Band 
Dritter Theil. D - Ha.
Seite
101
JPEG-Download
 

so gestochen den 18. jul. 1714.; Wilhelmina Hennetta, Char-

jNZmalu, eine wittwe Kostens Wilhelme Hemm zu Nas-^u-Ußnge„. Lubovicus Hcnrieus, welcher Den N. >a>'- an.

an den vocken gestorben, in dem 20. >ahre semes a ttrs,Ad Chrjstjanus, von welchem hernach. WUHeimus, welcher,^gedacht, dem vatter succediret, wurde an. ^7°. dm 28.Ml- gedohren, und vermählte sich an. 1699. mtt DorotheaAohanna, Hertzogs Angusti zu Holstein-Sunderdurg P onS ?/ die Ihm an. 1700. den 15. nov. Henncmn Amu.mm^drlmum gedohren, welcher aber an. 1718. wieder -'«'d Elisabelham Charlottam den i8.M. an. 17°;- w ^>wr.N an. 17-°.; Christianus, so gedohren den n. aug.att. 688.uecednte seinem druder Wilhelms an. 1724. als m weicyemlahre dieser letztere ohne linder verstorben , und vermahlte l wherauf den,;, apr. an. 172;. mit Isadella Charlotta . Fur-

stms Henrici Casimiri von Nassau-Dietz wchter, und starb denaug. an. ,7zy. ohne erden. Hierauf ließ der Mmtz vonOranien das Furftenlhum Dillendurg in besitz nehmen. 0^-

m gonesl. Lomirum «sstov. äs orig. ^ Ze-

ment. Oomlc. Xslsovisor. iüe--cae, iusrüors Zeaeslog. ^Uov.

und in der Nassov. chron. in orsr. äs v,c. « omr.

Zvk. 8emon8, in ^Allov. k- I-

^ Aen. Svuvn^in. von Europa.

DiUrngen, stadt und schloß an der Donau nächst unterLauinge» gelegen, wovon die Grasschafft den nahmen hat. Sle>st jetzo die residentz der Bifthöffe von Augspurg. An. 1549.hat Otto, Truchseß von Waldpurg, Bischoff zu Augspurg, all-da eine hohe schule angelegt, die noch ietzo m gutem stände ht.Es ist auch allhier ein wohlgebautes Jesulter-Lollsgium. B -Dvff HemicusIV. so an. 1517. gestorben, hat die ürche zuSt. Ulrich an dem verschlossenen Nonnen - kloster errichtet.Bischoff Hemieus V. der an. 1646. verschieden, hat eine ur-ehe allda erbauet. An. 1694. legte hier der Bischoff zu Aug-spurg in gegenwart etlicher Fürstlicher Personen den ersten grmw-stein zu einem Capuciner-klofter und Arche. äs Lpäs.«

c,»/ 3NN. k. II. u. g. u. c. 66. p. 289. chron.

DMngen. Das ausgegangene geschlecht der Grafen vonDillingen, hatte seinen Ursprung von dem Kayser Hennco l.und ward von dem Reiche mit der würde der Schirmherrenund Kasten-vogte zu Franckfurt am Mayn beehret. Adelbertuswar Informator des Kayserl. Printzen Ludovici, eines sohnsArnolphi, stund ,7. jähr der Benedictiner-Abtey zu Elwangenvor, nach diesem regierte er das Bißthum Augspurg 16. jähr,und starb an. 922. Sein bruder Hugodaldus hingegen warein berühmter kriegs-held unter dem Kavstr Ottone I. da ersich an. 95z. den Augspurg tapfer wider die Ungarn erwiesen,weswegen ihn auch letztgedachter Kavser mit der GrasschafftKyburg, Diüingen und Wittislingen belehnet. Von seiner ge-mahlin Dietberga, Hertzog Burckards in Schwaben und Ale-mannen tochter, hinterließ er Ulricum, so an. 8yj. ge-dvhren worden, und die jugend in erlernung der theologischenund andern wissenschafften zu St. Galt zugebracht, daraufan.922. von dem Kayser Henrico I. zu dem Bißthum Augspurg ,darinnen er die Pfarr-kirche St. Johannis und das kloster St.Stephans gestiftet, wie auch die in die izv. jähr in der aschegelegene kirche St. Afrä in ein Stift Lsriorücsrum tteZuIsriumverwandelt, befördert worden, und an. 97 t> gestorben. 2.)Eleusinam, Aebtißin in dem von ihrem bruder gestifteten St.Stephans-kloster. ' Luitgardin, eine gemahlin des iungen Her-tzog Burckards zu Schwaben. 4.1 Theobaldum, welcher sichgleich seinem vatter in der schlackst bey Augspurg durch seine ta«pferkeit signalirt; dabey er zwar in grosse gefahr kam, indemer nebst dem Bischoff Starchand von Aichstätt in den Lech-sirvm qewvrffen, aber errettet wurde. So hat er auch bereitsvorhero an. 942. zu Franckfurt, und an. 948. zu Costnitz aufLeu turnieren seine gcschicklichkeit gezeiget. Er erbauete sich an.980 eine residentz zu Donauwerth, woselbst sein söhn Rtchar-Lus'oder Richowinus, dcrsich an. i°4-. auf dem turnier zuLalle in backten einaefundeu, auch Mit grossen kosten die bru-

N Do«thN

nen Hof gehalten. Dessen zwey sohne Mm gvWuS!. und H rtmannns I. haben besondere lmten ^enchttt. Dn ^welcher die Manaoldische aufgerichtet - Wett an. 1 . da

berühmte Nonnencklofter Benedictiner-vrdens zumhell.^reuh,wormnen ihm sein söhn Mangoldns II. gesv grt , 0, datz es umter ihm zum erwünschten stände kam. S>o ließ auch dttttS tttz.lern söhn Mangoldus III. nichts ermangeln, was, zur amnay-we des mehrvesagteu klvsters gereichen konnte. Mst dieses Ätan-goldi III- verblichenem söhne aber Mangolds IV. wurde die völ-lige linie in oftgemeldtes kloster eingesencket. Den HartmawNischen stamm vjlantzre Hartmannt 1. söhn Hugodaldus 111.fort. Dieser hinterließ Albertum, weicher sich auf verschiede-nen turnieren zu Cöln am Rhein und zu Nürnberg signanrtt,auch das Nonnen-kloster Linzheim bey Höchstadt an der Donaustiftete. Von seinen söhnen wurde Ulricus an. 1127. Buchoffju Costnitz, Ernestus stünde dem kloster Neresheim als Abt vor,Hugodaldus IV. aber erhielte den stamm in seinem söhne Hart,Manns II. welcher an. l>2,. gestorben, und zu seiner gemahlinAdelheid, GrafHartmanns zu Kyburg tochter gehabt, auf de-ren ansinnen er das Benebictiner - kloster Mresheim gestiftet.

Hiffvr» III- Theil»

d i l

dil lvr

Nach ihm folgte Hartmamins III. welcher den turnier zu Wurtz-bürg besuchte, aber mit seinem schwieger-vatter Aegidio, Gra-fen von Kelmüntz, so zerfallen , daß er ihn durch einen bestell-ten schreiber todten ließ,, weswegen ihm auch der Proceß ge-macht worden. Die betrübte Wittwe schenckte hierauf das schloßSeflingen samt allen darzu gehörigen güthern und dörftrn dernahe angelegenen N-nnen-capelle St. Elisabeth, in welcher sieals Aebtißin an. 1281. gestorben; gleichwie ihr zweyter söhnHartmannns Bischoff zu Augspurg, allwo er sich durch erbau«ung vieler Hospitäler beliebt, und durch seinen tob, so an. 1286.erfolget, stimm gantzen Gräflichen Hause ein ende gemacht.In der Grasschafft Diüingen und Witislingen setzte er sein B>ß-thum zum erben ein, Hochstädt aber ist an die Hertzoge vonBayern gekommen. , ckrouicor. lib. II.

snnal. lib. III. sä an. 89t- äs viriz

illustr. orä. 8. Lsneäiäki Üb. III. p. 497. //»/?/«?«». cmH. ,110^nsak. k. 206. üoünoZr. nionsii. Eusa Gra»

fen-saal, p. 9z.

* DiUon, ein vornehmes geschlecht in Jrrland , welchesin dem XII. Üeaülo zu dcs Königs Henrici II. zelten aus Agui-tanien nach Engelland gekommen, und unter der Königin Eli-sabeth regierung in der Grasschafft Meath , West-Meath undDublin in grossem ansehen gestanden. Absonderlich sind Ro-bertus und Theobaldus inerckwürdig:

I. Robertus Dillon, Ritter, wurde von Iacobo I. an. 16,9.den 19. febr. zum Baron Dillon von Kilkenny-West in derGrasschafft West-Meath, und an. 1622. den ;. aug. zum Gra-fen der stadt Rostomvn erhoben. Sein söhn und Nachfolger,Robertus, war an. 16;-. Richter von Jrrland, und zeugtemit Dorothea, einer tochter Georg« Hastings, Grafen vonHuntmgdon, des Ritters Jacobi Steward wittwe, zivey söh-ne. Dieselbe waren 1.) Wentworth Dillon, welcher sicherstlich mit Francisca, einer tochter Richard! Boyle, Grasenvon Cork, und hernach mit einer tochter Matthiä Boyittonverehelichte, aber ohnbeerbt mit tobe abgieng. 2.) Carey Dil-lvn, welcher sich als Oberster hervor that, und nach seines dru-ders absterben Graf von Rostomvn wurde. Dieser hinterließvon seiner gemahlin, einer tochter des General-Majors Wer-den, Robertum , welcher an. 171;. den 14. may das zeitlichegesegnete, nachdem ihm Margaretha, des Baroners ThomäPütt tochter, folgende zwey söhne gedohren: i.) Robertum,der sich mit Angelica, einer tochter Carvli Jngvldsby, verheu«rathete, aber an. 1722. den 19. jan. ohne erden starb. 2.)Ia-cobum Dillon, welcher noch an. 1727. als Graf von Rosto»mon und Baron von Kilkenny-West, im ledigen stände lebte.

II. Theobaldus Dillon , Ritter, war Präsident von Con-naught, und wurde von Jacobs I. an. 1621. den 16. merDzum Vicomte Dillon von Castillo - Gallen in der GrasschafftMayo ernennet. Von seinen söhnen folgte ihm Thomas,und hinterließ Henricum, welcher an. 1714. den i;. jan. starb,da denn sein einziger söhn, Richardus , den ihm Francisca,eine tochter Georg«, Grafen von Hamilton, gedohren, dervierte Lord wurde. Dieser lebte noch an. 1727. und hatte vonseiner gemahlin Brigitta, Richard! Bourk, Grafen von Clan-rickard, ältester tochter, keine männliche erben. /»ri»

p. 70. L i;4-

^iillsboo, Delisboa, lat. vilsbos, eine kleine stadt inder Schwedischen provintz Hellingen, nicht weit vom 8lmiLorünico an einem meer-bnstn, unfern Hndwigs-Walde, oderHuddings-Walde, ernehret sich Meistentheils vom ackerbau,Viehzucht und fischfang.

Dilsperg, ein vestes schloß bey drm Neckar in der Unter-Pfaltz ohnweit Heidelberg, und Neckar-Gemmd gelegen. Che-dessen hat es eigene Grafen gehabt, nach deren absterben aberist daffelbige als ein Pfältzisch lehn zurück gefallen. Einigewollen es vor die alte Grasschafft Stahlbühl halten, wiewotohne gründ, indem Churfürst Ludwig, Graf Popen von Dil-sperg an. 1262. zu seinem Burgmann zu Heidelberg angenom-men , zu welcher zeit die Grasschafft Stahldühl der Pfaltz schoneinverleibt gewesen. II. k. x. 8;. coä. äixlom. r>. 70.

p. ;2j.

Dimel, ein schöner und fischreicher flliß, entspringt überdem dorf Heringhusen, durchstreicht hernach ein gut theil deSbenachbarten Stifts Paderborn, vereinigt sich bey der stadtMarburg mit der Elma, und fällt endlich nicht weit von Her.stall in die Weser.

Drmitromcius, (B-Mus) General der armce des Groß.pursten von Moscau. AIs er einige artillerie-bedienten übeltractiret hatte, entschlossen sich diese, sich durch die flucht da-von zu machen, wurden aber an den Mhauischen grentzenaufgehalten, und vor den Groß-Fürsten geführet. Damit sie«un ihr leben erretten möchten, gaben sie vor, Basilms sey ge-sinnet, sich in dienste des Königs von Polen zu begeben, undhabe sie diescrwegen nach Litthauen geschickt. Der Groß-Fürstließ den General alsodald zu sich kommen, und befahl, daßman ihn an eine blinde stute, die an einen wagen angespannet,binden sollte, und welche man in den fluß jagte. Als dieser un-glückliche General »im an dem raube war, sagte der Groß-Fürst mit lauter stimme, daß, weil er vorgehabt, sich zu demKönige von Polen zu begeben, er mit dieser equipage zu ihm

r gehe«