , der ihn zum General-Intendanten seiner schiffs-armeen, und zum Gouverneur dessee-arsenals zur H. Dreyfaltigkeit machte. Er gab chm erlaub-tes , wider die Venetianer in seinem nahmen repressalren zugebrauchen, da er denn sehr glücklich war, sich meler schiffedemeisterte, und da sie ihn ohnweit Alexandrien mit ihrer see-macht angriffen, schlug er sich mit seiner kleinen flotte durch,und brachte seinen raub davon. In den sprachen und wrssen-schafften erwarb er sich einen ungemeinen nahnien, und wardein guter kluloloplm8. Er machte verschiedene Übersetzungen,und in den buchern von der natur der cörper, und von derUnsterblichkeit der seelen, ließ er seinen eigenen verstand und pe-uetration sehen. In der Mathe,natic war er sehr eifrig; aberm den geheimnissen der Chymie unvergleichlich; wodurch erviele herrliche hulfä-nuttel erfand, die er jederman gerne um-' Widerlich den armen mittheilte. In Montpellier hielt»"5,o^"tliche rede von seinem sympathetischen pulver, die^'^chgehends drucken lassen. Über seinen tractat vonderun-vi->fM"^/oelen, heran. 16;i. ans licht getreten, hat erferve ««?^Esio^arlslm Lollegiovon Boncourtcon-d^n!„! ^^!"ose 2. grosse Philosophen zwar in der lehre von"Äa^^Een m vielen stucken sich nicht vereinigen könn»Htstor. Le-rrrvA ///. Theil.
d i g
97
ten, hat doch keiner vor dem andern die einmal geschöpfte Hoch-achtung verlohren. Ausser diesen guten qnalitäten hat mannoch seine sonderbare ergebenheit gegen die Königl. familie, auchnachdem sie vom Englischen throne verstoßen worden, die ge-fchicklichkeit, mit der er 2. Gesandtschafftcn an Papst Jnno-centium X. verrichtet hat, m nahmen der verwittibten Köni-gin , der gewesenen gemahlin Konig Carvli 1. deren Cantzlerer war, und endlich seine standhafftigkeit zu rühmen, mit derer vor den Parlementaristen gestund, daß er Catholisch sey,ob gleich aus solche bekänntnis die confiscation seiner güther,»nd bannisirung seiner person nothwendig erfolgen muste. Erwandte sich nach Franckreich, und als Carl II. wieder aufdenthron kommen war, kehrte er nach Londen zurück. Als eraber sahe, daß er sehr vom steine incommodiret wurde, bekamer einen appetit, sich wieder nach Franckreich zu begeben. Erließ sich auch zu dem ende auf einer sänfte bis ans meer tra-gen , allein es verschlimmerte fich mit ihm dermaßen, daß manihn wieder nach Londen bringen muste, wo er den n. mertz,als an seinem geburts-tage an. 166;. seines alters 60. jähr ver-storben. Seine gemahlin war die einzige tochter des RittersEduard Stanley, aus dem Hause der Grafen von Derby, undeiner tochter des Hertzogs von Norfolck, mit deren er;. söh,ne gezeuget: allein der älteste ist, ohne erben zu lassen, beyBrantfort in einem treffen wider die rebelten geblieben ; derjüngste ist sehr jung verstorben; der dritte hat nur 2. tochterhinterlassen. Lcsä. äs Isient. äiar. biogr. 3ä
au. 166;.
* Digbs, (George) Graf von Bristol, war ein söhn desHernachfolgenden Johannis Digby, Grafens von Bristol, undan. 1612. zu Madrid gebohren. Er bezeigte sich bey dem an-fange des Parlements von an. 1640. sehr eiferig vor abstellungder landes-beschwerden, bewiese aber hernach, daß er seinemeynung geändert, als er an. 1641. eine rede zu Vertheidigungdes Grafen Strassord drucken ließ, welche aus befiehl des Un-ter-Hauses durch des henckers Hand verbrennet ward. Es wur-de ihn auch dasselbe deshalben aus seinem Mittel ausgestossenhaben, wann ihn nicht der König Carolus l. um eben diesezeit in das Ober-Haus beruffen hätte. Von dieser zeit an blieber der Königlichen partey beständig ergeben, und suchte unterandern dem Könige behülflich zu seyn, daß er fich von Ports-mouth meister machen möchte, hatte auch zu solchem ende zuKingston 200. Officiers insgesamt zu Pferde versammlet, wo-durch das Ober-Haus, so ohne diß bereits nicht wohl mit ihmzu frieden war, weil er dem König gerathen, sechs Parlements.glieder des hochverraths beschuldigen zu lassen, bewogen ward,ihn nach Londen z» bescheiden, welches Digby zu thun fichnicht wagte, sondern nach Holland übergieng, und von dar-aus mit dem Hofe verschiedene briefe wechselte, die zum theilaufgefangen, und voller strengen anschlage und harten aus-drücknngen gegen das Parlement befunden wurden, daher daSUnter-Haus an. 1642. den schluß faßte, ihn wegen hochver-raths anzuklagen. Indessen fuhr er nicht nur fort, dem Hofallen gütlichen vergleich mit dem Parlement auf das äusserstezu widerrathen, sondern ließ sich auch sehr angelegen seyn, denPrintzen von Oranien vor Carolum I. zu gewinnen. Als ereinsmals diesem König von seinen Verrichtungen in person Nach-richt gegeben hatte, und in geheim wieder nach Holland gehenwollte, ward er von des Parlements flotte gefangen, und zuseinem ärgsten feinde, dem Gouverneur von Hüll, gebracht,dem er sich gleichwol selbst entdeckte, und denftlben durch dasauf ihn gesetzte vertrauen, und durch mancherley beredungenbewog, daß er ihn bald wieder auf freyen fuß stellte. Nachfeines vatters tobe ward er Graf von Bristol. An. 1657. mu,sie er, weil ihn der Cardinal Mazarin insonderheit nicht wohlleiden konnte, nebst dem Hertzoge von Yorck, und andern En-gellandern aus Franckreich entweichen, worauf er sich nach denSpanischen Niederlanden wendete, und sich daselbst durch sei-nen Umgang, und vornemlich durch seine wiffenschafft in dersterndeutungs-kunst die besondere gnade des Don Juan äs Au«stria zuwege» brachte. Er hatte bald nach seiner flucht auSEngelland die Catholische reliqion angenommen, und war, ober sonst gleich von dem gehorsam gegen dem Papst nicht vielhielt, dennoch bald nach Caroli II. Wiedereinsetzung in Engel-land gar eiferig bemühet, den Catholischen glauben in diesemReich einzuführen, brachte auch den gedachten König dahin,baß derselbe an. 1662. den Nonconformisten zum besten, eineVerordnung ausgehen ließ, die zugleich den Catholicken mit zugute kam. Weil er nun besorget, es möchte der Cantzler Cla-rendon sich solchen ablichten widersetzen, beschloß er denselbenbey dem Parlement anzuklagen , und also zu stürtzen, ant-wortete auch dem Könige, der ihn bat solches zu unterlassen,bedrohlich, es sollte ihn gereuen, wenn er sich seinem vorha,den widersetzte. Er läse also die gedachte klage in dem Par-lement würcklich ab, erweckte sich aber selbst damit grossesNachtheil, indem man ihn von derselben zeit an, als einenmann, dem nichts zu viel wäre, ansähe.. Als er auch kurtzdarauf dem Ober-Hause schrieb, des Konrgs leben stunde ingefahr, weil der Hertzog von Porck eine garde hätte, so warddefehl gegeben, ihn in verhafft zu nehmen, welches aber nichtbewerckstelliget werden konnte, werk er sich eure zeitlang ver-borgen hielt. An. 167;- gab er in dem Parlement seine stim-me vor den Test, und sagte dabey, daß er als ein mitgliedeines Protestantischen Parlements mcht anders handeln könnte,
I ob